Ermüdungserscheinungen

Dieser Text erschien zuerst in der Erlebnis Fußball No 70 und ist für diesen Blogpost nur leicht verändert und aktualisiert worden.
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Man sollte sich nichts vormachen. RB ist dort angekommen, wo sie hingehören. Gekonnt und locker beherrscht der erst 2009 aus dem Boden gestampfte „Verein“ die etablierten Regeln des Bundesligafußballs und kann sich gleichzeitig als jung, wild und unvorbelastet darstellen. Und das wird auch erst mal so bleiben. Professionell und nüchtern aufgestellt in Bezug auf Vereinsmanagement und -vermarktung, Personalstruktur, Spieleraquise und Jugendausbildung, können sich einige andere Bundesligisten bei der österreichischen Niederlassung in Leipzig sogar noch etwas abschauen. Zudem rennen die Zuschauer dem Neuling die Bude ein. RB ist somit Realität und wird sich aus dieser wohl so schnell nicht wieder verjagen lassen. Im Gegenteil: Europa und ein neues Stadion rufen!

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Traditionskommerz

Dieser Tage heißen die Gegner des Leipziger Fußballprojektes ja „Braunschweiger Turn- und Sportverein Eintracht von 1895 e.V.“ und „1. FC Union Berlin“, und damit schlagen die Wogen mal wieder hoch. Wenig überraschend lautet die Gewissensfrage: Tradition oder Kommerz? Auf der einen Seite stehen dann die Vereine, die noch unter Bismarck gegründet wurden, und auf der anderen dann RB, das das Sinnbild für das Label Kommerz abgibt. Selbst in der sonst erfrischend kreativen „Deutschen Akademie für Fußballkultur“ in Nürnberg fand kürzlich eine Diskussion statt, die im Titel „Marken gegen Tradition“ eine nur leicht modifizierte Fassung der immer gleichen Gegenüberstellung trug.

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