Emendörfers beißende Satire

Wir schimpfen hier ja öfter auf die LVZ. Nicht ausschließlich weil wir es gern täten, oder weil wir uns chronisch nach einer qualitativ hochwertigeren Tageszeitung für die Region ™ sehnten. Nein, oft genug sind das Blatt und seine Macher selbst schuld [obwohl wir viele Kerstin Decker-Witze machen, ist in unserem Fall (bislang!) nur das Maskulinum zu nennen]. Heute ist aber der Tag, an dem wir uns verneigen müssen und sagen: Bravo LVZ!
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BSG Motor Ostdeutschland

Wir denken ja immer: Schlimmer wird’s nicht. Und dann kommt, und in letzter Zeit passiert das immer häufiger, die ZEIT. Über die RB-Berichterstattung der LVZ lohnt ja kaum noch ein Wort. Aber offensichtlich ist es auch der Chefetage des Hamburger Wochenblattes egal, welches intellektuelle Niveau in der ZEIT im Osten-Redaktion unterschritten wird. Und so dürfen die Fanboys um Martin Machowecz eben machen, was sie wollen. In dieser Woche: Elf (diese Symbolik!) mehr oder minder prominente oder wichtige Menschen in oder aus Ostdeutschland dürfen ihren Senf zur Mondlandung der Tabellenführung von RB abgeben.

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Gipfeltreffen

Nicht jede und jeder schafft es ja, den Sportteil der LVZ zu lesen; schon vorher warten so viele interessante und hintergründige Geschichten auf die ständig wachsende Leserschaft, dass dann die kritischen Reportagen und Hintergrundstories der sportiven Redaktion auf der Strecke bleiben. Deshalb heute unser Service: Wir haben mal die besten Stellen aus dem knallharten Gespräch extrahiert, dass Reportergott Guido Schäfer mit dem RB-Vorstandsvorsitzenden Oliver Mintzlaff führte. Es ging gewohnt kritisch zur Sache, man will eben immer noch eine Spur genauer nachfragen als das Red Bulletin, so viel Ehrgeiz hat man im Peterssteinweg. Aber genug der Vorrede, hier unsere Top Ten:

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Black Beauty, der geschenkte Gaul

Imagefilme für Städte sind ja ohnehin ein Genre aus der Hölle. Ein solcher Film zu Leipzig, mit RB? Zugegeben: Wir hatten unsere Vorurteile. Nach dem Ansehen blieben allerdings nur noch Fragen. Vor allem diese: Was soll das sein? Black Beauty, der geschenkte Gaul weiterlesen

Greisenflirt im Disneyland

„Ich bin sogar Chefreporter, die wollen mich lebenslang behalten!“, durfte LVZ-Sportredakteur Guido Schäfer im Oktober verkünden, als ihn Moderatorin Esther Sedlaczek vor Anpfiff und nach dem Halbzeitpfiff des RB-Heimspiels gegen Heidenheim vor die Sky-Kamera einlud. Um jedweden Kompetenzzweifeln schon vorab den Garaus zu machen: Der phänomenale Aufstieg des fidelen RB-Maskottchens ist nur folgerichtig, hat in der aktuellen Spielzeit neue Höhepunkte erreicht und soll deshalb hier besonders gewürdigt werden.
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In aller Brieffreundschaft

Sehr geehrter Herr Niersbach,

wieder erreicht Sie ein Brief aus Leipzig, aber keine Angst: Diesmal wird es nicht so rührselig wie beim letzten Mal. Da schrieb Ihnen Michael Czupalla, CDU-Landrat von Nordsachsen, und beklagte sich bitterlich. Über all jene, die das neue Ruhmesblatt unserer Pleißemetropole, den herrlichen Sportverein Rasenballsport Leipzig, so schmählich durch den Dreck ziehen. Schlimme Sachen würden da gesungen und überhaupt, alle seien dagegen, und der DFB-Präsident Niersbach solle doch mal was tun.

Czupallas Plan sah zwei Punkte vor. Erstens sollte Niersbach endlich mal durchregieren und nordkoreanische Verhältnisse herstellen: „Ich möchte, dass er Stellung bezieht und der ewigen Diskussion ein Ende bereitet!” Doch keine Peitsche ohne Zuckerbrot. Dieses verfütterte Czupalla an den Gebieter: “Dietrich Mateschitz müsste jeden Tag der rote Teppich ausgerollt werden”, scharwenzelte der Landrat. Beim Gedanken an sein neues Idol redete er sich regelrecht in Wallung: “Schließlich bildet Herr Mateschitz mit RB Leipzig nicht nur junge Menschen aus, es wird auch vermittelt, was Disziplin ist, wie man sich verhält, was wichtige Werte sind.” RB als Jugendwerkhof, nur mit mehr Sport? In aller Brieffreundschaft weiterlesen

Ergebenheit als Systembestandteil

Neben der betonten Miesepetrigkeit, ungezwungenen und absolut authentischen Marketingvehikeln Fußballfans ihren Spaß am einzig echten TV-Fußball nicht zu gönnen, ist ja eines unserer Hauptmotive, einen Anlaufpunkt für kritische Beobachtungen des Geschäftsgebahrens von RB Leipzig zu bieten – Warum liefern das eigentlich nicht professionelle lokale Medien wie LVZ & Co.?

Weil sie nicht können. Also nicht, weil sie aufgrund mangelnder journalistischer Qualität nicht könnten. Vielleicht schon eher, weil sie redaktionell kaputt gespart werden. (Der KREUZER bringt ja immer mal was, hat als Stadtmagazin in Zeiten von Facebook aber weder die Kapazitäten, noch den redaktionellen Fokus, RB monatlich zu begleiten.) Sie können nicht, weil sich besonders lokale Redaktionen und freie Journalisten eine kritische Haltung gegenüber Profisportfirmen nicht leisten können.
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