Ralle: Schicksalsjahr eines Sportdirektorentrainers

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Bild: xtranews.de bei Flickr unter CC BY 2.0

Der Auftakt zur zweiten Saison in der zweiten Liga steht unmittelbar bevor. RB Leipzig startet morgen in Frankfurt gegen den FSV. Während das für einige Fußballfans recht früh im Sommer kommt, läuft am Cottaweg bereits seit 1. Juni alles auf Hochtouren. Schließlich geht es in eine Schicksalssaison – und mittendrin Sportdirektorentrainer Ralf Rangnick.

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Höher, schneller, weiter

Zugegeben: Wir hatten etwas Mühe, aus dem Winterschlaf zurück zu finden. Da wir die Aufputsch-Getränke des Gebieters standhaft verweigern und Kaffee schon lange keine Wirkung mehr zeitigt, lagen wir lethargisch im Entmüdungsbecken des Lebens und sahen freudlos einer Rückrunde entgegen, die vermutlich irgendwie spannend werden könnte, aber auch nur für die, die es interessiert.

Doch dann kam Ralf Rangnick, und es ging Alexander Zorniger. Klar, wir sehen alles vorher, für uns war das nicht überraschend. Für manch Andere aber irgendwie schon, beteuerte der Sportdirektor doch bis zuletzt seine Treue gegenüber dem Trainer. Oder, um es deutlich weniger empathisch zu sagen: Er betonte schlichtweg die Blödsinnigkeit etwaiger Entlassungen. Um selbiges dann doch zu tun.

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Geschichtsprofessor Rangnick, Katar und 1936

Die alte Geschichte mit Rangnick, dem ZDF-Sportstudio und seinem seitherigen Ruf als „Professor“ ist ausgelutscht, langweilig und nebenbei eine Beleidigung für jeden Professor außer Bernd Lucke. Interessant war jedoch Rangnicks neuerlicher Ausflug ins Belehrende. Diesmal ging es um Historisches, wobei Rangnick es aber verstand, auch die politische und sportliche Gegenwart präzise zu sezieren. Vor allem aber offenbarte er das Weltbild der RB-Führung: Am meisten interessieren wir uns für uns selbst. Geschichtsprofessor Rangnick, Katar und 1936 weiterlesen

Eingliedern durch Ausgliedern

Sportlich ist RB Leipzig längst im Zweitligaalltag angekommen – Mitbewerber um das oberste Tabellendrittel, Aufsteiger unter drei ausnehmend guten Neulingen in dieser Saison und Teilnehmer an Spitzenspielen. Das ist Sport, Wettbewerb erzeugt Vergleichbarkeit.

Die jüngste Ausgliederung der Leipziger Profiabteilung kann als bemerkenswerter Ausdruck im Ringen nach Normalität auf einem anderen Terrain gedeutet werden, dem Profifußball als wirtschaftliche Branche. RB Leipzig müht sich redlich, die schmutzigen Kleider des Investorenspielzeugs abzulegen, um mit den anderen Kindern nach den hiesigen Regeln des Fußballgeschäfts zu spielen. RB Leipzigs Strategie basiert dabei auf den Erfahrungen des bisherigen Sportengagements von Red Bull – und denen von Ralf Rangnick.

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Stimmen der Vernunft (5)

Im aktuellen Transferticker der 11Freunde konnte man neulich folgenden Kurzbeitrag lesen, der eigentlich als Kommentar auf die Transfer-/Leihpolitik des glorreichen Chelsea FC gedacht war. Innerhalb weniger Zeilen wandelte sich dieser dann aber in eine an Prägnanz nur schwer zu toppende Zusammenfassung von sich auch uns aufdrängenden Fragen:

Aber was will Chelsea mit diesem vermaledeiten Leih-Konzept? Wollen sie alle talentierten Spieler der Welt kaufen und nur noch verleihen? An viele kleine Chelsea-Außenstellen, die sich die Talente zuschachern und ab und an eines an den Mutterkonzern in London zurückschicken? Und kann so ein Konstrukt klappen? Ist das nicht schädlich für den Fußball? Wettbewerbsverzerrung gar? Darüber müsste man mal mit Ralf Rangnick diskutieren, bei einer schönen Dose Red Bull. Mjam.

Können Sie helfen, Herr Rangnick?

Stimmen der Vernunft (4)

Ralf Rangnick war schon fast an der Kasse, der drehte er noch mal kurz um, warf einen hastigen Blick über den Wühltisch, zottelte „Jungtalent“ (darunter macht man es ja nicht) Klostermann hervor, warf ihn noch schnell zu den anderen, drehte hastig um und beruhigte sich bei dem Blick auf den überquellenden Einkaufstrolli mit dem Gedanken, dass er ja immerhin halbjährlich für (mindestens) zwei Haushalte einholen muss.

Peter Neururer wiederum, der neulich schon mit der prägnanten Kommentierung des Sabitzer-Transfers glänzte und sich somit als einer der Guten enttarnte, musterte den letzten Beifang im Vorbeigehen auf dem Parkplatz und raunte lakonisch:

Ich wünsche ihm viel Gesundheit und einen neuen Berater.

Widde widde wie sie mir gefällt

Am vergangenen Wochenende  veröffentlichte die LVZ ein zum Zweitligastart abgehaltenes Geplänkel zwischen Guido Schäfer und Ralf Rangnick (2. & 3. August, S. 25). Bei dieser Gelegenheit verriet der imperiale Sportdirektor Folgendes: Widde widde wie sie mir gefällt weiterlesen

„Er ist unser Wettbewerbshüter“

Unlängst stimmte uns ein Leserbrief von Raphael von Arx aus Lausanne an die 11FREUNDE-Redaktion ziemlich nachdenklich …

„[…] Die UEFA verweist auf Artikel 3 der UEFA-Wettbewerbsbedingungen zu Champions- oder Europa League. Dort heißt es: `Keine natürliche oder juristische Person darf Kontrolle über oder Einfluss auf mehr als einen an einem UEFA-Klubwettbewerb teilnehmenden Verein haben, wobei in diesem Zusammenhang als Kontrolle oder Einfluss gilt, wenn die betreffende Person (…) in der Lage ist, auf irgendeine Art und Weise einen entscheidenden Einfluss auf die Entscheidungsfindung des Vereins auszuüben.’ […] Eine große Farce, oder? Klärt mich auf.“ (Ausschnitt aus 11FREUNDE #152/Juli 2014, S. 116)

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