<br />
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	<title>chassot &#8211; zwangsbeglückt</title>
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		<title>Rangnicks Return und Mateschitz&#8217; Monument. Die Saisonvorschau 18/19</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Aug 2018 06:56:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[19. August 2018, DFB-Pokal Der Rasenballsport hat es in der ersten Runde des DFB-Pokals mit dem ambitionierten Regionalligisten Viktoria Köln zu tun. Franz-Josef Wernze vom sächsischen Landesamt für Denkmalpflege und sogenannter Mäzen der Kölner hatte dem Leipziger Mannschaftsbus zuvor gastfreundlich “auf dem Weg zur Viktoria Rosenblätter gestreut.” Die Domstädter gewinnen dann überraschend 1:0 durch eine &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2018/08/17/rangnicks-return-und-mateschitz-monument-die-saisonvorschau-18-19/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Rangnicks Return und Mateschitz&#8217; Monument. Die Saisonvorschau 18/19</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>19. August 2018, DFB-Pokal<br />
</b>Der Rasenballsport hat es in der ersten Runde des DFB-Pokals mit dem ambitionierten Regionalligisten Viktoria Köln zu tun. Franz-Josef Wernze vom sächsischen Landesamt für Denkmalpflege und sogenannter Mäzen der Kölner hatte dem Leipziger Mannschaftsbus zuvor gastfreundlich <a href="http://www.sportbuzzer.de/artikel/lok-hauptsponsor-wernze-leipzig-musste-dietrich-mateschitz-ein-denkmal-bauen/">“auf dem Weg zur Viktoria Rosenblätter gestreut.”</a> Die Domstädter gewinnen dann überraschend 1:0 durch eine denkbar unglückliche Szene des überraschend reaktivierten Fabio Coltori (Rangnick: “In den unteren Ligen kennt er sich einfach besser aus”).<span id="more-1262"></span></p>
<p>Kurz vor Ablauf der Nachspielzeit der Verlängerung drückt der stämmige Modellathlet die Pille im Stile eines Klassestürmers aus Nahdistanz über die Linie. “Wie damals gegen Darmstadt”, schwelgt die schweizer Klublegende nachher in seligen Erinnerungen. Heuer gelang ihm das Kunststück nur eben leider auf der falschen Seite. “Wenigstens treffsicherer als Timo Werner”, bemerkt Chefreporter Guido Schäfer unbarmherzig, “der hätte heute vom Strand aus das Meer nicht getroffen.” Nach Abpfiff korrigiert Wernze seinen jüngsten Vorschlag für das neueste Leipziger Wahrzeichen: “Ich sage immer, was ich denke. Die Stadt Leipzig sollte nicht nur Dietrich Mateschitz, sondern auch Coltori ein Denkmal setzen. Sie haben den großen Fußball jetzt auch nach Köln gebracht!” Der erboste Geißbock Hennes VIII. hinterlässt daraufhin einen ganzen Haufen frischer Ziegenmurmeln im Mittelkreis des altehrwürdigen Sportparks Höhenbergs.</p>
<p><b>26. August 2018, Bundesliga, 1. Spieltag<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Rasenball verliert am ersten Spieltag in Dortmund. Lucien Favre nimmt das leichtfüßige 3:0 seines Teams gegen inspirationslose Gäste ungerührt hin. Rangnick dagegen droht erstmals mit Konsequenzen. Vor dem Spiegel, in der Herrenumkleide. Und gemeinsam mit dem französischen Dolmetscher.</span></p>
<p><b>20. September 2018, UEFA Europa League, 1. Spieltag<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Die lediglich fünf angereisten Allesfahrer aus der nach großem Fußball lechzenden Messestadt erleben im kasachischen Almaty ein müdes 1:1. Immerhin rettet Fabio Coltorti seinen Roten Bullen kurz vor Ultimo einen wichtigen Punkt. Der von Sky engagierte Field-Chefreporter Guido Schäfer meint entschuldigend: “Anders als Leipzig finden Almaty halt nur die Wenigsten auf der europäischen Fußballlandkarte!” LVZ-Korrespondentin Anne Grimm verbessert den Geografiemuffel beflissen: “Wenn man es ganz genau nimmt, dann sind wir ja eigentlich bereits in Asien.” Schäfer hört da schon bloß mit einem halben Ohr hin, er stiert seiner TV-Kollegin Esther Sedlaczek nach. Immerhin ein Teilnehmer der Leipziger Delegation zeigt sich allerdings begeistert vom Abenteuer bis beinah an die chinesische Grenze. “Der Fernsehturm von Almaty, haben Sie den gesehen, Herr Rangnick? Über 370 Meter hoch, ein Wahnsinn, das wäre doch zumindest etwas, das halb der Größe von Dietrich Mateschitz entspricht”, japst Franz-Josef Wernze touristenselig.</span></p>
<figure id="attachment_1268" aria-describedby="caption-attachment-1268" style="width: 450px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/5837387830_9d40a96549_o.jpg"><img class="wp-image-1268" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/5837387830_9d40a96549_o-300x194.jpg" alt="" width="450" height="291" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/5837387830_9d40a96549_o-300x194.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/5837387830_9d40a96549_o-768x497.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/5837387830_9d40a96549_o.jpg 800w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1268" class="wp-caption-text"><a href="https://www.flickr.com/photos/loriszec/5837387830/in/photolist-9TQ92L-9TMkJR-fFwD4S-p29phG-KVrudB-hhWQ1d-KVsaTZ-hhXCs8-hhWFnm-4LvCHA-J8jHL8-oLEmxX-2TaQNV-dxy7DQ-qu7wTb-4Lrp84-cGyNp3-2TdXfs-dxyHrC-V7sgkb-2T9EvR-26pDhyv-ff8rUn-8DiGCT-2i6zHP-f8FidQ-p4SmJf-oLG5nM-v7aKCz-fFvHKo-fFvECw-fFvLbC-v6ZmsY-v781GZ-oMmHjg-oMpeJt-p2RBhG-p4BTJF-oMoxSC-p4Tksi-p4RwFm-p4BWx6-p4TeHH-p2PYSE-oMnUWv-hhXvuv-oLGfMV-p2Sc7f-oLF2pz-p29edU">Loris Silvio Zecchinato on flickr.com</a></figcaption></figure>
<p><b>3. Oktober 2018, Tag der Deutschen Einheit<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Feiertag. Zeit zum Durchatmen! Erste Pläne für das immer lauter geforderte Denkmal zu Ehren des Gebieters inmitten der Heldenstadt dringen an die Öffentlichkeit. Die zukünftige stadtarchitektonische Schwester des Völkerschlachtdenkmals soll über den Fußball hinaus als Erinnerung dafür dienen, sich von jeder Historie zu lösen und den Blick stets in die Zukunft und auf die Märkte zu richten. Errichtet auf dem dann gänzlich verschwundenen Gelände der Kleinmesse soll ein mächtiges Stahlkonstrukt aus zwei rot lackierten Bullen, die auf eine goldüberzogene Sonne zuspringen, entstehen. Für den Entwurf zeichnet sich ein anonymes Künstlerkollektiv aus Österreich verantwortlich. Stilistische Nähe zum Markenlogo eines bekannten Getränkeherstellers weist man im städtischen Entscheidungskuratorium “als diffus herbei konstruiert” beiseite, wie Sportbürgermeister Heiko Rosenthal betont. Mit der gebotenen journalistischen Distanz kommt Martin Machowecz in einem ZEIT-Kommentar zu dem Schluss: “</span><span style="font-weight: 400;">Im Osten geht wieder die Sonne auf.</span><span style="font-weight: 400;">”</span></p>
<p><b>8. Oktober 2018<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Es gibt Ärger um das Denkmalvorhaben. Burkhard Jung, designierter Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, hat RB-Geschäftsführer und Vorstandschef Oliver Mintzlaff einbestellt, um mit ihm über seine Dauerkarte (“Wieso habe ich hier eine Rechnung bekommen?”), aber vor allem über das Monument zu sprechen. Konfliktpunkt: Der Bau kollidiert mit Jungs eigenen Denkmal-Planungen am vorgesehen Ort: “Wie? Nein, nicht für Ihren Chef. Für mich selbst!”. Mintzlaff verspricht, einen Kompromiss zu suchen. Das Angebot, einen der Kunstrasenplätze auf dem Gelände der Bluechip-Fabrik nach ihm benennen zu lassen, ist dem Noch-OBM aber zu wenig. “Denken Sie mal über einen Jung-Brunnen nach, irgendwo zentral gelegen”, gibt er dem nervös gewordenen Topmanager mit auf den Heimweg.</span></p>
<p><b>6. November 2018, Bundesliga, 10. Spieltag<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Rasenball zu Gast im Berliner Olympiastadion. Was bisher immer eine ausgelassene Sommersause zum Saisonabschluss gewesen war, geht diesmal im tristen Berliner Novemberplatzregen bei 8°C unter. Endergebnis 0:0. Erste Pfiffe gellen aus der Leipziger Kurve. Der sich selbst als “sattelfest im Sattel sitzend” bezeichnende Chefcoach Rangnick möchte, in der Mixedzone auf den gegenwärtig dürftigen 10. Tabellenplatz angesprochen, aber dennoch nichts von einem Euphorieeinbruch wissen – weder im Verein noch bei den Fans. Währenddessen stapft im Hintergrund Sportdirektor Ralf Rangnick wortlos grummelnd vorbei in Richtung Mannschaftsbus. Einziges Leipziger Erfolgserlebnis an jenem dunklen Montagabend: Oliver Mintzlaff kanalisiert seinen Frust umgehend auf der mythenumwobenen blauen Tartanbahn des Olympiastadions und bricht beim “Auslaufen” der Mannschaft sensationell Dieter Baumanns mehr als 20 Jahre alten Deutschen Rekord über 5.000 Meter. “Ups, da muss heute Morgen was in meiner Zahnpasta gewesen sein”, keckert der ewig astrale Ausnahmeläufer galgenhumorig. Rangnick kann sich trotzdem kein Lächeln mehr abringen.</span></p>
<figure id="attachment_1269" aria-describedby="caption-attachment-1269" style="width: 537px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/24399179122_52e75e6262_o.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-1269" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/24399179122_52e75e6262_o-300x156.jpg" alt="" width="537" height="279" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/24399179122_52e75e6262_o-300x156.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/24399179122_52e75e6262_o-768x399.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/24399179122_52e75e6262_o-1024x532.jpg 1024w" sizes="(max-width: 537px) 100vw, 537px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1269" class="wp-caption-text"><a href="https://www.flickr.com/photos/damiavos/24399179122/in/photolist-Db5aU7-V747RA-oThrPT-CofDLr-pGuqoZ-dW8Pww-5D8tVG-DkEcoR-79EqJa-du1tsy-4EADSz-Co9U7J-pAQPJ9-4rFhT-bEw2vT-5D49uc-pDSWfK-4N6wef-UdHt54-5D8tVS-a4Bijy-5tHaY3-Dikdam-efAJXk-cA5yg3-699vib-RoMk5U-6jMUQ7-unzQRV-vh7Gzo-v2R2yy-r7y1h3-a4ysJp-N1KMKV-H3LNhP-SBDbVQ-2Mnz7N-7EKe5U-CQfsQe-22L2ZKg-7EzCzt-8JuoLP-6K9GgX-fouGQH-nQJLpK-8HygYu-6KenpL-dPPFrY-fouHwx-RoMpiJ">damian entwistle on flickr.com</a> // CC BY-NC 2.0</figcaption></figure>
<p><b>6. Dezember 2018, Nikolaustag<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Als besondere Nikolausaktion und “großes Dankschön aus der Mitte der Stadt” wird in der Leserbriefspalte der LVZ angeregt, kleine Wichtelpakete nach Fuschl am See zu schicken. Eine solche gemeinschaftliche Aktion würde wieder den Zusammenhalt in der Stadt stärken, der unter den Eindrücken der Straßendemos der letzten Jahre doch arg gelitten hätte. Am Cottaweg treffen daraufhin größere Mengen Geschenkpapier ein.</span></p>
<p><b>13. Dezember 2018, UEFA Europa League, Spieltag 6<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Girondins Bordeaux zu Gast in Leipzig. In der Lokalpresse werden wieder die Geschichten aus dem April ‘87 aufgewärmt. René Müller darf auch noch mal erzählen, wie er Lok damals ins Finale geschossen hat. Bei einem weihnachtsbäckereibeseelten Interview mit dem MDR auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt spannt er den riskanten Bogen zur Jetztzeit: “Damals wie heute gilt, dass man ohne Kräftekonzentration und die finanzielle Unterstützung von außen nicht vorankommt.”</span></p>
<p><b>22. Dezember 2018, Bundesliga, 17. Spieltag<br />
</b><span style="font-weight: 400;">RB spielt eine herrlich mediokre Hinrunde und verliert sowohl gegen Nürnberg als auch in Düsseldorf. Nach dem erkämpften Remis in Augsburg fordert Mintzlaff trotzig: “Endlich mal freuen!” Sportchef Rangnick erklärt bestimmt: “Der Trainer steht nicht zur Disposition!”</span></p>
<p><b>24. Dezember 2018<br />
</b><span style="font-weight: 400;">An Heiligabend darf Ralf Rangnick nicht wie sonst üblich beim Gebieter unter dem rot-blauen Weihnachtsbaum sitzen. Das ist der letzte Tropfen in der der schon bedenklich zerbeulten Zanke-Dose. Bockig verlässt Rangnick die Taurin-Lounge in Fuschl am See und ruft beim DFB an. Sportdirektor Oliver Bierhoff will sich zwar nicht sofort mit der Idee eines Namenssponsors für das Nationalteam oder einer einjährigen Gastspielgenehmigung in der ‘Chinese Super League’ (Rangnick: “Der kommende Markt!”) anfreunden, stellt Rangnick aber als externen Berater ein. Als RBs Interimstrainer übernimmt Mateschitz indes selbst. “Da bin auch näher am Denkmal”, argumentiert der erdverbundene Tribun.</span></p>
<figure id="attachment_1274" aria-describedby="caption-attachment-1274" style="width: 494px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/38994971712_f3a174d51a_k.jpg"><img loading="lazy" class=" wp-image-1274" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/38994971712_f3a174d51a_k-300x200.jpg" alt="" width="494" height="329" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/38994971712_f3a174d51a_k-300x200.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/38994971712_f3a174d51a_k-768x512.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/38994971712_f3a174d51a_k-1024x683.jpg 1024w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/38994971712_f3a174d51a_k.jpg 2048w" sizes="(max-width: 494px) 100vw, 494px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1274" class="wp-caption-text"><a href="https://www.flickr.com/photos/tambako/38994971712/in/photolist-22pRqwu-D1ez1V-KSdb1v-22hPRMz-KA2dBw-JEUdvm-27HTEUK-9dA3e7-6iB7Lp-21qJPtk-26C3Nxj-CVSDmV-27MiYYV-26JGeNY-28KJ5jb-Ez1CHA-21iw9AM-26C3NVo-27HUYgX-ZWwAHT-21iw7AV-27HtoiX-HAijXn-CZvnV2-KU3QsP-YU2m13-29hfv1e-25P7j2U-MxLd9J-gAQR6Q-KU3TXe-26Y3dx3-22AFd4s-5cP9kt-XxDysE-YWaj1w-HLBvgk-exTKMu-DNPwRS-EvkmwU-8PxaFM-27UjKCg-iZ67c6-M9wiBJ-22u8aa3-Ld92WH-BTv3dG-EkNU73-HmbmRv-25SZfk4">Tambako the Jaguar on flickr.com</a> // CC BY-NC 2.0</figcaption></figure>
<p><b>18. Januar 2019, Rückrundenauftakt der Bundesliga<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Zum Start der Rückrunde präsentiert Dietrich Mateschitz eine gänzlich neue Elf auf dem Platz. “Die Hälfte des Hinrundenteams ist noch auf der Baustelle fürs Denkmal, die anderen haben wir verschenkt.” Begründung: “<a href="https://www.sueddeutsche.de/sport/rangnick-interview-sz-1.4093835">Weil wir es können. Außerdem müssen wir die Financial-Fairplay-Regeln der UEFA beachten.</a>” Die Änderung ‘einhalten’ statt ‘beachten’ krizzelte ihm RB-Kommunikationschef Florian Scholz zuvor noch heimlich auf den Stichwortzettel. Immerhin schürt der Last-Minute-Sieg über Borussia Dortmund lang vermisste Euphorie in der Heldenstadt (Torschütze war Stammkeeper Coltorti mit einem kräftigen Abschlag).</span></p>
<p><b>2. März 2019, Bundesliga, 24. Spieltag<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Das Spiel in Nürnberg, kurz vor Rosenmontag, geht verloren. Auch die Hinweise von Mateschitz an sich selbst, man kämpfe noch immer mit den Auswirkungen der europäischen Überregulation des Fußballmarktes, helfen nichts mehr. Der Gebieter hat von sich die Nase voll und delegiert Marco Rose aus Salzburg. (Kleiner Verein in Österreich, für den RBL so etwas wie früher die Patenbrigade war: Tauchen immer mal unvermittelt auf, machen einen auf dicken Maxen, und danach ist die Stimmung schlechter.)</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><b>13. April 2019, Bundesliga, 29. Spieltag<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Ein weiterer Klassiker: Es geht zuhause gegen Wolfsburg. Im VIP-Bereich kommt es schon zu Handgreiflichkeiten zwischen den Vertretern diverser Automobilkonzerne, die sich auch untereinander nicht mehr auseinanderhalten können und über die Frage in Streit geraten, wer hier eigentlich wen sponsert. Auf dem Rasen dagegen Tristesse pur. Rose war mit der eigenen Rolle als Interimstrainer so unzufrieden, dass die Spieler schon einen Safe Space verlangten, um in Ruhe Playstation spielen zu können. (“Hat Timo bei der WM so gelernt.”). Wolfsburg gewinnt glücklich durch einen Treffer in der Nachspielzeit. Coltorti war machtlos.</span></p>
<p><b>18. Mai 2019, Bundesliga, 34. Spieltag<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Vor dem letzten Spiel bei Sensationsmeister Werder Bremen greift der Gebieter durch und holt Rangnick zurück aus der DFB-Zentrale, wo dieser gerade neue Organigramme ausdrucken ließ und das Pokalfinale in Reykjavik (“Neue Märkte!”) vorbereitete. Begründung des Gebieters für den neuerlichen Wechsel: “<a href="https://www.sueddeutsche.de/sport/rangnick-interview-sz-1.4093835">Die Spieler schreien nach Führung.</a>” Das Zitat hatte er von Rangnick, der es wiederum von Putin geklaut hatte. Aber klar, Russland ist am Ende auch bloß ein einziges Projekt, nur mit geringerer Lebenserwartung der Teilnehmer und mehr Alkohol. Da muss man durchgreifen, jeden erst fragen geht nicht. Außer den Gebieter natürlich.</span></p>
<figure id="attachment_1267" aria-describedby="caption-attachment-1267" style="width: 301px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/25882371072_b4621964f7_o.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-1267 " src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/25882371072_b4621964f7_o-225x300.jpg" alt="" width="301" height="401" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/25882371072_b4621964f7_o-225x300.jpg 225w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/25882371072_b4621964f7_o.jpg 675w" sizes="(max-width: 301px) 100vw, 301px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1267" class="wp-caption-text"><a href="https://www.flickr.com/photos/duncan/25882371072/in/photolist-Fr8Vc7-pKWhva-eVRDga-3oM96z-nafZJH-9ssPuX-6MRpr6-ctoTuy-p3RjGR-MSCwaf-nttLN9-osmU5Z-ZMhmQe-cvNA3A-eW6NyY-mQwJ5D-eW6Qby-4pwY1N-5wdqmv-o7ZUrS-3dSKq7-aDxDsh-UpbvJF-2nRFs-keSiSg-5ncnVY-24ew1jg-keStdR-cvNyvW-28SXu1R-jRHn3f-cTX54W-56DMRo-9CkGNU-7fw1Mo-YbuE2i-56DLVS-XcEghs-nuiaTX-FzKz3a-7i1QPt-YCFUvf-VVYdcm-bXhnbq-VVYcwy-XFGZbH-XFGYEc-Yjwi7A-8yqRi4-X5Ho4q">duncan c on flickr.com</a> // CC BY-NC 2.0</figcaption></figure>
<p><b>29. Mai 2019, UEFA Europa League Finale in Baku (Aserbaidschan)<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Vier (!) Anhänger im Leipziger Block und damit der Hattrick, was das Desinteresse der Fanszene an außergewöhnlichen Fernreisen angeht. Trotzdem: Finale in der Euro League! Leider holt der ungeliebte “Cup der Verlierer” (Franz Beckenbauer) in der Heimat kaum jemanden vom Sofa hoch. Coach Rangnick sieht sich dagegen oben auf. Das führt ihn zu jenem weitreichenden Entschluss, den er mit sich selbst noch in der Woche vor dem Endspiel abgesprochen hat: Er wird als Trainer verlängern! Der verantwortliche Sportchef befürworte das und habe bereits den eigentlich angedachten Thronfolger Julian Nagelsmann darüber in Kenntnis gesetzt. Der Gebieter tobt. Aber nicht aufgrund der unsteten Personalpolitik im Verein, sondern infolge des schleppenden Fortschritts beim Sonnendenkmal. In der LVZ lässt er lancieren, er könne sein Geld jederzeit in ein Monument in einer anderen Stadt stecken: </span><span style="font-weight: 400;">„Gestatten Sie mir ein offenes Wort: Wir wollen niemanden zwangsbeglücken, das haben wir ehrlich gesagt auch nicht nötig“, empört sich Mateschitz. </span><span style="font-weight: 400;">Auf den Hinweis, dass die halbfertige Goldkugel aus öffentlichen Mitteln bezahlt worden sei, erwidert er barsch mithilfe einer HHL-Studie: “Diese Mittel stellen Steuereinnahmen dar, die erst Rasenball durch den angeschobenen Wirtschaftsaufschwung in die Stadt gespült hat.” BWL-Absolvent Schäfer hat das eh schon immer gewusst und freut sich auf seine Cohiba in Südtirol. Dorthin wird der Chefreporter die Rasenballer wieder einmal ins anstehende Sommertrainingslager begleiten. Endergebnis des Finales übrigens: 1:0 n.V. für Apollon Limassol. Fabio Coltorti hatte in der 119. Minute den Ausgleich auf dem Fuß, aber verzog um Zentimeter links.</span></p>
<p><b>Saisonende<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Der Saisonabschluss auf dem Marktplatz, den der MDR als “Fußballfest für das Waldstraßenviertel” bewirbt und ganztägig überträgt, gerät zu einem Fiasko. Die eigentlich gebuchte Helene Fischer (Eventmanager Oliver Mintzlaff: “Alles darunter ist nicht mehr vermittelbar”) sagt kurzfristig ab, als sie erfährt, dass es sich nicht um das DFB-Pokalfinale handelt. Auch an Publikum mangelt es nach der enttäuschenden Saison; der parallel laufende Ausverkauf bei KARSTADT zieht deutlich mehr Leute an. Der Gebieter hat außerdem das Denkmalprojekt endgültig abgesagt. Weder wollte ihm das Stadtplanungsamt einen eigenen Sachbearbeiter zusichern, noch die Thomaner zur Eröffnungsfeier in Red Bull-Flügeln auftreten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_1264" aria-describedby="caption-attachment-1264" style="width: 365px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/Pieter_Bruegel_the_Elder_-_The_Tower_of_Babel_Vienna_-_Google_Art_Project_-_edited.jpg" rel="noopener"><img loading="lazy" class="wp-image-1264" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/Pieter_Bruegel_the_Elder_-_The_Tower_of_Babel_Vienna_-_Google_Art_Project_-_edited-300x220.jpg" alt="" width="365" height="268" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/Pieter_Bruegel_the_Elder_-_The_Tower_of_Babel_Vienna_-_Google_Art_Project_-_edited-300x220.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/Pieter_Bruegel_the_Elder_-_The_Tower_of_Babel_Vienna_-_Google_Art_Project_-_edited-768x562.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/Pieter_Bruegel_the_Elder_-_The_Tower_of_Babel_Vienna_-_Google_Art_Project_-_edited-1024x749.jpg 1024w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/Pieter_Bruegel_the_Elder_-_The_Tower_of_Babel_Vienna_-_Google_Art_Project_-_edited.jpg 1599w" sizes="(max-width: 365px) 100vw, 365px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1264" class="wp-caption-text"><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pieter_Bruegel_the_Elder_-_The_Tower_of_Babel_(Vienna)_-_Google_Art_Project_-_edited.jpg">Pieter Bruegel, The Tower of Babel</a></figcaption></figure>
<p><span style="font-weight: 400;">Rangnick nutzt jedoch die Gunst der Stunde. Er schickt alle Arbeiter, die älter als 24 sind, von der Baustelle, setzt Coltorti als Polier ein und steckt ihm die neuen Pläne zu. Diese sehen nun einen spiralförmigen Bau vor, der sich immer weiter himmelwärts windet. Am oberen Rand bleibt der Plan dann aber merkwürdig unfertig. “Kommt da kein Dach drauf?”, fragt der Polier vorsichtig. “Das ist symbolisch, Junge! Es geht immer weiter, alles ein Prozess, alles in Entwicklung und so. The Sky is the limit! Dachbesitz als Selbstzweck kannst Du vergessen.” Coltorti nickt still und freut sich auf die neue Saison.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Läuft alles nach (Business)Plan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[chassot]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 May 2018 07:29:03 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Abschluss]]></category>
		<category><![CDATA[Businessplan]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Gesamtlage]]></category>
		<category><![CDATA[Laufpublikum]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Saison 17/18]]></category>
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					<description><![CDATA[Zweites Jahr erste Liga, bald zweistelliger Geburtstag –&#160;Geschichte wird gemacht bei RB, und das alles nur mit einer kleinen Anschubfinanzierung. Wir nehmen das zum Anlass, um jenseits der schnöden Zahlen kurz zu resümieren: Wie weit ist der Marketingverein eigentlich gekommen? Eine (steile) These steht dabei ja im Raum. Vor einigen Wochen erschien in der „11Freunde“ &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2018/05/14/laeuft-alles-nach-businessplan/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Läuft alles nach (Business)Plan</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_1255" aria-describedby="caption-attachment-1255" style="width: 3456px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/26855962166_3da9da6e3d_o.jpg"><img loading="lazy" class="size-full wp-image-1255" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/26855962166_3da9da6e3d_o.jpg" alt="" width="3456" height="2304" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/26855962166_3da9da6e3d_o.jpg 3456w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/26855962166_3da9da6e3d_o-300x200.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/26855962166_3da9da6e3d_o-768x512.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/26855962166_3da9da6e3d_o-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 3456px) 100vw, 3456px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1255" class="wp-caption-text">Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/strassenstriche/26855962166/in/photostream/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">straßenstrich.net on flckr</a> // CC BY-NC 2.0</figcaption></figure>
<p>Zweites Jahr erste Liga, bald zweistelliger Geburtstag –&nbsp;Geschichte wird gemacht bei RB, und das alles nur mit einer kleinen Anschubfinanzierung. Wir nehmen das zum Anlass, um jenseits der schnöden Zahlen kurz zu resümieren: Wie weit ist der Marketingverein eigentlich gekommen?</p>
<p>Eine (steile) These steht dabei ja im Raum. Vor einigen Wochen erschien in der „11Freunde“ ein Artikel namens „Niemand braucht sich zu wundern“. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass einige RB-Heimspiele in der Europa League nicht ausverkauft waren, woraus der Autor schloss: „Leipzig ist nicht Red Bull“. Vielmehr seien Chemie, Lok und Roter Stern die hier entscheidenden und prägenden Akteure.</p>
<p>Auch wenn der Text aufmerksamkeitsökonomisch schon seinen Wert verloren hat, lohnt es sich, ihn nochmal genauer zur Hand zu nehmen. Erstens, weil dessen Diagnose in der Sache so wohl nicht stimmt. Und zweitens, weil es uns was über das Funktionieren von RB erzählt. Und das wiederum kann interessant sein für alles, was noch so kommt im modernen Fußball.</p>
<p><span id="more-1246"></span></p>
<h3><strong>These Eins: Leipzig ist fußballerisch disparat</strong></h3>
<p>Zugegeben: Wir hauen ja auch manchmal was raus, wo eher der Wunsch der Vater des Gedanken ist. Und in den meisten Fällen liegen die 11Freunde ganz richtig, was ihre ausdauernde Kritik an RB betrifft. Bei diesem Artikel jedoch müssen wir wohl leider widersprechen. Denn weder RB, noch ein anderer Verein ist <em>die&nbsp;</em>Stadt. Leipzig ist wie vielleicht keine zweite Stadt in Deutschland von einer ganzen Reihe von ziemlich unterschiedlichen Vereinen geprägt. Und klar, Lok, Chemie, Roter Stern gehören da dazu. Aber, ob es einem nun gefällt oder nicht: Auch RB ist (mittlerweile) Teil dieser Stadt.</p>
<p>Zugleich lassen sich die Vereine nicht einfach gegeneinander aufrechnen. Allein aus der Zahl der BesucherInnen bei Heimspielen kann kaum auf ihre lokale Verankerung geschlossen werden. Interessant ist vielmehr, auf welche Weisen die Clubs in dieser Stadt agieren und von ihr wahrgenommen werden.</p>
<h3><strong>These Zwei: Lok, Chemie und RSL als Milieu- und Stadtteilvereine</strong></h3>
<p>Lok, Chemie und der Rote Stern sind, und das ist ein wichtiger Unterschied zu RB, stark milieu- und stadtteilgebundene Vereine.</p>
<p>Lok ist vor allem im Osten der Stadt verwurzelt und zieht ein Publikum an, das – allen Bemühungen des Vereins zum Trotz – zu einem beträchtlichen (und vor allem: sichtbaren) Teil aus politisch rechts stehenden Fans besteht. Der Zuschauerschnitt ist für die vierte Liga beachtlich, und die Vergangenheit hat gezeigt, dass hier bei entsprechenden Highlights noch deutlich Potential vorhanden ist.</p>
<p>Chemie wiederum ist im Westen der Stadt stark. Der Verein kann zum einen (auch) auf alteingesessenes, arbeiterliches Publikum verweisen, ist derzeit zudem äußerst attraktiv bei einer Kundschaft, die zwischen links-alternativ und hipsteresk angesiedelt werden kann. Selbst wenn sich diese Gruppen auf Dauer nicht nach Leutzsch bewegen, bleibt Chemie sicherlich das Stammpublikum erhalten. Und auch hier gehen die Zahlen schnell nochmal nach oben, wenn Derbys oder wie demnächst Finalspiele um den Sachsenpokal anstehen.</p>
<p>Der Rote Stern schließlich hat den Stadtsüden für sich und zudem – in partieller Überschneidung mit Chemie –&nbsp;ein klar links-alternatives Publikum. Sportlicher Erfolg wird hier gern genommen; im Vordergrund steht aber eher die wechselseitige Bestätigung, politisch auf der richtigen Seite zu sein und den Verein als soziokulturellen &nbsp;Dreh- und Angelpunkt sowie als Angebot und Botschaft nach außen zu stabilisieren.</p>
<p>Alle drei Vereine werden auf absehbare Zeit weiterhin ihr Stammpublikum haben, wenn sie sich nicht mit zu ambitionierten Projekten verheben oder zu große Fehler machen. Dieses Publikum ist dabei verlässlich, mit starken Bindungen und insofern auch nachhaltig. Zugleich jedoch werden alle drei Vereine in ihrer Präsenz und Anhängerschaft begrenzt bleiben. Zu überschaubar ist letztlich der erwartbare sportliche Erfolg, zu stark sind die bisherigen Bindungen an Stadtteile und Milieus. Diese stellen zwar einerseits echte Ressourcen, im Gegenzug aber auch Hürden für massenhaft neues Publikum dar.</p>
<h3><strong>These Drei: RB-Publikum potentiell maulig, aber milieu- und stadtteilübergreifend</strong></h3>
<p>RB liegt im Grunde quer zu diesen Vereinen. Sein Publikum besteht aus ehemaligen Chemie- und Lok-Anhängern, die –&nbsp;teilweise schon deutlich in die Jahre gekommen –&nbsp;endlich nochmal „richtigen Fußball sehen wollen“ und sich zudem von einer allzu jugendlichen und teilweise auch gewaltaffinen Fanszene abgewendet haben; es besteht aus mittelalten Anhängern, die nie richtig bei Lok, Chemie oder dem Roten Stern einsteigen mochten; und es besteht aus noch jüngeren Leuten, für die RB im Grunde der erste wahrgenommene lokale Verein ist. In allen diesen Gruppen haben wir es (wenigstens) teilweise mit Leuten zu tun, die durchaus als Stammpublikum bezeichnet werden können, die also nicht unbedingt sofort alle wegbleiben, wenn es zum Rumdümpeln im Mittelfeld der Bundesliga käme.</p>
<figure id="attachment_1256" aria-describedby="caption-attachment-1256" style="width: 4404px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30084807394_b714f2ac6f_o.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-1256 size-full" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30084807394_b714f2ac6f_o.jpg" alt="" width="4404" height="3166" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30084807394_b714f2ac6f_o.jpg 4404w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30084807394_b714f2ac6f_o-300x216.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30084807394_b714f2ac6f_o-768x552.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30084807394_b714f2ac6f_o-1024x736.jpg 1024w" sizes="(max-width: 4404px) 100vw, 4404px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1256" class="wp-caption-text">Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/percygermany/30084807394/in/photostream/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PercyGermany on flickr</a> // CC BY-NC-ND 2.0</figcaption></figure>
<p>Dazu kommt natürlich ein Publikumssegment, das aus der Wahrnehmung des 11Freunde-Artikels den Hauptbestand der Zuschauer bildet: das Laufpublikum. Und sicherlich sind diese Leute nicht zu übersehen, für die der Stadionbesuch ein Event wie Classic Open oder der Weihnachtsmarkt ist. Ohne nähere Kenntnis von Kontext und Details des Spieles, dafür aber mit sicherem Wissen vom (erhofften) Unterhaltungswert des besichtigten Vereins. Eine solche Klientel wird auch extra rangeholt und rangezogen. RB ist ja mittlerweile zu einer Art Alltags-Trophäe geworden; zwei Stadionkarten als Hauptgewinn in jeder Lotterie, bei der die Organisatoren Nachdenken oder Risiko vermeiden wollen. RB passt zu allen, zur lokalen Supermarkt-Genossenschaft wie zur Krankenkasse.</p>
<p>Insgesamt ergibt das eine ziemlich heterogene und flatulente Klientel. Mehrheitlich ist diese sicherlich nicht bereit, dem Projekt bedingungslos und unabhängig vom sportlichen Erfolg zu folgen. Doch zugleich begeht man vermutlich einen Fehler, wenn man das RB-Publikum in Gänze als nur kurzfristig interessiert einschätzt.</p>
<p>Das liegt an einer ganzen Reihe von Faktoren: In der Stadt gibt es nach wie vor ein großes Interesse an (erfolgreichem) Fußball, das die anderen Vereine nur bedingt erfüllen. RB ist da für viele der aufstrebende Saubermann, der es dem Westen endlich mal zeigt. Demokratische Vereinsstrukturen sind den Meisten ohnehin egal, die Finanzierung und damit der eigentliche Zweck des Projektes ebenso. Zudem startete das Projekt RB zu einem Zeitpunkt, zu dem der Fußball ohnehin schon enorm ökonomisiert stattfindet. Für viele sind da die Unterschiede zwischen den einzelnen Vereinen marginal, &#8220;Geld haben die anderen doch auch&#8221;. Hinzu kommt die starke praktische und symbolische Unterstützung durch die lokalen Eliten, die dem Verein den roten Teppich ausrollen, es sich nicht mit seiner Anhängerschaft verderben und sich zudem selbst von der Sonne des Erfolgs die Büroblässe vertreiben lassen wollen. Nicht zuletzt ist RB stark im Nachwuchsbereich tätig und dort meist erste Adresse für die local kids. Auch das ist wenig verwunderlich; es war schon immer schwer zu vermitteln, warum man als Kind von einem Verein in der 4. Liga Fan sein soll und nicht von einem, der international spielt.</p>
<p>Schließlich, und das kommt zum eingangs erwähnten Artikel zurück: Die Zeiten, als RB noch Karten auf den Schulhöfen verschenkte, sind vorbei. Diese Stufe im Businessplan ist längst genommen. Die Karten kosten hartes Geld, und gerade bei internationalen Spielen nicht zu wenig. Man macht sich hier falsche Hoffnungen, wenn man die geringeren Zuschauerzahlen in Spielen gegen St. Petersburg oder Marseille als Anzeichen des beginnenden Niedergang des Projektes nimmt. Vielmehr sehen wir den Grund für das Wegbleiben an anderer Stelle: Der ganze Hype um Leipzig (&#8220;The better Berlin&#8221;) hat viele Probleme zur Folge, und&nbsp;eines davon ist die Überschätzung der ökonomischen Kapazitäten dieser Stadt und seiner Einwohner.&nbsp;Deshalb geht es eigentlich auch ein bisschen gegen die eigenen Prinzipien, wenn man vom Publikum verlangt, für jedes Spiel jeden Eintrittspreis zu zahlen.</p>
<p>Daneben muss erwähnt sein, dass das RB-Einzugsgebiet weiter reicht, als man sich vorstellt. An Bundesligaspieltagen sieht man eine Vielzahl von Nummerschildern aus den umliegenden Bundesländern, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Diese weitreichende Strahlkraft hat natürlich auch eine Rückseite. An einem Mittwochabend, 21 Uhr ein Europapokalabend mitzumachen, wenn man am nächsten Tag auf Arbeit muss, ist für Hallenser vielleicht noch drin. Zuschauer aus Gera, Jena, Magdeburg und Dessau winken da aber eher ab.</p>
<figure id="attachment_1257" aria-describedby="caption-attachment-1257" style="width: 4608px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30680193146_1f6bf49c45_o.jpg"><img loading="lazy" class="size-full wp-image-1257" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30680193146_1f6bf49c45_o.jpg" alt="" width="4608" height="3456" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30680193146_1f6bf49c45_o.jpg 4608w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30680193146_1f6bf49c45_o-300x225.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30680193146_1f6bf49c45_o-768x576.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30680193146_1f6bf49c45_o-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 4608px) 100vw, 4608px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1257" class="wp-caption-text">Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/percygermany/30680193146/in/photostream/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PercyGermany on flickr</a> // CC BY-NC-ND 2.0</figcaption></figure>
<h3><strong>Fazit</strong></h3>
<p>Gern schreiben wir all das auch nicht auf, aber es nützt ja nix. RB ist in der Stadt relevanter, als es die Perspektive von außen oder Wunschdenken von innen nahelegen mag. Das ist weitgehend akzeptierte Realität in Leipzig, aber auch&nbsp;keine gute Nachricht für andere Städte oder Regionen. Denn die Moral muss wohl heißen: Auch&nbsp;Kunstvereine können es schaffen. Hoffenheim war der erste Test, Leipzig bietet ein weiteres Modell. Die launige Bemerkung von Hofberichterstatter Guido Schäfer, er wäre auch zu Nivea Leipzig gegangen, Hauptsache es gibt Bundesliga, sollte man nicht zu leicht abtun. Vielleicht überwirft sich Rangnick eines Tages mit dem Gebieter, heuert Jogi Löw an und findet, auch Thüringen habe einen Bundesligisten verdient.&nbsp;Und irgendwie wäre es ja auch verwunderlich, wenn bei all den irren Veränderungen im Fußball eines gleich bleiben würde: die mitspielenden Vereine.&nbsp;&#8216;Nivea Erfurt&#8217; incoming.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gemeinwohl und Geschenke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[chassot]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Oct 2017 06:52:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[filetiert]]></category>
		<category><![CDATA[Kaminsiki]]></category>
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		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
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					<description><![CDATA[Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung lässt sich ja gern mit der Sentenz zitieren, dass RB ein „großes Geschenk“ für die Stadt sei. Anlässlich des bevorstehenden Stadionkaufes durch RB verdichten sich (mal wieder) die Anzeichen dafür, dass es vielleicht andersrum richtiger ist: Leipzig ist ein Glücksfall für RB. Denn die Geschichten um das ehemalige Zentralstadion, dessen Neu- &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2017/10/17/gemeinwohl-und-geschenke/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Gemeinwohl und Geschenke</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung lässt sich ja gern mit der Sentenz zitieren, dass RB ein „<a href="http://www.mz-web.de/sport/fussball/rb-leipzig/oberbuergermeister-im-interview-ob-jung-sieht-rb-leipzig-als-geschenk-fuer-die-stadt-25602224" target="_blank" rel="noopener noreferrer">großes Geschenk</a>“ für die Stadt sei. Anlässlich des bevorstehenden Stadionkaufes durch RB verdichten sich (mal wieder) die Anzeichen dafür, dass es vielleicht andersrum richtiger ist: Leipzig ist ein Glücksfall für RB. Denn die Geschichten um das ehemalige Zentralstadion, dessen Neu- bzw. Umbau und die dabei umgesetzten Gelder zeigen, dass die gern verkündete Erzählung des privaten Investoren-Heilands, von dem die ganze Stadtgesellschaft nur profitiert, sehr vieles vergisst und verschweigt. Vor allem, wie viel öffentliches Geld direkt und indirekt im Projekt RB steckt, wie wenig sich RB tatsächlich für die Stadt interessiert, und wie sehr diese Stadt trotzdem gewillt ist, RB mehr oder minder bedingungslos zu hofieren.</p>
<h4>Das Zentralstadion gehört bald zu Fuschl am See</h4>
<p>Anlass für diese Geschichte ist der Verkauf des Zentralstadions. Kurz erzählt, also in der Version der meisten Zeitungen, verkauft der Eigentümer Michael Kölmel das Stadion an Red Bull. Genauer gesagt läuft der Deal so: Derzeitige Besitzerin des Stadions ist die EMKA Immobilienbeteiligungsgesellschaft GmbH. Diese hält 100 Prozent der Anteile an der Zentralstadion Leipzig GmbH, die auch als Besitzgesellschaft bezeichnet wird, weil ihr faktisch das Stadion gehört. Kölmel wiederum ist nun Besitzer der EMKA und über diesen Weg derzeitiger Stadioneigentümer.</p>
<figure id="attachment_1194" aria-describedby="caption-attachment-1194" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3753427748_54aca523d1_b.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-1194 size-full" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3753427748_54aca523d1_b.jpg" alt="" width="1024" height="768" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3753427748_54aca523d1_b.jpg 1024w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3753427748_54aca523d1_b-300x225.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3753427748_54aca523d1_b-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1194" class="wp-caption-text">Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/toastbrot81/3753427748/in/photolist-6HFiiw-8fs3v6-az5RPU-8gQ5Hu-6HBpCP-5Lqttt-8fvht9-d58vVC-d589xw-d584Zj-7LC4HS-7LPGGP-d585Qb-d58Ep3-d58GVb-8fs1VF-7Ly5se-7Ly5qx-d58cks-az5NtY-8dN6Qd-5ULHVd-7ArQf7-5ULGKd-d58AJu-7LC4JQ-xtRXf2-7ArQgu-az5R57-5LuKyj-cxNWiw-az5SCU-8fs4jK-5LqtdB-5LuHYh-8jK7hy-8gQ7w5-az3b5R-7LTExw-8fvhmq-8t5Myw-d58uz3-8fs5kX-d58r2u-d4quEd-8fs4cV-d4qt9d-8sMCUG-cx4dkG-aCGk7t" target="_blank" rel="noopener noreferrer">toastbrot81 &#8220;Blick vom City Hochhaus&#8221; on flickr</a> | <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC 2.0</a></figcaption></figure>
<p>Demnächst nun verkauft die EMKA ihre Anteile an der Besitzgesellschaft und damit das Stadion. Käufer ist, und darauf kommen wir später nochmal zurück, Red Bull bzw. der davon alimentierte hiesige Fußballverein. Von dieser Aufteilung erstmal abgesehen, gehört dem „Projekt RB“ damit künftig das Stadion selbst, und alle Umbauten finden damit als Investitionen in RB-Eigentum statt (was wohl Bedingung war bzw. vor dem Kauf des Stadions gegen Umbauten sprach).</p>
<p>Lange gingen im Vorfeld die Verhandlungen hin und her, wobei RB öffentlichkeitswirksam mit einem <a href="http://www.mz-web.de/sport/fussball/rb-leipzig/rb-leipzig-boss-oliver-mintzlaff--tendenz-zum-stadionneubau--24283998" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Neubau auf der grünen Wiese</a> drohte, wenn es das Stadion nicht ausbauen dürfe. Die Bauvoranfrage und die aus Sicht von RB <a href="http://www.sportbuzzer.de/artikel/leipziger-stadionausbau-rb-boss-mintzlaff-fordert-mehr-tempo-von-der-stadt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unangemessen lange Wartezeit</a> auf eine Antwort bestimmten lange die Berichte der LVZ; damit werden wir Sie aber nicht länger langweilen. Schließlich signalisierte die Stadt ihre Zustimmung zum Ausbau, und Kölmel und RB tüteten daraufhin den Kaufvertrag ein.</p>
<p>Alle Beteiligten sind nun zufrieden. Kölmel, weil er Geld bekommt und auf längere Zeit Risiken los ist. Er ist weiterhin (über die ZSL-Betreibergesellschaft) Betreiber von Veranstaltungen etwa auf der Festwiese und hat andere Vorbehaltsrechte, u.a. eine eigene VIP-Loge. Zudem bewirtschaftet er die Parkplätze. RB ist zufrieden, weil ein eigenes Stadion das Firmenportfolio ziert und man zugleich größeren Aufwendungen und Konflikten aus dem Weg geht, die bei einem Umzug gedroht hätten. Und schließlich die Stadtverwaltung und der Stadtrat, weil RB&#8217;s Heimspielstätte zentral bleibt und damit weiter als innerstädtisches Aushängeschild dienen kann; zudem ist das Stadion in Benutzung, was sonst wieder zum Problem geworden wäre. Die Zustimmung des Stadtrates am Mittwoch dieser Woche gilt deshalb allen nur als „Formalie“. Wie wir aus den entsprechenden Rats-Ausschüssen hörten, scheint das auch zu stimmen. Kaum jemand im Stadtrat scheint sich für das Thema zu interessieren; lediglich von den GRÜNEN kamen Antworten auf unsere Fragen.</p>
<p>Dabei ist der Verkauf des Stadions in mindestens zwei Punkten aufschlussreich, und beide drehen sich um das liebe Geld.</p>
<h4>Öffentliche Investitionen, private Gewinne</h4>
<p>Der erste Punkt betrifft den Kaufpreis. Kolportiert sind hier 70 Millionen EUR; keine Seite hat dieser Summe bisher widersprochen, also rechnen wir auch mal damit. Und rufen noch einmal die Baukosten von damals in Erinnerung. Die Bausumme belief sich insgesamt auf 116 Millionen EUR. Davon zahlte allein der Bund 51 Millionen EUR, die Stadt 21 Millionen EUR und die EMKA, also Kölmel, 44 Millionen EUR. Dazu wurde noch ein Betreibervertrag abgeschlossen, der Kölmel pro Jahr 1,2 Millionen EUR jährlich aus dem städtischen Haushalt zusicherte.</p>
<p>Jede Menge <a href="http://www.berliner-zeitung.de/die-kosten-der-wm---insgesamt-wurde-der-steuerzahler-im-zusammenhang-mit-der-weltmeisterschaft-mit-mehreren-milliarden-euro-belastet-die-kunst-des-rechnens-15722428" target="_blank" rel="noopener noreferrer">öffentliche Kohle</a> steckte in der gesamten WM 2006 und den Stadien; das wurde und <a href="http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/steuergeld-fuer-vereine-und-fans-der-grosse-stadion-poker-in-mitteldeutschland-1236306" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wird</a> gern vergessen. Aber&nbsp;<a href="http://www.rp-online.de/sport/fussball/wm-stadien-2006-kosten-und-finanzierungen-aid-1.1567195" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kein Stadion</a>, außer das in Nürnberg, wurde mit derart viel öffentlichem Geld gebaut wie das in Leipzig. Das lag natürlich auch daran, dass zu den Zeiten des Neubaus weder der FC Sachsen noch der VfB in der Lage gewesen wäre, die erforderlichen Summen aus den eigenen löchrigen Etats mit aufzubringen, geschweige denn, das Stadion dann noch mit genügend Zuschauern zu füllen. Gleichwohl wollte der Gründungsort des DFB und die Stadt des ersten Deutschen Meisters aber unbedingt Spielstätte bei der prestigeträchtigen WM sein.</p>
<figure id="attachment_1195" aria-describedby="caption-attachment-1195" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3222606858_30f34e3705_b.jpg"><img loading="lazy" class="size-full wp-image-1195" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3222606858_30f34e3705_b.jpg" alt="" width="1024" height="768" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3222606858_30f34e3705_b.jpg 1024w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3222606858_30f34e3705_b-300x225.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3222606858_30f34e3705_b-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1195" class="wp-caption-text">Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/34636844@N08/3222606858/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ju_Li_A &#8220;Vor dem Spiel&#8221; on flickr</a> |<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> CC BY-NC-SA 2.0</a></figcaption></figure>
<p>Wie auch immer: Rechnet man all die oben genannten Zahlen zusammen bzw. wieder auseinander, wurden drei Viertel aller Kosten für den Stadionbau durch Bund und Stadt beglichen. Anders gesagt: Kölmel zahlte ein Viertel der Baukosten. Das wäre für sich nicht verwerflich. Allerdings war nach der Fertigstellung des Stadions und seiner Einweihung die EMKA bzw. ihre Besitzgesellschaft, sprich Kölmel, alleiniger Eigentümer des Stadions. Kurz gesagt, zahlte Kölmel also 44 Millionen EUR für ein (wesentlich teureres) Stadion, das er nun für 70 Millionen EUR weiterverkauft. Kein schlechter Deal, oder?</p>
<p>Manche werden hier einwenden: Ja, aber die ganzen Kosten in den Jahren des Leerstands! Geschenkt. Denn wie gesagt: Von der Stadt gab es jährlich einen Zuschuss, und selbst wenn der Betrieb ohne Einnahmen zwei Millionen pro Jahr gekostet hätte, wären da maximal 10 Millionen EUR zusammengekommen, denn ab der Saison 2010/11 spielte RB ja schon durchweg im Stadion und zahlte dafür (ordentlich) an Kölmel. Wären also, ganz zurückhaltend gerechnet, immer noch 16 Millionen EUR Differenz bzw. Gewinn für Kölmel bei der Sache. Aber selbst die LVZ vermutet da deutlich höhere Beträge und spricht von „<a href="http://www.sportbuzzer.de/artikel/wer-verdient-am-stadion-verkauf/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">an die 50 Millionen</a>“.</p>
<p>Wir wollen an der Stelle niemandem sein Geld neiden, ehrlich. Aber nur nochmal fürs Protokoll: Die Stadt sieht nach ihren Investitionen von mindestens 21 Millionen EUR, realistischer eher 30 Millionen EUR nun keinen Cent beim Verkauf der Schüssel. Das ist rein rechtlich alles wasserdicht, offenbar wurden die Verträge damals so geschlossen. Man wollte schnell ein modernes Stadion und die WM in der Stadt, und bekam beides dann auch. Und klar, öffentliche Subventionen für private Unternehmen sind an der Tagesordnung, und das noch in (weit) größeren Dimensionen.</p>
<p>Die städtische Nichtbeteiligung beim Wiederverkauf ist ja auch nicht die einzige <a href="http://www.ariva.de/forum/koelmel-kinowelt-leipzig-olympia-skandal-um-mi-186128" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schräge Geschichte</a> um die ganze Stadionerneuerung. Man erinnere sich nur an den Batzen Geld, den Roland Poser für seine (angebliche) Vermittlung Kölmels bekam; ein Detail des Affären-Gesamtkunstwerks des damaligen Kämmerers Peter Kaminski.</p>
<p>Aber ein bisschen irre ist das schon, dass RB nun eine Spielstätte kauft, die mit öffentlichen Geldern stark bezuschusst wurde, dabei aber so tut, als täten sie irgendjemandem damit auch noch einen Gefallen und die Verwaltung solle sich gefälligst ein bisschen beeilen bei solch nobler Kundschaft. Und noch irrer ist es, dass Kölmel damit nun noch einen (ordentlichen) Gewinn einstreicht.</p>
<p>Legitimiert wird all das, man ahnt es, mit den heilsbringenden Effekten durch RB. Direkte und indirekte Einnahmen der Stadt, man kennt die wunderbaren Geschichten und Zahlen. All das sind nach wie vor Schätzungen, genaue Berechnungen liegen unserer Kenntnis nach weiterhin nicht vor. Aber (PR-)wirksam sind die Studien trotzdem; im Eingang zur <a href="https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1007550" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beschlussvorlage</a> an den Stadtrat wird wieder auf die schon berühmte <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2017/01/30/gekaufte-wissenschaft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Public Value-Studie</a> der HHL Bezug genommen und „erhebliche Effekte“ für die Stadt Leipzig prognostiziert.</p>
<h4>Steuern zahlen? Lieber später!</h4>
<p>Der zweite Punkt betrifft die beim Kauf anfallenden Steuern und damit erneut öffentliches Geld. Denn als Käufer der Besitzgesellschaft treten (formalrechtlich) zwei Parteien auf den Plan: die Red Bull GmbH und der unter RasenBallsport Leipzig firmierende gemeinnützige Verein (e.V.). Beide Parteien teilen sich den Kaufpreis, und dies hat den Grund, dass keine Grunderwerbssteuer gezahlt werden muss, sobald man nicht mehr als 95 Prozent eines Grundeigentums erwirbt. Deshalb kauft Red Bull nur 94 Prozent, und der Verein die restlichen 6 Prozent. Mit anderen Worten: Hätte die Red Bull GmbH das ganze Stadion bzw. alle Anteile an der Besitzgesellschaft erworben, wäre die Grunderwerbssteuer fällig gewesen. Die beläuft sich in Sachsen auf 3,5 Prozent, was bei einem unterstellten Kaufpreis von 70 Millionen EUR immerhin runde 2,5 Millionen EUR sind. Für Red Bull eigentlich nur Peanuts, aber im Zweifel spart man die natürlich gern ein.</p>
<p>Auch das ist (natürlich!) eine legale Geschichte. Über das Erschweren solcher <a href="http://blog.handelsblatt.com/steuerboard/2016/06/02/grunderwerbsteuer-und-share-deal-warum-nicht-sein-darf-was-nicht-sein-kann/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Share Deals</a> wird immer mal gesprochen, aber noch werden sie legal genutzt. Und RB wären die Letzten, die formalrechtliche Möglichkeiten nicht auch bis zum Äußersten ausschöpfen würden. Das ist ja ohnehin die ganze Zeit die Masche: Legitim ist, was legal ist, alles andere sind Einwände von Traditionalisten und Neidern. Darauf wird man auch hier verweisen, wenn die Frage nach den 2,5 Millionen EUR Grunderwerbssteuer aufkommt. Daran darf man sich aber gern erinnern, wenn mal wieder der Wohltäter Red Bull gepriesen wird, und das wird nicht mehr lange dauern.</p>
<figure id="attachment_1196" aria-describedby="caption-attachment-1196" style="width: 1920px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/clinic-2232153_1920.jpg"><img loading="lazy" class="size-full wp-image-1196" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/clinic-2232153_1920.jpg" alt="" width="1920" height="1440" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/clinic-2232153_1920.jpg 1920w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/clinic-2232153_1920-300x225.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/clinic-2232153_1920-768x576.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/clinic-2232153_1920-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1196" class="wp-caption-text">Foto: <a href="https://pixabay.com/p-2232153/?no_redirect" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Juncala (ohne Titel) on pixabay</a> | <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 1.0</a></figcaption></figure>
<p>Fazit: RB ist auch in dieser Angelegenheit nicht der Heilsbringer, der es immer vorgibt zu sein. Massig öffentliches Geld steckt im Stadion, das nun, verwandelt in Privatbesitz, mit Gewinn verkauft werden kann. Wie gesagt: alles legal, alles normal. Aber solche Geschichten gehören zum Gesamtbild dazu, das allzu oft als „Die kosten keinen was und bringen ihr eigenes Geld mit“ gezeichnet wird. Auch die erwähnte Beschlussvorlage für den Stadtrat spricht ja davon, dass durch RB „Steuereinnahmen für die Stadt sowie werbliche Abstrahleffekte (Image) fürs Stadtmarketing ohne Belastung für den kommunalen Haushalt“ zu erwarten sind. Es wäre endlich mal an der Zeit, diese einseitige Lobhudelei zu beenden.</p>
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		<title>Weiter auf dem Pfad der (Selbst)Gerechten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[chassot]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Aug 2017 11:32:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[konzernintern]]></category>
		<category><![CDATA[17/18]]></category>
		<category><![CDATA[ballesterer]]></category>
		<category><![CDATA[ChampionsLeague]]></category>
		<category><![CDATA[Saisonvorschau]]></category>
		<category><![CDATA[Stadionverkauf]]></category>
		<category><![CDATA[UEFA]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch wenn wir darauf bestehen, uns für die üblichen sportlichen Dinge in Bezug auf die Betriebssportgemeinschaft Mateschitz nicht so brennend zu interessieren (Torwart- und Kapitänsfragen, allfällige Aufstellungsratereien, solche Sachen), kommen wir aber doch nicht an der üblichen Taktung des Jahres vorbei. Und die sieht für morgen den Start der neuen Bundesliga-Saison vor, was für RB &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2017/08/18/weiter-auf-dem-pfad-der-selbstgerechten/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Weiter auf dem Pfad der (Selbst)Gerechten</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn wir darauf bestehen, uns für die üblichen sportlichen Dinge in Bezug auf die Betriebssportgemeinschaft Mateschitz nicht so brennend zu interessieren (Torwart- und Kapitänsfragen, allfällige Aufstellungsratereien, solche Sachen), kommen wir aber doch nicht an der üblichen Taktung des Jahres vorbei. Und die sieht für morgen den Start der neuen Bundesliga-Saison vor, was für RB nichts anderes heißt, als die nächste Stufe in Richtung Weltherrschaft zu erklimmen. Und damit sind dann auch wir geweckt. Was ist für 17/18 zu erwarten?</p>
<p><span id="more-1169"></span></p>
<p>Die Grundrichtung scheint klar: weiter so. Das heißt: Nach oben, mehr von allem, und weiter nichts am Charakter des Projektes verändern. Anlass gibt es dafür aus Sicht von RB sowieso nicht. Sportlich läuft die Kiste, Zuschauer kommen auch genug, und die lokalen und regionalen Eliten sehen in Rangnicks Leistungszentrum weiterhin das verheißungsvolle Licht am Ende des Nach-Wende-Tunnels.</p>
<h4>Die UEFA freut sich auf RB</h4>
<p>Das größte Hindernis auf dem Weg zur Partizipation am europäischen Fußball(gelder)markt erwies sich zudem als überraschend marginal: Die UEFA fand am Ende doch nichts Beunruhigendes an der Wettbewerbsteilnahme beider RB-Filialen. Im Gegenteil. Oder wie es der „<a href="http://ballesterer.at/heft/kommentare/der-entscheidende-fehler.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ballesterer</a>“ schrieb: „Die UEFA sendet das Signal, dass der Weg des Getränkekonzerns auch für andere Unternehmen offen ist.“</p>
<p>Damit hat RB nicht nur grünes Licht, um (potentiell) an beiden Standorten <span style="text-decoration: line-through;">mit hoher Reichweite Werbung zu machen</span> Champions League spielen zu lassen. Vor allem ermöglicht die CL-Teilnahme der Leipziger Dependance, sich noch einmal ganz neu als Neuling, frische Kraft und vor allem als David gegenüber einer Horde von Goliaths zu präsentieren. Dass wir in eine ganz neue Dimension der „Alle sind gegen uns“-Rhetorik vorstoßen, ließ schon das neuerliche <a href="http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Stadionverkauf-an-RB-Leipzig-Wir-haben-Stillschweigen-vereinbart" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview</a> mit dem mdr erahnen, in dem Rangnick sich allen Ernstes darüber beschwerte, „mit unserem Verein immer noch so eingeschränkt“ zu sein.</p>
<p>Populistisch –&nbsp;der Lieblingsvorwurf Rangnicks gegenüber allen Kritiken –&nbsp;ist das natürlich nicht. Wir wollen nicht einmal ausschließen, dass in Fuschl am Cottaweg tatsächlich auf diese Weise in die Welt gesehen wird. Und es zeigt, wie wenig man auf eine nur halbwegs selbstkritische oder differenzierte Position bei RB hoffen braucht.</p>
<figure id="attachment_1178" aria-describedby="caption-attachment-1178" style="width: 1920px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/08/camera-1392180_1920-1.jpg"><img loading="lazy" class="size-full wp-image-1178" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/08/camera-1392180_1920-1.jpg" alt="" width="1920" height="1080" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/08/camera-1392180_1920-1.jpg 1920w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/08/camera-1392180_1920-1-300x169.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/08/camera-1392180_1920-1-768x432.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/08/camera-1392180_1920-1-1024x576.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1178" class="wp-caption-text">Foto: <a href="https://pixabay.com/en/camera-tv-television-broadcast-1392180/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Taken on Pixabay</a>//<a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 1.0 Universal</a></figcaption></figure>
<p>Und klar: Mit Straßenkick, demokratischen Vereinsstrukturen und halbwegs ausgeglichenen finanziellen Mitteln hat die Champions League noch viel weniger zu tun als eine der nationalen Ligen. Das RB-Standardargument „Die anderen sind doch auch nicht sauber“ zieht hier natürlich nochmal einfacher und macht es der geneigten Fangruppe allemal leicht, über alle Einwände gegenüber Mateschitz’ Spielzeug hinwegzusehen.</p>
<p>Es ist eben doch ein ganz normaler Verein. Dessen spezielle Normalität sich allein schon darin zeigte, dass er es sich offenkundig leisten konnte und wollte, selbst gegenüber den derzeit komplett absurden Ablöseangeboten aus England ignorant zu bleiben. Mit Geld hat das natürlich nichts zu tun, und mit im Zweifel unerschöpflichen Geldreserven schon gar nicht; die Jungs werden sicherlich durch ihre Begeisterung für das Projekt bei der Stange gehalten. Und klar, liebes ZEIT-Büro, durch ihre Identifikation mit dem Osten natürlich.</p>
<p>(Dabei könnte es sportlich in der kommenden Saison doch mal wieder interessant werden, und interessant meint: nicht so erfolgreich. Dreifachbelastung und so. Aber ist ja nicht unser Thema.)</p>
<h4>Problem Stadionkauf?</h4>
<p>Interessanter ist da schon der weitere Verlauf des <a href="http://www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Stadionverkauf-an-RB-Leipzig-Wir-haben-Stillschweigen-vereinbart" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stadion(ver)kaufs</a>. Öffentlich ist derzeit noch nichts, und damit ist auch unklar, an welcher Stelle es möglicherweise Schwierigkeiten geben könnte. Aber verwunderlich wäre es nicht, wenn das Rathaus dann doch nur hier und da ein bisschen Entgegenkommen bei der Finanzierung von Haltestellenhäuschen erbittet. Potential für wirklich interessante Fragen gäbe es genug, allein was den Kaufpreis und dessen Verteilung angeht. Die Leipziger Volkszeitung recherchiert hier sicherlich schon lange investigativ und wird uns auf dem Laufenden halten, aber zur Sicherheit behalten wir das auch mal im Auge.</p>
<p>Ohnehin gilt immer: Die Rote Revolution ist unaufhaltbar. Und sie kommt von unten. Basisdemokratie lebt! Neuestes Beispiel: Für die neue <a href="https://www.dierotenbullen.com/de/aktuelles/neuigkeiten/Saison_2017_18/Partnerschaft-Meemken.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stadionwurst</a> „wurde eine&nbsp;eigene Rezeptur&nbsp;entwickelt, die bei einem Vergleichswettbewerb von Fans als Sieger hervorging“. Alles andere wäre Rangnick auch zu populistisch.</p>
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		<title>BSG Motor Ostdeutschland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[chassot]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Nov 2016 10:06:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[filetiert]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Kollektiv]]></category>
		<category><![CDATA[LVZ]]></category>
		<category><![CDATA[Mondlandung]]></category>
		<category><![CDATA[Osten]]></category>
		<category><![CDATA[ZEIT]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir denken ja immer: Schlimmer wird’s nicht. Und dann kommt, und in letzter Zeit passiert das immer häufiger, die ZEIT. Über die RB-Berichterstattung der LVZ lohnt ja kaum noch ein Wort. Aber offensichtlich ist es auch der Chefetage des Hamburger Wochenblattes egal, welches intellektuelle Niveau in der ZEIT im Osten-Redaktion unterschritten wird. Und so dürfen &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2016/11/25/bsg-motor-ostdeutschland/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">BSG Motor Ostdeutschland</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir denken ja immer: Schlimmer wird’s nicht. Und dann kommt, und in letzter Zeit passiert das immer häufiger, die ZEIT. Über die RB-Berichterstattung der LVZ lohnt ja kaum noch ein Wort. Aber offensichtlich ist es auch der Chefetage des Hamburger Wochenblattes egal, welches intellektuelle Niveau in der ZEIT im Osten-Redaktion unterschritten wird. Und so dürfen die Fanboys um Martin Machowecz eben machen, was sie wollen. <a href="http://www.zeit.de/2016/49/rb-leipzig-fussball-bundesliga-tabelle" target="_blank">In dieser Woche</a>: Elf (diese Symbolik!) mehr oder minder prominente oder wichtige Menschen in oder aus Ostdeutschland dürfen ihren Senf zur <span style="text-decoration: line-through;">Mondlandung</span> der Tabellenführung von RB abgeben.</p>
<p><span id="more-871"></span></p>
<p>Man lernt beim Lesen eine Menge über Identifikation. Und über Glauben. Denn geglaubt wird von den Befragten sehr viel, und deshalb funktioniert es auch mit der Identifikation. Beispiele gefällig?</p>
<h4>Über Glauben</h4>
<p>Charly Hübner glaubt, dass RB „allen hier Selbstbewusstsein“ gibt. Jana Hensel glaubt ihre Tagträume vom Aufstieg des Ostens in Erfüllung gehen zu sehen, und als Erklärung für ihre eigene Verzückung schiebt sie gleich nach: „natürlich brauchen wir Helden“. Felix Dachsel glaubt noch doller als zuvor an den Hipstertraum von Hypezig: „Wildheit, Anmut, Altbau und günstiges Bier“. Anne Hähnig glaubt ganz fest daran, dass RB eine „Form von Ostemanzipation“ darstellt. Cathrin Gilbert glaubt an das „Wunder“, dass RB „die Bayern mit einem viel kleineren Etat überholt“ hat. Und OBM Jung glaubt daran, dass RB „auf Nachwuchsarbeit und Teamgeist“ setzt.</p>
<figure id="attachment_886" aria-describedby="caption-attachment-886" style="width: 660px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/5671120311_0ccd92e30d_o.jpg"><img loading="lazy" class="size-large wp-image-886" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/5671120311_0ccd92e30d_o-843x1024.jpg" alt="" width="660" height="802" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/5671120311_0ccd92e30d_o-843x1024.jpg 843w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/5671120311_0ccd92e30d_o-247x300.jpg 247w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/5671120311_0ccd92e30d_o-768x932.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/5671120311_0ccd92e30d_o.jpg 1635w" sizes="(max-width: 660px) 100vw, 660px" /></a><figcaption id="caption-attachment-886" class="wp-caption-text">Foto: Doris-S &amp; Jerry Bautisa Jr. / CC BY 2.0</figcaption></figure>
<p>Noch Nerven? Weiter: Ein Wirtschaftspsychologe (!) von der HHL glaubt in RB einen „fast postmodernen“ Verein zu sehen, „offen für alle Klassen und Schichten, für Neureiche wie für Arme“. Eine Politikerin der LINKEN glaubt im Stadion noch nie „rassistischen Unsinn“ [sic! vgl. <a href="http://www.faszination-fankurve.de/index.php?head=Antisemitische-Rufe-aus-RB-Leipzig-Fanblock&amp;folder=sites&amp;site=news_detail&amp;news_id=9017" target="_blank">1</a>, <a href="https://www.chronikle.org/ereignis/antisemitische-%C3%A4u%C3%9Ferungen-rb-fans" target="_blank">2</a>, <a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/fans-von-rb-leipzig-fallen-durch-antisemitische-rufe-auf-a-1020513.html" target="_blank">3</a>] gehört zu haben; die „Leute sind aufmerksam“. Und der Politikprofessor glaubt, es sei „nur gerecht, dass die Sachsen nicht mehr durch halb Deutschland fahren müssen“.</p>
<p>Das alles ist natürlich Wahnsinn. Nur zur Erinnerung: Um ein Haar wäre RB in <a href="https://www.welt.de/sport/fussball/2-bundesliga/article140232412/Red-Bull-wollte-den-FC-St-Pauli-kaufen.html" target="_blank">Hamburg</a>, <a href="http://www.tz.de/sport/1860-muenchen/red-bull-hatte-1860-muenchen-visier-4955282.html" target="_blank">München</a> oder Düsseldorf gelandet („Ihr steht doch auch für Coolness, Party, feiern und so“). Mehr oder minder Zufall. Mit dem Osten hat das nichts zu tun. Außer mit dem Umstand, dass man gerade hier mit einer Menge Menschen rechnen konnte, denen so ziemlich alles egal ist. Hauptsache sie bekommen endlich wieder etwas geboten, wovon sie glaubten, darauf einen Anspruch zu haben. Oder genügend Menschen wie Jana Hensel, die sich schlichtweg unterrepräsentiert fühlten, wenn sie den Namen ihrer Heimatstadt im Ausland nicht im Sportteil finden.</p>
<h4>Endlich wieder selbstbewusst sein dürfen</h4>
<p>Und offensichtlich funktioniert das auch. Dauernd ist in den elf Wortmeldungen die Rede von „dem Osten“, der jetzt durch RB repräsentiert würde, oder gleich von „uns Ossis“ (Hähnig) oder „wir, in Leipzig“ (Neuhaus-Wartenberg). Den Vogel schießt hierbei wieder Machowecz ab, der so komplett in Ost-West-Kategorien denkt, dass man meint, einen Artikel aus den frühen 1990ern erwischt zu haben. Da agiert die ganze Zeit „der Osten“, als gäbe es ihn in Person. Nah dran ist auch Charly Hübner, der &#8220;erst kürzlich&#8221; auch mal Leipzig &#8220;besucht&#8221; habe und nun klar urteilen kann: &#8220;In Zeiten wie diesen, gibt das allen hier Selbstbewusstsein.&#8221; Wie viel weniger Bezug zur Materie kann man eigentlich noch zum Ausdruck bringen?</p>
<p>Sicherlich: Mit Glauben hat man es im Fußball nicht nur bei RB zu tun. Aber das Ausmaß, in dem man hier bereit ist etwas zu sehen, wofür es überschaubar viele Anzeichen gibt, ist schon sehr beachtlich.</p>
<p>Und mal abgesehen von der Grundfrage, was eigentlich dieser Kollektivakteur „der Osten“ sein soll und wer bei RB ihn repräsentiert (Mateschitz? Rangnick? Hasenhüttl? Mintzlaff?), ist es schon wirklich beachtlich, wieviel jetzt in dieses Projekt projiziert wird und wie sehr man sich von jeder halbwegs distanzierten Beobachtung auch bei der ZEIT verabschiedet hat. Bezeichnendes Detail: Der einzige Link zu potentiell kritischen Stimmen führt zum <a href="http://www.zeit.de/sport/2016-09/rb-leipzig-bundesliga-traditionsvereine" target="_blank">Eilenberger-Artikel</a> „Wer Red Bull hasst, hasst sich selbst“, der viel über Eilenbergers Weltsicht, wenig aber über sinnvolle Argumente gegen RB beinhaltet.</p>
<h4>Sehnsucht nach dem Kollektiv: &#8220;In Zeiten wie diesen&#8221;</h4>
<p>Nur zur Klarstellung: Wir haben uns nicht nach einem (anderen) Ostverein gesehnt und sind jetzt nur mit RB unzufrieden. Wir finden schon die Idee eines Ost-Klubs generell zum Lachen, und dass sogar die ZEIT solchen Kollektiv-Fantasien hinterher rennt, sagt einiges über die Faszination solcher Ideen. Aber das Geilste ist wirklich, dass jetzt RB die Verwirklichung dieses Gespinstes sein soll, eine BSG DDR gewissermaßen, oder: Motor Ostzone.</p>
<figure id="attachment_885" aria-describedby="caption-attachment-885" style="width: 800px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/Bundesarchiv_Bild_183-Z0411-051_Berlin_X._SED-Parteitag.jpg"><img loading="lazy" class="size-full wp-image-885" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/Bundesarchiv_Bild_183-Z0411-051_Berlin_X._SED-Parteitag.jpg" alt="" width="800" height="567" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/Bundesarchiv_Bild_183-Z0411-051_Berlin_X._SED-Parteitag.jpg 800w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/Bundesarchiv_Bild_183-Z0411-051_Berlin_X._SED-Parteitag-300x213.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/Bundesarchiv_Bild_183-Z0411-051_Berlin_X._SED-Parteitag-768x544.jpg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-885" class="wp-caption-text">Foto: Bundesarchiv, Bild 183-Z0411-051 / Mittelstädt, Rainer / CC-BY-SA 3.0</figcaption></figure>
<p>Man kann am Beispiel von RB viel darüber lernen, wie sehr manchen Leuten offenbar die Identifikation mit einem Verein wichtig ist, um Fußball mit Interesse und Spaß ansehen zu können. Und dass es dann nicht nur zweitrangig, sondern komplett egal ist, ob und wieviel dieser Verein mit der Stadt tatsächlich zu tun hat.</p>
<p>Aber spätestens jetzt hat der große <a href="https://twitter.com/schfer_g/status/801734099916521472" target="_blank">Guido Schäfer</a> schon Recht mit seiner Diagnose, dass „die großen Zeitungen“ das Thema RB schon lange nicht mehr diskutieren würden. Vermutlich wollte er damit seine LVZ in eine Reihe mit der ZEIT stellen. Vermutlich aber läuft es gerade andersherum: Die ZEIT ist endgültig auf Lokalpostillen-Niveau angekommen.</p>
<p>Nur um Charly Hübner ist es ein wenig schade.</p>
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		<title>Wir werden wirklich eins!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[chassot]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Nov 2016 12:43:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[handzahm]]></category>
		<category><![CDATA[Dauerkarten]]></category>
		<category><![CDATA[Jung]]></category>
		<category><![CDATA[Korruption]]></category>
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					<description><![CDATA[Der fetzige Slogan zum Aufstieg der Wiesensportler klang ja schon ein bisschen nach Einheitspartei und wie ausgedacht. Nun stellt sich aber langsam heraus: Alles wird wahr. Die Unterschiede zwischen der Stadt und dem Projekt werden immer verschwommener, die Grenzen beginnen zu fließen. Jüngstes Beispiel: Der Oberbürgermeister Burkhard Jung beantragt den Kauf von „bis zu vier“ &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2016/11/18/wir-werden-wirklich-eins/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Wir werden wirklich eins!</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der fetzige Slogan zum Aufstieg der Wiesensportler klang ja schon ein bisschen nach Einheitspartei und wie ausgedacht. Nun stellt sich aber langsam heraus: Alles wird wahr. Die Unterschiede zwischen der Stadt und dem Projekt werden immer verschwommener, die Grenzen beginnen zu fließen. Jüngstes Beispiel: Der Oberbürgermeister Burkhard Jung beantragt den Kauf von „bis zu vier“ Dauerkarten bei RB. Auf Kosten der Stadt, selbstverständlich. Doch bevor leichte Empörung auch nur aufsteigen kann, beginnt man beim Lesen des Antrages zu staunen.</p>
<p><span id="more-845"></span></p>
<p>Die Begründung ist einerseits ganz klar: Der OB will seine zahlreichen „nationalen und internationalen Gäste“ eben würdig empfangen und deshalb das Stadion als „Ort der Begegnung, des Austausches und der Repräsentation nutzen“. Das leuchtet unmittelbar ein, dafür gibt es sonst ja auch kaum Orte in der Stadt, da ist es immer schön, ein paar Tickets in der Hinterhand zu haben. Bei unangemeldetem Besuch sind die Dauerkarten für RB quasi die tiefgefrorenen Bratenreste des großen Mannes.</p>
<p><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/Beschlussvorschlag-OBM.png"><img loading="lazy" class="alignnone size-full wp-image-853" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/Beschlussvorschlag-OBM.png" alt="" width="938" height="304" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/Beschlussvorschlag-OBM.png 938w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/Beschlussvorschlag-OBM-300x97.png 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/Beschlussvorschlag-OBM-768x249.png 768w" sizes="(max-width: 938px) 100vw, 938px" /></a></p>
<p>Herrlich ist aber die Darstellung von RB, und damit steigt der Antrag gleich furios ein. Achtung, anschnallen: „RB Leipzig gehört nicht erst seit seinem Aufstieg in die Fußball-Bundesliga zu einem der stark imagebildenden Faktoren. Mit seinem Spielort im Herzen der Stadt sowie seiner konsequenten und werteorientierten Verfolgung sportlicher Ziele spiegelt der Verein glaubwürdig die Identität der Sportstadt Leipzig.“</p>
<h4>Was nehmen die eigentlich im Büro des OBM?</h4>
<p>Werteorientiert? Glaubwürdig? Identität? Was nehmen die eigentlich im Büro des OBM beim Schreiben solcher Texte? Schön sieht man außerdem, wie dem OB und seinen Wortakrobaten die Muffe geht beim Gedanken an ein neues Stadion in der Pampa, quasi an der Milz dieser Stadt.</p>
<p>Der Rest des Antrages macht sich dann Sorgen um mögliche Korruptionsvorwürfe, aber um Missverständnissen vorzubeugen: Nicht etwa der OB oder unsere herrliche Stadt ist hier empfänglich! Das wäre auch angesichts von großzügigen <a href="http://www.lvz.de/Sport/RB-Leipzig/News/Stadtholding-steigt-als-Sponsor-bei-RB-Leipzig-ein" target="_blank">Sponsoringverträgen</a> eine sehr bösartige Unterstellung. Nein, korrupt sind höchstens die Anderen, die man zum Spiel mitnimmt, da muss man ein wenig aufpassen, aber auch das ist kein Problem. Zudem will man ja „reguläre Dauerkarten“ und keine VIP-Tickets erwerben. Wie sich das dann mit der erhofften repräsentativen Wirkung vertragen soll, wird der OB schon wissen.</p>
<p>Vielleicht ist das Ganze ohnehin ein Kniff, um trägen Mitarbeitern in der Kfz-Meldestelle auf die Sprünge zu helfen. Denn falls mal kein Besuch bei Jung anklopft und ausgeführt werden will, „ist eine Vergabe an ehrenamtlich Engagierte oder Mitarbeiter für ihre besondere Leistung möglich“. Eine Auszeichnung für die Mitarbeiter der Woche quasi.</p>
<p>Wir freuen uns als nächsten Schritt schon auf den Erwerb von bis zu vier Dauerkarten für Mateschitz im Leipziger Stadtrat. Und irgendwann sind wir wirklich alle eins.</p>
<figure id="attachment_865" aria-describedby="caption-attachment-865" style="width: 660px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/14252835255_29fefa6f64_o.jpg"><img loading="lazy" class="size-large wp-image-865" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/14252835255_29fefa6f64_o-1024x681.jpg" alt="" width="660" height="439" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/14252835255_29fefa6f64_o-1024x681.jpg 1024w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/14252835255_29fefa6f64_o-300x200.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/11/14252835255_29fefa6f64_o-768x511.jpg 768w" sizes="(max-width: 660px) 100vw, 660px" /></a><figcaption id="caption-attachment-865" class="wp-caption-text">Foto: OECD/ITF | CC BY-NC-ND 2.</figcaption></figure>
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		<title>Ab heute neu: &#8220;Im Osten geht die Sonne auf – TV&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[chassot]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2016 09:20:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[filetiert]]></category>
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		<category><![CDATA[Dauerwerbesendung]]></category>
		<category><![CDATA[Mateschitz]]></category>
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		<category><![CDATA[Revolution]]></category>
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					<description><![CDATA[Für Dietrich Mateschitz war schon immer klar: Erst Servus-TV, dann den Rest der Fernsehwelt. Nachdem der kleine, feine Alpen-Sender mittlerweile klar auf Steuerbord-Kurs ist, soll es weiter Richtung Zone gehen. Schon lange hat der Osten nach richtigem Fernsehen gelechzt! Und ARD und ZDF hatten häufig genug ihre Chance. Über geheim bleibende Quellen ist uns exklusiv &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2016/10/31/ab-heute-neu-im-osten-geht-die-sonne-auf-tv/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Ab heute neu: &#8220;Im Osten geht die Sonne auf – TV&#8221;</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für Dietrich Mateschitz war schon immer klar: Erst Servus-TV, dann den Rest der Fernsehwelt. Nachdem der kleine, feine Alpen-Sender mittlerweile klar auf <a href="http://www.vice.com/alps/read/servus-tv-der-heimatsender" target="_blank">Steuerbord</a>-Kurs ist, soll es weiter Richtung Zone gehen. Schon lange hat der Osten nach richtigem Fernsehen gelechzt! Und ARD und ZDF hatten häufig genug ihre Chance.</p>
<p>Über geheim bleibende Quellen ist uns exklusiv das einzigartige Überraschungs-Programm zugespielt worden, das der neue Sender „Im Osten geht die Sonne auf–TV“ plant. Überraschender Senderstart wird schon der 31. Oktober sein, aber wer eine ganze Welt neu bauen will, dem ist Martin Luther nur eines von vielen Vorbildern. Während der kohlenhydrataffine Reformator ja doch eher Arbeit und mühsame Bibel-Lektüre im Kopf hatte, steht beim neuen Sender aus dem Hause Mateschitz eines im Vordergrund: das Wohlgefühl. Schalten Sie ein! <em>(Hinweis: Empfangbar auch im Tal der Ahnungslosen)</em><span id="more-816"></span></p>
<p><strong>5.30 Uhr &#8211;</strong> <strong>Frühmorgenmagazin</strong>. Der frühe Vogel frisst die anderen Bundesligawürmer. Alleskönner Tim Thoelke hat am Feiertag extra sein leuchtend rotes Sakko übergestreift und freut sich, dass sein Langschäfer und Co-Moderator Guido pünktlich aus dem Metropolis eingetroffen ist. Beiden verleiht die Injektion Red Bull-Cola Flügel. Launig führen sie durch das frühmorgendliche Reformationsprogramm. „Reformation?“, unterbricht Studiogast Ralf Rangnick empört Tims Anmoderation, obwohl RB’s Universalgelehrter eigentlich erst in einer Viertelstunde seinen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=YdptfWFOLkQ">Auftritt an der Taktiktafel</a> haben sollte. „Revolution, meine Herren! Wir betreiben hier Revolution!“, belehrt er die eifrig nickenden Zaubertranklehrlinge. Selbstredend lehnt der <a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/2014/12/23/geschichtsprofessor-rangnick-katar-und-1936/" target="_blank">Honorargeschichtsprofessor</a> aus Backnang das ihm gereichte Reformationsbrötchen barsch ab.</p>
<figure id="attachment_821" aria-describedby="caption-attachment-821" style="width: 489px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Innenansicht_eines_europäischen_Shishalokals.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-821" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Innenansicht_eines_europäischen_Shishalokals-300x221.jpg" alt="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ad/Innenansicht_eines_europ%C3%A4ischen_Shishalokals.jpg" width="489" height="360" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Innenansicht_eines_europäischen_Shishalokals-300x221.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Innenansicht_eines_europäischen_Shishalokals-768x565.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Innenansicht_eines_europäischen_Shishalokals-1024x753.jpg 1024w" sizes="(max-width: 489px) 100vw, 489px" /></a><figcaption id="caption-attachment-821" class="wp-caption-text">Foto: BlaBer To, CC BY-SA 3.0 DE</figcaption></figure>
<p><strong>9 Uhr &#8211; Bulls Eye.</strong> Highlights vom Elitesichtungstag aus der Bullenakademie. Die hoffnungsvollsten Talente von Red Bull New York, Red Bull Brasil, der bereits 2014 geschlossenen <a href="https://neuwal.com/2014/10/16/red-bull-ghana-eine-akademie-auf-verlorenem-boden-martin-kainz/">Akademie Red Bull Ghana</a> sowie vom FC Liefering und Red Bull Salzburg wollen sich am Cottaweg unter den strengen Augen der Jury für RB Leipzig empfehlen. Auf der Empore fachsimpeln Frieder, Ralph und Ralf, die drei Weisen aus dem Übermorgenland. In die konzentriert-weihrauchgeschwängerte Atmosphäre hinein befiehlt Ralf: „Mehr Daaampf!“ Vitaly Jahnelt und Idrissa Touré legen neue <a href="https://www.welt.de/sport/fussball/article158778237/Zwei-RB-Leipzig-Profis-aus-Nationalelf-geworfen.html" target="_blank">Shisha</a>-Kohlen auf.</p>
<p><strong>11.30 Uhr</strong> – <strong>Dauerwerbesendung</strong>. Raphael Honigstein (Red Bulletin) und Guido Schäfer (LVZ) lesen sich gegenseitig aus ihren pulitzerverdächtigen Texten vor. Ins „Haus des Buches“ am Gutenbergplatz verlieren sich vier Blogger von Zwangsbeglückt. „So genial, so wohlformuliert“, raunen die Neider.</p>
<p><strong>12.03 Uhr &#8211; Presseclub. </strong>RB’s eloquenter PR-Mann Florian Scholz, Sport Bild-Vize Jochen Coenen, LVZ-Chefreporter Guido Schäfer und der stets erschöpfend detailfreudig das gesamte Internet erforschende <a href="http://rotebrauseblogger.de" target="_blank">Rotebrauseblogger</a> blicken zufrieden auf die wohlwollende Berichterstattung der letzen Monate zurück. „Endlich angekommen!“, tätschelt Coenen seinem alten Springer-Spezi Scholz liebevoll dessen pomadigen Haarschopf. Der interessierte Zuschauer Felix Baumgärtner meldet sich umgehend bei <a href="https://www.facebook.com/FelixBaumgartner/posts/10154693609173804" target="_blank">Spacebook</a> zu Wort und jauchzt: „Hier ein Lehrbeispiel sachlicher und objektiver Berichterstattung! Es gibt ihn also noch &#8211; den Qualitätsjournalismus &#8211; das lässt uns hoffen. DANKE an den Wochenblick und euch ALLEN da draussen für eure aufrichtige Unterstützung! Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit sind unser höchstes Gut, verteidigen wir es gegen bezahlte und abhängige Systemmedien!“</p>
<p><strong>12.45 Uhr – Der Ur-Krostitzer Rasenballstammtisch (Fachzirkel). </strong>Live aus der urigen Leipziger Hauptbahnhofskneipe „Gleis 8“. Thema heute: <em>Zurück in die Zukunft – die Roten Bullen auch beim vorgestrigen SV Darmstadt nicht zu stoppen</em>. Wum Whoelke begrüßt die illustre Runde um LVZ-Cheffchenreporter Guido Schäfer, RB-Legende Perry Bräutigam sowie auf Augenhöhe MDR-Stehaufmännchen Ingo Hahne und KSC-Cheftrainer Thomas Oral. Besonderer Reiz am Revolutionstag: Wer die größte Summe in den Phrasenbullen blechen muss, bekommt ein originales Bulli-Kostüm frei Haus. Schäfer wirft mit Dollarnoten aus der Tabledancebar um sich und plaudert nebenbei wie damals schon zu RB-Zeiten Orals Privatadresse aus. Am Rasenballlo-Fon: Tino Vogel, Social Media: <a href="http://rotebrauseblogger.de" target="_blank">Matthias Kießling</a>, das Tresenklavier spielt: Sebastian Krumbiegel.</p>
<p><strong>14 Uhr – Wissen macht Aua! (Wissenschaftsmagazin, Folge 83) </strong>Diplom-Wahrsager Oliver Mintzlaff und Andreas Pinkwart, Rektor der Leipziger Handelshochschule, bringen ihrem wissbegierigen Publikum leicht verständlich all die mythenumwobenen Pläne aus RB’s unendlichem Entertainment-Universum näher. Diesmal nehmen uns die kühl-gewieften Fachmänner mit in Richtung Kursdorf/A14. Inmitten dieser idyllischen Flughafenlandschaft soll die auf mindestens 560.000 Jünger ausgelegte neue RB-Arena entstehen. „Wir wollen alle Leipziger mitnehmen“, ruft Mintzlaff enthusiastisch. Pinkwart wedelt dazu mit verheißungsvollen Gantt-Diagrammen. Die Meinungen der anwesenden Experten gehen auseinander. „Überlegt euch das lieber noch einmal“, beschwört Dr. Michael Kölmel. OBM Burkhard Jung dagegen raunt ganz von Sinnen: „Voooollbeschäftigung!“</p>
<p><strong>15 Uhr – Doctor’s Diary. </strong>Der DDR-Staatsplan 14.25-affine Laktatpapst <a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/2014/08/26/schlussstrich-statt-verantwortung/">Bernd Pansold</a> kommt extra aus dem hauseigenen Leistungsdiagnostikzentrum Thalgau eingeflogen, um Davie, Kyriakos und Rani effiziente Wege und Mittel weg von ihrem Bankdrückerdasein aufzuzeigen. Als Athletiktrainerin geladen: Heike Drechsler. Sendung mit freundlicher Unterstützung von Jenapharm.</p>
<figure id="attachment_822" aria-describedby="caption-attachment-822" style="width: 458px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Bundesarchiv_Bild_183-1986-0629-011_Heike_Drechsler_Silke_Gladisch_Sabine_Rieger.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-822" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Bundesarchiv_Bild_183-1986-0629-011_Heike_Drechsler_Silke_Gladisch_Sabine_Rieger-300x213.jpg" alt="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/26/Bundesarchiv_Bild_183-1986-0629-011%2C_Heike_Drechsler%2C_Silke_Gladisch%2C_Sabine_Rieger.jpg" width="458" height="325" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Bundesarchiv_Bild_183-1986-0629-011_Heike_Drechsler_Silke_Gladisch_Sabine_Rieger-300x213.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Bundesarchiv_Bild_183-1986-0629-011_Heike_Drechsler_Silke_Gladisch_Sabine_Rieger-768x545.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Bundesarchiv_Bild_183-1986-0629-011_Heike_Drechsler_Silke_Gladisch_Sabine_Rieger.jpg 800w" sizes="(max-width: 458px) 100vw, 458px" /></a><figcaption id="caption-attachment-822" class="wp-caption-text">Foto: Wolfgang Kluge, CC BY-SA 3.0 DE</figcaption></figure>
<p><strong>15.45 Uhr – Jungbullenclub.</strong> Ingo Hertzsch prämiert die schönsten Exemplare der in den letzten acht Tagen eingegangenen Bulli-Malvorlagen. Alle teilnehmenden RB-Steppkes dürfen sich über ermäßigte Eintrittskarten für das anstehende Familienereignis am nächsten Sonntag gegen den FSV Mainz 05 freuen. Besonders die strahlenden Augen des kleinen Guido rühren Hertzsch: „Ich hab’ ganz lang’ in Mainz gewohnt, da schlagen zwei Herzen in meiner Brust!“</p>
<p><strong>16.15 Uhr &#8211; Süffisant (Gesellschaftsmagazin mit Griseldis Wenner).</strong> Themen u.a. Nachbarschaftsstreit im Luxusquartier? Mutterkreuzträgerin Frauke Petry wundert sich, dass immer mehr fremdländisch aussehende RB-Profis ins großbürgerliche Musikerviertel ziehen. „Wie kann ich meine Kleinen da noch auf den Spielplatz lassen?“ Süffisant holt sie sich Rat bei Dackelliebhaber Alexander Gauland.</p>
<p><figure id="attachment_823" aria-describedby="caption-attachment-823" style="width: 488px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Carl_Reichert_Zwei_Dackel_mit_Arznei.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-823" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Carl_Reichert_Zwei_Dackel_mit_Arznei-300x238.jpg" alt="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/be/Carl_Reichert_Zwei_Dackel_mit_Arznei.jpg" width="488" height="387" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Carl_Reichert_Zwei_Dackel_mit_Arznei-300x238.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Carl_Reichert_Zwei_Dackel_mit_Arznei-768x609.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Carl_Reichert_Zwei_Dackel_mit_Arznei-1024x812.jpg 1024w" sizes="(max-width: 488px) 100vw, 488px" /></a><figcaption id="caption-attachment-823" class="wp-caption-text">Foto: Carl Reichert [Public domain], Wikimedia Commons</figcaption></figure><strong>16.45 Uhr – Teenager in Not (Doku-Reihe, Dtl., 2016)</strong> Kunstlehrer Michael Fischer-Art will Vitaly und Idrissa, zwei jüngst auf die schiefe Bahn geratene Jugendliche, mit einem Malkurs Schritt für Schritt wieder an die Tücken des Alltags als Jungprofi heranführen. „Wir wollen ab jetzt immer artig sein“, geloben die beiden ihrem immer noch enttäuschten Bewährungshelfer Ralf.<br />
„Sowas kommt von sowas!!! #Deutschland2016 #DankeRangnick“, empört sich @FraukePetry</p>
<p><strong>17.15 Uhr Familienduell – (Gameshow, 2016). </strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=KOHTR3t49ts" target="_blank">Werner Schulze-Thoelke</a> hat die einst so beliebte Unterhaltung für die ganze Familie wiederbelebt. Zum Neustart stehen sich der RB-Aufsichtsrat und alle stimmberechtigten Mitglieder gegenüber: „Wir haben 100 Leipziger gefragt, wonach hat die Heldenstadt in den letzten 22 Jahren wirklich am meisten gelechzt?“</p>
<p><strong>17.40 Uhr &#8211; Fuschl am See (Telenovela, Folge 6278, AUT 2016).</strong> Wie aus heiterem Himmel fällt ein unbekanntes Lebewesen im Raumanzug auf das Grundstück des alternden Dietrich. Die gesamte Lagergarage seines mittelständischen Getränkehandels liegt in Schutt und Asche. Bruchpilot F.B. „will eigentlich nur nach Hause telefonieren“. Der großzügige Dietrich jedoch nimmt ihn als ersten Verkäufer im Laden auf. Aber übernimmt die Versicherung auch die Unfallschäden?</p>
<p><strong>18.05 Uhr – Hebebühnen ins Glück (GER/AUT 2009, Wdh.).</strong> In der Firma läuft’s schlecht und Holger weiß nicht mehr recht weiter mit seinem in der Oberliga dümpelnden Leipziger Vorortklub. Eines Tages landet ein Raumschiff in seinem Vorgarten. Starbesetztes Liebesdrama u.a. mit: Armin Rohde (Holger Nussbaum), Heino Ferch (Andreas Sadlo), Peter Sodann (Dietrich Mateschitz) und Anna Loos (Guido Schäfer).</p>
<p><strong>19.35 Uhr &#8211; Bullenweltspiegel.</strong> Angst in Österreich: Eine vom prominenten Freiheitskämpfer Felix Baumgärtner angeführte Bürgerwehr in Gruselbullenmasken terrorisiert zunehmend Betriebsräte und Systemmedienvertreter im Salzburger Land; außerdem: „Alles Dünnschiss“, Leipziger Noch-Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla warnt vor zukünftigen Champions-League-Spielen in der Türkei. Moderation: René Kindermann.</p>
<p><strong>20 Uhr – Rasenbericht Leipzig.</strong> <a href="http://public-rbl.redbulls.com/feeds/videodetail.html?videoid=75dee7e5-c188-40cf-8379-6cae042a7a6f">Terence Boyd und Davie Selke</a> führen beschwingt durch die wichtigsten Nachrichten aus der fast Heilen Welt. U.a. „Zufriedene Gesichter nach Darmstadt“, „Rummenigges Furcht vor dem besten Aufsteiger aller Zeiten“ und „Vorfreude auf Heimspiel gegen Mainz“. Hören sie außerdem zu den an der Grenze geführten Zweikämpfen des ungarischen Nationalspielers in Darmstädter Diensten Laszlo Kleinheisler einen Kommentar von Willi Orban (SWR).</p>
<p><strong>20.15 Uhr Eine Dose Buntes (Unterhaltungs-Show für Operettenpublikum).</strong> Eigentlich war Wolfgang Lippert („Ich bin schon seit meiner Jugend Fan von Lümo!“) für eine Neu-Auflage von „Wetten dass&#8230;“ eingekauft worden, doch nach einem kurzen Rechtsstreit war klar: Das genehmigt kein Gericht dieser Welt. Aber auch der Osten hatte seinen Spaß! Nonchalant führt Gastgeber Lippi durch die wunderbare Welt Sachsens und Salzburgs („Die besten Baumärkte der Region“) und wird dabei unterstützt von Mireille Mathieu, Katja Ebstein und anderen internationalen Gästen. Stargast des Abends: Karsten Speck, der auf die Einführung des 1-Megabit-Chips („Unser Blue Chip“, E. Honecker) in der DDR zurückblickt.</p>
<figure id="attachment_819" aria-describedby="caption-attachment-819" style="width: 564px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Danyel_Abb6.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-819" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Danyel_Abb6-300x214.jpg" alt="Bundesarchiv, Bild 183-1987-0704-077, Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst – Zentralbild, Foto: Thomas Uhlemann; Wikimedia Commons, Bundesarchiv Bild 183-1987-0704-077, Berlin, 750-Jahr-Feier, Festumzug, Computer, CC BY-SA 3.0 DE" width="564" height="402" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Danyel_Abb6-300x214.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Danyel_Abb6.jpg 450w" sizes="(max-width: 564px) 100vw, 564px" /></a><figcaption id="caption-attachment-819" class="wp-caption-text">Foto: Thomas Uhlemann, CC BY-SA 3.0 DE</figcaption></figure>
<p><strong>21.45 Uhr – Das philosophische Quartett.</strong> Mit Ralph Hasenhüttl, Ralf Rangnick, Thomas Tuchel und Markus Gisdol vom Cottaweg, dem Kreissaal des modernen Fußballs und zukünftigen Champions-League-Siegers. „Pressen, Ralph, du musst pressen!!!“, weissagt Ralf.</p>
<p><strong>23 Uhr &#8211; City of Mob, die dunklen Jahre des Leipziger Fußballs.</strong> Erschütternde Doku (FSK 18!!!) über die Leipziger Fußballklubs nach der Wende. Anschließende Podiumsdiskussion mit Klaus Reichenbach, Bernd Merbitz, Steffen Kubald, Dr. Michael Kölmel und Eduard Geyer. Moderation: Winfried Wächter und Hartwig Hochstein.</p>
<p><strong>0 Uhr &#8211; Talk mit mindestens einem im Turm.</strong> Live aus dem Glockenturm des ehemaligen Leipziger Zentralstadions. Dirk Dhoelke trifft Lachshäppchenreporter Guido Schäfer und den verstoßenen RB-Pionier Hans-Georg Felder. Die kernige Schlüsselthese des Abends von Hobbyjurist Schäfer: „50+1 akzeptiere ich nur in der Vodkaria!“</p>
<p><strong>0.45 Uhr – Die kurze RB-Pokernacht (Aufzeichnung aus dem Residenzschloss im thüringischen Altenburg)</strong>. Am Tisch u.a. die Skatstadtbullen und Investigativzocker Guido Schäfer („Mit ner Anna Kurnikova auf der Hand geh’ ich immer all-in“). Dealer: Schell-Lusche Thoelke.</p>
<p><strong>1.45 Uhr &#8211; HIStory! (Geschichtssendung, Folge 74). </strong>Seht unseren RBL noch einmal in voller Länge beim TSV Havelse (21. Spieltag, Regionalliga 2011/12, 26. Februar 2012). Dank Daniel Frahns Elfmetertor in der 90. verdienten wir uns ein 1:1 im hohen Norden. LVZ-Archivar Eberhard Schmiedel und Ex-Trainer Peter Pacult blicken galgenhumorig zurück. Ein Leckerbissen für RBL-Puristen!</p>
<p><strong>3.33 Uhr &#8211; Space Night (Unscripted Reality, Stratosphäre 2013, Wdh.). </strong>Nach jahrelanger Forschungsarbeit und Vorbereitung wagt Extremsportler Felix Baumgärtner die Ballonfahrt fast bis zum Mond. Nur mit einem Aluhut geschützt will er den freien Fall durch alle Chemtrailwolken zurück auf den Mutterplaneten überleben. <em>Hinweis:</em> Systemmedienvertreter erhalten für die Sondervorführung im Hangar 7 keine Akkreditierung!</p>
<p><strong>Ab 6.45 Uhr &#8211; Testbild mit Champions-League-Pokal.</strong> Uwe aus Dresden beteuert: „Ich gucke bis zum Schluss!“</p>
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		<title>Gipfeltreffen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[chassot]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Oct 2016 06:58:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[handzahm]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Schäfer]]></category>
		<category><![CDATA[LVZ]]></category>
		<category><![CDATA[Mitzlaff]]></category>
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					<description><![CDATA[Nicht jede und jeder schafft es ja, den Sportteil der LVZ zu lesen; schon vorher warten so viele interessante und hintergründige Geschichten auf die ständig wachsende Leserschaft, dass dann die kritischen Reportagen und Hintergrundstories der sportiven Redaktion auf der Strecke bleiben. Deshalb heute unser Service: Wir haben mal die besten Stellen aus dem knallharten Gespräch &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2016/10/13/gipfeltreffen/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Gipfeltreffen</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht jede und jeder schafft es ja, den Sportteil der LVZ zu lesen; schon vorher warten so viele interessante und hintergründige Geschichten auf die ständig wachsende Leserschaft, dass dann die kritischen Reportagen und Hintergrundstories der sportiven Redaktion auf der Strecke bleiben. Deshalb heute unser Service: Wir haben mal die besten Stellen aus dem knallharten Gespräch extrahiert, dass Reportergott Guido Schäfer mit dem RB-Vorstandsvorsitzenden Oliver Mintzlaff führte. Es ging gewohnt kritisch zur Sache, man will eben immer noch eine Spur genauer nachfragen als das Red Bulletin, so viel Ehrgeiz hat man im Peterssteinweg. Aber genug der Vorrede, hier unsere Top Ten:</p>
<p><span id="more-804"></span></p>
<p>10) „Wir machen unsere Entscheidung nicht abhängig davon, ob es dem Trainer, den Spielern, den Fans oder mir in der Red Bull Arena gefällt, sondern welcher Standort gut für die weitere Entwicklung des Vereins ist.“</p>
<p>9) „Wir werden zudem auch bei Financial Fair Play transparent vorgehen und keine Regeln aushebeln.“</p>
<p>8) „Es gibt kein Banner-Verbot, es müssen aber Entscheidungen im Sinne des Vereins getroffen werden. Die besagte Fläche ist eine Werbefläche – die muss sichtbar sein.“</p>
<p>7) „Red Bull ist das Beste, was der Bundesliga passieren konnte!“</p>
<figure id="attachment_810" aria-describedby="caption-attachment-810" style="width: 549px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/15417678106_6f5866691f_o.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-810" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/15417678106_6f5866691f_o-300x218.jpg" width="549" height="399" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/15417678106_6f5866691f_o-300x218.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/15417678106_6f5866691f_o-768x558.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/15417678106_6f5866691f_o.jpg 1024w" sizes="(max-width: 549px) 100vw, 549px" /></a><figcaption id="caption-attachment-810" class="wp-caption-text">Foto: Kelley ., <a href="https://www.flickr.com/photos/kg8831/15417678106/in/photolist-5i7hjs-k9wCuP-pupCyj-camTkQ-pj9FDk-nbD61t-d2Z3PS-abgHzd-6QEoPa-6QJCiA-5efG6c-p93eNm-6QJssy-6QEn5v-76gCT5" target="_blank">flickr</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC BY-NC-ND 2.0</a></figcaption></figure>
<p>6) „Grundsätzlich gilt für RB Leipzig: Wir verbiegen uns nicht, egal vor welchen Randgruppen.“</p>
<p>5) „Wir müssen – wie jeder andere Klub – möglichst viele Einnahmen generieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“</p>
<p>4) „Wir sind ein Verein, nach Meinung vieler aus der Branche, d e r Verein zum Anfassen mit sehr vielen positiven Attributen“</p>
<p>3) „Die Debatte [um RB] wird nicht mehr oft geführt. Aber wenn, dann sicher heuchlerisch.“</p>
<p>2) <em>RB Salzburg und RB Leipzig werden von Red Bull finanziert und sind ansonsten &#8230;</em></p>
<p>&#8230; eigenständige Vereine.</p>
<p>And the Winner is&#8230; [hier Trommelwirbel einfügen]:</p>
<p>1) „Wir haben ein Budget.“</p>
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		<title>Aufstieg? Zwischenstation!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[chassot]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Aug 2016 08:43:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[filetiert]]></category>
		<category><![CDATA[Aufstieg]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Saison 16/17]]></category>
		<category><![CDATA[Weltherrschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Das soll uns mal einer nachmachen: Wir sind erstklassig! Nach nur zwei Jahren! Zugegeben, da hatten wir einfach mal auf das richtige Tier gesetzt in unserer Hoffnung, nach jahrelangen Bemühungen und entbehrungsreichen Zeiten endlich einmal wieder von Bedeutung zu sein. Bundesliga! Das Land wo Milch und Honig fließen. Leipzig ist nicht mehr bloß ein Synonym &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2016/08/27/aufstieg-zwischenstation/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Aufstieg? Zwischenstation!</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das soll uns mal einer nachmachen: Wir sind erstklassig! Nach nur zwei Jahren! Zugegeben, da hatten wir einfach mal auf das richtige Tier gesetzt in unserer Hoffnung, nach jahrelangen Bemühungen und entbehrungsreichen Zeiten endlich einmal wieder von Bedeutung zu sein. Bundesliga! Das Land wo Milch und Honig fließen. Leipzig ist nicht mehr bloß ein Synonym für Hipsterhochburg, sondern nun auch für sympathischen Spitzensport.</p>
<p><span id="more-766"></span>In ein paar Stunden trägt das Projekt, das kein <a href="http://www.kicker.de/news/live-news/kicker_tv_der_talk/658731/artikel_rangnick-zur-rb-debatte_leipzig-ist-kein-projekt.html" target="_blank">Projekt</a> sein will, sein erstes Spiel aus. Die Spielplanplaner kamen sich vermutlich ein bisschen witzig vor, das Ganze in Hoffenheim stattfinden zu lassen. Auch so ein Projekt, aber natürlich auch das mit guten Gründen und viel Legitimationsaufwand betrieben. Und zugleich dokumentiert sich in dieser Partie umso deutlicher die Armseligkeit, mit der DFB und DFL die letzten Jahre agierten: Letztlich ohne echten Standpunkt und ohne Willen, RB etwas entgegen zu setzen.</p>
<p>Am Sonntagnachmittag wird damit die nächste Stufe gezündet: Red Bull kommt einen Schritt weiter bei der Etablierung einer globalen Marke, und die mit dem Fußball und dem &#8216;Verein&#8217; Befassten rücken näher an die für sie eigentlich interessanten europäischen Wettbewerbe, und beides wird sich weiter vermischen und normalisieren.</p>
<p><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/08/Burkhard-Jung-zum-Aufstieg-Es-macht-Spass-bei-RB-ist-friedlich-familiaer_ArtikelQuer.jpg"><img loading="lazy" class="alignnone size-medium wp-image-767" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/08/Burkhard-Jung-zum-Aufstieg-Es-macht-Spass-bei-RB-ist-friedlich-familiaer_ArtikelQuer-300x200.jpg" alt="Burkhard-Jung-zum-Aufstieg-Es-macht-Spass-bei-RB-ist-friedlich-familiaer_ArtikelQuer" width="300" height="200" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/08/Burkhard-Jung-zum-Aufstieg-Es-macht-Spass-bei-RB-ist-friedlich-familiaer_ArtikelQuer-300x200.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/08/Burkhard-Jung-zum-Aufstieg-Es-macht-Spass-bei-RB-ist-friedlich-familiaer_ArtikelQuer.jpg 505w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Normalisierung war ja sowieso eine der Hauptanstrengungen seit Übernahme der Markranstädter Ligalizenz: Viel Geld sei im Fußball normal, super-hierarchische Strukturen seien normal, Werbung sei normal, Zugeständnisse an Investoren seien normal, restriktiver Umgang mit Fans sei normal, und nicht zuletzt sei die Erwartungshaltung „der ganzen Stadt“ normal, endlich wieder einen Bundesligaverein zu haben. Und normal sei nicht zuletzt der Erfolg, wenn man fähige Männer nur einfach mal machen lasse.</p>
<p>Schritt für Schritt, das muss man anerkennen, hat diese Argumentation gewirkt. Entweder durch Überzeugung, oder schlichtweg durch Ermüdung. (Wobei die Ermüdung bei manchen sich schnell einstellte, weil man ohnehin nicht ernsthaft an längeren Debatten interessiert war.) Die Diskussionen zu RB sind häufig ritualisiert, und schnell mischen sich Kritik aus dritter Hand („Manche sagen ja&#8230;“) mit unverhohlener Begeisterung und dem Unwillen, es sich mit den Reichen und Erfolgreichen zu versauen. Und so finden sich heute an allen möglichen Stellen die Fanboys von RB: im <a href="http://www.lvz.de/Sport/RB-Leipzig/News/Burkhard-Jung-zum-Aufstieg-Es-macht-Spass-bei-RB-ist-friedlich-familiaer" target="_blank">Rathaus</a>, bei der <a href="https://twitter.com/mmachowecz" target="_blank">ZEIT</a>, und bei der schillernden <a href="https://www.youtube.com/watch?v=uEW9AYLpAyQ" target="_blank">Lokalprominenz</a> sowieso.</p>
<p>Wir schauen uns das mal weiter an, auch in der kommenden Saison. Die Chronistenpflicht lässt uns kaum einschlafen, und morgens ist sie unser erster Gedanke. Das Sportliche, auch das eint uns mit dem Gebieter aus Fuschl, wird für uns nur Randnotiz sein. Wir dokumentieren lieber die weiteren <a href="http://www.welt.de/sport/fussball/article157845827/Jetzt-hat-RB-Leipzig-auch-Aerger-im-Frauenfussball.html" target="_blank">Übernahme-Pläne</a> des Projektes, neuerliche <a href="http://www.lvz.de/Leipzig/Stadtpolitik/OBM-Jung-stellt-sich-hinter-Sponsoring-fuer-RB-Leipzig" target="_blank">Kniefälle</a> der Lokalpolitik, die herrlich trotzigen Anstrengungen der Fanszene und ihrer eifrigsten <a href="http://rotebrauseblogger.de" target="_blank">Apologeten</a> und überhaupt den weiteren Siegeszug der Betriebssportgemeinschaft „Taurin“ in Richtung Weltherrschaft.</p>
<p>Wir bereiten die Feier schon mal vor.</p>
<p>PS: Der MDR hat seine Kooperation bereits signalisiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Aufstiegs-Live-Ticker: Der Leipziger Strafraum, eine blühende Landschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[chassot]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 May 2016 13:13:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[filetiert]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer braucht schon Betriebsräte, wenn die Beletage ruft? Denn jetzt endlich, nach sieben gefühlt endlosen Jahren durch die niederen Provinzen der hiesigen Fußballlandschaft ist Dietrich Mateschitz&#8217; neues Lieblingsspielzeug endlich auf dem vorläufigen Höhepunkt angekommen: im Entertainment-Universum Bundesliga. Verfolgt noch einmal gemeinsam mit uns und unserem Jubel-Live-Ticker die letzten 90 Minuten im schmutzigen Unterhaus, die mit &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2016/05/08/weltereignis-brause-aufstieg-live-ticker-rbl-ksc/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Aufstiegs-Live-Ticker: Der Leipziger Strafraum, eine blühende Landschaft</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wer braucht schon Betriebsräte, wenn die Beletage ruft? Denn jetzt endlich, nach sieben gefühlt endlosen Jahren durch die niederen Provinzen der hiesigen Fußballlandschaft ist Dietrich Mateschitz&#8217; neues Lieblingsspielzeug endlich auf dem vorläufigen Höhepunkt angekommen: im Entertainment-Universum Bundesliga. Verfolgt noch einmal gemeinsam mit uns und unserem Jubel-Live-Ticker die letzten 90 Minuten im schmutzigen Unterhaus, die mit einem allzu souveränen 2:0-Erfolg über den Karlsruher SC ihr glückseliges Ende nehmen sollten.</p>
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