Traditionskommerz

Dieser Tage heißen die Gegner des Leipziger Fußballprojektes ja „Braunschweiger Turn- und Sportverein Eintracht von 1895 e.V.“ und „1. FC Union Berlin“, und damit schlagen die Wogen mal wieder hoch. Wenig überraschend lautet die Gewissensfrage: Tradition oder Kommerz? Auf der einen Seite stehen dann die Vereine, die noch unter Bismarck gegründet wurden, und auf der anderen dann RB, das das Sinnbild für das Label Kommerz abgibt. Selbst in der sonst erfrischend kreativen „Deutschen Akademie für Fußballkultur“ in Nürnberg fand kürzlich eine Diskussion statt, die im Titel „Marken gegen Tradition“ eine nur leicht modifizierte Fassung der immer gleichen Gegenüberstellung trug.

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Standardsituationen der RB-Affirmation (2)

Ein zentraler Punkt aller RB-Kritik ist ja die – subtil gesagt – enge Bindung von RB an die Firma des Gebieters. Verlässlich kommt an dieser Stelle das Standardargument zwei ins Spiel:

„Auch bei den Anderen haben doch Firmen das Sagen!“

Mittlerweile immer wird bei diesem Punkt auf Bayer Leverkusen verwiesen: Die dürften ja sogar ihren Sponsor im Vereinsnamen tragen. Damit ist dann nicht nur RB verteidigt, sondern gleich noch klargemacht, dass es eigentlich die anderen Vereine sind (an dieser Stelle gern: „die aus dem Westen“), die tatsächlich Privilegien genießen.

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