<br />
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	<title>Leipzig &#8211; zwangsbeglückt</title>
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	<title>Leipzig &#8211; zwangsbeglückt</title>
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		<title>Wahlwerbung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ansgar]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jan 2020 07:30:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ohne Zusätze]]></category>
		<category><![CDATA[Burkhard Jung]]></category>
		<category><![CDATA[Kandidaten]]></category>
		<category><![CDATA[Katharina Krefft]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
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		<category><![CDATA[Ute-Elisabeth Gabelsmann]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlwerbung]]></category>
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					<description><![CDATA[Was bei aller Euphorie um die Tabellenführung der Betriebssportgemeinschaft Fuschl am See auch interessant ist: In Leipzig steht die Wahl eines Oberbürgermeisters an. Zwar läge es in der Logik des Vereins, wenn auch hier einfach jemanden transferiert würde, etwa Harald „Harry“ Preuner, der zur Zeit in Salzburg Bürgermeister ist. Aber nun, die Sächsische Gemeindeordnung sieht &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2020/01/24/wahlwerbung/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Wahlwerbung</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Was bei aller Euphorie um die Tabellenführung der Betriebssportgemeinschaft Fuschl am See auch interessant ist: In Leipzig steht die Wahl eines Oberbürgermeisters an. Zwar läge es in der Logik des Vereins, wenn auch hier einfach jemanden transferiert würde, etwa Harald „Harry“ Preuner, der zur Zeit in Salzburg Bürgermeister ist. Aber nun, die Sächsische Gemeindeordnung sieht es vor, dass die Stimmberechtigten über dieses Amt entscheiden, derzeit rund 470.000. Und so stehen am 2. Februar acht Kandidatinnen auf der Liste, über die dann spätestens am 1. März in einer Stichwahl entschieden wird.</p>



<p>Wir haben fünf Kandidat*innen für <a href="https://kreuzer-leipzig.de/2020/01/24/wahlwerbung/">unsere monatliche Kolumne bei KREUZER</a> auf ihre Sicht zu RB befragt. Unsere Fragen waren natürlich tendenziös, das aber mit Nachdruck. Kurzfassung: Sie reichten von einem „Wie halten Sie es mit RB?“ bis hin zur Frage nach der Vorfreude auf die Meisterfeier im Mai. </p>



<p>Realistischerweise schätzen einige der Angefragten ihre OBM-Chancen als niedrig ein und verzichten schon vorab auf die Teilnahme an unserer Befragung. Dies gilt etwa für Sebastian Gemkow, auch Franziska Riekewald von der Linken hielt sich bedeckt. Marcus Viefeld von der FDP hatten wir gar nicht erst angeschrieben. Seine plakatierte Losung „Unternehmer ins Rathaus!“ war ja schon eine Vorab-Antwort auf die Frage nach dem Verhältnis zu RB.</p>



<p>So haben wir das Vergnügen, hier umso vollständiger die Reaktionen von Katharina Krefft (Bündnis 90/Grüne), Burkhard Jung (SPD) und Ute-Elisabeth Gabelsmann (Piraten, Humanisten, ÖDP &amp; Demokratie in Bewegung) zu dokumentieren. Das Ergebnis vorab: <a href="https://kreuzer-leipzig.de/2020/01/24/wahlwerbung/">Die Unterschiede sind nicht riesig, aber fein, wie wir andernorts ausführlicher interpretiert haben.</a></p>



<span id="more-1302"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Burkhard Jung (SPD)</h2>



<p><em>Worum handelt es sich
ihrer Meinung nach bei RB Leipzig?</em></p>



<p>„Um den Grund, warum Leipzig endlich auch wieder im Fußball
Champions League spielt. Und das finde ich großartig.“</p>



<p><em>Wie wird die Kommune
unter ihrer Leitung RB Leipzig künftig unterstützen?</em></p>



<p>„Ihr habt ja schon 2014 festgestellt, ich sei &#8220;im
Liebestaumel mit dem heilsbringenden Gebieter&#8221;. Aber im Ernst: Leipzig
profitiert sehr von RB. Wir arbeiten gut zusammen und entlassen RB auch nicht
aus seinen Pflichten gegenüber der Stadt. Als nächstes werden wir die
Gestaltung des Stadionumfelds inklusive Sportmuseum, Mobilität etc. angehen.
Das ist eines der Schwerpunktprojekte aus meinem Arbeitsprogramm 2023.“</p>



<p><em>Wie hoch schätzen Sie
die Vorbildwirkung von RB ein, etwa was Mitbestimmung und politisches Engagement
angeht?</em></p>



<p>„Die Stärken von RB liegen auf anderen Feldern.“</p>



<p><em>Wie sehr freuen Sie
sich auf die RB-Meisterfeier im Mai?</em></p>



<p>„Sehr! Aber die Bierdusche gilt nur dem Trainer, richtig?“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Katharina Krefft (Bündnis 90/Die Grünen)</h2>



<p><em>Worum handelt es sich
ihrer Meinung nach bei RB Leipzig?</em></p>



<p>„Vielen Dank für Ihre Fragen an eine echte Fußballexpertin.
Aber immerhin kicke ich gerne mit den Kindern, und darum spiel(t)en auch alle
meine Mädels GTA-Fußball. Die Älteste hatte sogar durchgesetzt, dass es an
ihrer Grundschule GTA-Mädchenfußball schon ab der 1. Klasse gab. Und die haben
dann sogar Preise geholt. Ich hatte mich auch sehr gefreut, dass der TuS
Leutzsch uns beim Frauenfestival unterstützt hatte an der Fußballwand – die
wiederum von RB kam. Mein Mann sagt immer: Wir sind ‚Chemiker‘ also Anhänger
von Chemie Leipzig.</p>



<p>Zunächst einmal begrüße ich, dass RB Leipzig ein Fußballclub
ist, der Menschen jeden Alters zu seinen Fans zählt und sichtbar viele Familien
– auch aus dem Umland &#8211; ins Stadion lockt. Das ist ein großer Unterschied zu
den Zeiten als noch Lok Leipzig im Zentralstadion spielte und an Heimspieltagen
in der Innenstadt sog. „Fans“ Angst und Schrecken verbreiteten.</p>



<p>Auf der anderen Seite ist da ein Club, der wie die meisten
großen Clubs in Europa ein sichtbares Zeichen der Kommerzialisierung des
Volkssports Fußball darstellt. Ich will da tatsächlich keine Wertung vornehmen,
weil ich einerseits an Fußball eher wenig Interesse habe und andererseits viele
Menschen das weniger kritisch sehen. Letztlich ist RB-Leipzig ein gut
geschmiertes Unternehmen, aber darin unterscheiden sie sich heute nicht mehr
von anderen Spitzenclubs der Bundesliga.“</p>



<p><em>Wie wird die Kommune
unter ihrer Leitung RB Leipzig künftig unterstützen?</em></p>



<p>„Ich sehe nicht, dass RB Leipzig eine Unterstützung nötig
hat. Sicherlich ist RB ein unbestrittener Wirtschaftsfaktor für unsere Stadt
und auch für die Bekanntheit und das Stadtmarketing eines der Aushängeschilder.
Wir können als Stadt froh sein, dass wir für unser innerstädtisches Stadion
einen regelmäßigen Nutzer haben.</p>



<p>Das aber bedingt natürlich eine Zusammenarbeit auf
bestimmten Gebieten, sofern sich die Interessen von RB oder die der Stadt
überschneiden. Ich bin demnach sehr gespannt, wie sich das Interesse von RB
Leipzig, seine Geschäftsstelle, einen Fanshop sowie hunderte von Stellplätzen
im Bereich des ehemaligen Schwimmstadions mit dem städtischen Interesse der
Realisierung der Feuerbachschleife und des Sportmuseums übereinander bringen
lässt. OBM Jungs Interesse erscheint mir da sehr diffus, indem er am Stadtrat
vorbei seit Monaten Geheimverhandlungen führt und die Anbindung des ÖPNV an das
Stadion seinen persönlichen Interessen an einem bislang undefinierten „Haus des
Sports“ unterzuordnen scheint.</p>



<p>Und grundsätzlich halte ich es mit einer abgewandelten
amerikanischen Redensart, die übrigens auch für andere Unternehmen gilt: ‚Bevor
Du fragst, was die Stadt für Dich tun kann, frage Dich, was Du für die Stadt
machen kannst?‘ Ich glaube nicht, dass sich RB über die Stadt Leipzig beklagen
kann.“</p>



<p><em>Wie hoch schätzen Sie
die Vorbildwirkung von RB ein, etwa was Mitbestimmung und politisches
Engagement angeht?</em></p>



<p>„Wir Grüne setzen uns generell für umfassende Transparenz, Beteiligung und Mitbestimmung ein. Ich erlebe RB Leipzig eher als unpolitischen Verein, vielleicht auch als Reaktion auf die rechten Auswüchse vor einigen Jahren rund um Lok Leipzig.</p>



<p>Dass Transparenz, Mitbestimmung und Beteiligungskultur bei
RB Leipzig naturgemäß anders gelebt wird als z.B. bei Chemie Leipzig hat auch
kommerzielle bzw. privatwirtschaftliche Hintergründe. RB würde hinsichtlich der
Akzeptanz und der demokratischen Mitbestimmung sicherlich gut daran tun, ihre
restriktive Haltung zu lockern und Fans mehr Mitsprache einzuräumen. Zumindest
im kommunalen Einflussbereich werde ich mit meinen grünen Überzeugungen zeigen,
dass es auch anders geht und Transparenz, Beteiligung und Mitbestimmung
gewinnbringend ist. Und ich erwarte bei einem Verein, in dessen Reihen viele
Ausländer spielen, eine klare Kante gegen Rassismus und Hass.“</p>



<p><em>Wie sehr freuen Sie
sich auf die RB-Meisterfeier im Mai?</em></p>



<p>„Abgerechnet wird zum Schluss! Ich bin da leidenschaftslos
und außerdem gilt: ‚May the best team win!‘ Wir Grüne haben ja immerhin dafür
gesorgt, dass die Fassade des Alten Rathauses saniert wurde und damit der
Balkon gleich mit. Insofern sehe ich einer Meisterfeier entspannt entgegen.
Sollte es mit der Meisterschaft klappen, ist dies natürlich für die Beteiligten
und Fans ein Grund zu feiern.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ute-Elisabeth Gabelsmann (Piraten, Humanisten, ÖDP &amp; Demokratie
in Bewegung)</h2>



<p><em>Worum handelt es sich
ihrer Meinung nach bei RB Leipzig?</em></p>



<p>„Soweit ich informiert bin, um eine Ausgründung des SSV
Markranstädt. Aber ich gebe zu, daß ich da kein sonderlicher Experte bin.
Ausschließen hingegen kann ich, dass es sich um einen Stadtmäzen handelt.“</p>



<p><em>Wie wird die Kommune
unter ihrer Leitung RB Leipzig künftig unterstützen?</em></p>



<p>„Das klären wir in derselben Sitzung, gleich mit der Frage,
wie RB die von mir gelittene Kommune künftig unterstützt.“</p>



<p><em>Wie hoch schätzen Sie die
Vorbildwirkung von RB ein, etwa was Mitbestimmung und politisches Engagement
angeht?</em></p>



<p>„Ich zitiere die Wikipedia: ‚Im Gegensatz zu allen anderen
deutschen Fußballvereinen räumt RB Leipzig seinen Anhängern keine offizielle Möglichkeit
ein, stimmberechtigtes Mitglied zu werden. Nach Angaben des damaligen
Geschäftsführers Ulrich Wolter strebe RB Leipzig nicht die hohen
Mitgliederzahlen anderer Klubs an. Laut Wolter seien Vereine, in denen Fans aus
der Ultra-Szene Strukturen geschaffen haben, nicht im Sinne des deutschen
Fußballs, und man wolle sich solchen Zuständen absolut entziehen.‘</p>



<p>Ich habe mir mal notiert, daß die Führungsebene von RB zu
meinen ersten Bürgerkonferenzen geladen wird. Als OBM hat man schließlich Vorbildwirkung.“</p>



<p><em>Wie sehr freuen Sie
sich auf die RB-Meisterfeier im Mai?</em></p>



<p>„Bin ich da geladen? Was zieht man da an? Sind Gastgeschenke
okay? Ich muss mal eben eine ganz liebe Freundin konsultieren, die weiß ganz
sicher Rat!“</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Läuft alles nach (Business)Plan</title>
		<link>https://zwangsbeglueckt.de/2018/05/14/laeuft-alles-nach-businessplan/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[chassot]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 May 2018 07:29:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[filetiert]]></category>
		<category><![CDATA[Abschluss]]></category>
		<category><![CDATA[Businessplan]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Gesamtlage]]></category>
		<category><![CDATA[Laufpublikum]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Saison 17/18]]></category>
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					<description><![CDATA[Zweites Jahr erste Liga, bald zweistelliger Geburtstag –&#160;Geschichte wird gemacht bei RB, und das alles nur mit einer kleinen Anschubfinanzierung. Wir nehmen das zum Anlass, um jenseits der schnöden Zahlen kurz zu resümieren: Wie weit ist der Marketingverein eigentlich gekommen? Eine (steile) These steht dabei ja im Raum. Vor einigen Wochen erschien in der „11Freunde“ &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2018/05/14/laeuft-alles-nach-businessplan/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Läuft alles nach (Business)Plan</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_1255" aria-describedby="caption-attachment-1255" style="width: 3456px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/26855962166_3da9da6e3d_o.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-1255" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/26855962166_3da9da6e3d_o.jpg" alt="" width="3456" height="2304" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/26855962166_3da9da6e3d_o.jpg 3456w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/26855962166_3da9da6e3d_o-300x200.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/26855962166_3da9da6e3d_o-768x512.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/26855962166_3da9da6e3d_o-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 3456px) 100vw, 3456px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1255" class="wp-caption-text">Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/strassenstriche/26855962166/in/photostream/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">straßenstrich.net on flckr</a> // CC BY-NC 2.0</figcaption></figure></p>
<p>Zweites Jahr erste Liga, bald zweistelliger Geburtstag –&nbsp;Geschichte wird gemacht bei RB, und das alles nur mit einer kleinen Anschubfinanzierung. Wir nehmen das zum Anlass, um jenseits der schnöden Zahlen kurz zu resümieren: Wie weit ist der Marketingverein eigentlich gekommen?</p>
<p>Eine (steile) These steht dabei ja im Raum. Vor einigen Wochen erschien in der „11Freunde“ ein Artikel namens „Niemand braucht sich zu wundern“. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass einige RB-Heimspiele in der Europa League nicht ausverkauft waren, woraus der Autor schloss: „Leipzig ist nicht Red Bull“. Vielmehr seien Chemie, Lok und Roter Stern die hier entscheidenden und prägenden Akteure.</p>
<p>Auch wenn der Text aufmerksamkeitsökonomisch schon seinen Wert verloren hat, lohnt es sich, ihn nochmal genauer zur Hand zu nehmen. Erstens, weil dessen Diagnose in der Sache so wohl nicht stimmt. Und zweitens, weil es uns was über das Funktionieren von RB erzählt. Und das wiederum kann interessant sein für alles, was noch so kommt im modernen Fußball.</p>
<p><span id="more-1246"></span></p>
<h3><strong>These Eins: Leipzig ist fußballerisch disparat</strong></h3>
<p>Zugegeben: Wir hauen ja auch manchmal was raus, wo eher der Wunsch der Vater des Gedanken ist. Und in den meisten Fällen liegen die 11Freunde ganz richtig, was ihre ausdauernde Kritik an RB betrifft. Bei diesem Artikel jedoch müssen wir wohl leider widersprechen. Denn weder RB, noch ein anderer Verein ist <em>die&nbsp;</em>Stadt. Leipzig ist wie vielleicht keine zweite Stadt in Deutschland von einer ganzen Reihe von ziemlich unterschiedlichen Vereinen geprägt. Und klar, Lok, Chemie, Roter Stern gehören da dazu. Aber, ob es einem nun gefällt oder nicht: Auch RB ist (mittlerweile) Teil dieser Stadt.</p>
<p>Zugleich lassen sich die Vereine nicht einfach gegeneinander aufrechnen. Allein aus der Zahl der BesucherInnen bei Heimspielen kann kaum auf ihre lokale Verankerung geschlossen werden. Interessant ist vielmehr, auf welche Weisen die Clubs in dieser Stadt agieren und von ihr wahrgenommen werden.</p>
<h3><strong>These Zwei: Lok, Chemie und RSL als Milieu- und Stadtteilvereine</strong></h3>
<p>Lok, Chemie und der Rote Stern sind, und das ist ein wichtiger Unterschied zu RB, stark milieu- und stadtteilgebundene Vereine.</p>
<p>Lok ist vor allem im Osten der Stadt verwurzelt und zieht ein Publikum an, das – allen Bemühungen des Vereins zum Trotz – zu einem beträchtlichen (und vor allem: sichtbaren) Teil aus politisch rechts stehenden Fans besteht. Der Zuschauerschnitt ist für die vierte Liga beachtlich, und die Vergangenheit hat gezeigt, dass hier bei entsprechenden Highlights noch deutlich Potential vorhanden ist.</p>
<p>Chemie wiederum ist im Westen der Stadt stark. Der Verein kann zum einen (auch) auf alteingesessenes, arbeiterliches Publikum verweisen, ist derzeit zudem äußerst attraktiv bei einer Kundschaft, die zwischen links-alternativ und hipsteresk angesiedelt werden kann. Selbst wenn sich diese Gruppen auf Dauer nicht nach Leutzsch bewegen, bleibt Chemie sicherlich das Stammpublikum erhalten. Und auch hier gehen die Zahlen schnell nochmal nach oben, wenn Derbys oder wie demnächst Finalspiele um den Sachsenpokal anstehen.</p>
<p>Der Rote Stern schließlich hat den Stadtsüden für sich und zudem – in partieller Überschneidung mit Chemie –&nbsp;ein klar links-alternatives Publikum. Sportlicher Erfolg wird hier gern genommen; im Vordergrund steht aber eher die wechselseitige Bestätigung, politisch auf der richtigen Seite zu sein und den Verein als soziokulturellen &nbsp;Dreh- und Angelpunkt sowie als Angebot und Botschaft nach außen zu stabilisieren.</p>
<p>Alle drei Vereine werden auf absehbare Zeit weiterhin ihr Stammpublikum haben, wenn sie sich nicht mit zu ambitionierten Projekten verheben oder zu große Fehler machen. Dieses Publikum ist dabei verlässlich, mit starken Bindungen und insofern auch nachhaltig. Zugleich jedoch werden alle drei Vereine in ihrer Präsenz und Anhängerschaft begrenzt bleiben. Zu überschaubar ist letztlich der erwartbare sportliche Erfolg, zu stark sind die bisherigen Bindungen an Stadtteile und Milieus. Diese stellen zwar einerseits echte Ressourcen, im Gegenzug aber auch Hürden für massenhaft neues Publikum dar.</p>
<h3><strong>These Drei: RB-Publikum potentiell maulig, aber milieu- und stadtteilübergreifend</strong></h3>
<p>RB liegt im Grunde quer zu diesen Vereinen. Sein Publikum besteht aus ehemaligen Chemie- und Lok-Anhängern, die –&nbsp;teilweise schon deutlich in die Jahre gekommen –&nbsp;endlich nochmal „richtigen Fußball sehen wollen“ und sich zudem von einer allzu jugendlichen und teilweise auch gewaltaffinen Fanszene abgewendet haben; es besteht aus mittelalten Anhängern, die nie richtig bei Lok, Chemie oder dem Roten Stern einsteigen mochten; und es besteht aus noch jüngeren Leuten, für die RB im Grunde der erste wahrgenommene lokale Verein ist. In allen diesen Gruppen haben wir es (wenigstens) teilweise mit Leuten zu tun, die durchaus als Stammpublikum bezeichnet werden können, die also nicht unbedingt sofort alle wegbleiben, wenn es zum Rumdümpeln im Mittelfeld der Bundesliga käme.</p>
<p><figure id="attachment_1256" aria-describedby="caption-attachment-1256" style="width: 4404px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30084807394_b714f2ac6f_o.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-1256 size-full" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30084807394_b714f2ac6f_o.jpg" alt="" width="4404" height="3166" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30084807394_b714f2ac6f_o.jpg 4404w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30084807394_b714f2ac6f_o-300x216.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30084807394_b714f2ac6f_o-768x552.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30084807394_b714f2ac6f_o-1024x736.jpg 1024w" sizes="(max-width: 4404px) 100vw, 4404px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1256" class="wp-caption-text">Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/percygermany/30084807394/in/photostream/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PercyGermany on flickr</a> // CC BY-NC-ND 2.0</figcaption></figure></p>
<p>Dazu kommt natürlich ein Publikumssegment, das aus der Wahrnehmung des 11Freunde-Artikels den Hauptbestand der Zuschauer bildet: das Laufpublikum. Und sicherlich sind diese Leute nicht zu übersehen, für die der Stadionbesuch ein Event wie Classic Open oder der Weihnachtsmarkt ist. Ohne nähere Kenntnis von Kontext und Details des Spieles, dafür aber mit sicherem Wissen vom (erhofften) Unterhaltungswert des besichtigten Vereins. Eine solche Klientel wird auch extra rangeholt und rangezogen. RB ist ja mittlerweile zu einer Art Alltags-Trophäe geworden; zwei Stadionkarten als Hauptgewinn in jeder Lotterie, bei der die Organisatoren Nachdenken oder Risiko vermeiden wollen. RB passt zu allen, zur lokalen Supermarkt-Genossenschaft wie zur Krankenkasse.</p>
<p>Insgesamt ergibt das eine ziemlich heterogene und flatulente Klientel. Mehrheitlich ist diese sicherlich nicht bereit, dem Projekt bedingungslos und unabhängig vom sportlichen Erfolg zu folgen. Doch zugleich begeht man vermutlich einen Fehler, wenn man das RB-Publikum in Gänze als nur kurzfristig interessiert einschätzt.</p>
<p>Das liegt an einer ganzen Reihe von Faktoren: In der Stadt gibt es nach wie vor ein großes Interesse an (erfolgreichem) Fußball, das die anderen Vereine nur bedingt erfüllen. RB ist da für viele der aufstrebende Saubermann, der es dem Westen endlich mal zeigt. Demokratische Vereinsstrukturen sind den Meisten ohnehin egal, die Finanzierung und damit der eigentliche Zweck des Projektes ebenso. Zudem startete das Projekt RB zu einem Zeitpunkt, zu dem der Fußball ohnehin schon enorm ökonomisiert stattfindet. Für viele sind da die Unterschiede zwischen den einzelnen Vereinen marginal, &#8220;Geld haben die anderen doch auch&#8221;. Hinzu kommt die starke praktische und symbolische Unterstützung durch die lokalen Eliten, die dem Verein den roten Teppich ausrollen, es sich nicht mit seiner Anhängerschaft verderben und sich zudem selbst von der Sonne des Erfolgs die Büroblässe vertreiben lassen wollen. Nicht zuletzt ist RB stark im Nachwuchsbereich tätig und dort meist erste Adresse für die local kids. Auch das ist wenig verwunderlich; es war schon immer schwer zu vermitteln, warum man als Kind von einem Verein in der 4. Liga Fan sein soll und nicht von einem, der international spielt.</p>
<p>Schließlich, und das kommt zum eingangs erwähnten Artikel zurück: Die Zeiten, als RB noch Karten auf den Schulhöfen verschenkte, sind vorbei. Diese Stufe im Businessplan ist längst genommen. Die Karten kosten hartes Geld, und gerade bei internationalen Spielen nicht zu wenig. Man macht sich hier falsche Hoffnungen, wenn man die geringeren Zuschauerzahlen in Spielen gegen St. Petersburg oder Marseille als Anzeichen des beginnenden Niedergang des Projektes nimmt. Vielmehr sehen wir den Grund für das Wegbleiben an anderer Stelle: Der ganze Hype um Leipzig (&#8220;The better Berlin&#8221;) hat viele Probleme zur Folge, und&nbsp;eines davon ist die Überschätzung der ökonomischen Kapazitäten dieser Stadt und seiner Einwohner.&nbsp;Deshalb geht es eigentlich auch ein bisschen gegen die eigenen Prinzipien, wenn man vom Publikum verlangt, für jedes Spiel jeden Eintrittspreis zu zahlen.</p>
<p>Daneben muss erwähnt sein, dass das RB-Einzugsgebiet weiter reicht, als man sich vorstellt. An Bundesligaspieltagen sieht man eine Vielzahl von Nummerschildern aus den umliegenden Bundesländern, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Diese weitreichende Strahlkraft hat natürlich auch eine Rückseite. An einem Mittwochabend, 21 Uhr ein Europapokalabend mitzumachen, wenn man am nächsten Tag auf Arbeit muss, ist für Hallenser vielleicht noch drin. Zuschauer aus Gera, Jena, Magdeburg und Dessau winken da aber eher ab.</p>
<p><figure id="attachment_1257" aria-describedby="caption-attachment-1257" style="width: 4608px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30680193146_1f6bf49c45_o.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-1257" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30680193146_1f6bf49c45_o.jpg" alt="" width="4608" height="3456" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30680193146_1f6bf49c45_o.jpg 4608w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30680193146_1f6bf49c45_o-300x225.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30680193146_1f6bf49c45_o-768x576.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2018/05/30680193146_1f6bf49c45_o-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 4608px) 100vw, 4608px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1257" class="wp-caption-text">Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/percygermany/30680193146/in/photostream/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PercyGermany on flickr</a> // CC BY-NC-ND 2.0</figcaption></figure></p>
<h3><strong>Fazit</strong></h3>
<p>Gern schreiben wir all das auch nicht auf, aber es nützt ja nix. RB ist in der Stadt relevanter, als es die Perspektive von außen oder Wunschdenken von innen nahelegen mag. Das ist weitgehend akzeptierte Realität in Leipzig, aber auch&nbsp;keine gute Nachricht für andere Städte oder Regionen. Denn die Moral muss wohl heißen: Auch&nbsp;Kunstvereine können es schaffen. Hoffenheim war der erste Test, Leipzig bietet ein weiteres Modell. Die launige Bemerkung von Hofberichterstatter Guido Schäfer, er wäre auch zu Nivea Leipzig gegangen, Hauptsache es gibt Bundesliga, sollte man nicht zu leicht abtun. Vielleicht überwirft sich Rangnick eines Tages mit dem Gebieter, heuert Jogi Löw an und findet, auch Thüringen habe einen Bundesligisten verdient.&nbsp;Und irgendwie wäre es ja auch verwunderlich, wenn bei all den irren Veränderungen im Fußball eines gleich bleiben würde: die mitspielenden Vereine.&nbsp;&#8216;Nivea Erfurt&#8217; incoming.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gemeinwohl und Geschenke</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Oct 2017 06:52:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung lässt sich ja gern mit der Sentenz zitieren, dass RB ein „großes Geschenk“ für die Stadt sei. Anlässlich des bevorstehenden Stadionkaufes durch RB verdichten sich (mal wieder) die Anzeichen dafür, dass es vielleicht andersrum richtiger ist: Leipzig ist ein Glücksfall für RB. Denn die Geschichten um das ehemalige Zentralstadion, dessen Neu- &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2017/10/17/gemeinwohl-und-geschenke/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Gemeinwohl und Geschenke</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung lässt sich ja gern mit der Sentenz zitieren, dass RB ein „<a href="http://www.mz-web.de/sport/fussball/rb-leipzig/oberbuergermeister-im-interview-ob-jung-sieht-rb-leipzig-als-geschenk-fuer-die-stadt-25602224" target="_blank" rel="noopener noreferrer">großes Geschenk</a>“ für die Stadt sei. Anlässlich des bevorstehenden Stadionkaufes durch RB verdichten sich (mal wieder) die Anzeichen dafür, dass es vielleicht andersrum richtiger ist: Leipzig ist ein Glücksfall für RB. Denn die Geschichten um das ehemalige Zentralstadion, dessen Neu- bzw. Umbau und die dabei umgesetzten Gelder zeigen, dass die gern verkündete Erzählung des privaten Investoren-Heilands, von dem die ganze Stadtgesellschaft nur profitiert, sehr vieles vergisst und verschweigt. Vor allem, wie viel öffentliches Geld direkt und indirekt im Projekt RB steckt, wie wenig sich RB tatsächlich für die Stadt interessiert, und wie sehr diese Stadt trotzdem gewillt ist, RB mehr oder minder bedingungslos zu hofieren.</p>
<h4>Das Zentralstadion gehört bald zu Fuschl am See</h4>
<p>Anlass für diese Geschichte ist der Verkauf des Zentralstadions. Kurz erzählt, also in der Version der meisten Zeitungen, verkauft der Eigentümer Michael Kölmel das Stadion an Red Bull. Genauer gesagt läuft der Deal so: Derzeitige Besitzerin des Stadions ist die EMKA Immobilienbeteiligungsgesellschaft GmbH. Diese hält 100 Prozent der Anteile an der Zentralstadion Leipzig GmbH, die auch als Besitzgesellschaft bezeichnet wird, weil ihr faktisch das Stadion gehört. Kölmel wiederum ist nun Besitzer der EMKA und über diesen Weg derzeitiger Stadioneigentümer.</p>
<p><figure id="attachment_1194" aria-describedby="caption-attachment-1194" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3753427748_54aca523d1_b.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-1194 size-full" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3753427748_54aca523d1_b.jpg" alt="" width="1024" height="768" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3753427748_54aca523d1_b.jpg 1024w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3753427748_54aca523d1_b-300x225.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3753427748_54aca523d1_b-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1194" class="wp-caption-text">Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/toastbrot81/3753427748/in/photolist-6HFiiw-8fs3v6-az5RPU-8gQ5Hu-6HBpCP-5Lqttt-8fvht9-d58vVC-d589xw-d584Zj-7LC4HS-7LPGGP-d585Qb-d58Ep3-d58GVb-8fs1VF-7Ly5se-7Ly5qx-d58cks-az5NtY-8dN6Qd-5ULHVd-7ArQf7-5ULGKd-d58AJu-7LC4JQ-xtRXf2-7ArQgu-az5R57-5LuKyj-cxNWiw-az5SCU-8fs4jK-5LqtdB-5LuHYh-8jK7hy-8gQ7w5-az3b5R-7LTExw-8fvhmq-8t5Myw-d58uz3-8fs5kX-d58r2u-d4quEd-8fs4cV-d4qt9d-8sMCUG-cx4dkG-aCGk7t" target="_blank" rel="noopener noreferrer">toastbrot81 &#8220;Blick vom City Hochhaus&#8221; on flickr</a> | <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC 2.0</a></figcaption></figure></p>
<p>Demnächst nun verkauft die EMKA ihre Anteile an der Besitzgesellschaft und damit das Stadion. Käufer ist, und darauf kommen wir später nochmal zurück, Red Bull bzw. der davon alimentierte hiesige Fußballverein. Von dieser Aufteilung erstmal abgesehen, gehört dem „Projekt RB“ damit künftig das Stadion selbst, und alle Umbauten finden damit als Investitionen in RB-Eigentum statt (was wohl Bedingung war bzw. vor dem Kauf des Stadions gegen Umbauten sprach).</p>
<p>Lange gingen im Vorfeld die Verhandlungen hin und her, wobei RB öffentlichkeitswirksam mit einem <a href="http://www.mz-web.de/sport/fussball/rb-leipzig/rb-leipzig-boss-oliver-mintzlaff--tendenz-zum-stadionneubau--24283998" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Neubau auf der grünen Wiese</a> drohte, wenn es das Stadion nicht ausbauen dürfe. Die Bauvoranfrage und die aus Sicht von RB <a href="http://www.sportbuzzer.de/artikel/leipziger-stadionausbau-rb-boss-mintzlaff-fordert-mehr-tempo-von-der-stadt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unangemessen lange Wartezeit</a> auf eine Antwort bestimmten lange die Berichte der LVZ; damit werden wir Sie aber nicht länger langweilen. Schließlich signalisierte die Stadt ihre Zustimmung zum Ausbau, und Kölmel und RB tüteten daraufhin den Kaufvertrag ein.</p>
<p>Alle Beteiligten sind nun zufrieden. Kölmel, weil er Geld bekommt und auf längere Zeit Risiken los ist. Er ist weiterhin (über die ZSL-Betreibergesellschaft) Betreiber von Veranstaltungen etwa auf der Festwiese und hat andere Vorbehaltsrechte, u.a. eine eigene VIP-Loge. Zudem bewirtschaftet er die Parkplätze. RB ist zufrieden, weil ein eigenes Stadion das Firmenportfolio ziert und man zugleich größeren Aufwendungen und Konflikten aus dem Weg geht, die bei einem Umzug gedroht hätten. Und schließlich die Stadtverwaltung und der Stadtrat, weil RB&#8217;s Heimspielstätte zentral bleibt und damit weiter als innerstädtisches Aushängeschild dienen kann; zudem ist das Stadion in Benutzung, was sonst wieder zum Problem geworden wäre. Die Zustimmung des Stadtrates am Mittwoch dieser Woche gilt deshalb allen nur als „Formalie“. Wie wir aus den entsprechenden Rats-Ausschüssen hörten, scheint das auch zu stimmen. Kaum jemand im Stadtrat scheint sich für das Thema zu interessieren; lediglich von den GRÜNEN kamen Antworten auf unsere Fragen.</p>
<p>Dabei ist der Verkauf des Stadions in mindestens zwei Punkten aufschlussreich, und beide drehen sich um das liebe Geld.</p>
<h4>Öffentliche Investitionen, private Gewinne</h4>
<p>Der erste Punkt betrifft den Kaufpreis. Kolportiert sind hier 70 Millionen EUR; keine Seite hat dieser Summe bisher widersprochen, also rechnen wir auch mal damit. Und rufen noch einmal die Baukosten von damals in Erinnerung. Die Bausumme belief sich insgesamt auf 116 Millionen EUR. Davon zahlte allein der Bund 51 Millionen EUR, die Stadt 21 Millionen EUR und die EMKA, also Kölmel, 44 Millionen EUR. Dazu wurde noch ein Betreibervertrag abgeschlossen, der Kölmel pro Jahr 1,2 Millionen EUR jährlich aus dem städtischen Haushalt zusicherte.</p>
<p>Jede Menge <a href="http://www.berliner-zeitung.de/die-kosten-der-wm---insgesamt-wurde-der-steuerzahler-im-zusammenhang-mit-der-weltmeisterschaft-mit-mehreren-milliarden-euro-belastet-die-kunst-des-rechnens-15722428" target="_blank" rel="noopener noreferrer">öffentliche Kohle</a> steckte in der gesamten WM 2006 und den Stadien; das wurde und <a href="http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/steuergeld-fuer-vereine-und-fans-der-grosse-stadion-poker-in-mitteldeutschland-1236306" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wird</a> gern vergessen. Aber&nbsp;<a href="http://www.rp-online.de/sport/fussball/wm-stadien-2006-kosten-und-finanzierungen-aid-1.1567195" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kein Stadion</a>, außer das in Nürnberg, wurde mit derart viel öffentlichem Geld gebaut wie das in Leipzig. Das lag natürlich auch daran, dass zu den Zeiten des Neubaus weder der FC Sachsen noch der VfB in der Lage gewesen wäre, die erforderlichen Summen aus den eigenen löchrigen Etats mit aufzubringen, geschweige denn, das Stadion dann noch mit genügend Zuschauern zu füllen. Gleichwohl wollte der Gründungsort des DFB und die Stadt des ersten Deutschen Meisters aber unbedingt Spielstätte bei der prestigeträchtigen WM sein.</p>
<p><figure id="attachment_1195" aria-describedby="caption-attachment-1195" style="width: 1024px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3222606858_30f34e3705_b.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-1195" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3222606858_30f34e3705_b.jpg" alt="" width="1024" height="768" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3222606858_30f34e3705_b.jpg 1024w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3222606858_30f34e3705_b-300x225.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/3222606858_30f34e3705_b-768x576.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1195" class="wp-caption-text">Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/34636844@N08/3222606858/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ju_Li_A &#8220;Vor dem Spiel&#8221; on flickr</a> |<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> CC BY-NC-SA 2.0</a></figcaption></figure></p>
<p>Wie auch immer: Rechnet man all die oben genannten Zahlen zusammen bzw. wieder auseinander, wurden drei Viertel aller Kosten für den Stadionbau durch Bund und Stadt beglichen. Anders gesagt: Kölmel zahlte ein Viertel der Baukosten. Das wäre für sich nicht verwerflich. Allerdings war nach der Fertigstellung des Stadions und seiner Einweihung die EMKA bzw. ihre Besitzgesellschaft, sprich Kölmel, alleiniger Eigentümer des Stadions. Kurz gesagt, zahlte Kölmel also 44 Millionen EUR für ein (wesentlich teureres) Stadion, das er nun für 70 Millionen EUR weiterverkauft. Kein schlechter Deal, oder?</p>
<p>Manche werden hier einwenden: Ja, aber die ganzen Kosten in den Jahren des Leerstands! Geschenkt. Denn wie gesagt: Von der Stadt gab es jährlich einen Zuschuss, und selbst wenn der Betrieb ohne Einnahmen zwei Millionen pro Jahr gekostet hätte, wären da maximal 10 Millionen EUR zusammengekommen, denn ab der Saison 2010/11 spielte RB ja schon durchweg im Stadion und zahlte dafür (ordentlich) an Kölmel. Wären also, ganz zurückhaltend gerechnet, immer noch 16 Millionen EUR Differenz bzw. Gewinn für Kölmel bei der Sache. Aber selbst die LVZ vermutet da deutlich höhere Beträge und spricht von „<a href="http://www.sportbuzzer.de/artikel/wer-verdient-am-stadion-verkauf/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">an die 50 Millionen</a>“.</p>
<p>Wir wollen an der Stelle niemandem sein Geld neiden, ehrlich. Aber nur nochmal fürs Protokoll: Die Stadt sieht nach ihren Investitionen von mindestens 21 Millionen EUR, realistischer eher 30 Millionen EUR nun keinen Cent beim Verkauf der Schüssel. Das ist rein rechtlich alles wasserdicht, offenbar wurden die Verträge damals so geschlossen. Man wollte schnell ein modernes Stadion und die WM in der Stadt, und bekam beides dann auch. Und klar, öffentliche Subventionen für private Unternehmen sind an der Tagesordnung, und das noch in (weit) größeren Dimensionen.</p>
<p>Die städtische Nichtbeteiligung beim Wiederverkauf ist ja auch nicht die einzige <a href="http://www.ariva.de/forum/koelmel-kinowelt-leipzig-olympia-skandal-um-mi-186128" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schräge Geschichte</a> um die ganze Stadionerneuerung. Man erinnere sich nur an den Batzen Geld, den Roland Poser für seine (angebliche) Vermittlung Kölmels bekam; ein Detail des Affären-Gesamtkunstwerks des damaligen Kämmerers Peter Kaminski.</p>
<p>Aber ein bisschen irre ist das schon, dass RB nun eine Spielstätte kauft, die mit öffentlichen Geldern stark bezuschusst wurde, dabei aber so tut, als täten sie irgendjemandem damit auch noch einen Gefallen und die Verwaltung solle sich gefälligst ein bisschen beeilen bei solch nobler Kundschaft. Und noch irrer ist es, dass Kölmel damit nun noch einen (ordentlichen) Gewinn einstreicht.</p>
<p>Legitimiert wird all das, man ahnt es, mit den heilsbringenden Effekten durch RB. Direkte und indirekte Einnahmen der Stadt, man kennt die wunderbaren Geschichten und Zahlen. All das sind nach wie vor Schätzungen, genaue Berechnungen liegen unserer Kenntnis nach weiterhin nicht vor. Aber (PR-)wirksam sind die Studien trotzdem; im Eingang zur <a href="https://ratsinfo.leipzig.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1007550" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beschlussvorlage</a> an den Stadtrat wird wieder auf die schon berühmte <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2017/01/30/gekaufte-wissenschaft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Public Value-Studie</a> der HHL Bezug genommen und „erhebliche Effekte“ für die Stadt Leipzig prognostiziert.</p>
<h4>Steuern zahlen? Lieber später!</h4>
<p>Der zweite Punkt betrifft die beim Kauf anfallenden Steuern und damit erneut öffentliches Geld. Denn als Käufer der Besitzgesellschaft treten (formalrechtlich) zwei Parteien auf den Plan: die Red Bull GmbH und der unter RasenBallsport Leipzig firmierende gemeinnützige Verein (e.V.). Beide Parteien teilen sich den Kaufpreis, und dies hat den Grund, dass keine Grunderwerbssteuer gezahlt werden muss, sobald man nicht mehr als 95 Prozent eines Grundeigentums erwirbt. Deshalb kauft Red Bull nur 94 Prozent, und der Verein die restlichen 6 Prozent. Mit anderen Worten: Hätte die Red Bull GmbH das ganze Stadion bzw. alle Anteile an der Besitzgesellschaft erworben, wäre die Grunderwerbssteuer fällig gewesen. Die beläuft sich in Sachsen auf 3,5 Prozent, was bei einem unterstellten Kaufpreis von 70 Millionen EUR immerhin runde 2,5 Millionen EUR sind. Für Red Bull eigentlich nur Peanuts, aber im Zweifel spart man die natürlich gern ein.</p>
<p>Auch das ist (natürlich!) eine legale Geschichte. Über das Erschweren solcher <a href="http://blog.handelsblatt.com/steuerboard/2016/06/02/grunderwerbsteuer-und-share-deal-warum-nicht-sein-darf-was-nicht-sein-kann/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Share Deals</a> wird immer mal gesprochen, aber noch werden sie legal genutzt. Und RB wären die Letzten, die formalrechtliche Möglichkeiten nicht auch bis zum Äußersten ausschöpfen würden. Das ist ja ohnehin die ganze Zeit die Masche: Legitim ist, was legal ist, alles andere sind Einwände von Traditionalisten und Neidern. Darauf wird man auch hier verweisen, wenn die Frage nach den 2,5 Millionen EUR Grunderwerbssteuer aufkommt. Daran darf man sich aber gern erinnern, wenn mal wieder der Wohltäter Red Bull gepriesen wird, und das wird nicht mehr lange dauern.</p>
<p><figure id="attachment_1196" aria-describedby="caption-attachment-1196" style="width: 1920px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/clinic-2232153_1920.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-1196" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/clinic-2232153_1920.jpg" alt="" width="1920" height="1440" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/clinic-2232153_1920.jpg 1920w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/clinic-2232153_1920-300x225.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/clinic-2232153_1920-768x576.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/clinic-2232153_1920-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1920px) 100vw, 1920px" /></a><figcaption id="caption-attachment-1196" class="wp-caption-text">Foto: <a href="https://pixabay.com/p-2232153/?no_redirect" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Juncala (ohne Titel) on pixabay</a> | <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 1.0</a></figcaption></figure></p>
<p>Fazit: RB ist auch in dieser Angelegenheit nicht der Heilsbringer, der es immer vorgibt zu sein. Massig öffentliches Geld steckt im Stadion, das nun, verwandelt in Privatbesitz, mit Gewinn verkauft werden kann. Wie gesagt: alles legal, alles normal. Aber solche Geschichten gehören zum Gesamtbild dazu, das allzu oft als „Die kosten keinen was und bringen ihr eigenes Geld mit“ gezeichnet wird. Auch die erwähnte Beschlussvorlage für den Stadtrat spricht ja davon, dass durch RB „Steuereinnahmen für die Stadt sowie werbliche Abstrahleffekte (Image) fürs Stadtmarketing ohne Belastung für den kommunalen Haushalt“ zu erwarten sind. Es wäre endlich mal an der Zeit, diese einseitige Lobhudelei zu beenden.</p>
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		<title>Momentchen mal!</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2016 11:42:51 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Eigentlich finden wir selbst es ja langweilig, immer wieder auf Offensichtliches hinzuweisen. Doch gelegentlich kommt es zu Zuspitzungen, die selbst uns mit offenen Mündern zurücklassen. So geschehen gestern, als die Friedrich-Ebert-Stiftung zum 5. Mitteldeutschen Wirtschaftsdialog einlud. Thema:  LEIPZIG Fußballstadt Leipzig. Chancen und Herausforderungen. &#8220;Fußballstadt Leipzig&#8221; bedeutete in diesem Fall freilich RB Leipzig. Und es ging um &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2016/10/12/momentchen-mal/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Momentchen mal!</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich finden wir selbst es ja langweilig, immer wieder auf Offensichtliches hinzuweisen. Doch gelegentlich kommt es zu Zuspitzungen, die selbst uns mit offenen Mündern zurücklassen. So geschehen gestern, als die Friedrich-Ebert-Stiftung zum 5. Mitteldeutschen Wirtschaftsdialog einlud. Thema:  <a href="https://www.facebook.com/events/196756294079373/" target="_blank">LEIPZIG Fußballstadt Leipzig. Chancen und Herausforderungen</a>. &#8220;Fußballstadt Leipzig&#8221; bedeutete in diesem Fall freilich RB Leipzig. Und es ging um das wirtschaftliche Heilsversprechen, das nicht nur mit diesem &#8220;Verein&#8221; verbunden wird, sondern mit dem Aufstieg in die erste Bundesliga nun angeblich kurz vor der Einlösung steht. Nachlesen kann man das bei den üblichen Hofschreibern (<a href="http://www.lvz.de/Sport/RB-Leipzig/News/Wachstumsmotor-RB-Leipzig-Der-Fussball-allein-wird-es-nicht-richten" target="_blank">hier</a> und <a href="http://rotebrauseblogger.de/2016/10/12/burkhard-jung-goes-initiative-60plus/" target="_blank">hier</a>).<span id="more-785"></span></p>
<p><figure id="attachment_786" aria-describedby="caption-attachment-786" style="width: 600px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/thinking-272677_1920.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="wp-image-786" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/thinking-272677_1920-300x217.jpg" alt="thinking-272677_1920" width="600" height="434" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/thinking-272677_1920-300x217.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/thinking-272677_1920-768x556.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/thinking-272677_1920-1024x741.jpg 1024w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/thinking-272677_1920.jpg 1920w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-786" class="wp-caption-text">Foto: geralt, <a href="https://pixabay.com/de/nachdenken-denkarbeit-mann-gesicht-272677/" target="_blank">pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank">CC0 1.0 Universell (CC0 1.0) </a></figcaption></figure></p>
<p>So weit, so bekannt, dachten auch wir und kamen dann doch ins Grübeln. Moment mal, ist es wirklich so selbstverständlich, über einen lokalen Fußballverein zu sprechen, als hätte sich ein internationaler Konzern am Standort Leipzig niedergelassen? Im Zusammenhang mit RB ist das offenbar völlig legitim und auch lange nicht mehr weiter erklärungsbedürftig. Schon allein der vom Veranstalter geschaffene Rahmen, das Spektrum, innerhalb dessen hier über einen Fußballverein gesprochen wurde, verrät, dass es in Bezug auf RB offenbar noch nie wirklich um Fußball im sportlichen Sinne ging. Im Gegenteil. Mittlerweile wird das sogar mantellos und wie selbstverständlich vorausgesetzt, von RB als &#8220;Wachstumsmotor&#8221; gesprochen, und der Bundesliga-Aufstieg als Marker einer vor allem wirtschaftlichen Zeitenwende für die sich daran ergötzenden Heldenstadt abgefeiert.</p>
<p>Bürgermeister, Medienunternehmer und Handelskammerchef können sich munter mit neu erreichter internationaler Reichweite, Existenzgrundlagen und Mehrwerten die Taschen vollhauen und keiner findet das merkwürdig. Wären wir RB-Jünger, wir wären äußerst beleidigt. Entsteht doch so der Eindruck, dass es auch jeder beliebige andere Verein hätte sein können, dem die Stadt Tür und Tor geöffnet hätte. Hauptsache Bundesliga und der damit erreichte Anschluss an den &#8220;Wachstumsmotor Bundesliga&#8221; ist geschafft.</p>
<p>Wie gesagt, alles nicht neu, und anderer Stelle haben wir uns auch <a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/2014/10/28/standardsituationen-der-rb-affirmation-3/" target="_blank">schon mal damit beschäftigt</a>. Aber in dieser schnörkellosen Deutlichkeit vorgetragen, sind die monothematischen Erwartungen, die mit RB in Verbindung gebracht werden, dann doch noch mal speziell.</p>
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		<title>RBL &#8211; F95 im Liveticker: Ein einziger Nichtigkeits-Contest</title>
		<link>https://zwangsbeglueckt.de/2015/10/23/liveticker-rbl-vs-f95/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Oct 2015 13:43:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Zum Auftakt der Schicki Micki Brause Sause senden wir live aus dem Dr. Seltsam, um unseren schriftstellerischen Vorbildern Gieselmann &#38; Co. alle Ehre im Live-Tickern zu machen. Geht raus und spöttelt&#8217;s Fußball!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Auftakt der <a href="https://www.facebook.com/events/1693147834231593/" target="_blank">Schicki Micki Brause Sause</a> senden wir live aus dem Dr. Seltsam, um unseren <a href="http://www.11freunde.de/artikel/best-11freunde-liveticker" target="_blank">schriftstellerischen Vorbildern Gieselmann &amp; Co.</a> alle Ehre im Live-Tickern zu machen. Geht raus und spöttelt&#8217;s Fußball!</p>
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		<title>Die Rote Revolution</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jul 2015 12:17:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[konzernintern]]></category>
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					<description><![CDATA[In der Geschichte kennt sich Ralle Rangnick ja ganz hervorragend aus. Das bewies er schon, als er sich und anderen die Situation die Katar schönredete und dabei gleich mehrere Jahrzehnte Sport- und Politikgeschichte miteinander verband. Nun ein neuerlicher großer historischer Wurf. Von der Süddeutschen (Freitagsausgabe, 24.07.2015) auf den etwaigen Aufstieg von RB in die Erste Liga &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2015/07/27/die-rote-revolution/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Die Rote Revolution</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der Geschichte kennt sich Ralle Rangnick ja ganz hervorragend aus. Das bewies er schon, als er sich und anderen die Situation die <a href="https://zwangsbeglueckt.wordpress.com/2014/12/23/geschichtsprofessor-rangnick-katar-und-1936/" target="_blank">Katar</a> schönredete und dabei gleich mehrere Jahrzehnte Sport- und Politikgeschichte miteinander verband. Nun ein neuerlicher großer historischer Wurf. Von der Süddeutschen (Freitagsausgabe, 24.07.2015) auf den etwaigen Aufstieg von RB in die Erste Liga angesprochen, wollte der Seher Rangnick zwar kein konkretes Datum nennen, prognostizierte aber: „Irgendwann kommt der Tag, an dem in Leipzig so viele Menschen auf dem Marktplatz feiern werden wie seit der Wende nicht mehr.“</p>
<p>Genau gesehen ist das natürlich kompletter Quark. Wenn Rangnick mit dem schönen Wort „Wende“ den Herbst 89 meint, dann ist es nämlich ein leichtes Spiel, mehr Leute auf dem Markt zusammenzutreiben als seinerzeit. Die Demonstrationen fanden auf dem Augustusplatz und Ring statt; auf dem Markt sammelte allenfalls die Polizei ihre Truppen.</p>
<p><figure id="attachment_581" aria-describedby="caption-attachment-581" style="width: 570px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/07/bundesarchiv_bild_183-1987-0704-047_berlin_750-jahr-feier_festumzug_22karl_liebknecht22.jpg"><img decoding="async" loading="lazy" class="size-full wp-image-581" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/07/bundesarchiv_bild_183-1987-0704-047_berlin_750-jahr-feier_festumzug_22karl_liebknecht22.jpg" alt="ADN-ZB Oberst 4.7.87 Berlin: Jubiläum-Festumzug. Innerhalb des großen Festumzuges durch das Stadtzentrum anläßlich des 750jährigen Stadtjubiläums wurde die Szene dargestellt, in der Karl Liebknecht am 9. November 1918 vom Balkon des Schlosses die sozialistische deutsche Republik ausgerufen hatte." width="570" height="800" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/07/bundesarchiv_bild_183-1987-0704-047_berlin_750-jahr-feier_festumzug_22karl_liebknecht22.jpg 570w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/07/bundesarchiv_bild_183-1987-0704-047_berlin_750-jahr-feier_festumzug_22karl_liebknecht22-214x300.jpg 214w" sizes="(max-width: 570px) 100vw, 570px" /></a><figcaption id="caption-attachment-581" class="wp-caption-text">ADN-ZB Oberst 4.7.87 Berlin: Jubiläum-Festumzug. Innerhalb des großen Festumzuges durch das Stadtzentrum anläßlich des 750jährigen Stadtjubiläums wurde die Szene dargestellt, in der Karl Liebknecht am 9. November 1918 vom Balkon des Schlosses die sozialistische deutsche Republik ausgerufen hatte.</figcaption></figure></p>
<p>Solch ein Fauxpas verwundert, ist doch RB ein in der Stadt und Region langjährig verwurzelter Verein mit jeder Menge lokaler Expertise. Aber klar, bei all den Visionen kann einem das schon mal verrutschen. Denn was für Aussichten: Ralle ruft die Rote Republik aus! Vom Rathausbalkon! Dosen für alle! Inklusive Begrüßungsschluck für jeden Neuzugang! Das kann nur ganz nach dem Gusto des Gebieters sein: RB als das geilste Ding seit der Einführung der D-Mark. Die Rote Revolution (vulgo: RR) wischt alles beiseite, was bis dahin noch Bestand hatte; Politik war gestern, heute wird gefeiert. Hier wird Post-Demokratie ganz neu interpretiert.</p>
<p>Warten wir es aber mal ab. Große Feiern hatten schon ganz andere geplant. Das Politbüro in Fuschl am See hat zwar den Generalsekretär Rangnick mit allen Befugnissen ausgestattet, die Feierlichkeiten in die Wege zu leiten, doch Unwägbarkeiten sind da nie ausgeschlossen. Doch auch hier bieten sich andere historische Verweise an. Denn wie sagte schon der weitsichtige Honecker: „<a href="https://www.youtube.com/watch?v=B7reIMSpBNA" target="_blank">Den roten Fußball in seinem Lauf, halten weder Ochs noch Esel auf!</a>“.</p>
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		<title>Identifikationsfreigabe</title>
		<link>https://zwangsbeglueckt.de/2015/01/06/identifikationsfreigabe/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[ansgar]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Jan 2015 14:22:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[filetiert]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Frahn]]></category>
		<category><![CDATA[Identifikation]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Personalpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Während die Zeitung mit den vier großen Buchstaben aufgrund der jüngsten Wechsel und Wechselgerüchte um Red Bull-Spieler sensationslüstern das Fußballprojekt RB in Frage stellt, spielt sich vor der Leipziger Haustür wesentlich Bemerkenswerteres ab. Dass Leihspieler, internationale Ausnahmetalente oder ein 22-Jähriger vor dem nächsten Karriereschritt mal eine der RB-Filialen verlassen, dürfte in Rangnicks entwickelnder Personalpolitik einkalkuliert &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2015/01/06/identifikationsfreigabe/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Identifikationsfreigabe</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Während die Zeitung mit den vier großen Buchstaben aufgrund der jüngsten Wechsel und Wechselgerüchte um Red Bull-Spieler <a href="http://www.bild.de/sport/fussball/red-bull/projekt-red-bull-droht-zu-platzen-39206972.bild.html" target="_blank">sensationslüstern das Fußballprojekt RB in Frage stellt</a>, spielt sich vor der Leipziger Haustür wesentlich Bemerkenswerteres ab. Dass Leihspieler, internationale Ausnahmetalente oder ein 22-Jähriger vor dem nächsten Karriereschritt mal eine der RB-Filialen verlassen, dürfte in Rangnicks entwickelnder Personalpolitik einkalkuliert sein. An der Freigabe Daniel Frahns und den Reaktionen darauf zeigt sich aber, dass die gern beschworene lokale Einheit in rot und weiß durchaus rissig ist. Und die Sollbruchstelle in der Marketingfassade heißt wenig überraschend Identifikation.</p>
<p><span id="more-426"></span></p>
<p>Die LVZ macht auf der heutigen Meinungsseite vierspaltig mit drei Leserbriefen und Foto zur Frahn-Freigabe auf und legt nach dem <a href="http://www.rb-fans.de/forum/viewtopic.php?f=20&amp;p=322032#p322032" target="_blank">Artikel vom Heiligabend</a> damit in der Causa (Ex-)Kapitän nach: Damals schon hatte die Sportredaktion für ihre Verhältnisse beinahe hörbar ins Horn der Kritik gehaucht. WhatsApp-Statuszeilen und Weihnachtspläne wurden zur Illustration des kickenden Personals als Menschen herangezogen, und Guido Schäfer schloss gar mit: »Ja, sie werden rauher, die Winde bei RB Leipzig.«</p>
<p><span class="_5yl5">Ob die Sportredaktion der LVZ hier versucht, sich als echtes journalistisches Gegenüber zu etablieren, oder ob das Endlich-Bundesliga-Fähnchen zum Jahreswechsel nur etwas ermüdete, ist eigentlich egal. Spannender sind die Zuschriften, die man ausgesucht hat, um die Story heute nachzuwaschen. Tenor: RB mit erstem grobem Patzer, was die Performance als lokaler Verein angeht, der der Region nur Gutes und niemandem weh tut.</span></p>
<blockquote><p>Bei mir ist das Verständnis und die Sympathie für die &#8220;Macher&#8221; von RB ein Stück weit verloren gegangen. &#8212; H. Wolfram</p>
<p>Ich jedenfalls bin sehr enttäuscht von RB Leipzig. &#8212; W. Sommer</p>
<p>Das Abservieren von Daniel Frahn passt sich leider ein in das Bild, was viele RB-Gegner verbreiten. [&#8230;] Wir wollen Jungs wie Daniel Frahn spielen sehen, die mit Herzblut dabei sind und nicht nur wegen der Kohle irgendwie in Leipzig gelandet sind. Mag sein, dass RB das Ganze anders sieht und Leipzig tatsächlich nur ausgewählt hat, weil hier die Chancen, Geld zu machen, am größten sind. Aber dafür, lieber Herr Rangnick und Co., haben Sie nicht länger meine Unterstützung. Ich werde, zumindest in dieser Saison, die RB-Arena nicht mehr besuchen! &#8212; T. Toepler.</p></blockquote>
<p>Was lernen wir daraus? Die lokale RB-Anhängerschaft besteht mitnichten nur aus Na und?-Zynikern und Eventfans mit der Aufmerksamkeitsspanne von Goldfischen, wie Twitter- und Blogkonsum zum Thema glauben machen. Da scheinen doch ziemlich viele Argumente durch, die verdächtig nach dieser verschrieenen Fußballromantik klingen! Da geht es um in der Vergangenheit Geleistetes und Dankbarkeit und Identifikation mit der fünfjährigen Geschichte.</p>
<p>Natürlich wird dieses kleine Zwischenspiel die Franchise nicht vom eingeschlagenen Weg abbringen. Aber es tut sich eine Sollbruchstelle auf, die dem &#8220;normalen Leipziger Fußball-Fan&#8221; das Projekt offenbar unsympathisch macht.</p>
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