Widde widde wie sie mir gefällt

Am vergangenen Wochenende  veröffentlichte die LVZ ein zum Zweitligastart abgehaltenes Geplänkel zwischen Guido Schäfer und Ralf Rangnick (2. & 3. August, S. 25). Bei dieser Gelegenheit verriet der imperiale Sportdirektor Folgendes:

Bei meiner ersten Pressekonferenz in Leipzig sagte ich in die Runde: Das Stadion ist geil, aber irgendwann zu klein. Der Stadionchef stand neben mir und sagte: Vergrößern geht nicht. Ich habe das am nächsten Tag dem Chef (Mateschitz) erzählt, der sagte: Wir springen aus 38 Kilometern auf die Erde, da kann man auch ein Stadion vergrößern. Ich bin selbst gespannt.

Die hieraus sprechende Großspurigkeit, die beim Gebieter und seinen Gefolgsleuten als ein Versprechen auf höhere Sinnerfüllung zu stehen scheint, ist freilich nicht mehr überraschend. Aber wir führen hier ein Protokoll. Das duldet keine Auslassungen.

Außerdem ist es ja immer wieder aufs Neue faszinierend, die Welt aus der Sicht von RB zu betrachten. Überall gibt es da Dinge, die ungenügend, nicht ausgereift oder nicht auf die Spitze getrieben sind. Was? Nur 45 000 Zuschauer bei Heimspielen?! Da muss man endlich mal richtig anpacken und ummodellieren, Landschaften und Städte nach seiner Façon gestalten, Menschen einbinden und nach seiner Pfeife tanzen lassen auf ein Ziel hin choreographieren. „Projekte“ pitchen. Die Welt so machen, wie sie einem gefällt. Noch schnell aus dem Weltraum auf die Erde springen, damit auch ja alle mit offenem Mund staunen. Und am siebten Tag sollst du ruhen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.