<br />
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	<title>Rangnick &#8211; zwangsbeglückt</title>
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		<title>Rangnicks Return und Mateschitz&#8217; Monument. Die Saisonvorschau 18/19</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Aug 2018 06:56:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[19. August 2018, DFB-Pokal Der Rasenballsport hat es in der ersten Runde des DFB-Pokals mit dem ambitionierten Regionalligisten Viktoria Köln zu tun. Franz-Josef Wernze vom sächsischen Landesamt für Denkmalpflege und sogenannter Mäzen der Kölner hatte dem Leipziger Mannschaftsbus zuvor gastfreundlich “auf dem Weg zur Viktoria Rosenblätter gestreut.” Die Domstädter gewinnen dann überraschend 1:0 durch eine &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2018/08/17/rangnicks-return-und-mateschitz-monument-die-saisonvorschau-18-19/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Rangnicks Return und Mateschitz&#8217; Monument. Die Saisonvorschau 18/19</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>19. August 2018, DFB-Pokal<br />
</b>Der Rasenballsport hat es in der ersten Runde des DFB-Pokals mit dem ambitionierten Regionalligisten Viktoria Köln zu tun. Franz-Josef Wernze vom sächsischen Landesamt für Denkmalpflege und sogenannter Mäzen der Kölner hatte dem Leipziger Mannschaftsbus zuvor gastfreundlich <a href="http://www.sportbuzzer.de/artikel/lok-hauptsponsor-wernze-leipzig-musste-dietrich-mateschitz-ein-denkmal-bauen/">“auf dem Weg zur Viktoria Rosenblätter gestreut.”</a> Die Domstädter gewinnen dann überraschend 1:0 durch eine denkbar unglückliche Szene des überraschend reaktivierten Fabio Coltori (Rangnick: “In den unteren Ligen kennt er sich einfach besser aus”).<span id="more-1262"></span></p>
<p>Kurz vor Ablauf der Nachspielzeit der Verlängerung drückt der stämmige Modellathlet die Pille im Stile eines Klassestürmers aus Nahdistanz über die Linie. “Wie damals gegen Darmstadt”, schwelgt die schweizer Klublegende nachher in seligen Erinnerungen. Heuer gelang ihm das Kunststück nur eben leider auf der falschen Seite. “Wenigstens treffsicherer als Timo Werner”, bemerkt Chefreporter Guido Schäfer unbarmherzig, “der hätte heute vom Strand aus das Meer nicht getroffen.” Nach Abpfiff korrigiert Wernze seinen jüngsten Vorschlag für das neueste Leipziger Wahrzeichen: “Ich sage immer, was ich denke. Die Stadt Leipzig sollte nicht nur Dietrich Mateschitz, sondern auch Coltori ein Denkmal setzen. Sie haben den großen Fußball jetzt auch nach Köln gebracht!” Der erboste Geißbock Hennes VIII. hinterlässt daraufhin einen ganzen Haufen frischer Ziegenmurmeln im Mittelkreis des altehrwürdigen Sportparks Höhenbergs.</p>
<p><b>26. August 2018, Bundesliga, 1. Spieltag<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Rasenball verliert am ersten Spieltag in Dortmund. Lucien Favre nimmt das leichtfüßige 3:0 seines Teams gegen inspirationslose Gäste ungerührt hin. Rangnick dagegen droht erstmals mit Konsequenzen. Vor dem Spiegel, in der Herrenumkleide. Und gemeinsam mit dem französischen Dolmetscher.</span></p>
<p><b>20. September 2018, UEFA Europa League, 1. Spieltag<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Die lediglich fünf angereisten Allesfahrer aus der nach großem Fußball lechzenden Messestadt erleben im kasachischen Almaty ein müdes 1:1. Immerhin rettet Fabio Coltorti seinen Roten Bullen kurz vor Ultimo einen wichtigen Punkt. Der von Sky engagierte Field-Chefreporter Guido Schäfer meint entschuldigend: “Anders als Leipzig finden Almaty halt nur die Wenigsten auf der europäischen Fußballlandkarte!” LVZ-Korrespondentin Anne Grimm verbessert den Geografiemuffel beflissen: “Wenn man es ganz genau nimmt, dann sind wir ja eigentlich bereits in Asien.” Schäfer hört da schon bloß mit einem halben Ohr hin, er stiert seiner TV-Kollegin Esther Sedlaczek nach. Immerhin ein Teilnehmer der Leipziger Delegation zeigt sich allerdings begeistert vom Abenteuer bis beinah an die chinesische Grenze. “Der Fernsehturm von Almaty, haben Sie den gesehen, Herr Rangnick? Über 370 Meter hoch, ein Wahnsinn, das wäre doch zumindest etwas, das halb der Größe von Dietrich Mateschitz entspricht”, japst Franz-Josef Wernze touristenselig.</span></p>
<figure id="attachment_1268" aria-describedby="caption-attachment-1268" style="width: 450px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/5837387830_9d40a96549_o.jpg"><img class="wp-image-1268" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/5837387830_9d40a96549_o-300x194.jpg" alt="" width="450" height="291" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/5837387830_9d40a96549_o-300x194.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/5837387830_9d40a96549_o-768x497.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/5837387830_9d40a96549_o.jpg 800w" sizes="(max-width: 450px) 100vw, 450px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1268" class="wp-caption-text"><a href="https://www.flickr.com/photos/loriszec/5837387830/in/photolist-9TQ92L-9TMkJR-fFwD4S-p29phG-KVrudB-hhWQ1d-KVsaTZ-hhXCs8-hhWFnm-4LvCHA-J8jHL8-oLEmxX-2TaQNV-dxy7DQ-qu7wTb-4Lrp84-cGyNp3-2TdXfs-dxyHrC-V7sgkb-2T9EvR-26pDhyv-ff8rUn-8DiGCT-2i6zHP-f8FidQ-p4SmJf-oLG5nM-v7aKCz-fFvHKo-fFvECw-fFvLbC-v6ZmsY-v781GZ-oMmHjg-oMpeJt-p2RBhG-p4BTJF-oMoxSC-p4Tksi-p4RwFm-p4BWx6-p4TeHH-p2PYSE-oMnUWv-hhXvuv-oLGfMV-p2Sc7f-oLF2pz-p29edU">Loris Silvio Zecchinato on flickr.com</a></figcaption></figure>
<p><b>3. Oktober 2018, Tag der Deutschen Einheit<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Feiertag. Zeit zum Durchatmen! Erste Pläne für das immer lauter geforderte Denkmal zu Ehren des Gebieters inmitten der Heldenstadt dringen an die Öffentlichkeit. Die zukünftige stadtarchitektonische Schwester des Völkerschlachtdenkmals soll über den Fußball hinaus als Erinnerung dafür dienen, sich von jeder Historie zu lösen und den Blick stets in die Zukunft und auf die Märkte zu richten. Errichtet auf dem dann gänzlich verschwundenen Gelände der Kleinmesse soll ein mächtiges Stahlkonstrukt aus zwei rot lackierten Bullen, die auf eine goldüberzogene Sonne zuspringen, entstehen. Für den Entwurf zeichnet sich ein anonymes Künstlerkollektiv aus Österreich verantwortlich. Stilistische Nähe zum Markenlogo eines bekannten Getränkeherstellers weist man im städtischen Entscheidungskuratorium “als diffus herbei konstruiert” beiseite, wie Sportbürgermeister Heiko Rosenthal betont. Mit der gebotenen journalistischen Distanz kommt Martin Machowecz in einem ZEIT-Kommentar zu dem Schluss: “</span><span style="font-weight: 400;">Im Osten geht wieder die Sonne auf.</span><span style="font-weight: 400;">”</span></p>
<p><b>8. Oktober 2018<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Es gibt Ärger um das Denkmalvorhaben. Burkhard Jung, designierter Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, hat RB-Geschäftsführer und Vorstandschef Oliver Mintzlaff einbestellt, um mit ihm über seine Dauerkarte (“Wieso habe ich hier eine Rechnung bekommen?”), aber vor allem über das Monument zu sprechen. Konfliktpunkt: Der Bau kollidiert mit Jungs eigenen Denkmal-Planungen am vorgesehen Ort: “Wie? Nein, nicht für Ihren Chef. Für mich selbst!”. Mintzlaff verspricht, einen Kompromiss zu suchen. Das Angebot, einen der Kunstrasenplätze auf dem Gelände der Bluechip-Fabrik nach ihm benennen zu lassen, ist dem Noch-OBM aber zu wenig. “Denken Sie mal über einen Jung-Brunnen nach, irgendwo zentral gelegen”, gibt er dem nervös gewordenen Topmanager mit auf den Heimweg.</span></p>
<p><b>6. November 2018, Bundesliga, 10. Spieltag<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Rasenball zu Gast im Berliner Olympiastadion. Was bisher immer eine ausgelassene Sommersause zum Saisonabschluss gewesen war, geht diesmal im tristen Berliner Novemberplatzregen bei 8°C unter. Endergebnis 0:0. Erste Pfiffe gellen aus der Leipziger Kurve. Der sich selbst als “sattelfest im Sattel sitzend” bezeichnende Chefcoach Rangnick möchte, in der Mixedzone auf den gegenwärtig dürftigen 10. Tabellenplatz angesprochen, aber dennoch nichts von einem Euphorieeinbruch wissen – weder im Verein noch bei den Fans. Währenddessen stapft im Hintergrund Sportdirektor Ralf Rangnick wortlos grummelnd vorbei in Richtung Mannschaftsbus. Einziges Leipziger Erfolgserlebnis an jenem dunklen Montagabend: Oliver Mintzlaff kanalisiert seinen Frust umgehend auf der mythenumwobenen blauen Tartanbahn des Olympiastadions und bricht beim “Auslaufen” der Mannschaft sensationell Dieter Baumanns mehr als 20 Jahre alten Deutschen Rekord über 5.000 Meter. “Ups, da muss heute Morgen was in meiner Zahnpasta gewesen sein”, keckert der ewig astrale Ausnahmeläufer galgenhumorig. Rangnick kann sich trotzdem kein Lächeln mehr abringen.</span></p>
<figure id="attachment_1269" aria-describedby="caption-attachment-1269" style="width: 537px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/24399179122_52e75e6262_o.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-1269" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/24399179122_52e75e6262_o-300x156.jpg" alt="" width="537" height="279" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/24399179122_52e75e6262_o-300x156.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/24399179122_52e75e6262_o-768x399.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/24399179122_52e75e6262_o-1024x532.jpg 1024w" sizes="(max-width: 537px) 100vw, 537px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1269" class="wp-caption-text"><a href="https://www.flickr.com/photos/damiavos/24399179122/in/photolist-Db5aU7-V747RA-oThrPT-CofDLr-pGuqoZ-dW8Pww-5D8tVG-DkEcoR-79EqJa-du1tsy-4EADSz-Co9U7J-pAQPJ9-4rFhT-bEw2vT-5D49uc-pDSWfK-4N6wef-UdHt54-5D8tVS-a4Bijy-5tHaY3-Dikdam-efAJXk-cA5yg3-699vib-RoMk5U-6jMUQ7-unzQRV-vh7Gzo-v2R2yy-r7y1h3-a4ysJp-N1KMKV-H3LNhP-SBDbVQ-2Mnz7N-7EKe5U-CQfsQe-22L2ZKg-7EzCzt-8JuoLP-6K9GgX-fouGQH-nQJLpK-8HygYu-6KenpL-dPPFrY-fouHwx-RoMpiJ">damian entwistle on flickr.com</a> // CC BY-NC 2.0</figcaption></figure>
<p><b>6. Dezember 2018, Nikolaustag<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Als besondere Nikolausaktion und “großes Dankschön aus der Mitte der Stadt” wird in der Leserbriefspalte der LVZ angeregt, kleine Wichtelpakete nach Fuschl am See zu schicken. Eine solche gemeinschaftliche Aktion würde wieder den Zusammenhalt in der Stadt stärken, der unter den Eindrücken der Straßendemos der letzten Jahre doch arg gelitten hätte. Am Cottaweg treffen daraufhin größere Mengen Geschenkpapier ein.</span></p>
<p><b>13. Dezember 2018, UEFA Europa League, Spieltag 6<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Girondins Bordeaux zu Gast in Leipzig. In der Lokalpresse werden wieder die Geschichten aus dem April ‘87 aufgewärmt. René Müller darf auch noch mal erzählen, wie er Lok damals ins Finale geschossen hat. Bei einem weihnachtsbäckereibeseelten Interview mit dem MDR auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt spannt er den riskanten Bogen zur Jetztzeit: “Damals wie heute gilt, dass man ohne Kräftekonzentration und die finanzielle Unterstützung von außen nicht vorankommt.”</span></p>
<p><b>22. Dezember 2018, Bundesliga, 17. Spieltag<br />
</b><span style="font-weight: 400;">RB spielt eine herrlich mediokre Hinrunde und verliert sowohl gegen Nürnberg als auch in Düsseldorf. Nach dem erkämpften Remis in Augsburg fordert Mintzlaff trotzig: “Endlich mal freuen!” Sportchef Rangnick erklärt bestimmt: “Der Trainer steht nicht zur Disposition!”</span></p>
<p><b>24. Dezember 2018<br />
</b><span style="font-weight: 400;">An Heiligabend darf Ralf Rangnick nicht wie sonst üblich beim Gebieter unter dem rot-blauen Weihnachtsbaum sitzen. Das ist der letzte Tropfen in der der schon bedenklich zerbeulten Zanke-Dose. Bockig verlässt Rangnick die Taurin-Lounge in Fuschl am See und ruft beim DFB an. Sportdirektor Oliver Bierhoff will sich zwar nicht sofort mit der Idee eines Namenssponsors für das Nationalteam oder einer einjährigen Gastspielgenehmigung in der ‘Chinese Super League’ (Rangnick: “Der kommende Markt!”) anfreunden, stellt Rangnick aber als externen Berater ein. Als RBs Interimstrainer übernimmt Mateschitz indes selbst. “Da bin auch näher am Denkmal”, argumentiert der erdverbundene Tribun.</span></p>
<figure id="attachment_1274" aria-describedby="caption-attachment-1274" style="width: 494px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/38994971712_f3a174d51a_k.jpg"><img loading="lazy" class=" wp-image-1274" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/38994971712_f3a174d51a_k-300x200.jpg" alt="" width="494" height="329" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/38994971712_f3a174d51a_k-300x200.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/38994971712_f3a174d51a_k-768x512.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/38994971712_f3a174d51a_k-1024x683.jpg 1024w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/38994971712_f3a174d51a_k.jpg 2048w" sizes="(max-width: 494px) 100vw, 494px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1274" class="wp-caption-text"><a href="https://www.flickr.com/photos/tambako/38994971712/in/photolist-22pRqwu-D1ez1V-KSdb1v-22hPRMz-KA2dBw-JEUdvm-27HTEUK-9dA3e7-6iB7Lp-21qJPtk-26C3Nxj-CVSDmV-27MiYYV-26JGeNY-28KJ5jb-Ez1CHA-21iw9AM-26C3NVo-27HUYgX-ZWwAHT-21iw7AV-27HtoiX-HAijXn-CZvnV2-KU3QsP-YU2m13-29hfv1e-25P7j2U-MxLd9J-gAQR6Q-KU3TXe-26Y3dx3-22AFd4s-5cP9kt-XxDysE-YWaj1w-HLBvgk-exTKMu-DNPwRS-EvkmwU-8PxaFM-27UjKCg-iZ67c6-M9wiBJ-22u8aa3-Ld92WH-BTv3dG-EkNU73-HmbmRv-25SZfk4">Tambako the Jaguar on flickr.com</a> // CC BY-NC 2.0</figcaption></figure>
<p><b>18. Januar 2019, Rückrundenauftakt der Bundesliga<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Zum Start der Rückrunde präsentiert Dietrich Mateschitz eine gänzlich neue Elf auf dem Platz. “Die Hälfte des Hinrundenteams ist noch auf der Baustelle fürs Denkmal, die anderen haben wir verschenkt.” Begründung: “<a href="https://www.sueddeutsche.de/sport/rangnick-interview-sz-1.4093835">Weil wir es können. Außerdem müssen wir die Financial-Fairplay-Regeln der UEFA beachten.</a>” Die Änderung ‘einhalten’ statt ‘beachten’ krizzelte ihm RB-Kommunikationschef Florian Scholz zuvor noch heimlich auf den Stichwortzettel. Immerhin schürt der Last-Minute-Sieg über Borussia Dortmund lang vermisste Euphorie in der Heldenstadt (Torschütze war Stammkeeper Coltorti mit einem kräftigen Abschlag).</span></p>
<p><b>2. März 2019, Bundesliga, 24. Spieltag<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Das Spiel in Nürnberg, kurz vor Rosenmontag, geht verloren. Auch die Hinweise von Mateschitz an sich selbst, man kämpfe noch immer mit den Auswirkungen der europäischen Überregulation des Fußballmarktes, helfen nichts mehr. Der Gebieter hat von sich die Nase voll und delegiert Marco Rose aus Salzburg. (Kleiner Verein in Österreich, für den RBL so etwas wie früher die Patenbrigade war: Tauchen immer mal unvermittelt auf, machen einen auf dicken Maxen, und danach ist die Stimmung schlechter.)</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;"><br />
</span><b>13. April 2019, Bundesliga, 29. Spieltag<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Ein weiterer Klassiker: Es geht zuhause gegen Wolfsburg. Im VIP-Bereich kommt es schon zu Handgreiflichkeiten zwischen den Vertretern diverser Automobilkonzerne, die sich auch untereinander nicht mehr auseinanderhalten können und über die Frage in Streit geraten, wer hier eigentlich wen sponsert. Auf dem Rasen dagegen Tristesse pur. Rose war mit der eigenen Rolle als Interimstrainer so unzufrieden, dass die Spieler schon einen Safe Space verlangten, um in Ruhe Playstation spielen zu können. (“Hat Timo bei der WM so gelernt.”). Wolfsburg gewinnt glücklich durch einen Treffer in der Nachspielzeit. Coltorti war machtlos.</span></p>
<p><b>18. Mai 2019, Bundesliga, 34. Spieltag<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Vor dem letzten Spiel bei Sensationsmeister Werder Bremen greift der Gebieter durch und holt Rangnick zurück aus der DFB-Zentrale, wo dieser gerade neue Organigramme ausdrucken ließ und das Pokalfinale in Reykjavik (“Neue Märkte!”) vorbereitete. Begründung des Gebieters für den neuerlichen Wechsel: “<a href="https://www.sueddeutsche.de/sport/rangnick-interview-sz-1.4093835">Die Spieler schreien nach Führung.</a>” Das Zitat hatte er von Rangnick, der es wiederum von Putin geklaut hatte. Aber klar, Russland ist am Ende auch bloß ein einziges Projekt, nur mit geringerer Lebenserwartung der Teilnehmer und mehr Alkohol. Da muss man durchgreifen, jeden erst fragen geht nicht. Außer den Gebieter natürlich.</span></p>
<figure id="attachment_1267" aria-describedby="caption-attachment-1267" style="width: 301px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/25882371072_b4621964f7_o.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-1267 " src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/25882371072_b4621964f7_o-225x300.jpg" alt="" width="301" height="401" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/25882371072_b4621964f7_o-225x300.jpg 225w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/25882371072_b4621964f7_o.jpg 675w" sizes="(max-width: 301px) 100vw, 301px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1267" class="wp-caption-text"><a href="https://www.flickr.com/photos/duncan/25882371072/in/photolist-Fr8Vc7-pKWhva-eVRDga-3oM96z-nafZJH-9ssPuX-6MRpr6-ctoTuy-p3RjGR-MSCwaf-nttLN9-osmU5Z-ZMhmQe-cvNA3A-eW6NyY-mQwJ5D-eW6Qby-4pwY1N-5wdqmv-o7ZUrS-3dSKq7-aDxDsh-UpbvJF-2nRFs-keSiSg-5ncnVY-24ew1jg-keStdR-cvNyvW-28SXu1R-jRHn3f-cTX54W-56DMRo-9CkGNU-7fw1Mo-YbuE2i-56DLVS-XcEghs-nuiaTX-FzKz3a-7i1QPt-YCFUvf-VVYdcm-bXhnbq-VVYcwy-XFGZbH-XFGYEc-Yjwi7A-8yqRi4-X5Ho4q">duncan c on flickr.com</a> // CC BY-NC 2.0</figcaption></figure>
<p><b>29. Mai 2019, UEFA Europa League Finale in Baku (Aserbaidschan)<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Vier (!) Anhänger im Leipziger Block und damit der Hattrick, was das Desinteresse der Fanszene an außergewöhnlichen Fernreisen angeht. Trotzdem: Finale in der Euro League! Leider holt der ungeliebte “Cup der Verlierer” (Franz Beckenbauer) in der Heimat kaum jemanden vom Sofa hoch. Coach Rangnick sieht sich dagegen oben auf. Das führt ihn zu jenem weitreichenden Entschluss, den er mit sich selbst noch in der Woche vor dem Endspiel abgesprochen hat: Er wird als Trainer verlängern! Der verantwortliche Sportchef befürworte das und habe bereits den eigentlich angedachten Thronfolger Julian Nagelsmann darüber in Kenntnis gesetzt. Der Gebieter tobt. Aber nicht aufgrund der unsteten Personalpolitik im Verein, sondern infolge des schleppenden Fortschritts beim Sonnendenkmal. In der LVZ lässt er lancieren, er könne sein Geld jederzeit in ein Monument in einer anderen Stadt stecken: </span><span style="font-weight: 400;">„Gestatten Sie mir ein offenes Wort: Wir wollen niemanden zwangsbeglücken, das haben wir ehrlich gesagt auch nicht nötig“, empört sich Mateschitz. </span><span style="font-weight: 400;">Auf den Hinweis, dass die halbfertige Goldkugel aus öffentlichen Mitteln bezahlt worden sei, erwidert er barsch mithilfe einer HHL-Studie: “Diese Mittel stellen Steuereinnahmen dar, die erst Rasenball durch den angeschobenen Wirtschaftsaufschwung in die Stadt gespült hat.” BWL-Absolvent Schäfer hat das eh schon immer gewusst und freut sich auf seine Cohiba in Südtirol. Dorthin wird der Chefreporter die Rasenballer wieder einmal ins anstehende Sommertrainingslager begleiten. Endergebnis des Finales übrigens: 1:0 n.V. für Apollon Limassol. Fabio Coltorti hatte in der 119. Minute den Ausgleich auf dem Fuß, aber verzog um Zentimeter links.</span></p>
<p><b>Saisonende<br />
</b><span style="font-weight: 400;">Der Saisonabschluss auf dem Marktplatz, den der MDR als “Fußballfest für das Waldstraßenviertel” bewirbt und ganztägig überträgt, gerät zu einem Fiasko. Die eigentlich gebuchte Helene Fischer (Eventmanager Oliver Mintzlaff: “Alles darunter ist nicht mehr vermittelbar”) sagt kurzfristig ab, als sie erfährt, dass es sich nicht um das DFB-Pokalfinale handelt. Auch an Publikum mangelt es nach der enttäuschenden Saison; der parallel laufende Ausverkauf bei KARSTADT zieht deutlich mehr Leute an. Der Gebieter hat außerdem das Denkmalprojekt endgültig abgesagt. Weder wollte ihm das Stadtplanungsamt einen eigenen Sachbearbeiter zusichern, noch die Thomaner zur Eröffnungsfeier in Red Bull-Flügeln auftreten.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_1264" aria-describedby="caption-attachment-1264" style="width: 365px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/Pieter_Bruegel_the_Elder_-_The_Tower_of_Babel_Vienna_-_Google_Art_Project_-_edited.jpg" rel="noopener"><img loading="lazy" class="wp-image-1264" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/Pieter_Bruegel_the_Elder_-_The_Tower_of_Babel_Vienna_-_Google_Art_Project_-_edited-300x220.jpg" alt="" width="365" height="268" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/Pieter_Bruegel_the_Elder_-_The_Tower_of_Babel_Vienna_-_Google_Art_Project_-_edited-300x220.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/Pieter_Bruegel_the_Elder_-_The_Tower_of_Babel_Vienna_-_Google_Art_Project_-_edited-768x562.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/Pieter_Bruegel_the_Elder_-_The_Tower_of_Babel_Vienna_-_Google_Art_Project_-_edited-1024x749.jpg 1024w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/08/Pieter_Bruegel_the_Elder_-_The_Tower_of_Babel_Vienna_-_Google_Art_Project_-_edited.jpg 1599w" sizes="(max-width: 365px) 100vw, 365px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1264" class="wp-caption-text"><a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pieter_Bruegel_the_Elder_-_The_Tower_of_Babel_(Vienna)_-_Google_Art_Project_-_edited.jpg">Pieter Bruegel, The Tower of Babel</a></figcaption></figure>
<p><span style="font-weight: 400;">Rangnick nutzt jedoch die Gunst der Stunde. Er schickt alle Arbeiter, die älter als 24 sind, von der Baustelle, setzt Coltorti als Polier ein und steckt ihm die neuen Pläne zu. Diese sehen nun einen spiralförmigen Bau vor, der sich immer weiter himmelwärts windet. Am oberen Rand bleibt der Plan dann aber merkwürdig unfertig. “Kommt da kein Dach drauf?”, fragt der Polier vorsichtig. “Das ist symbolisch, Junge! Es geht immer weiter, alles ein Prozess, alles in Entwicklung und so. The Sky is the limit! Dachbesitz als Selbstzweck kannst Du vergessen.” Coltorti nickt still und freut sich auf die neue Saison.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Verlieren? Nicht vorgesehen! – Eine Medienauslese</title>
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		<dc:creator><![CDATA[zunull]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2017 12:55:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[filetiert]]></category>
		<category><![CDATA[Geltungsdrang]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Schäfer]]></category>
		<category><![CDATA[LVZ]]></category>
		<category><![CDATA[Rangnick]]></category>
		<category><![CDATA[RB Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[RBL]]></category>
		<category><![CDATA[schlechte Verlierer]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstermächtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorie]]></category>
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					<description><![CDATA[Niemand verliert gern. Zumal im Fußball. Egal, ob Spieler, Funktionär oder Fan – gerade auf die vermeintlich &#8220;großen&#8221; Spiele fiebert man hin und ist natürlich enttäuscht, wenn diese nicht so laufen, wie man gehofft hatte. Das hat man schon oft erlebt, und auch das Hadern mit dem Schiri, dem Ball oder sonstigen äußeren Umständen ist &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2017/10/30/verlieren-nicht-vorgesehen-eine-medienauslese/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Verlieren? Nicht vorgesehen! – Eine Medienauslese</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Niemand verliert gern. Zumal im Fußball. Egal, ob Spieler, Funktionär oder Fan – gerade auf die vermeintlich &#8220;großen&#8221; Spiele fiebert man hin und ist natürlich enttäuscht, wenn diese nicht so laufen, wie man gehofft hatte. Das hat man schon oft erlebt, und auch das Hadern mit dem Schiri, dem Ball oder sonstigen äußeren Umständen ist wesentlicher Bestandteil des Redens über verlorene Spiele im Speziellen und Fußball im Allgemeinen.</p>
<h4>Mehr als schlechte Verlierer</h4>
<p>Einen Umgang mit einem verlorenen &#8220;großen&#8221; Spiel musste in den vergangenen Tagen gleich zweimal ein Fußballlager finden, das damit ganz offensichtlich überfordert ist, wenn nicht sogar Probleme hat: RB Leipzig. Eine Tatsache, die ihnen nicht unbedingt beim Aufstieg auf der Sympathieleiter geholfen haben dürfte. Ganz ähnlich wie beim forcierten Marsch durch die Ligen in den letzten Jahren bricht sich in allem, was man aus der weiß-roten Ecke mitbekommt, eine Ungeduld Bahn, die uns zuerst (zynisch, wie wir nun mal sind) belustigte, dann aber zunehmend beängstigte.</p>
<p><span id="more-1200"></span></p>
<p>Sei es versammelt unter dem Hashtag #RBLFCB, oder aber in der Lokalpresse:&nbsp;Die Aggressivität, mit der das RB-Lager nicht einsehen will, dass Pokal- und das nur wenige Tage später stattfindende Ligaspiel gegen die Bayern nun mal so gelaufen sind, wie sie gelaufen sind, ist schon speziell. Es wird laut rumgepöbelt, mit den Fuß auf dem Boden gestampft und wütend mit Fingern auf andere gezeigt. Es wirkt fast so, als sei die Idee des Verlierens, des Einsortierens hinter etablierten Hausnummern des Fußballs, im RB-Universum noch nicht angekommen. Dass das zum Marketingimage des Finanziers des ganzen Ladens passt, ist klar. Dass aber auch Fans und Medien, über den ersten Ärger hinweg, <a href="https://twitter.com/zeitonline/status/923479302364155904" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Geschichten über die Verstrickungen von Felix Zwayer in den Hoyzer-Skandal 2006 aufgekochen </a>und offen – und völlig ironiefrei – von einer Verschwörung gegen den 2009 aus der Wiege gehobenen und dann von den Verbänden nach oben protegierten Club fabulieren, ist schizophren.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en">
<p dir="ltr" lang="de">Wie reagieren, wenn ein Leipzig-Fan sagt: &#8220;Man will uns nicht in der Liga haben&#8221;?<br />
Nicken.</p>
<p>— Günter Klein (@guek62) <a href="https://twitter.com/guek62/status/924355486849355776?ref_src=twsrc%5Etfw">October 28, 2017</a></p></blockquote>
<p><script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script><br />
Und so beschlich uns immer mehr das Gefühl, dass es bei dem aufschreihaften Gezeter eigentlich um etwas ganz Anderes geht. Das RB-Lager scheint auf eine Weise beleidigt, in der man im besten Fall Minderwertigkeitskomplexe, realiter aber wohl eine aggressive Anspruchshaltung sehen kann, über deren Hintergründe sich nur spekulieren lässt. Ist es die pervertierte Seite der gestärkten &#8220;ostdeutschen Identität&#8221; bzw. &#8220;Siegermentalität im kollektiven Selbstbewusstsein&#8221;, die im Zusammenhang mit RB Leipzig gern&nbsp;<a href="https://zwangsbeglueckt.de/2017/01/30/gekaufte-wissenschaft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">strapaziert wird</a>? Das nur diffus greifbare Denken, nun auch endlich mal dran zu sein, das sich kollektiv auf das zum Symbol des aufstrebenden Ostens hochgeschriebenen Clubs kapriziert? Sozialpsychologie, schon klar.&nbsp; Aber vieles, was man liest und hört, scheint genau in diese Richtung zu deuten.</p>
<h4>Verschwörungstheorien und notorische Ungeduld</h4>
<p>Nur in den wenigsten Äußerungen geht es um irgendwelche Schiedsrichterentscheidungen, die mit der eigenen Vereinsbrille vielleicht nicht ganz nüchtern betrachtet werden können.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en">
<p dir="ltr" lang="de">Wofür? Notbremse?</p>
<p>— rotebrauseblogger (@rotebrauseblog) <a href="https://twitter.com/rotebrauseblog/status/924316626375372800?ref_src=twsrc%5Etfw">October 28, 2017</a></p></blockquote>
<p><script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Stattdessen lässt sich oft ein Grundton erkennen, in dem bereits der gesamte Ballast an Vorwürfen mitschwingt, die bei anderen dann ungefiltert zur Verschwörungstheorie ausgebaut werden.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en">
<p dir="ltr" lang="de">Der nächste Schiedsrichter aus Berlin. Ich Ante es schon!</p>
<p>— Eventi RBL (@Leipziger67) <a href="https://twitter.com/Leipziger67/status/923614610653052928?ref_src=twsrc%5Etfw">October 26, 2017</a></p></blockquote>
<p><script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en">
<p dir="ltr" lang="de">Das Orban Rot ist ja heute deshalb so bitter, weil man bei der Szene nochmal klar sieht, wie wir am Mittwoch verarscht wurden. <a href="https://twitter.com/hashtag/FCBRBL?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#FCBRBL</a></p>
<p>— Schnudelhuber (@Schnudelhuber_8) <a href="https://twitter.com/Schnudelhuber_8/status/924330326557646848?ref_src=twsrc%5Etfw">October 28, 2017</a></p></blockquote>
<p><script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en">
<p dir="ltr" lang="de">Dem Wessi scheint der Puderzuckerarsch ja ganz schön auf Grundeis zu gehen! Das ist schon konspirativ vom <a href="https://twitter.com/DFB?ref_src=twsrc%5Etfw">@DFB</a> Frechheit! <a href="https://twitter.com/hashtag/FCBRBL?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#FCBRBL</a></p>
<p>— RonRBL<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/13.1.0/72x72/26bd.png" alt="⚽" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> (@RBLRon44) <a href="https://twitter.com/RBLRon44/status/924318112681472000?ref_src=twsrc%5Etfw">October 28, 2017</a></p></blockquote>
<p><script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>[Anmerkung: Wie wir aufgeklärt wurden, handelt es sich bei RonRBL um einen Satireaccount. Alles andere wäre auch wirklich nicht tragbar. 🙂 ]</p>
<p>So oder so wird nach kurzem Blick in die Timelines zu den Niederlagen gegen die Bayern deutlich, dass es um mehr geht als nur den sportlichen Wert und das Schimpfen über eine verpasste Chance. Man fühlt sich, nein, man wurde tatsächlich glatt vom System betrogen. Und man verlagert alle kreative Energie darin, diesbezüglich den Beweis zu führen. Eine unrühmliche Rolle spielt in diesem Zusammenhang auch der Ursymphat RR, der offenbar die größte Ungeduld von allen an den Tag legt. Sich endlich auf Augenhöhe mit der Benchmark des deutschen Fußballs wähnend, legte er bereits während des Zustandekommens der Pokalschlappe&nbsp;eine dilettantischen Unsouveränität an den Tag, die wieder nur eingangs und mit einem ordentlichen Schuss Zynismus lustig ist. Wer ruhig auf <a href="http://www.rp-online.de/sport/fussball/rb-leipzig/kolumne-gegenpressing-ralf-rangnick-erfindet-den-privaten-videobeweis-aid-1.7172267" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das verstörende Rumturnen mit gezückten Smartphone vor den gestressten Schiedsrichtern</a> schaut, begreift, welche innere Getriebenheit und Selbstüberzeugung als Triebfedern beim neuen Gold Nugget des Ostens wirken.</p>
<h4>Die LVZ haut mit auf die Kacke</h4>
<p>Aufgefangen wurden dieses Vorgänge und Stimmungslagen wie immer vom Leipziger Garanten für unabhängige Berichterstattung, der LVZ – die fleißig mit auf die Kacke hauten.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en">
<p dir="ltr" lang="de">Daaa iss das Ding! Nix als die nackte Wahrheit über RB, Gott und die Welt. Verlag Schwarzkopf&amp;Schwarzkopf<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/13.1.0/72x72/26bd.png" alt="⚽" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/13.1.0/72x72/26bd.png" alt="⚽" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />9,99 Eus <a href="https://t.co/WAnUDTlWRh">pic.twitter.com/WAnUDTlWRh</a></p>
<p>— Guido Schäfer (@schfer_g) <a href="https://twitter.com/schfer_g/status/923948751475093505?ref_src=twsrc%5Etfw">October 27, 2017</a></p></blockquote>
<p><script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>So prangte bereits am Tag nach der Pokalniederlage als typographisches Desaster auf der Titelseite der mittlerweile gänzlich distanzlosen LVZ &#8220;Leipzig kann trotzdem stolz sein&#8221;. Wo da noch der Bezug zum Fußball ist, möchte man fragen, und bringt die Äußerung dann aber schnell in Verbindung mit dem seit dem letzten Abend auf dem eigenen Handy tobenden Tweetstorm. Deutlich wird, dass es in den Augen der Zeitung offenbar nicht nur um das Duell zweier sportlich super aufgestellter Mannschaften und Vereine ging. Wer die ganze Stadt in Kollektivhaft nimmt und von &#8220;Stolz&#8221; schreibt, der hat nicht nur ein sportliches Ergebnis im Sinn, sondern adressiert eine nicht verwundene Kränkung, die das eigene Selbstbild betrifft. Nicht nur der Club hat verloren, sondern die ganze Stadt und Region, und wofür diese stehen, die&nbsp;<em>mentalità del est</em>. Und nun haut man sich trotzdem fleißig auf die Schulter und spinnt einfach weiter am Faden der neuen Siegermentalität und des &#8220;Jetzt holen wir uns, was uns zusteht!&#8221;.</p>
<p><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/LVZ_Titel_171026.png"><img loading="lazy" class="alignnone size-full wp-image-1211" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/LVZ_Titel_171026.png" alt="" width="945" height="879" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/LVZ_Titel_171026.png 945w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/LVZ_Titel_171026-300x279.png 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/LVZ_Titel_171026-768x714.png 768w" sizes="(max-width: 945px) 100vw, 945px" /></a></p>
<p>Doch damit nicht genug. Tags drauf war dann die gesamte Titelseite gefüllt mit #RBLFCB-content. Für die Auswärtigen zum Nachvollziehen: Titelbild, Aufmacher inklusive TED-Umfrage (&#8220;Hat der Schiedsrichter RB Leipzig benachteiligt?&#8221; &#8211; Ja/Nein), Leitartikel und Kommentar. Ungelogen!</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en">
<p dir="ltr" lang="de">Oh, das ist überraschend, <a href="https://twitter.com/LVZ?ref_src=twsrc%5Etfw">@LVZ</a>. <a href="https://twitter.com/hashtag/RBLFCB?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#RBLFCB</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/FCBRBL?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#FCBRBL</a> <a href="https://t.co/38ZxZR9Fre">pic.twitter.com/38ZxZR9Fre</a></p>
<p>— zwangsbeglueckt (@zwangsbeglueckt) <a href="https://twitter.com/zwangsbeglueckt/status/924015407207538690?ref_src=twsrc%5Etfw">October 27, 2017</a></p></blockquote>
<p><script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Den Vogel schoss dabei aber der inzwischen landesweit berüchtigte Guido Schäfer ab, der allen Ernstes im Zusammenhang von RB, die – man kann es nicht oft genug wiederholen – nur acht Jahre nach Gründung im ausverkauften Zentralstadion die Bayern am Rande der Niederlage haben, vom &#8220;benachteiligten Außenseiter&#8221; schrieb. Mehr Selbst-Beopferung geht nicht.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en">
<p dir="ltr" lang="de">&#8220;Von wegen Dosen und Plastikclub. Fleisch und Blut, Leidenschaft und Hingabe.&#8221; Launiger Leitartikel von <a href="https://twitter.com/schfer_g?ref_src=twsrc%5Etfw">@schfer_g</a> in der <a href="https://twitter.com/LVZ?ref_src=twsrc%5Etfw">@LVZ</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/rbl?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#rbl</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/RBLFCB?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#RBLFCB</a> <a href="https://t.co/txKMa7jLzS">pic.twitter.com/txKMa7jLzS</a></p>
<p>— Model Among (@Modelamong) <a href="https://twitter.com/Modelamong/status/923913181222899712?ref_src=twsrc%5Etfw">October 27, 2017</a></p></blockquote>
<p><script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<h4>RBL: Eine Melange aus Geltungsdrang und Selbstermächtigung</h4>
<p>Am Ende bleibt der unangenehme Eindruck, dass in und um RB Leipzig streberhafte Selbstüberzeugung und Ost-Opfermythos ein bedenkliches Hybrid hervorgebracht haben, das die Bedingungen des eigenen Bestehens ausblendet und den eigenen Erfolg als nur von dunklen Mächten und Verschwörungen aufzuhalten versteht.&nbsp; Im Zweifelsfall (bei Niederlagen) werden dann Schiedsrichterskandale aufgewärmt und Bilder einer Sportfunktinärskaste bemüht, die sich gegen RB stellen. Als würde man selbst nicht Teil dieses Establishments sein und von dessen Uminterpretationen des selbstgegebenen Regelwerks massiv profitieren.&nbsp;Um Fußball im engeren Sinne geht es dabei nicht mehr. Stattdessen sind aggressiver Geltungsdrang und Selbstermächtigung angesprochen. Fortsetzung, das steht zu befürchten, folgt.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Ab heute neu: &#8220;Im Osten geht die Sonne auf – TV&#8221;</title>
		<link>https://zwangsbeglueckt.de/2016/10/31/ab-heute-neu-im-osten-geht-die-sonne-auf-tv/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[chassot]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2016 09:20:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[filetiert]]></category>
		<category><![CDATA[ohne Zusätze]]></category>
		<category><![CDATA[Dauerwerbesendung]]></category>
		<category><![CDATA[Mateschitz]]></category>
		<category><![CDATA[Rangnick]]></category>
		<category><![CDATA[Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Schäfer]]></category>
		<category><![CDATA[Stratosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Thoelke]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>
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					<description><![CDATA[Für Dietrich Mateschitz war schon immer klar: Erst Servus-TV, dann den Rest der Fernsehwelt. Nachdem der kleine, feine Alpen-Sender mittlerweile klar auf Steuerbord-Kurs ist, soll es weiter Richtung Zone gehen. Schon lange hat der Osten nach richtigem Fernsehen gelechzt! Und ARD und ZDF hatten häufig genug ihre Chance. Über geheim bleibende Quellen ist uns exklusiv &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2016/10/31/ab-heute-neu-im-osten-geht-die-sonne-auf-tv/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Ab heute neu: &#8220;Im Osten geht die Sonne auf – TV&#8221;</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Für Dietrich Mateschitz war schon immer klar: Erst Servus-TV, dann den Rest der Fernsehwelt. Nachdem der kleine, feine Alpen-Sender mittlerweile klar auf <a href="http://www.vice.com/alps/read/servus-tv-der-heimatsender" target="_blank">Steuerbord</a>-Kurs ist, soll es weiter Richtung Zone gehen. Schon lange hat der Osten nach richtigem Fernsehen gelechzt! Und ARD und ZDF hatten häufig genug ihre Chance.</p>
<p>Über geheim bleibende Quellen ist uns exklusiv das einzigartige Überraschungs-Programm zugespielt worden, das der neue Sender „Im Osten geht die Sonne auf–TV“ plant. Überraschender Senderstart wird schon der 31. Oktober sein, aber wer eine ganze Welt neu bauen will, dem ist Martin Luther nur eines von vielen Vorbildern. Während der kohlenhydrataffine Reformator ja doch eher Arbeit und mühsame Bibel-Lektüre im Kopf hatte, steht beim neuen Sender aus dem Hause Mateschitz eines im Vordergrund: das Wohlgefühl. Schalten Sie ein! <em>(Hinweis: Empfangbar auch im Tal der Ahnungslosen)</em><span id="more-816"></span></p>
<p><strong>5.30 Uhr &#8211;</strong> <strong>Frühmorgenmagazin</strong>. Der frühe Vogel frisst die anderen Bundesligawürmer. Alleskönner Tim Thoelke hat am Feiertag extra sein leuchtend rotes Sakko übergestreift und freut sich, dass sein Langschäfer und Co-Moderator Guido pünktlich aus dem Metropolis eingetroffen ist. Beiden verleiht die Injektion Red Bull-Cola Flügel. Launig führen sie durch das frühmorgendliche Reformationsprogramm. „Reformation?“, unterbricht Studiogast Ralf Rangnick empört Tims Anmoderation, obwohl RB’s Universalgelehrter eigentlich erst in einer Viertelstunde seinen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=YdptfWFOLkQ">Auftritt an der Taktiktafel</a> haben sollte. „Revolution, meine Herren! Wir betreiben hier Revolution!“, belehrt er die eifrig nickenden Zaubertranklehrlinge. Selbstredend lehnt der <a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/2014/12/23/geschichtsprofessor-rangnick-katar-und-1936/" target="_blank">Honorargeschichtsprofessor</a> aus Backnang das ihm gereichte Reformationsbrötchen barsch ab.</p>
<figure id="attachment_821" aria-describedby="caption-attachment-821" style="width: 489px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Innenansicht_eines_europäischen_Shishalokals.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-821" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Innenansicht_eines_europäischen_Shishalokals-300x221.jpg" alt="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/ad/Innenansicht_eines_europ%C3%A4ischen_Shishalokals.jpg" width="489" height="360" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Innenansicht_eines_europäischen_Shishalokals-300x221.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Innenansicht_eines_europäischen_Shishalokals-768x565.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Innenansicht_eines_europäischen_Shishalokals-1024x753.jpg 1024w" sizes="(max-width: 489px) 100vw, 489px" /></a><figcaption id="caption-attachment-821" class="wp-caption-text">Foto: BlaBer To, CC BY-SA 3.0 DE</figcaption></figure>
<p><strong>9 Uhr &#8211; Bulls Eye.</strong> Highlights vom Elitesichtungstag aus der Bullenakademie. Die hoffnungsvollsten Talente von Red Bull New York, Red Bull Brasil, der bereits 2014 geschlossenen <a href="https://neuwal.com/2014/10/16/red-bull-ghana-eine-akademie-auf-verlorenem-boden-martin-kainz/">Akademie Red Bull Ghana</a> sowie vom FC Liefering und Red Bull Salzburg wollen sich am Cottaweg unter den strengen Augen der Jury für RB Leipzig empfehlen. Auf der Empore fachsimpeln Frieder, Ralph und Ralf, die drei Weisen aus dem Übermorgenland. In die konzentriert-weihrauchgeschwängerte Atmosphäre hinein befiehlt Ralf: „Mehr Daaampf!“ Vitaly Jahnelt und Idrissa Touré legen neue <a href="https://www.welt.de/sport/fussball/article158778237/Zwei-RB-Leipzig-Profis-aus-Nationalelf-geworfen.html" target="_blank">Shisha</a>-Kohlen auf.</p>
<p><strong>11.30 Uhr</strong> – <strong>Dauerwerbesendung</strong>. Raphael Honigstein (Red Bulletin) und Guido Schäfer (LVZ) lesen sich gegenseitig aus ihren pulitzerverdächtigen Texten vor. Ins „Haus des Buches“ am Gutenbergplatz verlieren sich vier Blogger von Zwangsbeglückt. „So genial, so wohlformuliert“, raunen die Neider.</p>
<p><strong>12.03 Uhr &#8211; Presseclub. </strong>RB’s eloquenter PR-Mann Florian Scholz, Sport Bild-Vize Jochen Coenen, LVZ-Chefreporter Guido Schäfer und der stets erschöpfend detailfreudig das gesamte Internet erforschende <a href="http://rotebrauseblogger.de" target="_blank">Rotebrauseblogger</a> blicken zufrieden auf die wohlwollende Berichterstattung der letzen Monate zurück. „Endlich angekommen!“, tätschelt Coenen seinem alten Springer-Spezi Scholz liebevoll dessen pomadigen Haarschopf. Der interessierte Zuschauer Felix Baumgärtner meldet sich umgehend bei <a href="https://www.facebook.com/FelixBaumgartner/posts/10154693609173804" target="_blank">Spacebook</a> zu Wort und jauchzt: „Hier ein Lehrbeispiel sachlicher und objektiver Berichterstattung! Es gibt ihn also noch &#8211; den Qualitätsjournalismus &#8211; das lässt uns hoffen. DANKE an den Wochenblick und euch ALLEN da draussen für eure aufrichtige Unterstützung! Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit sind unser höchstes Gut, verteidigen wir es gegen bezahlte und abhängige Systemmedien!“</p>
<p><strong>12.45 Uhr – Der Ur-Krostitzer Rasenballstammtisch (Fachzirkel). </strong>Live aus der urigen Leipziger Hauptbahnhofskneipe „Gleis 8“. Thema heute: <em>Zurück in die Zukunft – die Roten Bullen auch beim vorgestrigen SV Darmstadt nicht zu stoppen</em>. Wum Whoelke begrüßt die illustre Runde um LVZ-Cheffchenreporter Guido Schäfer, RB-Legende Perry Bräutigam sowie auf Augenhöhe MDR-Stehaufmännchen Ingo Hahne und KSC-Cheftrainer Thomas Oral. Besonderer Reiz am Revolutionstag: Wer die größte Summe in den Phrasenbullen blechen muss, bekommt ein originales Bulli-Kostüm frei Haus. Schäfer wirft mit Dollarnoten aus der Tabledancebar um sich und plaudert nebenbei wie damals schon zu RB-Zeiten Orals Privatadresse aus. Am Rasenballlo-Fon: Tino Vogel, Social Media: <a href="http://rotebrauseblogger.de" target="_blank">Matthias Kießling</a>, das Tresenklavier spielt: Sebastian Krumbiegel.</p>
<p><strong>14 Uhr – Wissen macht Aua! (Wissenschaftsmagazin, Folge 83) </strong>Diplom-Wahrsager Oliver Mintzlaff und Andreas Pinkwart, Rektor der Leipziger Handelshochschule, bringen ihrem wissbegierigen Publikum leicht verständlich all die mythenumwobenen Pläne aus RB’s unendlichem Entertainment-Universum näher. Diesmal nehmen uns die kühl-gewieften Fachmänner mit in Richtung Kursdorf/A14. Inmitten dieser idyllischen Flughafenlandschaft soll die auf mindestens 560.000 Jünger ausgelegte neue RB-Arena entstehen. „Wir wollen alle Leipziger mitnehmen“, ruft Mintzlaff enthusiastisch. Pinkwart wedelt dazu mit verheißungsvollen Gantt-Diagrammen. Die Meinungen der anwesenden Experten gehen auseinander. „Überlegt euch das lieber noch einmal“, beschwört Dr. Michael Kölmel. OBM Burkhard Jung dagegen raunt ganz von Sinnen: „Voooollbeschäftigung!“</p>
<p><strong>15 Uhr – Doctor’s Diary. </strong>Der DDR-Staatsplan 14.25-affine Laktatpapst <a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/2014/08/26/schlussstrich-statt-verantwortung/">Bernd Pansold</a> kommt extra aus dem hauseigenen Leistungsdiagnostikzentrum Thalgau eingeflogen, um Davie, Kyriakos und Rani effiziente Wege und Mittel weg von ihrem Bankdrückerdasein aufzuzeigen. Als Athletiktrainerin geladen: Heike Drechsler. Sendung mit freundlicher Unterstützung von Jenapharm.</p>
<figure id="attachment_822" aria-describedby="caption-attachment-822" style="width: 458px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Bundesarchiv_Bild_183-1986-0629-011_Heike_Drechsler_Silke_Gladisch_Sabine_Rieger.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-822" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Bundesarchiv_Bild_183-1986-0629-011_Heike_Drechsler_Silke_Gladisch_Sabine_Rieger-300x213.jpg" alt="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/26/Bundesarchiv_Bild_183-1986-0629-011%2C_Heike_Drechsler%2C_Silke_Gladisch%2C_Sabine_Rieger.jpg" width="458" height="325" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Bundesarchiv_Bild_183-1986-0629-011_Heike_Drechsler_Silke_Gladisch_Sabine_Rieger-300x213.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Bundesarchiv_Bild_183-1986-0629-011_Heike_Drechsler_Silke_Gladisch_Sabine_Rieger-768x545.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Bundesarchiv_Bild_183-1986-0629-011_Heike_Drechsler_Silke_Gladisch_Sabine_Rieger.jpg 800w" sizes="(max-width: 458px) 100vw, 458px" /></a><figcaption id="caption-attachment-822" class="wp-caption-text">Foto: Wolfgang Kluge, CC BY-SA 3.0 DE</figcaption></figure>
<p><strong>15.45 Uhr – Jungbullenclub.</strong> Ingo Hertzsch prämiert die schönsten Exemplare der in den letzten acht Tagen eingegangenen Bulli-Malvorlagen. Alle teilnehmenden RB-Steppkes dürfen sich über ermäßigte Eintrittskarten für das anstehende Familienereignis am nächsten Sonntag gegen den FSV Mainz 05 freuen. Besonders die strahlenden Augen des kleinen Guido rühren Hertzsch: „Ich hab’ ganz lang’ in Mainz gewohnt, da schlagen zwei Herzen in meiner Brust!“</p>
<p><strong>16.15 Uhr &#8211; Süffisant (Gesellschaftsmagazin mit Griseldis Wenner).</strong> Themen u.a. Nachbarschaftsstreit im Luxusquartier? Mutterkreuzträgerin Frauke Petry wundert sich, dass immer mehr fremdländisch aussehende RB-Profis ins großbürgerliche Musikerviertel ziehen. „Wie kann ich meine Kleinen da noch auf den Spielplatz lassen?“ Süffisant holt sie sich Rat bei Dackelliebhaber Alexander Gauland.</p>
<p><figure id="attachment_823" aria-describedby="caption-attachment-823" style="width: 488px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Carl_Reichert_Zwei_Dackel_mit_Arznei.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-823" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Carl_Reichert_Zwei_Dackel_mit_Arznei-300x238.jpg" alt="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/be/Carl_Reichert_Zwei_Dackel_mit_Arznei.jpg" width="488" height="387" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Carl_Reichert_Zwei_Dackel_mit_Arznei-300x238.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Carl_Reichert_Zwei_Dackel_mit_Arznei-768x609.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Carl_Reichert_Zwei_Dackel_mit_Arznei-1024x812.jpg 1024w" sizes="(max-width: 488px) 100vw, 488px" /></a><figcaption id="caption-attachment-823" class="wp-caption-text">Foto: Carl Reichert [Public domain], Wikimedia Commons</figcaption></figure><strong>16.45 Uhr – Teenager in Not (Doku-Reihe, Dtl., 2016)</strong> Kunstlehrer Michael Fischer-Art will Vitaly und Idrissa, zwei jüngst auf die schiefe Bahn geratene Jugendliche, mit einem Malkurs Schritt für Schritt wieder an die Tücken des Alltags als Jungprofi heranführen. „Wir wollen ab jetzt immer artig sein“, geloben die beiden ihrem immer noch enttäuschten Bewährungshelfer Ralf.<br />
„Sowas kommt von sowas!!! #Deutschland2016 #DankeRangnick“, empört sich @FraukePetry</p>
<p><strong>17.15 Uhr Familienduell – (Gameshow, 2016). </strong><a href="https://www.youtube.com/watch?v=KOHTR3t49ts" target="_blank">Werner Schulze-Thoelke</a> hat die einst so beliebte Unterhaltung für die ganze Familie wiederbelebt. Zum Neustart stehen sich der RB-Aufsichtsrat und alle stimmberechtigten Mitglieder gegenüber: „Wir haben 100 Leipziger gefragt, wonach hat die Heldenstadt in den letzten 22 Jahren wirklich am meisten gelechzt?“</p>
<p><strong>17.40 Uhr &#8211; Fuschl am See (Telenovela, Folge 6278, AUT 2016).</strong> Wie aus heiterem Himmel fällt ein unbekanntes Lebewesen im Raumanzug auf das Grundstück des alternden Dietrich. Die gesamte Lagergarage seines mittelständischen Getränkehandels liegt in Schutt und Asche. Bruchpilot F.B. „will eigentlich nur nach Hause telefonieren“. Der großzügige Dietrich jedoch nimmt ihn als ersten Verkäufer im Laden auf. Aber übernimmt die Versicherung auch die Unfallschäden?</p>
<p><strong>18.05 Uhr – Hebebühnen ins Glück (GER/AUT 2009, Wdh.).</strong> In der Firma läuft’s schlecht und Holger weiß nicht mehr recht weiter mit seinem in der Oberliga dümpelnden Leipziger Vorortklub. Eines Tages landet ein Raumschiff in seinem Vorgarten. Starbesetztes Liebesdrama u.a. mit: Armin Rohde (Holger Nussbaum), Heino Ferch (Andreas Sadlo), Peter Sodann (Dietrich Mateschitz) und Anna Loos (Guido Schäfer).</p>
<p><strong>19.35 Uhr &#8211; Bullenweltspiegel.</strong> Angst in Österreich: Eine vom prominenten Freiheitskämpfer Felix Baumgärtner angeführte Bürgerwehr in Gruselbullenmasken terrorisiert zunehmend Betriebsräte und Systemmedienvertreter im Salzburger Land; außerdem: „Alles Dünnschiss“, Leipziger Noch-Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla warnt vor zukünftigen Champions-League-Spielen in der Türkei. Moderation: René Kindermann.</p>
<p><strong>20 Uhr – Rasenbericht Leipzig.</strong> <a href="http://public-rbl.redbulls.com/feeds/videodetail.html?videoid=75dee7e5-c188-40cf-8379-6cae042a7a6f">Terence Boyd und Davie Selke</a> führen beschwingt durch die wichtigsten Nachrichten aus der fast Heilen Welt. U.a. „Zufriedene Gesichter nach Darmstadt“, „Rummenigges Furcht vor dem besten Aufsteiger aller Zeiten“ und „Vorfreude auf Heimspiel gegen Mainz“. Hören sie außerdem zu den an der Grenze geführten Zweikämpfen des ungarischen Nationalspielers in Darmstädter Diensten Laszlo Kleinheisler einen Kommentar von Willi Orban (SWR).</p>
<p><strong>20.15 Uhr Eine Dose Buntes (Unterhaltungs-Show für Operettenpublikum).</strong> Eigentlich war Wolfgang Lippert („Ich bin schon seit meiner Jugend Fan von Lümo!“) für eine Neu-Auflage von „Wetten dass&#8230;“ eingekauft worden, doch nach einem kurzen Rechtsstreit war klar: Das genehmigt kein Gericht dieser Welt. Aber auch der Osten hatte seinen Spaß! Nonchalant führt Gastgeber Lippi durch die wunderbare Welt Sachsens und Salzburgs („Die besten Baumärkte der Region“) und wird dabei unterstützt von Mireille Mathieu, Katja Ebstein und anderen internationalen Gästen. Stargast des Abends: Karsten Speck, der auf die Einführung des 1-Megabit-Chips („Unser Blue Chip“, E. Honecker) in der DDR zurückblickt.</p>
<figure id="attachment_819" aria-describedby="caption-attachment-819" style="width: 564px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Danyel_Abb6.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-819" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Danyel_Abb6-300x214.jpg" alt="Bundesarchiv, Bild 183-1987-0704-077, Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst – Zentralbild, Foto: Thomas Uhlemann; Wikimedia Commons, Bundesarchiv Bild 183-1987-0704-077, Berlin, 750-Jahr-Feier, Festumzug, Computer, CC BY-SA 3.0 DE" width="564" height="402" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Danyel_Abb6-300x214.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/Danyel_Abb6.jpg 450w" sizes="(max-width: 564px) 100vw, 564px" /></a><figcaption id="caption-attachment-819" class="wp-caption-text">Foto: Thomas Uhlemann, CC BY-SA 3.0 DE</figcaption></figure>
<p><strong>21.45 Uhr – Das philosophische Quartett.</strong> Mit Ralph Hasenhüttl, Ralf Rangnick, Thomas Tuchel und Markus Gisdol vom Cottaweg, dem Kreissaal des modernen Fußballs und zukünftigen Champions-League-Siegers. „Pressen, Ralph, du musst pressen!!!“, weissagt Ralf.</p>
<p><strong>23 Uhr &#8211; City of Mob, die dunklen Jahre des Leipziger Fußballs.</strong> Erschütternde Doku (FSK 18!!!) über die Leipziger Fußballklubs nach der Wende. Anschließende Podiumsdiskussion mit Klaus Reichenbach, Bernd Merbitz, Steffen Kubald, Dr. Michael Kölmel und Eduard Geyer. Moderation: Winfried Wächter und Hartwig Hochstein.</p>
<p><strong>0 Uhr &#8211; Talk mit mindestens einem im Turm.</strong> Live aus dem Glockenturm des ehemaligen Leipziger Zentralstadions. Dirk Dhoelke trifft Lachshäppchenreporter Guido Schäfer und den verstoßenen RB-Pionier Hans-Georg Felder. Die kernige Schlüsselthese des Abends von Hobbyjurist Schäfer: „50+1 akzeptiere ich nur in der Vodkaria!“</p>
<p><strong>0.45 Uhr – Die kurze RB-Pokernacht (Aufzeichnung aus dem Residenzschloss im thüringischen Altenburg)</strong>. Am Tisch u.a. die Skatstadtbullen und Investigativzocker Guido Schäfer („Mit ner Anna Kurnikova auf der Hand geh’ ich immer all-in“). Dealer: Schell-Lusche Thoelke.</p>
<p><strong>1.45 Uhr &#8211; HIStory! (Geschichtssendung, Folge 74). </strong>Seht unseren RBL noch einmal in voller Länge beim TSV Havelse (21. Spieltag, Regionalliga 2011/12, 26. Februar 2012). Dank Daniel Frahns Elfmetertor in der 90. verdienten wir uns ein 1:1 im hohen Norden. LVZ-Archivar Eberhard Schmiedel und Ex-Trainer Peter Pacult blicken galgenhumorig zurück. Ein Leckerbissen für RBL-Puristen!</p>
<p><strong>3.33 Uhr &#8211; Space Night (Unscripted Reality, Stratosphäre 2013, Wdh.). </strong>Nach jahrelanger Forschungsarbeit und Vorbereitung wagt Extremsportler Felix Baumgärtner die Ballonfahrt fast bis zum Mond. Nur mit einem Aluhut geschützt will er den freien Fall durch alle Chemtrailwolken zurück auf den Mutterplaneten überleben. <em>Hinweis:</em> Systemmedienvertreter erhalten für die Sondervorführung im Hangar 7 keine Akkreditierung!</p>
<p><strong>Ab 6.45 Uhr &#8211; Testbild mit Champions-League-Pokal.</strong> Uwe aus Dresden beteuert: „Ich gucke bis zum Schluss!“</p>
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		<title>Demnächst &#8220;Das Buch Dieter&#8221;?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[chassot]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2015 13:13:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[konzernintern]]></category>
		<category><![CDATA[benevento]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
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		<category><![CDATA[Verlag]]></category>
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					<description><![CDATA[Red Bull macht jetzt auch Bücher! Was sich wie ein schlechter Witz liest, ist tatsächlich wahr. Zuletzt erschienen einige Artikel über Benevento Publishing, das Red Bull-eigene Verlagshaus. Interessant fanden wir daran nicht, dass Mateschitz jetzt noch ein neues Geschäftsfeld aufmacht, auch nicht den Umstand, dass es sich dabei um ein recht altbackenes Gebiet im Vergleich &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2015/10/11/demnaechst-das-buch-dieter/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Demnächst &#8220;Das Buch Dieter&#8221;?</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Red Bull macht jetzt auch Bücher! Was sich wie ein schlechter Witz liest, ist tatsächlich wahr. Zuletzt erschienen einige <a href="http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article137595381/Von-RB-Salzburg-ueber-RB-Leipzig-zu-RB-Benevento.html" target="_blank">Artikel</a> über Benevento Publishing, das Red Bull-eigene Verlagshaus. Interessant fanden wir daran nicht, dass Mateschitz jetzt noch ein neues Geschäftsfeld aufmacht, auch nicht den Umstand, dass es sich dabei um ein recht altbackenes Gebiet im Vergleich zu Hochleistungsmotoren und solchen Kram handelt. Viel auffallender sind die Ähnlichkeiten zum Engagement im Fußball.</p>
<p><span id="more-606"></span></p>
<p>Man versteht nach einer Weile das ganze Projekt RB noch etwas besser und sieht teilweise überraschende Parallelen. Das ist an sich schon überraschend, schaffte es doch Andreas Beck mal zu einiger Berühmtheit, weil er als einer der sehr wenigen Fußballprofis galt, die überhaupt ein Buch zu Hand nahmen.</p>
<h2>Spannung und Erleuchtung</h2>
<p>Um Bücher kümmert man sich bei Red Bull unter dem Namen „<a href="http://www.beneventopublishing.com" target="_blank">Benevento Publishing</a>“. Benevento Publishing vereint vier Verlage: Ecowin, Pantauro, Servus und Benevento. Bei <a href="http://ecowin.at" target="_blank">ecowin</a> erscheinen vor allem Sachbücher von „spannenden Autoren, die zu spannenden Themen und Entwicklungen unserer Welt einen Beitrag leisten“. Konkret sind das Bücher zur ewig jungen Frage, ob wir allein sind im Universum, oder einem sich enthüllend gebenden Skandalisierungsbuch zur Alfred-Nobel-Stiftung. <a href="http://www.pantauro.com" target="_blank">Pantauro</a> ist der Verlag für die „vielfältigen Lebenswelten von Red Bull“, praktisch der gedruckte Sprung aus dem All und der ganze andere fancy stuff, den Mateschitz’ Jünger so treiben. Wie süß: Auch die „besten Papierflieger der Welt“ kann man hier – nach dem Kauf des Buches – nachbauen. Doch auch das ist natürlich nur Teil eines großen Wettbewerbs, wer den längsten Flug hinbekommt. Der Servus-Verlag ist wiederum das Pendant zu Servus-TV, womit man auch über die Inhalte schon Bescheid weiß, inklusive „modernem Heimat-Begriff“ natürlich.</p>
<figure id="attachment_612" aria-describedby="caption-attachment-612" style="width: 460px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/10/4791762034_8076835308_o.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-612" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/10/4791762034_8076835308_o.jpg?w=300" alt="4791762034_8076835308_o" width="460" height="310" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/10/4791762034_8076835308_o.jpg 1024w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/10/4791762034_8076835308_o-300x202.jpg 300w" sizes="(max-width: 460px) 100vw, 460px" /></a><figcaption id="caption-attachment-612" class="wp-caption-text"><em>Bild: Jerrott Bennett, dog in bookshop, 2010</em>, <a href="https://www.flickr.com/photos/jerrold/4791762034/in/photolist-8ir2UN-qc4adY-7wAorN-7wwz6c-xYh26f-dGEmTo-o1BvWT-8L3R6M-cpBWdb-wyYvJj-4tZJ8w-dWyBk7-4qV7oU-7oGnuq-dtWWL1-4zptia-a1XoxF-qByWV7-4ZgDvJ-nJ7Vni-4ZgHY9-oopAsq-d8NRN1-34YbMF-5UVzum-o5W5Jv-4MwGJX-4oDD6Q-bLzoZe-rttQHE-hyY6NN-aeNQ3N-aeNQ3h-49gB75-edtKVM-voz6Gv-xhexMc-edzoPf-24uSL5-9jiiVG-aeNQ3C-4Exyqd-9vCmhL-4ExSPV-4otfhH-4sVcH6-4sZgiA-5e62gX-4j3Qth-4j3QjS/" target="_blank">flickr, </a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" target="_blank">CC BY-NC-ND 2.0</a></figcaption></figure>
<p><a href="http://www.beneventobooks.com" target="_blank">Benevento</a> schließlich ist der Verlag, über den zuletzt am meisten geschrieben wurde und der am ehesten als künftig einflussreicher player auf dem Buchmarkt angesehen wird. Zuletzt wurde dort mit großem Erfolg „Der Appell des Dalai Lama an die Welt“ veröffentlich. Das Buch ist von Franz Alt verlegt, der noch vor kurzem meinte, mit Schilfgras die Welt zu retten, nun aber offensichtlich auf Taurin umgeschwenkt ist. Im Buch selbst sagt der Dalai Lama, was der Dalai Lama eben so sagt, aber an etlichen Stellen sieht man auch den Gebieter eifrig nicken. Etwa hier: „Für eine weltweite säkulare Ethik bedarf es freilich noch weltweiter Forschung. Darüber bin ich mir mit vielen Wissenschaftlern einig, vor allem mit Hirnforschern, Neuropsychologen und Pädagogen. Die moderne neurobiologische Forschung legt nahe, dass sich altruistisches und weniger egoistisches Verhalten für  a l l e  lohnt“ (S. 33). Denn was sonst als altruistisch ist denn beispielsweise die Erfindung von RB in Leipzig! Aber nun, auch der Dalai Lama will niemanden zwangsbeglücken. Wer es nicht versteht, soll eben zu Hause bleiben. Oder in seinem Worten: „Glück hängt also nicht vom Zufall ab, sondern ist eine Fähigkeit, die jeder Mensch in sich trägt. Jede und jeder kann glücklich sein oder werden“ (S. 34).</p>
<h2>Ein ganz normaler Verlag</h2>
<p>Was verbindet bei Red Bull nun Bücher und Fußball? Erstens, und das ist bei <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/marketing-was-unterscheidet-werbung-und-kunst-13728869.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2" target="_blank">Andreas Bernard</a> in der FAS sehr schön beschrieben, sind beides Bemühungen um Contentmarketing. Red Bull schafft sich hier ein eigenes Umfeld, in dem ganz selbstverständlich und gar nicht unbedingt offen geworben wird – für Red Bull. Im Feld der Verlage werden Bücher, Zeitschriften und ähnliches hergestellt, in denen dann von Ereignissen berichtet wird, die wiederum selbst von Red Bull erfunden oder mindestens schwer finanziert werden. Beim Fußball läuft es insofern gleich, als mit RBL ein Klub geschaffen wurde, der im Feld platziert wird und dort als „ganz normaler Verein“ mitmacht. In erster und letzter Instanz hat das natürlich Marketingzwecke, aber die verschränken sich derart mit dem content, dass sie nicht mehr auffallen, so aber umso effektiver sein können. Journalisten wie <a href="https://twitter.com/dirk_adam" target="_blank">Dirk Adam</a>, die „Kurzer Termin bei Red Bull &amp; Gespräch mit Ralf Rangnick. Toll, was man mit Brause-Millionen alles so machen kann ;-)“ twittern, garniert mit Fotos vom neuen Trainingszentrum mit Riesenlogo, sind mittendrin im contentmarketing und genau das, was der Gebieter haben will.</p>
<p>Zweitens fallen in beiden Feldern die Erzählungen von Freiheit auf. Sowohl die Programmchefin bei benevento, also auch die RB-Leitung werden ja nicht müde, auf ihre Unabhängigkeit und ihre eigenen Verantwortlichkeiten hinzuweisen. Bei Ecowin heißt das etwa: „Die Vielfalt der Meinungen sowie der Diskurs unter den Autoren und innerhalb des Verlags sind uns viel wichtiger als das Vertreten nur einer Denkweise.“ Red Bull, Mateschitz und die Konzernzentrale spielen irgendwie gar keine Rolle. Bei RB geht’s nur um den Sport und sowieso ist man ein ganz normaler Verein, beim Verlag ist das ähnlich. Das eigene Tun wird als eines verkauft, das nur auf Fußball konzentriert oder literaturspezifisch ausgerichtet ist. Doch dabei ähneln sich die Redeweisen frappant: „Über Grenzen hinaus zu denken und zu handeln, intelligenten, niveauvollen Content zu schaffen, der inspiriert und fasziniert. […] Für mich ergibt sich daraus der Anspruch, mit Talenten zu arbeiten und sie zu fragen, was sie vorhaben, was ich für sie tun kann.“ Das könnte so auch von Rangnick stammen, kommt aber von der benevento-Programmchefin <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/red-bulls-belletristik-verlag-benevento-13463819.html" target="_blank">Schmitz</a>, die – noch so eine Parallele – auch vorher bei namhafteren Verlagen arbeitete und dann als Expertin eingekauft wurde.</p>
<h2>Visionen und Realität</h2>
<p>Drittens schließlich, und jetzt wird es profan, geht es am Ende ums Geld, bei den Verlagen wie beim Fußball. Das wird nicht verschwiegen, und das ist auch der Witz am Content-Marketing. Es soll beim Verkaufen helfen, und am besten wäre es natürlich, wenn die Marketing-Instrumente gleich selbst Geld einbringen. So werden die Verlage bei benevento publishing auf Dauer nicht defizitär bleiben können, und auch RBL soll über kurz oder lang wenigstens halbwegs etwas einspielen. Nochmal die Programmchefin: „Benevento hat eine langfristige Vision und als Unternehmen den Auftrag, mehr Geld zu verdienen als auszugeben.“</p>
<p>Wer mag, kann sich bei diesen Worten ja Ralle Rangnick vor seinem Nachwuchszentrum vorstellen. Vermutlich wird er dort dann auch in zehn Jahren seine Memoiren vorstellen, in denen er von den schweren Anfängen parliert, aber weiterhin auch viel von Visionen und Erfolg und Anstrengung und dem Nutzen für die Region. Erscheinen wird das natürlich bei benevento, denn damit wäre es das perfekte Buch für den Verlagschef <a href="http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/kultur/sn/artikel/red-bull-steigt-in-das-buchgeschaeft-ein-55282/" target="_blank">Steiner</a>: „Es wird vielleicht einzelne Belletristik-Titel geben“, sagt er, „aber nur, wenn die Fiktion reale Hintergründe hat. Für uns ist immer wichtig, dass eine wirkliche Begebenheit am Anfang der Erzählung steht.“</p>
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		<title>Die Rote Revolution</title>
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		<dc:creator><![CDATA[chassot]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2015 12:17:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In der Geschichte kennt sich Ralle Rangnick ja ganz hervorragend aus. Das bewies er schon, als er sich und anderen die Situation die Katar schönredete und dabei gleich mehrere Jahrzehnte Sport- und Politikgeschichte miteinander verband. Nun ein neuerlicher großer historischer Wurf. Von der Süddeutschen (Freitagsausgabe, 24.07.2015) auf den etwaigen Aufstieg von RB in die Erste Liga &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2015/07/27/die-rote-revolution/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Die Rote Revolution</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Geschichte kennt sich Ralle Rangnick ja ganz hervorragend aus. Das bewies er schon, als er sich und anderen die Situation die <a href="https://zwangsbeglueckt.wordpress.com/2014/12/23/geschichtsprofessor-rangnick-katar-und-1936/" target="_blank">Katar</a> schönredete und dabei gleich mehrere Jahrzehnte Sport- und Politikgeschichte miteinander verband. Nun ein neuerlicher großer historischer Wurf. Von der Süddeutschen (Freitagsausgabe, 24.07.2015) auf den etwaigen Aufstieg von RB in die Erste Liga angesprochen, wollte der Seher Rangnick zwar kein konkretes Datum nennen, prognostizierte aber: „Irgendwann kommt der Tag, an dem in Leipzig so viele Menschen auf dem Marktplatz feiern werden wie seit der Wende nicht mehr.“</p>
<p>Genau gesehen ist das natürlich kompletter Quark. Wenn Rangnick mit dem schönen Wort „Wende“ den Herbst 89 meint, dann ist es nämlich ein leichtes Spiel, mehr Leute auf dem Markt zusammenzutreiben als seinerzeit. Die Demonstrationen fanden auf dem Augustusplatz und Ring statt; auf dem Markt sammelte allenfalls die Polizei ihre Truppen.</p>
<figure id="attachment_581" aria-describedby="caption-attachment-581" style="width: 570px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/07/bundesarchiv_bild_183-1987-0704-047_berlin_750-jahr-feier_festumzug_22karl_liebknecht22.jpg"><img loading="lazy" class="size-full wp-image-581" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/07/bundesarchiv_bild_183-1987-0704-047_berlin_750-jahr-feier_festumzug_22karl_liebknecht22.jpg" alt="ADN-ZB Oberst 4.7.87 Berlin: Jubiläum-Festumzug. Innerhalb des großen Festumzuges durch das Stadtzentrum anläßlich des 750jährigen Stadtjubiläums wurde die Szene dargestellt, in der Karl Liebknecht am 9. November 1918 vom Balkon des Schlosses die sozialistische deutsche Republik ausgerufen hatte." width="570" height="800" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/07/bundesarchiv_bild_183-1987-0704-047_berlin_750-jahr-feier_festumzug_22karl_liebknecht22.jpg 570w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/07/bundesarchiv_bild_183-1987-0704-047_berlin_750-jahr-feier_festumzug_22karl_liebknecht22-214x300.jpg 214w" sizes="(max-width: 570px) 100vw, 570px" /></a><figcaption id="caption-attachment-581" class="wp-caption-text">ADN-ZB Oberst 4.7.87 Berlin: Jubiläum-Festumzug. Innerhalb des großen Festumzuges durch das Stadtzentrum anläßlich des 750jährigen Stadtjubiläums wurde die Szene dargestellt, in der Karl Liebknecht am 9. November 1918 vom Balkon des Schlosses die sozialistische deutsche Republik ausgerufen hatte.</figcaption></figure>
<p>Solch ein Fauxpas verwundert, ist doch RB ein in der Stadt und Region langjährig verwurzelter Verein mit jeder Menge lokaler Expertise. Aber klar, bei all den Visionen kann einem das schon mal verrutschen. Denn was für Aussichten: Ralle ruft die Rote Republik aus! Vom Rathausbalkon! Dosen für alle! Inklusive Begrüßungsschluck für jeden Neuzugang! Das kann nur ganz nach dem Gusto des Gebieters sein: RB als das geilste Ding seit der Einführung der D-Mark. Die Rote Revolution (vulgo: RR) wischt alles beiseite, was bis dahin noch Bestand hatte; Politik war gestern, heute wird gefeiert. Hier wird Post-Demokratie ganz neu interpretiert.</p>
<p>Warten wir es aber mal ab. Große Feiern hatten schon ganz andere geplant. Das Politbüro in Fuschl am See hat zwar den Generalsekretär Rangnick mit allen Befugnissen ausgestattet, die Feierlichkeiten in die Wege zu leiten, doch Unwägbarkeiten sind da nie ausgeschlossen. Doch auch hier bieten sich andere historische Verweise an. Denn wie sagte schon der weitsichtige Honecker: „<a href="https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA" target="_blank">Den roten Fußball in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf!</a>“.</p>
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		<title>RB Leipzig – Der feuchte Traum der Spätkapitalisten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[zunull]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2015 14:52:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Viel Bewegung derzeit beim nimmermüden Leipziger Wunschverein RB Leipzig. Pünktlich zum (den eigenen Ansprüchen hinterher hinkenden) Saisonabschluss wird  der Geldhahn wieder weit aufgerissen und Millionen Euros in den Orkus gejagt. Eine neue Mannschaft kommt, die alten Versager müssen gehen und werden verscherbelt. Dass man bei RB nicht zimperlich mit den eigenen Bediensteten umgeht und von kontinuierlicher Kaderbildung &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2015/06/15/rb-leipzig-der-feuchte-traum-der-spatkapitalisten/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">RB Leipzig – Der feuchte Traum der Spätkapitalisten</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Viel Bewegung derzeit beim nimmermüden Leipziger Wunschverein RB Leipzig. Pünktlich zum (den eigenen Ansprüchen hinterher hinkenden) Saisonabschluss wird  der Geldhahn wieder weit aufgerissen und Millionen Euros in den Orkus gejagt. Eine neue Mannschaft kommt, <a title="Großer Umbruch bei RB" href="http://www.lvz.de/Sport/RB-Leipzig/News/RB-Leipzig-beginnt-mit-grossem-Umbruch-Trainerfrage-Mitte-Juni-geklaert" target="_blank">die alten Versager müssen gehen und werden verscherbelt</a>. Dass man bei RB nicht zimperlich mit den eigenen Bediensteten umgeht und von kontinuierlicher Kaderbildung scheinbar wenig hält, kennt man ja schon aus den Jahren zuvor. Entsprachen Saisonergebnisse nicht dem Plan (eigentlich immer), mussten immer gleich die großen Würfe, die spektakulären Verpflichtungen, die übergroßen Testspielgegner her. Klar, das viele Geld und das Corporate Image verpflichten.<span id="more-518"></span></p>
<p>Immerhin lebt man davon, das Spektakel, die Unterhaltung bieten zu <del>wollen</del> müssen. Zaghaft mit einer eingeschworenen Truppe, die es selbst nicht fassen kann, in die 1. Liga stolpern, um sich dort augsburgmäßig langsam aber sicher zu etablieren? Wie <del>langweilig</del> traditionalistisch. Das verträgt die Botschaft nicht, die man vermitteln will. Die zwei Bullen sollen das Tor zur erstklassigen Fußballbühne in einem großen Akt scheppernd aufschlagen und dabei auch gleich das etablierte Geschäft aufmischen. Die anderen sowie sich selbst ständig übertrumpfen und sich gleichzeitig als unorthodox gerieren – diesem feuchten Traum, der in Fuschl am See jede Nacht mehrmals geträumt wird, sollen die aufgaloppierenden Jungfußballer mittels ihres Spielstils jedes Wochenende aufs Neue eine möglichst gute Vorlage liefern.</p>
<figure id="attachment_538" aria-describedby="caption-attachment-538" style="width: 710px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/06/14184610136_42fcfa67ba_o.jpg"><img loading="lazy" class="  wp-image-538" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/06/14184610136_42fcfa67ba_o.jpg?w=300" alt="Zwei_Ochsen" width="710" height="431" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/06/14184610136_42fcfa67ba_o.jpg 3648w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/06/14184610136_42fcfa67ba_o-300x182.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/06/14184610136_42fcfa67ba_o-1024x621.jpg 1024w" sizes="(max-width: 710px) 100vw, 710px" /></a><figcaption id="caption-attachment-538" class="wp-caption-text">foto: R~P~M | flickr</figcaption></figure>
<h2><strong>Ständig in Bewegung</strong></h2>
<p>Aus dieser Tatsache und daraus, dass Fußball (glücklicherweise) offenbar doch nicht in Gänze planbar ist, resultiert, dass RB Leipzig sich ständig neu erfinden muss. In die Konzernkommunikation passt nun mal nur das ständige Nach-Vorn-Preschen, weshalb auch andauernd &#8220;Althergebrachtes&#8221; verworfen oder attackiert werden muss. Ohne Not wird so eine <a href="http://www.spox.com/de/sport/fussball/zweiteliga/1503/News/rb-leipzig-neue-arena-planung.html" target="_blank">Diskussion über ein neues Stadion</a> an der Autobahn (wie schön dort!) vom Zaun gebrochen, ein Trainingszentrum hochgezogen, <a href="http://www.bild.de/regional/leipzig/rb-leipzig/greift-nach-naechstem-grundstueck-40495724.bild.html" target="_blank">das noch bevor es überhaupt fertig ist, einer dringenden Erweiterung bedarf</a>, oder offen der DFL gedroht, das Investment aus dem deutschen Fußball zurück zu ziehen, falls man im Logo nicht für die eigenen Dosen werben darf. <a href="http://www.welt.de/sport/fussball/article127772305/Mateschitz-nach-Attacke-gegen-RB-Leipzig-geschockt.html" target="_blank">&#8220;Zwangsbeglücken&#8221; </a>wolle man niemanden – macht man aber trotzdem. Lokalpresse und -publikum halten in Anbetracht diese Macher-und-Potenz-Gebarens bekanntermaßen nur klatschend Maulaffen feil.</p>
<p>Aus diesem Zwang des Sich-Neu-Erfindens resultiert auch, dass man bei RB mit Fußballern umgeht wie eine Durchlauferhitzer mit Wasser. Auf Mannschaftsebene schlägt sich das Innovationsprinzip so nieder, dass mittlerweile fast halbjährlich die 1. Profimannschaft nonchalant und radikal im Handstreich generalüberholt wird. Mit selbstverständlicher Geste werden Millionenbeträge in Bewegung gesetzt, dort gehen fünf, dort kommen sechs. Was bei denen, die – vulgo – &#8220;ihre Chance hatten&#8221; (Lok &amp; Chemie), noch als unseriös und provinziell getadelt wurde, gilt im Zusammenhang mit RB als voll profimäßig und strategisch geboten – bis ein Jahr später wieder die nächsten kommen.</p>
<figure id="attachment_541" aria-describedby="caption-attachment-541" style="width: 3499px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/06/16823573109_581d81582e_o.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-541 size-full" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/06/16823573109_581d81582e_o.jpg" alt="Mesa, Arizona (2015)" width="3499" height="893" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/06/16823573109_581d81582e_o.jpg 3499w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/06/16823573109_581d81582e_o-300x77.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/06/16823573109_581d81582e_o-1024x261.jpg 1024w" sizes="(max-width: 3499px) 100vw, 3499px" /></a><figcaption id="caption-attachment-541" class="wp-caption-text">foto: Mark Abercrombie | flickr</figcaption></figure>
<p><a href="http://www.transfermarkt.de/rasenballsport-leipzig/kader/verein/23826/saison_id/2014/plus/1" target="_blank">Zur Erinnerung</a>: Erst im Winter sammelte RR in seinem Shopping Cart die Sportfreunde Damari (7 Mio) und Forsberg (3,7 Mio) ein. Darüber hinaus wurden Rodnei und Reyna kurzerhand von Salzburg nach Leipzig delegiert. Keine sechs Monate zuvor wurden Boyd (2 Mio), Kalmar (1 Mio), Klosterman (1 Mio), Rebic (600 Tsd), Compper (550 Tsd), Khedira (500 Tsd), Demme (350 Tsd), Hierländer (Salzburg), Strauß (U19) und Teigl (Salzburg) den 2013er Anschaffungen Poulsen (1,3 Mio), Kimmich (500 Tsd) und Jung (ablösefrei) und an die Seite gestellt.</p>
<p>Das der sich hier schon andeutende Steigerungstrend in den nächsten Wochen noch fortsetzen wird, zeigt sich bereits durch die ersten Neuverpflichtungen der Sommerpause an. Nachdem schon vor Toresschluss Davie Selke nach Leipzig gelotst wurde, läuft nun auch <a title="Willi Orban" href="http://www.transfermarkt.de/willi-orban/profil/spieler/93740" target="_blank">Willi Orban</a>, seines Zeichens Innenverteidiger,  U-21-Nationalspieler und bis <del>vor Kurzem</del> zum 30. Juni noch Lauterer, ab der kommenden Spielzeit im Nikki mit den Ochsen auf. Ablösesumme: schlappe zwei Millionen Euro. Da ging eigentlich mal mehr – aber die Kreditkarte des Gebieters wird wohl noch das eine oder andere Mal glühen in diesem Sommer. Denn bereits in der zweiten Woche nach Toreschluß <a href="http://www.11freunde.de/nachricht/2bundesliga-793" target="_blank">kamen Torwart Péter Gulácsi, Mittelfeldspieler Stefan Ilsanker und Stürmer Nils Quaschner dazu</a>. Wenn man dann noch Massimo Bruno und <a href="https://zwangsbeglueckt.wordpress.com/2014/06/25/rangierbahnhof/" target="_blank">Marcel Sabitzer</a> zählt, <a href="http://www.kicker.de/news/fussball/2bundesliga/startseite/627883/artikel_rangnick-ohne-pardon_leipzig-leihgaben-muessen-zurueck.html#omsmtwkicker" target="_blank">die sich wie Bolle darüber freuen, die umher schiebbaren Knetmännchen des RR zu sein</a>, kommt man bereits auf sieben Neue. Was auch nötig ist, bei dem Aderlass, den Ralle der Mannschaft verordnet hat – auf dass sie gesunde und endlich abliefere.</p>
<h2>Auf den Thron des Statthalters setzt sich Ralf einfach selbst</h2>
<p>Denn, dass es neben den strukturellen Möglichkeiten, die eine quasi grenzenlose Geldeinlage bietet, natürlich auch handelnde Personen braucht,  die die nötige Verve an den Tag legen, ein Fußballteam halbjährlich auf eine Art und Weise in die Welt zu werfen, an der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kreationismus" target="_blank">Kreationisten</a> ihre blanke Freude hätten – auch dieser zweite Aspekt trägt zum Spezifikum RB Leipzig bei. Das Spektakel muss ja auch konzertiert werden und fällt nicht einfach vom Himmel.</p>
<figure id="attachment_543" aria-describedby="caption-attachment-543" style="width: 768px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/06/17093058866_7b31b347ca_o.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-543 size-full" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/06/17093058866_7b31b347ca_o.jpg" alt="Game of Thrones_Thron_Lego" width="768" height="1024" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/06/17093058866_7b31b347ca_o.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/06/17093058866_7b31b347ca_o-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></a><figcaption id="caption-attachment-543" class="wp-caption-text">foto: crises_crs | flickr</figcaption></figure>
<p>Und auch diesbezüglich gab es in den vergangen Wochen Entwicklungen, die erst kurz zuvor als Möglichkeit als vollkommen absurd zurück gewiesen wurden. Da andere die Idee offenbar nicht so prickelnd fanden, unter einem RR zu dienen, der ohnehin nur eingesetzt ist, um eine aus der Leitstelle vorgegebene Fußballidee (aggressiver Überfallfußball, die Werbebotschaft lässt grüßen) in jedem ihm übertragen Team zu implementieren, setzte sich <a href="https://zwangsbeglueckt.wordpress.com/2015/05/11/bruder-zur-sonne-zur-brause/" target="_blank">Ralf von Schwaben</a> kurzerhand selbst auf den Statthalterthron. Ist sowieso die <a href="http://www.taz.de/!5201567/" target="_blank">&#8220;in dieser Situation für uns alle &#8230; sinnvollste&#8221; sowie &#8221; für die Weiterentwicklung der Mannschaft &#8230;  beste Lösung&#8221;</a>. Diese Zeilen stammen natürlich von ihm selbst.</p>
<p>Um sich auch hier als maximal flexibel und steigerungswillig zu präsentieren, verzichtet man also bei den Österreichern darauf, einen Trainer, der eine Mannschaft aus den Tiefen der deutschen Ligalandschaft in die zweite Bundesliga führt und dort gegen eine starke Konkurrenz gleich im oberen Drittel landete, einfach mal machen zu lassen. Stattdessen greift man (selbstverständlich) gleich zur Maximallösung. Wenn man sich da mal nicht verrechnet hat. Denn sollte RR &#8220;scheitern&#8221; und in der zweiten Liga verbleiben (sehr unwahrscheinlich, zugegeben), wohin will man dann noch wachsen? Wäre es dann nicht auch zwingend diesen und seine das Gesamtprojekt retardierende Art auszutauschen? Fragen über Fragen. Sicher ist indes, dass das Spektakel und die Inszenierung der eigenen Potenz bleiben und dass Spieler, Funktionäre und Offizielle in diesem Planspiel nur insofern eine Rolle spielen werden, als dass sie schon von Beginn an als austauschbare Trittbretter hin zum nächsten zwanghaft gesuchten Höhepunkt fungieren.</p>
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		<title>Brüder zur Sonne, zur Brause!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jaygopp]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 May 2015 22:19:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Schon Kain und sein Geschwisteropfer Abel oder Friedrich Schiller, der Karl und Franz Moor bis zum bitteren Ende des Jüngeren aufeinander losgehen ließ, wussten: Freunde kann man sich aussuchen, seine Familie leider nicht. Diese schmerzliche Erkenntnis muss unlängst auch Salzburger Anhängern, denen der Spitzenreiter des österreichischen Rasenballsports zweifellos am Herzen zu liegen scheint, gekommen sein. &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2015/05/11/bruder-zur-sonne-zur-brause/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Brüder zur Sonne, zur Brause!</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon Kain und sein Geschwisteropfer Abel oder Friedrich Schiller, der Karl und Franz Moor bis zum bitteren Ende des Jüngeren aufeinander losgehen ließ, wussten: Freunde kann man sich aussuchen, seine Familie leider nicht. Diese schmerzliche Erkenntnis muss unlängst auch Salzburger Anhängern, denen der Spitzenreiter des österreichischen Rasenballsports zweifellos am Herzen zu liegen scheint, gekommen sein. Wie der <a href="http://kurier.at/sport/fussball/zwietracht-in-der-red-bull-familie-salzburg-fans-beschimpfen-rb-leipzig/127.775.092#.VUE2hLBid00.twitter" target="_blank">österreichische Kurier </a>berichtete, hallten während des nationalen Pokalhalbfinales am letzten Aprildienstag urplötzlich gerade in Sportstadien gemeinhin bekannte Fäkalvokabeln durchs weite Rund.</p>
<p><span id="more-500"></span><br />
Doch weder an das Schiedsrichtergespann noch die Sympathisanten des Underdog-Kontrahenten war der Furor aus dem Salzburger Fanblock adressiert. Niemand anderes als der eigene Bruderklub aus dem Nachbarland geriet ins moralische Fadenkreuz! In Häufigkeit, Ausdauer und rotziger Kreativität nicht annähernd damit vergleichbar, wie sich beispielsweise die Gallagher-Brüder im Laufe ihres Lebens einander bedacht haben, aber nichtsdestotrotz: unüberhörbar für 1.890 handgezählte Zuschauer im Stadion als auch 130.000 Couchgesellen an den TV-Bildschirmen: „Scheiß RB Leipzig, wir singen Scheiß RB Leipzig, Scheiß RB Leipzig […]!“ Rrrrrrrruuuuuums! Zarte Aufruhr im Plebs, inmitten des Gebieterreichs!</p>
<p>Womöglich lernen wir den im beschaulichen Grödig erstmals offen zu Tage getretenen, schmierenkomödiantischen Familienzwist besser zu verstehen, indem wir versuchen, dieses Sittengemälde skizzenhaft auf das derzeitige <a href="https://www.youtube.com/watch?v=s7L2PVdrb_8" target="_blank">HBO-Massenphänomen <em>Game of Thrones </em></a>abzubilden. Grundlegend gieren hier nahezu alle Charaktäre aus einigen quer über den fiktiven Kontinent <em>Westeros</em> verteilten Adelsgeschlechtern mit lustigen Namen (bspw. Targaryen, Stark, Lennister, Graufreund &amp; Co.) nach sehr vielen, bevorzugt promiskuitiven, gern auch familieninternen Geschlechtsverkehrsakten, Unmengen an Alkohol, sonstiger Völlerei und obendrein vor allem dem sogenannten „Eisernen Thron“ in der Hauptstadt Königsmund. Und weil Besserverdiener und Königsfamilien selbst in kühnsten Fantasyträumen nichts von gemeinwohldienlicher Erbschaftssteuer halten, sorgen vor allem diffuse, intrigante Sehnsüchte nach Ehre, Macht und Größenwahn für stets blutrünstigste Kopf-Ab-Metzeleien, bloß damit die Krone nach jedem noch so vorzeitigen Ableben des Oberhaupts mal schön in Familienhand bleibt.</p>
<p>Hier sollte also was zu holen sein. Doch noch ein gutgemeinter Rat, bevor wir kurz in das vom beschaulichen Fuschl am See aus regierte Reich des Alleinherrschers Dietrich Taurinfreund des I. und Einzigen eintauchen. Geratet keinesfalls, weder in der HBO- noch in der RB-Fantasialand-Saga, in Versuchung, euch an vermeintlich identitätsstiftende Figuren oder vertrauensselige Wegbegleiter zu gewöhnen! Es passiert ganz schnell, dass diejenigen wieder von der Bühne verschwunden sind.</p>
<h2>Taurinfreunds allmachtsphantastisches Mantra: „Veni, vidi, vici!“</h2>
<p>Auch wenn manche Leipziger dem Luftschloss anheim gefallen sind: In Fuschl am See, Heimat Dietrich Taurinfreund, des I. und Einzigen, und seinen über alle Kontinente verstreuten Besitztümern fließen weder Milch noch Honig. Aber aufgeputscht von einem ungesunden Energy-Getränk jagen dort verrückte Leute über die unmöglichsten Klippen, drehen reißerische Pirouetten in physikalisch unmöglichen Halfpipes, fahren vor Pferdestärken strotzende Automobile ganz schnell im Kreis oder springen einfach aus Lust und Laune aus der Stratosphäre. Wer hier gegen das allmachtsphantastische Mantra „Veni, vidi, vici!“ verstößt, dem gnade Taurinfreund, der I. und Einzige.</p>
<p>Seit Neuestem (wir reden ja immerhin von epischen Fantasy-Zeiträumen) erschließt sich das Imperium die gegenwärtig wohl fruchtbarste PR- &amp; Marketingquelle überhaupt: den Rasenballsport, der neidischen wie eingeschnappten <a href="http://www.welt.de/sport/fussball/2-bundesliga/article139317689/Mateschitz-nennt-Kritiker-ahnungslose-Randgruppe.html" target="_blank">Randgruppen, die nichts verstehen wollen</a>, und Nicht-<a href="http://blog.jacknealy.com/wp-content/uploads/2010/06/new_york_post_world_cup.jpg" target="_blank">Nord-Amerikanern</a> einst noch als Fußball bekannt war. Und ganz dem selbst auferlegten Anspruch soll, (nein!), muss, (nein!), wird (!!!) es in ganz naher Zukunft bitteschön die Eroberung des Throns der (<em>*Achtung! Im Hintergrund setzen verheißungsvoll-pathetische Schicksalstrommeln ein*</em>) CHAAAAAMPIONS LEAGUE sein.</p>
<p>Doch genau da pieksen wir schon an den Kern allen Salzburger Fan-Unmuts, der vielleicht schon bald jeden schnöden Wettstreit um die schönste McDonalds-Filiale oder das tollste Expo-Dorf übertrifft. Nichts symbolisiert den brodelnden Konflikt dabei besser als Taurinfreunds Clanwappen, auf dem zwei kräftige, rote Zuchtbullen ihre Hörner vor gleißender Sonne in wildentschlossener Angriffspose aufeinander gerichtet haben. Der eine verhätschelte Bulle, äääh Bengel kann seine Eifersucht auf den anderen noch viel verwöhnteren Bengel kaum noch zähmen.</p>
<h2><strong>Auf dem Heimatthron holt es sich nur Hämorrhoiden</strong></h2>
<p>Egal wie Dietrich I. und Einzige von den erstgeborenen Rasenballsprösslingen direkt vor der Haustür in der Salzburg auch umschwärmt wurde. So sehr sie auch die lokalen Turniere gegen ihre Litfaßsäulenkontrahenten von „Puntigamer“ Sturm Graz, „Cashpoint“ Altach oder den „Riegler &amp; Zechmeister Pellets“ aus Wolfsberg vor sich hin dominieren und in wenigen Wochen die nunmehr sechste Landesmeisterschaft der vergangenen neun Jahre empfangen werden, was soll sich der erfolgsverwöhnte Imperator auf dem wenig beleumundeten lokalen Thron holen außer Hämorrhoiden? Selbst das erfolgsverwöhnte Volk schleppt sich nur widerwillig, oder höchstens zu europäischen Anlässen in die schnieke, aber durchschnittlich nur zu knapp einem Drittel gefüllte Arena.</p>
<p>Was sie auch anstellten, was sie auch investierten. Ob in Steine zur Verschönerung des Anwesens. Ob in verdiente Recken wie Alex Zickler, Niko Kovac, Thomas Linke oder Vratislav Lokvenc. Ob sie gar rüstigen, alten Feldherren wie Huub Stevens, Co Adriaanse oder Giovanni Trappatoni samt des fränkischen Greenkeepingapostels Matthäus den Oberfehl auftrugen. So vehement sie auch klopften: All jenen blieb das massive Burgtor zur Champions League stets verschlossen. Mit der schmachvollen Niederlage gegen den F91 Düdelingen aus einem kleinen Herzogtum viele Kilometer nordwestwärts machten sie sich einmal gar zum Gespött aller Herren Länder. Die hatten nicht mal Pferde und Rüstungen, geschweige denn Flügel. Allein ihre listige Aufmüpfigkeit genügte, um die schniefenden Bullen zu schlagen.</p>
<p>Kann es für den so siegesgewohnten Taurinfreund etwas Schlimmeres geben als Misserfolg und Missachtung? Wie gut, dass er vor Jahren schon einen garantiert schmerzfreien Expeditionstrupp hipper Imperiumstrolle, die bestimmt mal was mit Medien und Marketing studiert haben, ins Nachbarland entsandte. Diese Botschafter, <a href="http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_sport/article140240699/Red-Bull-wollte-St-Pauli-kaufen.html" target="_blank">wie &#8220;Die Welt&#8221; erfuhr</a>, glänzten auf ihrer Alles-oder-Nichts-Pirsch vor allem mit fundamental-kulturellen Vorkenntnissen. Beispielsweise wollten sie ein kieziges Totenkopfgebiet am Elbfluss den dortigen Einheimischen mit der einzig plausiblen Schmeichelei abschwatzen: „Ihr steht doch auch für Coolness, Party, feiern und so?!“ Diverser gescheiterter Eroberungsversuchen zum Trotz kam schlussendlich irgendjemand mal die geniale Idee, einfach das Niemandsland jahrzehntelanger Rasenballödnis zu annektieren – Leipzig, im furchteinflößenden Nordosten. Dort, wo sich die verzweifelt nach (<em>*Achtung! Wieder verheißungsvoll-pathetische Schicksalstrommeln, aber um einiges bombastischer intoniert*</em>) BUUUUUNDESLIGA und CHAAAAMPIONS LEAGUE dürstenden Siedler noch so richtig willfährig am Bullennasenring durch die Marketingmanege ziehen lassen. Dort, <a href="http://www.dierotenbullen.com/neuigkeiten/Saison_2014_15/Fahrtenbuch-2014-2015.html" target="_blank">wo die allerbesten Kunden sogar dazu aufgerufen sind, Treuepunkte in ihr Auswärtswanderschaftenbuch zu kleben</a>, damit die eingeheimsten Bienchen dafür am Ende in Geschenke aus dem Fanshop getauscht werden können.</p>
<h2><strong>Mühsame Eroberung der Rasenballödnis</strong></h2>
<p>In der Anfangszeit, bei den kleinen Schaukämpfen irgendwo im grünen Nirgendwo, ob Havelse oder Wilhelmshaven, herrschten jedoch derartige Anlaufschwierigkeiten, dass Taurinfreunds Personalschafott mit der Zeit schon ganz stumpf vor lauter Benutzung wurde. Dieser Sadlo, dieser Beiersdorfer, dieser Linke, dieser Gudel, dieser Oral, dieser Pacult ff. sollten Taurinfreunds Tafelrunde würdig repräsentieren, waren dann aber doch nur Pappnasen. Ja, seid’s ihr denn deppert?</p>
<p>Doch noch viel mehr Gräuel als erfolglose Untertanen bereiten dem Gebieter widerborstige Legislativenbünde mit all ihren Regularien, Lizenzbedingungen, Paragraphen und sonstige Quacksalbereien. Ja, wo kommen wir denn da hin, wollen wir am Ende etwa noch den Pöbel mitsprechen lassen? Jähzornig kann er da werden, der widerspruchsungewohnte Dietrich I. und Einzige. Höchstselbst musste er grollend drohen, rüffeln und zurechtweisen, wie das in seinem Reiche mal schön zu laufen hat. <a href="http://www.90minuten.at/index.php/magazin/reportage/59567-didi-mateschitz-droht-mit-rueckzug-aus-leipzig-das-haben-wir-nicht-notwendig" target="_blank">Ich brauch’ hier gar nichts, wenn ihr mich nicht wollt, dann stampfen wir halt alles wieder ein, ihr undankbaren DFL-Hinterwäldler</a>!</p>
<p>Je näher die Lipsianer den großen, bedeutungsschwangeren Ritterspielen kamen, stieg jedoch das Gefallen des Familienoberhaupts. Im letzten Jahr schwebte <a href="http://www.bild.de/regional/leipzig/zentralstadion-leipzig/red-bull-chef-ist-leipziger-stadion-zu-klein-35655000.bild.html" target="_blank">Dietrich I. und Einzige sogar erstmals eigens mit der jungen Gräfin Taurinfreund in den Nordosten</a>, um dem Schauspiel seiner Nesthäkchen, den Rasenballsportbullen, gegen widerborstige Kräfte vom Geschlechte der Lilien beizuwohnen.</p>
<p>Erst seitdem ein mythenumwobener Druide die Bruttoregisterhektolitertonnen magischen Zaubertranks aus dem unendlichen Brunnen in Fuschl am See anrührt, scheint dieser erst die ganze Wirkung zu entfalten. Natürlich handelt es sich dabei nicht um d<a href="https://zwangsbeglueckt.wordpress.com/2014/08/26/schlussstrich-statt-verantwortung/" target="_blank">en alten Kurpfuscher Pansold, der unzähligen DDR-(Kinder)-Gladiatoren mutwillig die Gesundheit ruiniert hat und trotzdem heute in Taurinfreunds großzügigen Diensten steht</a>. Nein, Vater des Aufschwungs ist kein geringerer als der Honorargelehrte Ralf von Schwaben.</p>
<h2><strong>Ein mythenumwobener Druide aus Schwaben als Hand des Gebieters</strong></h2>
<p>Anno dazumal erteilte dieser den plumpfüßigen Teutonen schon am <a href="http://www.abwehrkette.de/ralf-rangnick/" target="_blank">Flipchart eine Lehrstunde</a> zur <a href="https://www.youtube.com/watch?v=KwcXySby-3A" target="_blank">raumorientierten Viererkette</a>. Derzeit lenkt er als Hand des Gebieters die tektonische Verschiebung der taurinfreundschen Äcker. Jedoch nur noch wenige Wochen im Amte des Doppelstatthalters der Salzburg und in Leipzig, <a href="https://zwangsbeglueckt.wordpress.com/2014/07/31/er-ist-unser-wettbewerbshuter/" target="_blank">um ganz pfiffig den selbstverständlich hanebüchenen Vorwurf des verzerrten Wettbewerbs zu umgehen</a>. Die vor wenigen Monden noch so hochgepushte, aber im Verlauf der Gezeiten einfach nicht den taurinfreundschen Ansprüchen gerecht gewordene Salzburg wurde zur Bullenzucht umfunktioniert. Fieberhaft werkelt der Meisterdruide daran, dass die Nachschubwege in Stallorderlogik alsbald einzig gen Nordosten reichen.</p>
<p>Doch plötzlich, da es den talentierten und bislang so treuherzigen Ritter Ilsanker fortzieht in eine andere Welt, und <a href="http://www.lvz-online.de/sport/sportbuzzer/rb_leipzig/rb-news/geheim-besuch-bei-rb-leipzig-stefan-ilsanker-in-le-gesichtet/r-rb-news-a-284955.html" target="_blank">Ralf von Schwaben ihm unter allen Umständen die eigene nordöstliche Provinz schmackhaft machen will</a>, zeigen sich einige Salzbürger ganz und gar desillusioniert vom verfolgten Plan der Oberen: Als wären es nicht schon genug Schläge aufs Gemüt, nur noch als <a href="https://zwangsbeglueckt.wordpress.com/2014/06/25/rangierbahnhof/" target="_blank">elitärer Rangierbahnhof </a>zu dienen, müssen wir tatenlos zusehen, wie ihr uns auch noch Ilsanker abschwatzen wollt. Jeden könnt ihr haben. Nur nicht Ilsanker! „Scheiß RB Leipzig, wir singen Scheiß RB Leipzig, Scheiß RB Leipzig […]!“</p>
<p><a href="http://www.welt.de/sport/fussball/2-bundesliga/article139317689/Mateschitz-nennt-Kritiker-ahnungslose-Randgruppe.html" target="_blank">Was werden Taurinfreund und seine Vasallen über dieses Aufbegehren denken?</a> Himmelherrschaftszeiten noch einmal! Wir liefern euch hier Brot und Spiele und ihr muckt rum? Undank ist der Welten Lohn!</p>
<h2><strong>Der Abgang des treuherzigen Ilsanker desillusioniert die Salzbürger</strong></h2>
<p>Der Schall der wütenden Klatschpappen wird verhallen, zurück bleiben kaltherzig die Liebe entzogene Konsumenten aus der Salzburg. Machtlos müssen sie mitansehen, wie ihrer <a href="http://www.krone.at/Sport/Mateschitz_will_das_grosse_Geld_lieber_in_Leipzig_investieren-Nur_U21_in_Salzburg-Story-199223" target="_blank">Piefke-Konkurrenz der Standortjoker in Taurinfreunds einheitsbreiigen Entertainment-Universum zugesprochen wurde</a>. Wobei die Salzbürger eigentlich noch ganz froh darüber sein können, stellt man ihrem Los beispielsweise das <a href="http://neuwal.com/index.php/2014/10/16/red-bull-ghana-eine-akademie-auf-verlorenem-boden-martin-kainz/" target="_blank">Schicksal der unter himmelschreiendem Zynismus aufgegebenen Bruderakademie in Ghana</a> gegenüber.</p>
<p>Ja, all das ist Alltag in Taurinfreunds Gebieten, denen die Erstürmung des Rasenballsportkontinents vor rasender Verkaufs- &amp; Erfolgsmanie nicht schnell genug gehen kann. Vielleicht erinnern sich die verbliebenen Anhänger der Salzburg nunmehr ihrer <a href="https://www.youtube.com/watch?v=h4pTnvy8uNg" target="_blank">violetten Wurzeln</a>. Auf den Weg mitgeben kann man ihnen eigentlich nur jenes Credo, nach dem schon das Schlagerbarden-Brüderduo „Brunner und Brunner“ verfuhr: „Bevor wir uns hassen, trennen wir uns lieber.“ Das wäre immerhin weitaus zivilisierter als jede von <em>Game of Thrones </em>gewohnte Konfliktlösung.</p>
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