<br />
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	<title>Dosierte Dossiers &#8211; zwangsbeglückt</title>
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	<title>Dosierte Dossiers &#8211; zwangsbeglückt</title>
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		<title>Dosierte Dossiers (6)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[zunull]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Apr 2017 12:50:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Jeden Montag Regelmäßig empfehlen wir Artikel, Berichte und Beiträge, die das Label Sportjournalismus verdienen. Also Dinge, die es mit Sicherheit nicht ins Red Bulletin schaffen. Wir präsentieren Perspektiven und Recherchen, die den Blick auf das Drumherum, das Dahinter und das große Ganze lenken &#8211; anstatt den aktuellen Spieltag als Edelfan oder Maskottchen abzufeiern. [Gruß an &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2017/04/24/dosierte-dossiers-6/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Dosierte Dossiers (6)</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_1158" aria-describedby="caption-attachment-1158" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/04/6277208708_7e6607d601_b.jpg"><img class="size-full wp-image-1158" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/04/6277208708_7e6607d601_b.jpg" alt="" width="1024" height="649" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/04/6277208708_7e6607d601_b.jpg 1024w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/04/6277208708_7e6607d601_b-300x190.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/04/6277208708_7e6607d601_b-768x487.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1158" class="wp-caption-text"><a href="https://www.flickr.com/photos/62693815@N03/6277208708/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jon S on flickr &#8220;Newspapers B&amp;W (3)&#8221;</a> // <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0</a></figcaption></figure>
<p><del datetime="2017-03-06T13:15:25+00:00">Jeden Montag</del> Regelmäßig empfehlen wir Artikel, Berichte und Beiträge, die das Label Sportjournalismus verdienen. Also Dinge, die es mit Sicherheit nicht ins Red Bulletin schaffen. Wir präsentieren Perspektiven und Recherchen, die den Blick auf das Drumherum, das Dahinter und das große Ganze lenken &#8211; anstatt den aktuellen Spieltag als Edelfan oder Maskottchen abzufeiern. [Gruß an die LVZ!]</p>
<p><span id="more-1157"></span></p>
<p>Diesmal bekommt ihr nur eine einzelne Lese- bzw. Hörempfehlung. Diese hat es dafür in sich! Der Deutschlandfunk hat am vergangenen Ostermontag eine ganze Ausgabe <em>Sport am Feiertag</em> freigeräumt und aus verschiedenen Blickwinkeln den Überdruss beleuchtet, den der/die eine oder andere (wir auf jeden Fall!) möglicherweise in Bezug auf die schönste Nebensache der Welt gelegentlich empfindet.</p>
<p>Thema ist zunächst die Allverfügbarkeit von Fußball im TV. Schon jetzt vergeht kein Tag, an dem nicht irgendein nichtiges Fußballspiel übertragen wird und einen mit dem Gefühl zurück lässt, dass Fußball in allen Schwierigkeitsstufen schon zehn mal durchgespielt ist. Nun steigen außerdem noch Onlineanbieter ein und drehen das Rad noch ein Stück weiter</p>
<p>Außerdem kommt <a href="http://www.deutschlandfunk.de/hfc-falke-auf-der-emotionalen-schiene-eine-alternative.1346.de.html?dram:article_id=384000">die Präsidentin des HFC Falke zu Wort und erklärt, warum sie mit den Geschäft Bundesliga nur noch wenig anfangen kann</a>. Ähnlich der Ehrenpräsident des VfL Osnabrück, <a href="http://www.deutschlandfunk.de/dritte-liga-der-fussball-befindet-sich-in-einer-scheinwelt.1346.de.html?dram:article_id=383998">Dirk Rasch, der sich von DFB und DFL in Stich gelassen füllt</a>. Beide würden nur fordern, aber nichts an die kleineren Vereine geben.</p>
<blockquote><p>&#8220;Ich bin fest davon überzeugt, dass in diesem Jahr in der Dritten Liga nicht ein einziger Club schwarze Zahlen schreibt&#8221; &#8211; Dirk Rasch</p></blockquote>
<p>Des Weiteren geht es um aktuelle<a href="http://www.deutschlandfunk.de/kommerzialisierung-die-politik-will-sich-mit-dem-fussball.1346.de.html?dram:article_id=384001"> Trends zur Kommerzialisierung des Fußballs und die Vorteile, die die Politik daraus zieht</a>, um <a href="http://www.deutschlandfunk.de/fortuna-koeln-fussball-fuer-nostalgiker.1346.de.html?dram:article_id=383990">Fortuna Köln</a>, bei denen das Stadionerlebnis als Gegenentwurf zum &#8220;modernen Hochglanzfußball&#8221; gelten kann und schließlich noch mal allgemeiner um das <a href="http://www.deutschlandfunk.de/fussball-blase-masslosigkeit-statt-weitsichtigkeit.1346.de.html?dram:article_id=383985">Aufblasen des internationalen Spielkalenders, um noch mehr Vermarktungseinnahmen zu erzielen</a>.</p>
<p>Die Aufstellung aller Beiträge zur Themensendung <a href="http://www.deutschlandfunk.de/sport-am-wochenende.1345.de.html?drbm:date=2017-04-17" target="_blank" rel="noopener noreferrer">findet ihr hier</a>. <a href="http://srv.deutschlandradio.de/themes/dradio/script/aod/index.html?audioMode=3&amp;audioID=538960&amp;state=">Zum kompletten durchhören hier</a>.</p>
<p>Viel Vergnügen!</p>
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		<title>Dosierte Dossiers (5)</title>
		<link>https://zwangsbeglueckt.de/2017/03/21/dosierte-dossiers-5/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[ansgar]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Mar 2017 14:18:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dosierte Dossiers]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Rettig]]></category>
		<category><![CDATA[Champions League]]></category>
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		<category><![CDATA[Jahresbericht]]></category>
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		<category><![CDATA[WDR Sportinside]]></category>
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					<description><![CDATA[Jeden Montag Regelmäßig empfehlen wir Artikel, Berichte und Beiträge, die das Label Sportjournalismus verdienen. Also Dinge, die es mit Sicherheit nicht ins Red Bulletin schaffen. Wir präsentieren Perspektiven und Recherchen, die den Blick auf das Drumherum, das Dahinter und das große Ganze lenken &#8211; anstatt den aktuellen Spieltag als Edelfan oder Maskottchen abzufeiern. [Gruß an &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2017/03/21/dosierte-dossiers-5/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Dosierte Dossiers (5)</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/03/6280037291_33e94316ee_z.jpg"><img loading="lazy" class="alignnone size-full wp-image-1084" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/03/6280037291_33e94316ee_z.jpg" alt="" width="640" height="348" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/03/6280037291_33e94316ee_z.jpg 640w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/03/6280037291_33e94316ee_z-300x163.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a></p>
<p><del datetime="2017-03-06T13:15:25+00:00">Jeden Montag</del> Regelmäßig empfehlen wir Artikel, Berichte und Beiträge, die das Label Sportjournalismus verdienen. Also Dinge, die es mit Sicherheit nicht ins Red Bulletin schaffen. Wir präsentieren Perspektiven und Recherchen, die den Blick auf das Drumherum, das Dahinter und das große Ganze lenken &#8211; anstatt den aktuellen Spieltag als Edelfan oder Maskottchen abzufeiern. [Gruß an die LVZ!]</p>
<p><em>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/62693815@N03/6280037291/in/photolist-ayWQi2-6T8Yy9-kNmZP-9jfvj3-npxzLL-9iyLaA-nt56CG-fJ2jBT-o9Rrd6-9oKzTN-e4Bdjc-fJ2kdv-nVLVRk-5W17L3-Bb6E-7cf2yp-Bb6V-bA2a1L-8QHPbj-8G5tzh-2BYWXy-9ZojfL-aKH1D-7pqTkj-poRw8R-4rg4A6-8msWmi-Bb6L-ntcegn-mguL-Bb6U-oWL26C-Bb6K-7pqTqy-a34DaE-BJ6pj3-4YpCBd-2Gm2p-nbGYgu-hfAj8r-de1EVh-nbGVWs-nr9W43-7dctt4-de1Fti-8zkNAV-f8s8L7-7dQzRy-nbH3yW-hTTzUS" target="_blank">JonS on Flickr &#8220;Newspaper high contrast B&amp;W&#8221;</a> // <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank">CC BY 2.0</a></em></p>
<p><span id="more-1083"></span></p>
<h4>Jahresbericht der RasenBallsport Leipzig GmbH 2015</h4>
<p>Unter dem missverständlichen Titel &#8220;RB Leipzig öffnet sich&#8221; hat der sich selbst als &#8220;kritischer Sportjournalist&#8221; bezeichnende Ulli Kroemer f<a href="http://www.mz-web.de/sport/rb-leipzig-oeffnet-sich-wieviel-hat-red-bull-in-den-verein-investiert--26229966" target="_blank">ür die Mitteldeutsche Zeitung den öffentlich zugänglichen Jahresbericht der RasenBallsport Leipzig GmbH von 2015</a> beim <a href="https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet">Bundesanzeiger</a> heruntergeladen und durchgearbeitet.</p>
<p>Darin enthalten sind spannende Informationen über Umsatz, Transfersummen, Gehälter und vor allem die Kapitalspritzen aus Österreich. Bei der Analyse wird nicht nur deutlich, dass RB Leipzig zu keinem Zeitpunkt ein &#8216;normaler&#8217; Zweitligist war: Jahresumsatz und Spieleretat rangierten 2015 im unteren Drittel des Durchschnitts der ersten Liga. Der Umsatz war mit gut 82 Millionen Euro sogar knapp 50 Millionen höher als der Durchschnitt der zweiten Liga.</p>
<p>Spannendstes Detail ist aber die Art der Zuwendungen aus Österreich. Das Geld von Red Bull fließt nicht direkt als Zuwendung (wie beim Sponsoring) in den Verein, sondern als vergleichsweise kurzfristig terminierte Darlehen. Insgesamt schuldete RB Leipzig dem Red Bull-Konzern mit dem Jahresabschluss 2015 gut 50 Millionen Euro, die formell binnen zwei bis fünf Jahren fällig wären. Offenbar ist dieses Vorgehen mit &#8220;Eigenkapitalersatzdarlehen&#8221;, die später auch in &#8220;Genusscheine&#8221; umgewandelt und damit erlassen werden können, bei Investorengeführten Vereinen &#8211; <a href="https://www.tz.de/sport/1860-muenchen/1860-muenchen-was-sind-die-fuer-loewen-wichtigen-genussscheine-5987378.html">wie etwa 1860 München</a> &#8211; nicht unüblich.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><em>Aufruf in eigener Sache</em></span>: Wir sammeln <strong>Zahlen zu Verbreitung und finanziellem Umfang solcher Konstrukte für andere Spielbetriebs-GmbHs</strong> bzw. Investitionskonstrukten <strong>im deutschen und internationalen Profifußball</strong>. Wenn ihr Links oder <strong>Quellen zu belegten Zahlen</strong> habt, freuen wir uns über Hinweise hier in den Comments, <a href="https://www.facebook.com/zwangsbeglueckt/">per Facebook</a> oder <a href="https://twitter.com/zwangsbeglueckt">Twitter</a>.</p>
<h4>Rasenschach um Rasenball</h4>
<p>Dass das Magazin <a href="http://www1.wdr.de/fernsehen/sport-inside/">WDR Sport inside</a> jetzt direkt im Anschluss an die Bundesliga-Zusammenfassungen am Sonntagabend programmiert wurde, ist schon eine schöne Sache: So lassen sich Schein und Sein des Profifußballs &#8211; und der öffentlich-rechtliche Informationsauftrag &#8211; ziemlich erquicklich verbinden.</p>
<p>Vergangenen Sonntag hat <a href="http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/sport-inside/video-rasenschach-um-rasenball-100.html">ein Beitrag von Autor Mathias Wolf</a> die Diskussion um den möglichen Ausschluss eines der beiden Mateschitz-Vereine aus der UEFA-Champions League aufgegriffen. Während man <a href="http://sportbild.bild.de/bundesliga/vereine/bundesliga/rb-leipzig-uefa-sanktionen-financial-fairplay-champions-league-sperre-50854730.sport.html">aus Leipzig über den Umweg Sportbild vergangene Woche ja versucht hat, das Problem für beendet zu erklären</a>, zeigt der Beitrag, dass eben noch gar nichts geklärt ist.</p>
<p>Erneut kommt der Sportrechtler Dr. Thomas Dehesselles zu Wort, diesmal etwas deutlicher und drastischer als <a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/2017/03/06/dosierte-dossiers-4/">vor wenigen Wochen in der Sportbild</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Solange Personalunion in Führungsgremien besteht, kann die UEFA nach ihren Kriterien nicht beide Klubs zulassen. [&#8230;] Die mögliche Beschädigung der Integrität des Wettbewerbs kann bei den Sponsoren zur Einflussnahme und Druckausübung führen. Das wird die UEFA nicht riskieren.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ein schöner, unfreiwilliger Beleg für die engen personellen Verbindungen gab RB im Rahmen der Dreharbeiten selbst: Die Filmaufnahmen vom RB Salzburg-Gelände mussten aus Leipzig genehmigt werden (Minute 07:25 im Beitrag).</p>
<h4>&#8220;Das ganze Sportsystem ist krank&#8221;</h4>
<p>Dass Ewald Lienen einer der Trainer ist, die nicht um klare Statements verlegen sind, ist bekannt. Erst neulich hat er sich bemerkenswert zur <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ZWkjeCG-T3k">Rolle der Fans im Profifußball</a> geäußert. Auch Andreas Rettig, Geschäftsführer des Vereins, den Lienen trainiert, ist wirtschaftlich und politisch über den Tellerrand Gewinnmaximierung beschlagen, weswegen wir ihn <a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/2017/01/09/dosierte-dossiers-2/">hier schon einmal erwähnt</a> hatten. Beide nun zu einem gemeinsamem Interview zum Profifußball einzuladen, ist dementsprechend vielversprechend. Michael Horeni hat das <a href="http://plus.faz.net/evr-editions/2017-03-16/OgMnCjl378A7HxT6CC0IwyZ?GEPC=s3">für die FAZ gemacht und das Ergebnis ist uneingeschränkt lesenswert</a>.</p>
<p>Die Themen liegen auf der Hand &#8211; 50+1, Investoren, FIFA-Skandal &#8211; und kreisen um die zentrale Frage: Was sind die Effekte der grassierenden Ausgliederungen und Umstrukturierungen im (nicht nur) deutschen Profifußballs auf das Spiel selbst und die Gesellschaft?<br />
Wem es bislang egal war, wie seine Fernseh-Unterhaltung zustande kommt, der wird über Lienens Plädoyers für Emotion und Tradition [wir halten letztere nicht für den richtigen Gegensatz, um RB Leipzig zu kritisieren] nur milde den Kopf schütteln können. Eine Passage unterstreicht aber sehr schön, wie erschreckend selten eine offene politische Haltung <em>für</em> Demokratie im Profifußball geworden ist. Da können sich lokale Bannerverbieter auch mal eine Scheibe abschneiden, finden wir.</p>
<blockquote>
<p class="selected-text"><strong> Frage: DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat beim Neujahrsempfang gesagt, dass es vielleicht gar nicht schlecht sei, wenn in turbulenten Zeiten die Bundesliga eine Veranstaltung sei, wo man hingehen könne und von diesen ganzen Dingen nicht behelligt würde.<br />
</strong></p>
<p class="selected-text"><em>Rettig:</em> Das möchte ich nicht kommentieren.</p>
<p class="selected-text"><em> Lienen:</em> Völlig inakzeptabel. Es geht doch nur darum, dieses Produkt klinisch reinzuhalten, damit man nicht irgendein Sponsorentum gefährdet. Die Verbände sind nicht nur hochpolitische Organisationen, der deutsche Fußball hat auch eine große politische Verantwortung für das eigene Land. Diese Verantwortung müssen DFB und DFL erkennen und sehen: Gesellschaftspolitisch läuft was in die falsche Richtung. Überall laufen in westlichen Ländern die Rechtspopulisten rum, und wir sind gerade im Begriff, die einfachen Leute auf der Straße zu verlieren. Es gibt Wutbürger, die ich gerne irgendwohin schicken würde, wo sie wirklich Grund hätten, Wut zu haben. Das sind Leute, die null Komma null Vorstellung davon haben, was es bedeutet, etwa in Rumänien zu leben. Oder in einem Kriegsgebiet. Denen geht es hier im Vergleich zu 80 Prozent der Menschheit gut – trotzdem sind sie auf der Straße und bereit, unsere Demokratie zu opfern.</p>
</blockquote>
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		<title>Dosierte Dossiers (4)</title>
		<link>https://zwangsbeglueckt.de/2017/03/06/dosierte-dossiers-4/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[ansgar]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Mar 2017 14:10:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dosierte Dossiers]]></category>
		<category><![CDATA[BBC]]></category>
		<category><![CDATA[Berries Boßmann]]></category>
		<category><![CDATA[dosierte Dossiers]]></category>
		<category><![CDATA[Financial Fairplay]]></category>
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		<category><![CDATA[Tim Mansel]]></category>
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					<description><![CDATA[Jeden Montag Regelmäßig empfehlen wir Artikel, Berichte und Beiträge, die das Label Sportjournalismus verdienen. Also Dinge, die es mit Sicherheit nicht ins Red Bulletin schaffen. Wir präsentieren Perspektiven und Recherchen, die den Blick auf das Drumherum, das Dahinter und das große Ganze lenken &#8211; anstatt den aktuellen Spieltag als Edelfan oder Maskottchen abzufeiern. [Gruß an &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2017/03/06/dosierte-dossiers-4/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Dosierte Dossiers (4)</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/03/6277209256_934f20da10_z.jpg"><img loading="lazy" class="alignnone size-full wp-image-1042" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/03/6277209256_934f20da10_z.jpg" alt="" width="640" height="395" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/03/6277209256_934f20da10_z.jpg 640w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/03/6277209256_934f20da10_z-300x185.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><br />
<del datetime="2017-03-06T13:15:25+00:00">Jeden Montag</del> Regelmäßig empfehlen wir Artikel, Berichte und Beiträge, die das Label Sportjournalismus verdienen. Also Dinge, die es mit Sicherheit nicht ins Red Bulletin schaffen. Wir präsentieren Perspektiven und Recherchen, die den Blick auf das Drumherum, das Dahinter und das große Ganze lenken &#8211; anstatt den aktuellen Spieltag als Edelfan oder Maskottchen abzufeiern. [Gruß an die LVZ!]</p>
<p><em>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/62693815@N03/6277209256/in/photolist-ayGkBN-7dpzSz-ayDF4R-ayGkHd-RngzfQ-ayWQ4v-fJiTTo-ayDEMD-3yCizh-q6UuCd-hBXz-ayGksm-ayHg8x-qwLcCC-pfPNwX-8oHs4W-ayGkko-F4bK8-64PQAR-RH3QZT-iyEc2R-hTtYVi-4XaGib-nJ29pU-unvPko-d2kVuo-hTvHsn-dwyPFS-4A9eBb-5W1aoU-ikaRV-48vQEC-aUskV-q8M1Fy-ccWpgA-7AUALs-ayZtq9-4LXJMZ-F4aWj-r24Tnj-bDhKMT-5Pfj8r-nwpEPB-hTPi8f-9qaBdu-oeLuqj-5tXHmy-nDYNs7-kK7kk-hTzwxY" target="_blank">JonS on Flickr &#8220;Newspapers&#8221;</a> // <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank">CC BY 2.0</a></em></p>
<p><span id="more-1041"></span></p>
<h4>&#8220;Platzt der Traum Champions League?&#8221;</h4>
<p>Hätten wir auch nicht gedacht, dass die Sport-Bild hier reinrutscht. Allerdings liefert Autor Berries Boßmann (nicht <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bosman-Entscheidung" target="_blank">Bosman</a>) eine knackige und wenig aufgeregte Zusammenfassung der wohl spannendsten Frage für die sportliche Zukunft von RB Leipzig: <a href="http://sportbild.bild.de/bundesliga/vereine/bundesliga/rb-leipzig-europa-sperre-salzburg-50677760.sport.html" target="_blank">Darf RB Leipzig in der kommenden Saison Champions League spielen</a>?</p>
<p>Die Ausgangslage ist klar und oft durchgekaut, Boßmanns Artikel weiß aber zu unterscheiden: Die Gefahr des Nachweises des &#8220;entscheidenden Einfluss'&#8221; des gemeinsamen Geldgebers droht wohl eben nicht durch die personellen Überschneidungen und Verflechtungen der beiden Clubs. Viel eher wird RB Leipzig ein Problem haben nachzuweisen, dass Red Bull bei beiden Franchises für nicht mehr <strong>als 30% des Umsatzes</strong> sorgt &#8211; Das wäre zumindest das Kriterium laut UEFA &#8220;Financial Fairplay&#8221;-Regularien, wie der Sportrechtler <a href="https://www.sonntag-partner.de/fileadmin/user_upload/Pdfbibliothek/Profile/Profil_Dehesselles_Dr_Thomas_PG_DE.pdf" target="_blank">Thomas Dehesselles</a> zitiert wird:</p>
<blockquote><p>„Ist das Engagement von Red Bull sowohl in Leipzig als auch in Salzburg über dieser Grenze, greift Artikel 5, Absatz 2 der Uefa-Regularien.“ Und darin heißt es: „Halten zwei oder mehr Vereine die Bestimmungen zum Schutz der Integrität der Uefa-Klubwettbewerbe nicht ein, so kann nur einer von ihnen zu einem Uefa-Klubwettbewerb zugelassen werden.“</p></blockquote>
<p>Während Oliver Mintzlaff sich in seiner Doppelfunktion als &#8220;Head of Global Soccer&#8221; für Red Bull und Vorsitzendem des von Red Bull zu 70% unabhängigen Verein Rasenballsport Leipzig bereits verbal auf einen Rechtsstreit vorbereitet, deutet Boßmann eine ganz andere Option an: Man könnte Salzburg absichtlich verlieren lassen, damit sie in Österreich nicht Meister werden. Wäre geradezu der folgerichtige Todesstoß für die nurmehr leblose Hülle der einstigen Speerspitze des Red Bull-Fußballimperiums. Kann man sich in Leipzig ja mal merken.</p>
<h4>The Rise of RB Leipzig</h4>
<p>Tim Mansel hat für die BBC <a href="http://www.bbc.co.uk/programmes/p04pz475" target="_blank">zum Rückrundenstart ein Radiofeature über RB Leipzig</a> gemacht. Auch wenn der Beitrag mit Hertha-Gesängen und einigen undifferenzierten Meinungen beginnt, schaut Mansel schon ziemlich genau hin. Dabei kommt ihm neben seiner eigenen Fußballerfahrung und jahrelangen Kenntnis Deutschlands auch zu Gute, dass er zwei von uns gefragt hat, ob wir mit ihm sprechen können <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/14.0.0/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
<p>Wie so oft ist der Blick von weiter Außen etwas abwägender. Was Mansel beeindruckend gut gelingt, ist die Thematisierung der Frage &#8220;ostdeutscher Identität&#8221; im Zusammenhang mit der Identifikation mit RB Leipzig. Zwar kommt dabei auch Prof. Meynhardt lange zu Wort, dessen Studie wir <a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/2017/01/30/gekaufte-wissenschaft/" target="_blank">wissenschaftlich ziemlich fragwürdig finden</a>, Mansel isoliert mit seinen Rückfragen aber einen wichtigen psychologischen Kern der kritiklosen (Über-)Identifikation insbesondere öffentlicher Stellen mit dem Investment von Red Bull: eine nach wie vor in den neuen Bundesländern anzutreffende Mentalität, das (wirtschaftliche) Opfer der politischen Wiedervereinigung gewesen zu sein.</p>
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		<title>Dosierte Dossiers (3)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ansgar]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jan 2017 18:25:27 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
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		<category><![CDATA[Marcus Bark]]></category>
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					<description><![CDATA[Jeden Montag empfehlen wir Artikel, Berichte und Beiträge, die das Label Sportjournalismus verdienen. Also Dinge, die es mit Sicherheit nicht ins Red Bulletin schaffen. Wir präsentieren Perspektiven und Recherchen, die den Blick auf das Drumherum, das Dahinter und das große Ganze lenken &#8211; anstatt den aktuellen Spieltag als Edelfan oder Maskottchen abzufeiern. [Gruß an die &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2017/01/16/dosierte-dossiers-3/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Dosierte Dossiers (3)</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/bundle-1853667_960_720-e1484582865695.jpeg"><img loading="lazy" class="alignnone size-full wp-image-1003" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/bundle-1853667_960_720-e1484582865695.jpeg" alt="" width="840" height="560" /></a></p>
<p>Jeden Montag empfehlen wir Artikel, Berichte und Beiträge, die das Label Sportjournalismus verdienen. Also Dinge, die es mit Sicherheit nicht ins Red Bulletin schaffen. Wir präsentieren Perspektiven und Recherchen, die den Blick auf das Drumherum, das Dahinter und das große Ganze lenken &#8211; anstatt den aktuellen Spieltag als Edelfan oder Maskottchen abzufeiern. [Gruß an die LVZ!]</p>
<p><em>(<a href="https://pixabay.com/de/bundle-jute-seil-zeitung-1853667/">Pexels, CC0, public domain</a>)</em></p>
<p><span id="more-1002"></span></p>
<h4>Misstrauen zwischen Journalisten und Fußballklubs</h4>
<p>In ihrer <a href="https://www.sportschau.de/weitere/allgemein/sport-und-medien100.html">neuen Serie &#8220;Sport und Medien&#8221;</a> thematisiert die Sportschau in sechs Teilen die Sportberichterstattung. Marcus Bark (<a href="https://twitter.com/artus69" target="_blank">@artus69</a>) hat dazu e<a href="https://www.sportschau.de/fussball/allgemein/fussball-medien-journalisten-pressesprecher-100.html" target="_blank">inen lesenswerten Artikel beigesteuert, der sich um das Verhältnis von Fußballklubs und Journalisten dreht</a>.</p>
<p>Bark, selbst als &#8220;<a href="https://twitter.com/Reporter_vorOrt" target="_blank">Reporter vor Ort</a>&#8221; in den Stadien unterwegs, berichtet von einem deutlich abgekühlten Verhältnis zwischen Medienabteilungen und Journalisten. Dazu lässt er neben Steffen Simon auch Sschalkes Mediendirektor Thomas Spiegel zu Wort kommen: &#8220;Das Misstrauen ist gewachsen. Auf beiden Seiten hat der souveräne Umgang abgenommen.&#8221;</p>
<p>Der deutlichste und im Journalisten Alltag wohl störendste Auswuchs der medialen Professionalisierung der Vereine ist der von Bark attestierte &#8220;Autorisierungswahn&#8221;, zu dessen Illustration er auch eine schöne Stilblüte parat hält:</p>
<blockquote><p>»Die Rhein-Neckar-Zeitung aus Heidelberg etwa musste der TSG Hoffenheim sogar ein launiges Gespräch mit dem Maskottchen &#8220;Hoffi&#8221; vorlegen, das für eine Beilage bestimmt war.« &#8211; <a href="https://www.sportschau.de/fussball/allgemein/fussball-medien-journalisten-pressesprecher-100.html" target="_blank">Marcus Bark für Sportschau.de</a></p></blockquote>
<p>Der Marketingkonzern mit der Fußball-Franchise vor der Haustür ist in dieser Frage natürlich besonders gründlich. Die firmeneigenen Medien- &amp; PR-Abteilungen bespielen die digitalen Kanäle schneller, intensiver und für den User kostengünstiger als das gute alte Sender-Empfänger-Medium. Oder das gehört auch zum Portfolio, wie ServusTV oder das Red Bulletin.</p>
<p>Am Beispiel des Journalisten Günter Klein (<a href="https://twitter.com/guek62" target="_blank">@guek62</a>) vom Münchner Merkur streift Bark ein Problem, das nur bedingt dem Medienstrukturwandel zuzurechnen ist und viel mehr mit Anstand und Selbstverständnis zu tun hat: Der FC Bayern München hat wohl mehrfach beim Münchner Merkur insistiert, Klein möge seine teils bissigen Tweets über den FCB unterbleiben lassen.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="de">
<p dir="ltr" lang="de">Leipzig ist der &#8220;Feind&#8221;, den man &#8220;bekämpfen&#8221; muss, sagt Hoeneß. Doch Mateschitz ist sein Kumpel, mit dem er sich demnächst trifft.</p>
<p>— Günter Klein (@guek62) <a href="https://twitter.com/guek62/status/802282922694864900">25. November 2016</a></p></blockquote>
<p><script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Zum Verhältnis <a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/2014/07/30/ergebenheit-als-systembestandteil/" target="_blank">Sportmedien und Rasenballsport</a> Leipzig haben wir schon vor einiger Zeit eine ähnliche Perspektive angelegt.</p>
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		<title>Dosierte Dossiers (2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ansgar]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2017 13:09:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Jeden Montag empfehlen wir Artikel, Berichte und Beiträge, die das Label Sportjournalismus verdienen. Also Dinge, die es mit Sicherheit nicht ins Red Bulletin schaffen. Wir präsentieren Perspektiven und Recherchen, die den Blick auf das Drumherum, das Dahinter und das große Ganze lenken &#8211; anstatt den aktuellen Spieltag als Edelfan oder Maskottchen abzufeiern. [Gruß an die &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2017/01/09/dosierte-dossiers-2/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Dosierte Dossiers (2)</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/news-1172463_960_720.jpeg"><img loading="lazy" class="alignnone size-full wp-image-995" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/news-1172463_960_720.jpeg" alt="" width="960" height="720" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/news-1172463_960_720.jpeg 960w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/news-1172463_960_720-300x225.jpeg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/news-1172463_960_720-768x576.jpeg 768w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></a></p>
<p>Jeden Montag empfehlen wir Artikel, Berichte und Beiträge, die das Label Sportjournalismus verdienen. Also Dinge, die es mit Sicherheit nicht ins Red Bulletin schaffen. Wir präsentieren Perspektiven und Recherchen, die den Blick auf das Drumherum, das Dahinter und das große Ganze lenken &#8211; anstatt den aktuellen Spieltag als Edelfan oder Maskottchen abzufeiern. [Gruß an die LVZ!]</p>
<p><em>(<a href="https://pixabay.com/de/news-tageszeitung-presse-1172463/">Michael Gaida, CC0, public domain</a>)</em></p>
<p><span id="more-973"></span></p>
<h4>&#8220;Wir widmen den Sieg dem Präsidenten Berlusconi&#8221;</h4>
<p>Birgit Schönau hat <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/fussball-in-italien-das-ruinierte-lieblingsspiel-der-tifosi-1.3322933" target="_blank">für die Süddeutsche Zeitung ein sehr schönes Stück über die Verquickung von Politik und Fußball in Italien</a> geschrieben. Das Zitat in der Überschrift deutet es an: Silvio Berlusconi wird im Frühjahr die Präsidentschaft des AC Milan abgeben. Zum Ausscheiden des charismatischen Herrschers zeigt Schönau nicht nur, wie Berlusconi die Ehrentribüne, das Fernsehen und die politische Bühne mit den gleichen Mitteln bespielt hat. (Der Verweis auf Berlusconis Kaderpolitik ist dabei spannend.)</p>
<p>Sie zeichnet ein Portrait des italienischen Profifußballs im Umbruch: Viele Stadien sind halbleer, der spielerische und finanzielle Anschluss an die absolute europäische Spitze droht verloren zu gehen. Die alte Dame hat schon umgesteuert und nun öffnet auch Milan das Tor für ausländisches Geld. 200 Millionen Euro haben die chinseischen (!) Investoren bereits überwiesen, die endgültige Übernahme steht wohl im Frühjahr an.</p>
<p>Zu diesen finanziellen Dimensionen und der Geschwindigkeit des Umbaus schreibt Schönau: &#8220;Angesichts dessen, was in Mailand abgeht, sind deutsche Debatten um RB Leipzig nur Schrebergarten-Geschnatter.&#8221; Mit diesem Vergleich hat die Autorin im Hinblick auf die Qualität vieler Debatten um RB nicht unrecht (schöne Beispiele für Schrebergarten-Geschnatter explizit auch auf der &#8220;Pro&#8221;-Seite).<br />
Wir möchten dennoch ergänzen, dass gerade Schönaus Studie der Wahlverwandtschaft von Charismatikern, Macht und Fußball bei den Gartenfreunden Mateschitz, Rangnick und Mintzlaff zu verärgertem Geschnatter führen würde. Zu deutlich wird an Schönaus Blick nach Italien, wie das Spiel der Massen zum Vehikel der Interessen der Wenigen wird &#8211; egal ob als modernes Wagenrennen oder zur Gewinnvermehrung.</p>
<h4>50+1, TV-Gelder und fairer Wettbewerb</h4>
<p>Weder aus der vergangenen Woche, noch im engeren Sinne Sportjournalismus: eine Folge des <a href="http://blog.uebersteiger.de/podcast/mt033-andreas-rettig/" target="_blank">FC St. Pauli Fan-Podcasts &#8220;Millernton&#8221; aus dem September 2015</a>. Dass es die zwei Stunden Audio dennoch in diese Liste schaffen, liegt an den hervorragenden Fragen an den ebenso hervorragenden Gast der Folge, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Rettig" target="_blank">Andreas Rettig</a>. Der ist nach Stationen in Leverkusen, Freiburg, Köln und Augsburg sowie als DFL-Geschäftsführer mittlerweile kaufmännischer Geschäftsleiter beim FC St. Pauli.</p>
<p>Im Gespräch geht der erfahrene Fußball-Manager <a href="http://blog.uebersteiger.de/podcast/mt033-andreas-rettig/%23t%3D1:13:17.290" target="_blank">vor allem ab 1:13:17</a> auf seine Ansichten zu und Einsichten in die Organisation des wirtschaftlichen Wettbewerbs der Profiklubs ein. Rettig formuliert dabei mehrfach die Sorge, dass sich insbesondere in der Bundesligatabelle nur noch der Mitteleinsatz des wirtschaftlichen Wettbewerbs abbilde, nicht mehr sportliche Konzepte, wie etwa die Arbeit beim SC Freiburg. Das ist insofern problematisch, als dass zur Ausschüttung der Vermaktungsgelder ja wiederum <em>ausschließlich</em> die sportlichen Platzierungen herangezogen werden. Da ist es den Investoren-Klubs plötzlich sehr recht, dass sie sich in keinem &#8220;freien Markt&#8221; sondern in einem reglementierten Spielbetrieb befinden. An Details wie der Planungssicherheit in Budgetfragen und dem daraus resultierenden zeitlichen Vorteil auf dem Transfermarkt macht Rettig zudem deutlich, wie sich die Bundesliga dadurch immer mehr zum &#8220;closed shop&#8221; entwickelt.</p>
<p>Man gewinnt bei den Schilderungen und launigen Anekdoten (Sumoringer für den asiatischen Markt!) das Bild eines leidenschaftlichen Managers, der Fußball zuerst als Spiel und Teil der kulturellen Identität denkt, nicht als Absatzmarkt. Unsere Salzburger Freunde werden übrigens auch mit einem Bonmot am Rande erwähnt. Auf die Frage nach alternativen Ausschüttungskriterien (wie sie etwa <a href="https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga/traditions-vereine-wollen-mehr-geld-100.html" target="_blank">&#8220;Team Marktwert&#8221;</a> fordert) führt Rettig an, wie schwierig diese zu messen seien. Würde etwa die Mitgliederzahl über Ausschüttungen entscheiden,</p>
<blockquote><p>&#8220;dann würde Herr Mateschitz auf die Idee kommen und sagen: &#8216;Jetzt bekommen alle Leipziger eine kostenlose Mitgliedschaft&#8217;.&#8221;<br />
&#8211; Andreas Rettig im <a href="http://blog.uebersteiger.de/podcast/mt033-andreas-rettig">Millernton #33</a></p></blockquote>
<h4>Abgehängte Amateure</h4>
<p>Gleich zwei Interviews der vergangenen Woche thematisieren Probleme des Amateurfußballs. Der KICKER hat in der Montagsausgabe vom 2. Januar [S. 32-33; <a href="http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/667816/artikel_bell-fuerchtet-uebersaettigung_es-ist-zu-viel.html">Teaser online</a>] mit Mainz 05-Vizekapitän Stefan Bell gesprochen, der ehrenamtlich als Vorsitzender beim <a href="http://fv-vilja-wehr.de/">Kreisligisten FV Vilja Wehr</a> tätig ist. In der <a href="http://www.11freunde.de/interview/amateure-der-krise" target="_blank">11FREUNDE kommt zudem Sebastian Kockmann zu Wort</a>, der sportlicher Leiter bei <a href="https://fcerheine.de/" target="_blank">Eintracht Rheine in der Oberliga Westfalen</a> ist. Beide machen &#8211; teils drastisch &#8211; auf strukturelle Probleme des deutschen Fußballs aufmerksam.</p>
<p>Bell zeigt sich ob seiner Doppelperspektive als Ehrenamtlicher und Bundesligaprofi sehr aufgeklärt und reflektiert. So fragt er in einer lesenswerten Passage, ob in der eigentlich stabilen und funktionierenden Bundesliga tatsächlich immer weitere Maßnahmen zur Erlössteigerung vorgenommen werden müssen: &#8220;Der einzige Grund, der immer genannt wird ist England.&#8221; In diesem Zug spricht sich Bell gegen die weitere Zerstückelung des Spieltags und die Ausweitung und Aufstockung von Fußballwettberwerben auf internationaler Ebene aus:</p>
<blockquote><p>&#8220;Klar wird im ersten Moment mehr Geld eingenommen. Die Frage ist: Ist das nachhaltig?&#8221;<br />
&#8211; Stefan Bell im Kicker 01/2017</p></blockquote>
<p>Kockmann geht in der 11FREUNDE auf die Nöte der halbprofessionellen Vereine ein. Diese sehen sich in einem wirtschaftlich schwierigen Zwiespalt: Sie konkurrieren auf der Einnahmenseite um Aufmerksamkeit auf einem vom Profifußball dominierten Markt, um im Gegenzug die ressourcenintensive Grundlagenarbeit, wie etwa die Jugendarbeit, zu stemmen. Dabei fordert er insbesondere von den Verbänden mehr Unterstützung. Abschließend wird er gefragt, was er sich im Sinne des Amateursports wünschen würde:</p>
<blockquote><p>&#8220;Vielleicht das: Support your local team. Der einzelne Konsument, der einzelne Fan entscheidet, wie es weitergeht. [&#8230;] Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.&#8221;<br />
&#8211; Sebastian Kockmann bei <a href="http://www.11freunde.de/interview/amateure-der-krise" target="_blank">11FREUNDE</a></p></blockquote>
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		<title>Dosierte Dossiers (1)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ansgar]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jan 2017 07:47:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dosierte Dossiers]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr: eine neue wöchentliche Rubrik! Jeden Montag empfehlen wir Artikel, Berichte und Beiträge, die das Label Sportjournalismus verdienen. Also Dinge, die es mit Sicherheit nicht ins Red Bulletin schaffen. Wir präsentieren Perspektiven und Recherchen, die den Blick auf das Drumherum, das Dahinter und das große Ganze lenken &#8211; &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2017/01/02/dosierte-dossiers-1/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Dosierte Dossiers (1)</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/newspapers-JamesDeMers-publicdomain.jpeg"><img loading="lazy" class="alignnone size-full wp-image-959" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/newspapers-JamesDeMers-publicdomain.jpeg" alt="" width="960" height="509" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/newspapers-JamesDeMers-publicdomain.jpeg 960w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/newspapers-JamesDeMers-publicdomain-300x159.jpeg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/newspapers-JamesDeMers-publicdomain-768x407.jpeg 768w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></a></p>
<p>Wir starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr: eine neue wöchentliche Rubrik! Jeden Montag empfehlen wir Artikel, Berichte und Beiträge, die das Label Sportjournalismus verdienen. Also Dinge, die es mit Sicherheit nicht ins Red Bulletin schaffen. Wir präsentieren Perspektiven und Recherchen, die den Blick auf das Drumherum, das Dahinter und das große Ganze lenken &#8211; anstatt den aktuellen Spieltag als Edelfan oder Maskottchen abzufeiern. [Gruß an die LVZ!]</p>
<p><em>(&#8220;Newspapers&#8221; <a href="https://pixabay.com/de/zeitungen-brosch%C3%BCren-automaten-53323/">by JamesDeMers</a>, public domain)</em></p>
<p><span id="more-958"></span></p>
<h4>Sport und Kommerz</h4>
<p>Seitdem man es ganz bequem <a href="http://www.deutschlandfunk.de/podcast-sport-am-wochenende.1926.de.podcast.xml" target="_blank">als Podcast abonnieren</a> kann, gibt es wenig plausible Ausreden, &#8220;<a href="http://www.deutschlandfunk.de/sport-am-wochenende.1345.de.html" target="_blank">Sport am Wochenende</a>&#8221; vom Deutschlandfunk nicht im Medienmenü zu haben. Noch bis Mittwoch ist die Sendung vom 26.12. zum Thema &#8220;<a href="http://www.deutschlandfunk.de/sport-am-wochenende.1345.de.html?cal:month=12&amp;cal:year=2016&amp;drbm:date=2016-12-26" target="_blank">Sport und Kommerz</a>&#8221; abrufbar.</p>
<p>Zwei Beiträge daraus dürften der geneigten Leserschaft dieses Blogs interessant erscheinen. Zum einen thematisiert Robert Kempe <a href="http://www.deutschlandfunk.de/gazprom-putins-langer-arm.1346.de.html?dram:article_id=374777" target="_blank">die Rolle von Gazprom im Weltfußball</a>. Gazprom ist beileibe kein Sponsor, sondern geopolitisches Instrument. Bis 2018 zahlt man schätzungsweise 80 bis 100 Millionen US Dollar an die FIFA und kauft sich dafür in die feine Gesellschaft des quotenträchtigsten TV-Sports ein.</p>
<p>Andrea Schültke fragt zum anderen, <a href="http://www.deutschlandfunk.de/gemeinnuetzigkeit-vs-geschaeftstuechtigkeit-keimzelle-verein.1346.de.html?dram:article_id=374667" target="_blank">wie zeitgemäß die Vorstellung vom Sport<em>verein</em> eigentlich noch ist</a>. Während Apologeten des Marketingkonzerns ja gern altklug behaupten, 50+1 und das Vereinsrecht seien auch ohne Red Bull obsolet, bedienen sich die Sportkonzerne selbst dieser Konstrukte sehr gern &#8211; um kräftig zu sparen. Ebenso wie das IOC oder die FIFA profitiert auch RB Leipzig vom Vereinsrecht und wird damit unter dem Mantel der Allgemeinnützigkeit bei Steuerzahlungen begünstigt.</p>
<h4>RB Leipzig im Zeitraffer</h4>
<p><a href="https://www.vavel.com/" target="_blank">Vavel.com</a> ist eine Online-Zeitung, die in verschiedenen Sprachen erscheint (und mit ihrem Namen deshalb auch auf den Turm von Babel anspielt). Für die englischsprachige Ausgabe hat der junge und offensichtlich sehr engagierte nordirische Autor <a href="https://twitter.com/jonathanwalsh_" target="_blank">Jonathan Walsh</a> ein <a href="https://www.vavel.com/en/international-football/germany-bundesliga/734514-the-rb-leipzig-dilemma-revolutionising-german-football-or-destroying-the-sacred-culture.html" target="_blank">ausführliches Portrait von RB Leipzig gezeichnet</a>. Der Artikel unterscheidet sich deutlich von den hinkenden &#8220;Cinderella Stories&#8221; ausländischer Medien, wie ein angeblich kleiner Aufsteiger (Etat und Marktwerte?) die Bundesliga erobert.</p>
<p>Walsh fragt stattdessen, ob das Modell Leipzig die Zukunft oder das Ende der Fußballkultur in Deutschland ist, und zeichnet dabei zunächst sehr ausführlich den Beginn des Fußballengagements von Red Bull (inklusiver der abschlägig beschiedenen Anfragen in St. Pauli und Düsseldorf) nach. Unter &#8220;The View in Germany&#8221; sammelt Walsh im letzten Drittel des Artikels Stimmen deutscher Fans und kommt damit auf Themen, die in einer durchschnittlichen Bundesliga-Berichterstattung zu RB nicht auftauchen: &#8220;Wieso Bayer, Wolfsburg und Hoffenheim etwas anderes als RB sind&#8221; und &#8220;Der Osten im Aufschwung &#8211; nicht wegen RB&#8221;.</p>
<h4>Wie der Sportsponsor Red Bull das Unmögliche provoziert</h4>
<p>Uwe Buse beleuchtet in &#8220;Spiel ohne Grenzen&#8221; im <a href="https://magazin.spiegel.de/SP/2017/1/148787026/">SPIEGEL 1/2017 [€]</a> das Verhältnis von Action- und Extremsportlern und dem österreichischen Marketingkonzern:</p>
<blockquote><p>Die meisten Athleten sind jung, viele noch nicht mal volljährig, wenn sie ins Blickfeld der Geldgeber gelangen. Verträge, die mehr bieten als Verschleißteile und Reisespesen, sind ein rares Gut. Die Position von Sponsoren ist in der Regel so stark, dass Verträge nicht verhandelt, sondern gewährt werden.</p></blockquote>
<p>Während die <a href="http://programm.ard.de/?sendung=281069804421078" target="_blank">ARD-Doku &#8220;Die dunkle Seite von Red Bull&#8221; (2013)</a> etwas reißerisch vorgab, die &#8220;Hintergründe von Todesfällen&#8221; aufzuklären, gelingt es Buse sehr viel besser, die Mechanismen des Geschäfts zu beschreiben, indem er nah an jungen Actionsportlern berichtet. Die Fakten sind traurig und bekannt: Seit 2009 starb jedes Jahr mindestens ein von Red Bull gesponsorter Extremsportler. Lebendig zu Helden erklärt, sucht man nach den Namen der Toten vergebens auf der Red Bull-Website, sie passen nicht ins inszenierte Bild. (Ausnahme ist der verunglückte Basejumper Shane McConkey, Hauptfigur eines 90-minütigen, von Red Bull produzierten Dokumentarfilms.)</p>
<p>Buse portraitiert einen jungen Freeride Mountainbiker, der sich diesen Sommer als einer der wenigen öffentlich gegen die gesundheitlichen Folgen der Vermarktungslogik &#8220;höher, schneller, weiter&#8221; gestellt hat. Unter dem Hashtag <a href="https://twitter.com/search?q=%23fuckrampage" target="_blank">#fuckrampage</a> hat <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Cameron_Zink" target="_blank">Cameron Zink</a> den Sponsor nach einem Einladungsrennen mit schweren Unfällen (20 % der Starter schieden verletzt aus, einer bleibt gelähmt) schwere Vorwürfe gemacht. Interessanterweise musste Red Bull dadurch von der eigenen Kommunikationspolitik abweichen, sich explizit zur Kritik äußern und nach einem runden Tisch mit den Fahrern Zugeständnisse an die Sportler machen.</p>
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