<br />
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	<title>Guido Schäfer &#8211; zwangsbeglückt</title>
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	<description>Ein RB-Leipzig-Protokoll</description>
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	<title>Guido Schäfer &#8211; zwangsbeglückt</title>
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		<title>Verlieren? Nicht vorgesehen! – Eine Medienauslese</title>
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		<dc:creator><![CDATA[zunull]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Oct 2017 12:55:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[filetiert]]></category>
		<category><![CDATA[Geltungsdrang]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Schäfer]]></category>
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		<category><![CDATA[Rangnick]]></category>
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		<category><![CDATA[Selbstermächtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorie]]></category>
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					<description><![CDATA[Niemand verliert gern. Zumal im Fußball. Egal, ob Spieler, Funktionär oder Fan – gerade auf die vermeintlich &#8220;großen&#8221; Spiele fiebert man hin und ist natürlich enttäuscht, wenn diese nicht so laufen, wie man gehofft hatte. Das hat man schon oft erlebt, und auch das Hadern mit dem Schiri, dem Ball oder sonstigen äußeren Umständen ist &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2017/10/30/verlieren-nicht-vorgesehen-eine-medienauslese/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Verlieren? Nicht vorgesehen! – Eine Medienauslese</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Niemand verliert gern. Zumal im Fußball. Egal, ob Spieler, Funktionär oder Fan – gerade auf die vermeintlich &#8220;großen&#8221; Spiele fiebert man hin und ist natürlich enttäuscht, wenn diese nicht so laufen, wie man gehofft hatte. Das hat man schon oft erlebt, und auch das Hadern mit dem Schiri, dem Ball oder sonstigen äußeren Umständen ist wesentlicher Bestandteil des Redens über verlorene Spiele im Speziellen und Fußball im Allgemeinen.</p>
<h4>Mehr als schlechte Verlierer</h4>
<p>Einen Umgang mit einem verlorenen &#8220;großen&#8221; Spiel musste in den vergangenen Tagen gleich zweimal ein Fußballlager finden, das damit ganz offensichtlich überfordert ist, wenn nicht sogar Probleme hat: RB Leipzig. Eine Tatsache, die ihnen nicht unbedingt beim Aufstieg auf der Sympathieleiter geholfen haben dürfte. Ganz ähnlich wie beim forcierten Marsch durch die Ligen in den letzten Jahren bricht sich in allem, was man aus der weiß-roten Ecke mitbekommt, eine Ungeduld Bahn, die uns zuerst (zynisch, wie wir nun mal sind) belustigte, dann aber zunehmend beängstigte.</p>
<p><span id="more-1200"></span></p>
<p>Sei es versammelt unter dem Hashtag #RBLFCB, oder aber in der Lokalpresse:&nbsp;Die Aggressivität, mit der das RB-Lager nicht einsehen will, dass Pokal- und das nur wenige Tage später stattfindende Ligaspiel gegen die Bayern nun mal so gelaufen sind, wie sie gelaufen sind, ist schon speziell. Es wird laut rumgepöbelt, mit den Fuß auf dem Boden gestampft und wütend mit Fingern auf andere gezeigt. Es wirkt fast so, als sei die Idee des Verlierens, des Einsortierens hinter etablierten Hausnummern des Fußballs, im RB-Universum noch nicht angekommen. Dass das zum Marketingimage des Finanziers des ganzen Ladens passt, ist klar. Dass aber auch Fans und Medien, über den ersten Ärger hinweg, <a href="https://twitter.com/zeitonline/status/923479302364155904" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Geschichten über die Verstrickungen von Felix Zwayer in den Hoyzer-Skandal 2006 aufgekochen </a>und offen – und völlig ironiefrei – von einer Verschwörung gegen den 2009 aus der Wiege gehobenen und dann von den Verbänden nach oben protegierten Club fabulieren, ist schizophren.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en">
<p dir="ltr" lang="de">Wie reagieren, wenn ein Leipzig-Fan sagt: &#8220;Man will uns nicht in der Liga haben&#8221;?<br />
Nicken.</p>
<p>— Günter Klein (@guek62) <a href="https://twitter.com/guek62/status/924355486849355776?ref_src=twsrc%5Etfw">October 28, 2017</a></p></blockquote>
<p><script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script><br />
Und so beschlich uns immer mehr das Gefühl, dass es bei dem aufschreihaften Gezeter eigentlich um etwas ganz Anderes geht. Das RB-Lager scheint auf eine Weise beleidigt, in der man im besten Fall Minderwertigkeitskomplexe, realiter aber wohl eine aggressive Anspruchshaltung sehen kann, über deren Hintergründe sich nur spekulieren lässt. Ist es die pervertierte Seite der gestärkten &#8220;ostdeutschen Identität&#8221; bzw. &#8220;Siegermentalität im kollektiven Selbstbewusstsein&#8221;, die im Zusammenhang mit RB Leipzig gern&nbsp;<a href="https://zwangsbeglueckt.de/2017/01/30/gekaufte-wissenschaft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">strapaziert wird</a>? Das nur diffus greifbare Denken, nun auch endlich mal dran zu sein, das sich kollektiv auf das zum Symbol des aufstrebenden Ostens hochgeschriebenen Clubs kapriziert? Sozialpsychologie, schon klar.&nbsp; Aber vieles, was man liest und hört, scheint genau in diese Richtung zu deuten.</p>
<h4>Verschwörungstheorien und notorische Ungeduld</h4>
<p>Nur in den wenigsten Äußerungen geht es um irgendwelche Schiedsrichterentscheidungen, die mit der eigenen Vereinsbrille vielleicht nicht ganz nüchtern betrachtet werden können.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en">
<p dir="ltr" lang="de">Wofür? Notbremse?</p>
<p>— rotebrauseblogger (@rotebrauseblog) <a href="https://twitter.com/rotebrauseblog/status/924316626375372800?ref_src=twsrc%5Etfw">October 28, 2017</a></p></blockquote>
<p><script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Stattdessen lässt sich oft ein Grundton erkennen, in dem bereits der gesamte Ballast an Vorwürfen mitschwingt, die bei anderen dann ungefiltert zur Verschwörungstheorie ausgebaut werden.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en">
<p dir="ltr" lang="de">Der nächste Schiedsrichter aus Berlin. Ich Ante es schon!</p>
<p>— Eventi RBL (@Leipziger67) <a href="https://twitter.com/Leipziger67/status/923614610653052928?ref_src=twsrc%5Etfw">October 26, 2017</a></p></blockquote>
<p><script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en">
<p dir="ltr" lang="de">Das Orban Rot ist ja heute deshalb so bitter, weil man bei der Szene nochmal klar sieht, wie wir am Mittwoch verarscht wurden. <a href="https://twitter.com/hashtag/FCBRBL?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#FCBRBL</a></p>
<p>— Schnudelhuber (@Schnudelhuber_8) <a href="https://twitter.com/Schnudelhuber_8/status/924330326557646848?ref_src=twsrc%5Etfw">October 28, 2017</a></p></blockquote>
<p><script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en">
<p dir="ltr" lang="de">Dem Wessi scheint der Puderzuckerarsch ja ganz schön auf Grundeis zu gehen! Das ist schon konspirativ vom <a href="https://twitter.com/DFB?ref_src=twsrc%5Etfw">@DFB</a> Frechheit! <a href="https://twitter.com/hashtag/FCBRBL?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#FCBRBL</a></p>
<p>— RonRBL<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/13.1.0/72x72/26bd.png" alt="⚽" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> (@RBLRon44) <a href="https://twitter.com/RBLRon44/status/924318112681472000?ref_src=twsrc%5Etfw">October 28, 2017</a></p></blockquote>
<p><script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>[Anmerkung: Wie wir aufgeklärt wurden, handelt es sich bei RonRBL um einen Satireaccount. Alles andere wäre auch wirklich nicht tragbar. 🙂 ]</p>
<p>So oder so wird nach kurzem Blick in die Timelines zu den Niederlagen gegen die Bayern deutlich, dass es um mehr geht als nur den sportlichen Wert und das Schimpfen über eine verpasste Chance. Man fühlt sich, nein, man wurde tatsächlich glatt vom System betrogen. Und man verlagert alle kreative Energie darin, diesbezüglich den Beweis zu führen. Eine unrühmliche Rolle spielt in diesem Zusammenhang auch der Ursymphat RR, der offenbar die größte Ungeduld von allen an den Tag legt. Sich endlich auf Augenhöhe mit der Benchmark des deutschen Fußballs wähnend, legte er bereits während des Zustandekommens der Pokalschlappe&nbsp;eine dilettantischen Unsouveränität an den Tag, die wieder nur eingangs und mit einem ordentlichen Schuss Zynismus lustig ist. Wer ruhig auf <a href="http://www.rp-online.de/sport/fussball/rb-leipzig/kolumne-gegenpressing-ralf-rangnick-erfindet-den-privaten-videobeweis-aid-1.7172267" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das verstörende Rumturnen mit gezückten Smartphone vor den gestressten Schiedsrichtern</a> schaut, begreift, welche innere Getriebenheit und Selbstüberzeugung als Triebfedern beim neuen Gold Nugget des Ostens wirken.</p>
<h4>Die LVZ haut mit auf die Kacke</h4>
<p>Aufgefangen wurden dieses Vorgänge und Stimmungslagen wie immer vom Leipziger Garanten für unabhängige Berichterstattung, der LVZ – die fleißig mit auf die Kacke hauten.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en">
<p dir="ltr" lang="de">Daaa iss das Ding! Nix als die nackte Wahrheit über RB, Gott und die Welt. Verlag Schwarzkopf&amp;Schwarzkopf<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/13.1.0/72x72/26bd.png" alt="⚽" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/13.1.0/72x72/26bd.png" alt="⚽" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />9,99 Eus <a href="https://t.co/WAnUDTlWRh">pic.twitter.com/WAnUDTlWRh</a></p>
<p>— Guido Schäfer (@schfer_g) <a href="https://twitter.com/schfer_g/status/923948751475093505?ref_src=twsrc%5Etfw">October 27, 2017</a></p></blockquote>
<p><script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>So prangte bereits am Tag nach der Pokalniederlage als typographisches Desaster auf der Titelseite der mittlerweile gänzlich distanzlosen LVZ &#8220;Leipzig kann trotzdem stolz sein&#8221;. Wo da noch der Bezug zum Fußball ist, möchte man fragen, und bringt die Äußerung dann aber schnell in Verbindung mit dem seit dem letzten Abend auf dem eigenen Handy tobenden Tweetstorm. Deutlich wird, dass es in den Augen der Zeitung offenbar nicht nur um das Duell zweier sportlich super aufgestellter Mannschaften und Vereine ging. Wer die ganze Stadt in Kollektivhaft nimmt und von &#8220;Stolz&#8221; schreibt, der hat nicht nur ein sportliches Ergebnis im Sinn, sondern adressiert eine nicht verwundene Kränkung, die das eigene Selbstbild betrifft. Nicht nur der Club hat verloren, sondern die ganze Stadt und Region, und wofür diese stehen, die&nbsp;<em>mentalità del est</em>. Und nun haut man sich trotzdem fleißig auf die Schulter und spinnt einfach weiter am Faden der neuen Siegermentalität und des &#8220;Jetzt holen wir uns, was uns zusteht!&#8221;.</p>
<p><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/LVZ_Titel_171026.png"><img loading="lazy" class="alignnone size-full wp-image-1211" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/LVZ_Titel_171026.png" alt="" width="945" height="879" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/LVZ_Titel_171026.png 945w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/LVZ_Titel_171026-300x279.png 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/10/LVZ_Titel_171026-768x714.png 768w" sizes="(max-width: 945px) 100vw, 945px" /></a></p>
<p>Doch damit nicht genug. Tags drauf war dann die gesamte Titelseite gefüllt mit #RBLFCB-content. Für die Auswärtigen zum Nachvollziehen: Titelbild, Aufmacher inklusive TED-Umfrage (&#8220;Hat der Schiedsrichter RB Leipzig benachteiligt?&#8221; &#8211; Ja/Nein), Leitartikel und Kommentar. Ungelogen!</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en">
<p dir="ltr" lang="de">Oh, das ist überraschend, <a href="https://twitter.com/LVZ?ref_src=twsrc%5Etfw">@LVZ</a>. <a href="https://twitter.com/hashtag/RBLFCB?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#RBLFCB</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/FCBRBL?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#FCBRBL</a> <a href="https://t.co/38ZxZR9Fre">pic.twitter.com/38ZxZR9Fre</a></p>
<p>— zwangsbeglueckt (@zwangsbeglueckt) <a href="https://twitter.com/zwangsbeglueckt/status/924015407207538690?ref_src=twsrc%5Etfw">October 27, 2017</a></p></blockquote>
<p><script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<p>Den Vogel schoss dabei aber der inzwischen landesweit berüchtigte Guido Schäfer ab, der allen Ernstes im Zusammenhang von RB, die – man kann es nicht oft genug wiederholen – nur acht Jahre nach Gründung im ausverkauften Zentralstadion die Bayern am Rande der Niederlage haben, vom &#8220;benachteiligten Außenseiter&#8221; schrieb. Mehr Selbst-Beopferung geht nicht.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en">
<p dir="ltr" lang="de">&#8220;Von wegen Dosen und Plastikclub. Fleisch und Blut, Leidenschaft und Hingabe.&#8221; Launiger Leitartikel von <a href="https://twitter.com/schfer_g?ref_src=twsrc%5Etfw">@schfer_g</a> in der <a href="https://twitter.com/LVZ?ref_src=twsrc%5Etfw">@LVZ</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/rbl?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#rbl</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/RBLFCB?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#RBLFCB</a> <a href="https://t.co/txKMa7jLzS">pic.twitter.com/txKMa7jLzS</a></p>
<p>— Model Among (@Modelamong) <a href="https://twitter.com/Modelamong/status/923913181222899712?ref_src=twsrc%5Etfw">October 27, 2017</a></p></blockquote>
<p><script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script></p>
<h4>RBL: Eine Melange aus Geltungsdrang und Selbstermächtigung</h4>
<p>Am Ende bleibt der unangenehme Eindruck, dass in und um RB Leipzig streberhafte Selbstüberzeugung und Ost-Opfermythos ein bedenkliches Hybrid hervorgebracht haben, das die Bedingungen des eigenen Bestehens ausblendet und den eigenen Erfolg als nur von dunklen Mächten und Verschwörungen aufzuhalten versteht.&nbsp; Im Zweifelsfall (bei Niederlagen) werden dann Schiedsrichterskandale aufgewärmt und Bilder einer Sportfunktinärskaste bemüht, die sich gegen RB stellen. Als würde man selbst nicht Teil dieses Establishments sein und von dessen Uminterpretationen des selbstgegebenen Regelwerks massiv profitieren.&nbsp;Um Fußball im engeren Sinne geht es dabei nicht mehr. Stattdessen sind aggressiver Geltungsdrang und Selbstermächtigung angesprochen. Fortsetzung, das steht zu befürchten, folgt.</p>
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		<title>Gipfeltreffen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[chassot]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Oct 2016 06:58:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[handzahm]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Schäfer]]></category>
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					<description><![CDATA[Nicht jede und jeder schafft es ja, den Sportteil der LVZ zu lesen; schon vorher warten so viele interessante und hintergründige Geschichten auf die ständig wachsende Leserschaft, dass dann die kritischen Reportagen und Hintergrundstories der sportiven Redaktion auf der Strecke bleiben. Deshalb heute unser Service: Wir haben mal die besten Stellen aus dem knallharten Gespräch &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2016/10/13/gipfeltreffen/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Gipfeltreffen</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht jede und jeder schafft es ja, den Sportteil der LVZ zu lesen; schon vorher warten so viele interessante und hintergründige Geschichten auf die ständig wachsende Leserschaft, dass dann die kritischen Reportagen und Hintergrundstories der sportiven Redaktion auf der Strecke bleiben. Deshalb heute unser Service: Wir haben mal die besten Stellen aus dem knallharten Gespräch extrahiert, dass Reportergott Guido Schäfer mit dem RB-Vorstandsvorsitzenden Oliver Mintzlaff führte. Es ging gewohnt kritisch zur Sache, man will eben immer noch eine Spur genauer nachfragen als das Red Bulletin, so viel Ehrgeiz hat man im Peterssteinweg. Aber genug der Vorrede, hier unsere Top Ten:</p>
<p><span id="more-804"></span></p>
<p>10) „Wir machen unsere Entscheidung nicht abhängig davon, ob es dem Trainer, den Spielern, den Fans oder mir in der Red Bull Arena gefällt, sondern welcher Standort gut für die weitere Entwicklung des Vereins ist.“</p>
<p>9) „Wir werden zudem auch bei Financial Fair Play transparent vorgehen und keine Regeln aushebeln.“</p>
<p>8) „Es gibt kein Banner-Verbot, es müssen aber Entscheidungen im Sinne des Vereins getroffen werden. Die besagte Fläche ist eine Werbefläche – die muss sichtbar sein.“</p>
<p>7) „Red Bull ist das Beste, was der Bundesliga passieren konnte!“</p>
<figure id="attachment_810" aria-describedby="caption-attachment-810" style="width: 549px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/15417678106_6f5866691f_o.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-810" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/15417678106_6f5866691f_o-300x218.jpg" width="549" height="399" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/15417678106_6f5866691f_o-300x218.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/15417678106_6f5866691f_o-768x558.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/15417678106_6f5866691f_o.jpg 1024w" sizes="(max-width: 549px) 100vw, 549px" /></a><figcaption id="caption-attachment-810" class="wp-caption-text">Foto: Kelley ., <a href="https://www.flickr.com/photos/kg8831/15417678106/in/photolist-5i7hjs-k9wCuP-pupCyj-camTkQ-pj9FDk-nbD61t-d2Z3PS-abgHzd-6QEoPa-6QJCiA-5efG6c-p93eNm-6QJssy-6QEn5v-76gCT5" target="_blank">flickr</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC BY-NC-ND 2.0</a></figcaption></figure>
<p>6) „Grundsätzlich gilt für RB Leipzig: Wir verbiegen uns nicht, egal vor welchen Randgruppen.“</p>
<p>5) „Wir müssen – wie jeder andere Klub – möglichst viele Einnahmen generieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“</p>
<p>4) „Wir sind ein Verein, nach Meinung vieler aus der Branche, d e r Verein zum Anfassen mit sehr vielen positiven Attributen“</p>
<p>3) „Die Debatte [um RB] wird nicht mehr oft geführt. Aber wenn, dann sicher heuchlerisch.“</p>
<p>2) <em>RB Salzburg und RB Leipzig werden von Red Bull finanziert und sind ansonsten &#8230;</em></p>
<p>&#8230; eigenständige Vereine.</p>
<p>And the Winner is&#8230; [hier Trommelwirbel einfügen]:</p>
<p>1) „Wir haben ein Budget.“</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Hail, Ralf!&#8221;</title>
		<link>https://zwangsbeglueckt.de/2016/02/23/hail-ralf/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[chassot]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2016 14:48:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[filetiert]]></category>
		<category><![CDATA[Aufstieg]]></category>
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		<category><![CDATA[Winterpause]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit uns ist es wie mit Dings, Sie wissen schon: Lange nicht zu sehen, aber dann ist er da und macht sein Tor. Aber zugegeben, unsere Winterpause war länger als geplant. Uns war die Reine Brause ausgegangen, da dauerte das Aufwachen etwas länger. Nun denn, starten wir also in die letzte Halbserie, die das Spielzeug &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2016/02/23/hail-ralf/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">&#8220;Hail, Ralf!&#8221;</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit uns ist es wie mit Dings, Sie wissen schon: Lange nicht zu sehen, aber dann ist er da und macht sein Tor. Aber zugegeben, unsere Winterpause war länger als geplant. Uns war die Reine Brause ausgegangen, da dauerte das Aufwachen etwas länger. Nun denn, starten wir also in die letzte Halbserie, die das Spielzeug des Gebietes unterhalb der ihm angemessenen 1. Liga zubringen muss; bis das Leipziger Publikum etwas hat, von dem es meint, es stünde ihm zu.</p>
<p><span id="more-712"></span>Blicken wir vor Beginn schnell zurück. Irgendwas passiert in den letzten Wochen? Für den zuletzt größten Aufreger sorgte sicherlich Sportskamerad Halstenberg. Der nutzte einen Wandertag nach Berlin für neckische <a href="http://falscheneun.net/fangen-in-gedenken/" target="_blank">Selfies</a> und <a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/rb-leipzig-profi-irritiert-mit-selfie-vom-holocaust-mahnmal-a-1077493.html" target="_blank">Videos</a> mit seiner Liebsten beim Fangespielen. Der Hashtag #laufschlampelauf! ist zur öffentlichen Dokumentation auch eine Spitzenidee und verdient, viel häufiger benutzt zu werden. Schade nur, dass das alles ruiniert wurde durch den Ort seiner fröhlichen Juchtelei: das Holocaust-Mahnmal. Hätte eigentlich besser gepasst, wenn Halstenberg noch bei Germania Grasdorf spielen würde. Tut er aber nicht, sondern in Rangnicks Vorzeigetruppe, und dort hat man zwar sonst nicht viel mit Politik am Hut, aber weiß immerhin, was schlecht fürs Image ist. Folglich gabs einen Anschiss und eine Distanzierung des Vereins. Die Klage von Tom Hanks steht hoffentlich noch ins Haus. Dabei sind die Holocaust-Haschereien doch perfekt dafür geeignet, die Mär vom ganz normalen Verein zu belegen; allzu intelligent sollte das sportliche Personal da nicht ausfallen.</p>
<h3>Völker, hört die Signale!</h3>
<p>Das zweite Kracher-Thema ist kaum schöner: die neue Vereins-Hymne. Zwingend eigentlich, dass <a href="http://www.sebastian-krumbiegel.de/news.php" target="_blank">Sebastian Krumbiegel</a> dabei nun wohl feder- und stimmführend sein wird (LVZ, 17.2.16). Der wanzt sich schon seit Jahren beim Verein an (bis auf kleine Ausrutscher, vgl. unten) und hat ja auch sonst die besten Zeiten lange hinter sich. Musikalisch eigentlich kein Blue Chip mehr, aber aus Sicht des Projekts vermutlich mit jeder Menge Lokal-Kapital ausgestattet, man ist ja schließlich ein Verein der Stadt und der Region. Also los mit musikalischer Folklore und allem, was einen richtigen Traditionsverein in spe so ausmacht. Das Mittun der Thomaner ist dann natürlich noch das Highbrow-Sahnehäubchen. Aber mal ganz im Ernst: Haben die nichts besseres zu tun? Bei der nächsten Motette fragen wir mal nach.</p>
<figure id="attachment_715" aria-describedby="caption-attachment-715" style="width: 300px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/02/2955766431161101dmDatamaxh480maxw480148C5A00665929AD.jpg"><img loading="lazy" class="wp-image-715 size-medium" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/02/2955766431161101dmDatamaxh480maxw480148C5A00665929AD-300x234.jpg" alt="29557664,31161101,dmData,maxh,480,maxw,480,148C5A00665929AD" width="300" height="234" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/02/2955766431161101dmDatamaxh480maxw480148C5A00665929AD-300x234.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/02/2955766431161101dmDatamaxh480maxw480148C5A00665929AD.jpg 480w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-715" class="wp-caption-text">Quelle: http://www.mz-web.de/mitteldeutschland/-prinzen&#8211;saenger-ueber-legida-in-leipzig-herrscht-andere-demo-kultur,20641266,29557564.html</figcaption></figure>
<p>Ansonsten war Ralle Rangnick mal <a href="http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/bundesliga/2-liga-trainer-ralf-rangnick-ueber-konzept-von-rb-leipzig-14056424.html" target="_blank">hier</a>, mal <a href="http://www.bild.de/sport/fussball/ralf-rangnick/darum-gibt-es-im-winter-keine-neuen-43890590.bild.html" target="_blank">da</a> zu <a href="http://www.sport1.de/boulevard/2016/01/ralk-rangnick-macht-liegestuetze-nach-interview-mit-rb-leipzig-profis" target="_blank">sehen</a> und zu lesen, und was man davon so mitbekam, ließ nichts Neues erkennen. Außer vielleicht, dass die kritischen Nachfragen zum Projekt RB auch immer ritualisierter werden bzw. nur noch Garnierung sind zum eigentlichen Schmuckstück Rangnick, über das die Redaktionen offensichtlich zunehmend froh sind. Da wird sich in Richtung Sommer alles noch steigern, und dann hat man in der nächsten Saison schön viel „Reizthemen“ und „Spannungspotential“. Spitzenjournalismus eben.</p>
<h3>Love actually</h3>
<p>Den liefert natürlich verlässlich <a href="https://twitter.com/schfer_g?lang=de" target="_blank">Guido Schäfer</a>, scheint aber schon auf dem Sprung zu sein, um sein Hobby RB endgültig mit dem Beruf eins werden zu lassen. Anders sind seine schon groschenromanigen Schilderungen der letzten PK kaum zu erklären, die er – vermutlich unaufgefordert – mit einem Minnesang auf den RB-Pressemann verzierte: „Rangnick verpasste dem ungern im Mittelpunkt stehenden Ippoliti einen liebenswerten Klaps. Der Coach weiß, dass der 35-Jährige ein Guter und Motivierter ist. Einer, der morgens um sechs joggt und außer RB Leipzig keine Laster hat. Einer, der brennt. Und einer, der nach einem 14-Stunden-Tag und mäßig agiler Frage-Runde die Pressekonferenz schon mal abkürzt. Es war ja auch fast alles gesagt. Nur noch nicht von jedem“ (LVZ, 22.2.16).</p>
<p>Das Niveau der nächsten Monate ist damit schon mal vorgegeben. Freuen wir uns drauf.</p>
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		<title>Greisenflirt im Disneyland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jaygopp]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2014 14:35:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[handzahm]]></category>
		<category><![CDATA[konzernintern]]></category>
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		<category><![CDATA[Guido Schäfer]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ich bin sogar Chefreporter, die wollen mich lebenslang behalten!“, durfte LVZ-Sportredakteur Guido Schäfer im Oktober verkünden, als ihn Moderatorin Esther Sedlaczek vor Anpfiff und nach dem Halbzeitpfiff des RB-Heimspiels gegen Heidenheim vor die Sky-Kamera einlud. Um jedweden Kompetenzzweifeln schon vorab den Garaus zu machen: Der phänomenale Aufstieg des fidelen RB-Maskottchens ist nur folgerichtig, hat in &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2014/11/10/greisenflirt-im-disneyland/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Greisenflirt im Disneyland</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Ich bin sogar Chefreporter, die wollen mich lebenslang behalten!“, durfte LVZ-Sportredakteur Guido Schäfer im Oktober verkünden, als ihn Moderatorin Esther Sedlaczek vor Anpfiff und nach dem Halbzeitpfiff des <a href="https://twitter.com/schfer_g/status/519472743302311937">RB-Heimspiels gegen Heidenheim vor die Sky-Kamera</a> einlud. Um jedweden Kompetenzzweifeln schon vorab den Garaus zu machen: Der phänomenale Aufstieg des fidelen RB-Maskottchens ist nur folgerichtig, hat in der aktuellen Spielzeit neue Höhepunkte erreicht und soll deshalb hier besonders gewürdigt werden.<br />
<span id="more-360"></span></p>
<h2>Endlich im Rampenlicht</h2>
<p>Nach einer langjährigen Zweitligakarriere in Mainz, der <a href="https://twitter.com/schfer_g/status/454904480442896385/photo/1">DFB-A-Lizenzinhaberschaft</a>, einem BWL-Abschluss, dem Volontariat bei der Mainzer Allgemeinen Zeitung und der schon über ein Jahrzehnt währenden umtriebigen Recherchen im Tag- und Nachtleben des Leipziger Fußballs (<a href="http://www.rb-fans.de/artikel/20120201-Guido-Schaefer-Interview.html">1</a>, <a href="http://www.rb-fans.de/artikel/20120202-Guido-Schaefer-Interview-Teil2.html">2</a>) mausert Schäfer sich nun zum gern gewonnenen Fernsehgast. Egal ob plauderfreudig im <a href="http://www.regio-tv-stream.de/lf/luebberts/index.php?date=20130626&amp;year=&amp;forcevod=1">„Leipzig Fernsehen“</a>, bei einer Kochsendung auf <a href="http://www.info-tv-leipzig.de/mixed/allgemeines/achims-gerichtekueche-mit-guido-schaefer/">„Info TV“</a>, als schrulliger Anchor des <a href="https://www.google.de/search?q=MDR+Sch%C3%A4ferst%C3%BCndchen&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8&amp;aq=t&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a&amp;channel=fflb&amp;gfe_rd=cr&amp;ei=9SJaVOD8AauF8Qef1IGoBg">MDR-„Schäferstündchen“</a> oder nicht zuletzt im Gewand des RB-Vertrauten auf Sky. Endlich. Denn im Rampenlicht fühlt er sich augenscheinlich am wohlsten.</p>
<p>Jedoch wie kaum anders zu erwarten, nutzte der 50-Jährige seine kurzen Minuten im Pay-TV-Rampenlicht einerseits, um das bemüht bedeutungsschwere Mantra wiederzukäuen, warum Leipzig bitteschön Bundesligafußball „verdient“ (!) habe. Weil ja der erste Deutsche Meister aus der Stadt kommt und sowieso der DFB ja auch hier gegründet wurde. Bekanntlich liegen diese Ereignisse mehr als ein Jahrhundert zurück. Allzu nachvollziehbar also, „dass es mir relativ egal ist, ob Red Bull oder Nivea Leipzig“ nun ähnliche Meisterstücke vollbringen wird. Gäääääähnende Pseudo-Indizien, die so verschlissen wie sein herbstfarbener Allzweckmantel daherkamen.</p>
<figure id="attachment_368" aria-describedby="caption-attachment-368" style="width: 842px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.flickr.com/photos/cessemi/2079977086/in/photolist-4nCyc-d9RRpV-d9RRrr-hqCEqD-7pBCMr-dw6D8s-Mb96Z-mNJMiF-4UK6PC-hgeZbL-d8e57J-hWX3qc-4aNqHU-o9pkSQ-iRrcp-oPsnB7-f8qrpk-8AMMBL-867diu-dv6sAL-4Sjiv-6E5D8L-btMAnf-5navnc-foSSS2-ao4qeS-5naxf2-sJU88-ao1n4H-4KDuyU-3DqSK-aTxfgH-dB8PW-87JnLS-6XRfNd-87F9Fx-dB8S8-7c3buz-kc2aeq-8suo6V-Wi528-ajZDTJ-JAQCF-87K2r1-6PBvyt-dvKABn-5naywp-6M1jf6-2wcoLc-e7VmGD"><img loading="lazy" class="size-large wp-image-368" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2014/11/2079977086_9cbe63be1c_o1.jpg?w=842" alt="foto: emily tan | flickr" width="842" height="631" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2014/11/2079977086_9cbe63be1c_o1.jpg 2048w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2014/11/2079977086_9cbe63be1c_o1-300x225.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2014/11/2079977086_9cbe63be1c_o1-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 842px) 100vw, 842px" /></a><figcaption id="caption-attachment-368" class="wp-caption-text">foto: emily tan | flickr</figcaption></figure>
<p>Andererseits schien es ihm überhaupt viel wichtiger, sich im eigenen Klischee zu suhlen, das der Kreuzer (<a href="http://kreuzer-leipzig.de/2013/11/27/editorial-122013/">Ausgabe 12/2013</a>) einst wohl nicht zu unrecht als Selbstinszenierung des „prolligen Luden im Lodenmantel“ identifizierte. „Wir sehen tollen Fußball und haben schöne Frauen hier“, griente er mit lustmolchigen Seitenblick zur Moderatorin. Aber selbst der bis zum Bauchnabel bestens ausgeleuchtete V-Ausschnitt seiner bronzegebräunten Brust erweichte die sichtlich irritierte Sedlaczek nicht zum ohnehin schon derb misslungenen Greisenflirt. Traurigen Auges musste Schäfer einsehen: „Alte Männer werden gesiezt.“</p>
<h2><strong>Im Zweifel Untertan</strong></h2>
<p>Immerhin. Auch wenn das Candle-Light-Dinner mit der TV-Kollegin nur ein feuchter Tagtraum bleiben sollte: Ihm war nicht vorzuwerfen, es nicht wenigstens probiert zu haben. Ganz anders im Tagesgeschäft. Stets geriert er sich als Vertrauter der exklusivsten Gesprächspartner und unermüdlich aufdeckender Reporter, dem Breaking News nur so aus den Fingern fließen. „Der Rangnick holt im Winter zwei, drei Raketen. Und wenn er das wieder hört, will er mich töten“, wies der Draufgänger aus. Doch weder hat es erhöhten Nachrichtenwert, dass eh schon getätigte Millionentransfers wie Massimo Bruno und Marcel Sabitzer oder ambitionierte Spieler wie Kevin Kampl früher (Winterpause) oder später (nach dem Bundesliga-Aufstieg im kommenden Sommer) von der Salzburger in die Leipziger Filiale übersiedeln. Noch landet man einen nicht für möglich gehaltenen Scoop, wenn der gemeinhin wortkarge 100 Prozent-Klubeigener Mateschitz zur Interviewaudienz bittet (LVZ, 08.05.2014). Im Gegenteil. Es ist ein übler journalistischer Frevel, sich bei dieser Gelegenheit für dessen Herumpoltern und Erpressen der DFL instrumentalisieren zu lassen, anstatt kritisch nachzuhaken oder wenigstens objektiv über Statuten, Lizenzierung oder die Aushöhlung von Paragraphen zu schreiben.</p>
<p>Zugegeben, die Verantwortlichen des Leipziger RB-Ablegers machen es den hiesigen Pressevertretern ja auch keineswegs leicht. Es dürfte entmutigend wirken, wenn oben auf der Hierarchiepyramide des e.V. weiterhin konzernabhängige Vereinsvorstände und Aufsichtsräte thronen, an deren intransparenter Omerta sich tatsächlich recherchierende Journalisten und unabhängige Vereinsmitglieder (wenn es diese denn gäbe) sowieso die Zähne ausbeißen würden.</p>
<p>Für das fußballerische Entertainment wiederum sind – freilich außerordentlich erfolgreich – Doppel-Sportdirektor Ralf Rangnick und Cheftrainer Alexander Zorniger verantwortlich. Letzterer machte vor kurzem im Zuge des Bochum-Spiels seinem Unmut über die sportliche Berichterstattung Luft. Mit überzogenen Erwartungen, viel zu kritisch und überhaupt inkompetent bis ins Mark informiere die Berichterstattergilde. (Seine etwas überangestrengte Dünnhäutigkeit sei ihm jedoch verziehen, da nicht wenige Vertreter der Zunft aus Unwissenheit, Brandstifterei oder tatsächlicher Inkompetenz ein völlig harmloses Scharmützel zwischen ihm und Peter Neururer zum dumpfen Kulturkampf aufbauschen wollten).</p>
<h2><strong>No-Go-Area für Romantiker, Statutenheinis und Ewiggestrige</strong></h2>
<p>Dennoch: Wo blieb beispielsweise der sonst so todesmutige Diplom-Betriebswirt Schäfer in jenen Momenten, als Zorniger freiwillig Pirouetten auf dem glatteisigen Finanzterrain schlug? <a href="https://www.youtube.com/watch?v=hrTQyJgj4q4">In der Pressekonferenz vor dem VfL-Spiel</a> (16.49min bis 17.04min) schwadronierte RB’s Cheftrainer, der letzte Gegner aus Nürnberg habe nicht nur einen „höheren Transferwert“, sondern „ich geh’ auch mal davon aus, einen höheren Etat. Was man ja kaum glauben mag bei uns.“ Hach, herrlich, die Kuh für eine neuerliche Milchmädchenrechnung stand bereit zur Melkung. „Da bringst du mich auf etwas, Alex“, hätte der Chefreporter einwenden können, „wie hoch ist denn eigentlich euer Etat und überhaupt […]?“ Bloß gut, dass der der PK-Saal (erneut) einem weihrauchgeschwängerten Andachtsraum glich, in welchem doch bitteschön von der guten Sache gepredigt werden soll, um den bösen Geistern – Romantiker, Traditionalisten, Statutenheinis, Ewiggestrige, Kritiker jeglicher Couleur &#8211; <a href="http://www.zeit.de/news/2014-10/06/fussball-rb-trainer-zorniger-halten-profi-fussball-den-spiegel-vor-06184603">„erst den Spiegel vorzuhalten“</a> und sie daraufhin geläutert verstummen zu lassen.</p>
<figure id="attachment_369" aria-describedby="caption-attachment-369" style="width: 842px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.flickr.com/photos/46239552@N00/5723140167/in/photolist-9HJAbt-dS7vn6"><img loading="lazy" class="wp-image-369 size-large" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2014/11/5723140167_ca7113dcf7_o.jpg?w=842" alt="foto: caratello | flickr | " width="842" height="631" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2014/11/5723140167_ca7113dcf7_o.jpg 3648w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2014/11/5723140167_ca7113dcf7_o-300x225.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2014/11/5723140167_ca7113dcf7_o-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 842px) 100vw, 842px" /></a><figcaption id="caption-attachment-369" class="wp-caption-text">foto: caratello | flickr</figcaption></figure>
<p>Die erste Kirchenbank halten allzu oft LVZ-Redakteure für sich reserviert. Von dort aus verbreiten sie ohne Sichtbeschränkung die gute Nachricht, dass die Heldenstadt Leipzig dank eines Heilsbringers alsbald die europäische Fußballbühne betreten wird. Natürlich ist es unfair, über Guido Schäfer nur zu nörgeln. Zweifellos gebührt ihm der Status des bestens vernetzten, lokalen Unikums. Er verkörpert teils eine vortreffliche Rampensauigkeit und gibt dafür stets allzu bereit den charmant-harmlosen Chauvi. Er kann über sich selbst lachen und das Publikum mit ihm über ihn.</p>
<p>Wenn sich der rasende Reporter nicht gerade offenkundig als untertäniger Mateschitz-Biograph anbiedert (Bspw. „Visionär, Macher, Weltmarktführer“, in: LVZ, 29.10.2014, S. 54.; „Reine Chefsache“, in: LVZ-„Aufsteigermagazin der Rasenballer“, Juli 2014, S. 7.), leakt er auch schon mal exklusiv den (bislang noch nicht bestätigten) Zentralstadionausbau. Oder durchforstet mit einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=80lHItL6mjs">MDR-Kameramann mühelos den Kühlschrank im Trainerkabuff</a> des Erfurter Walter Kogler, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=_UloqgBBO50">zieht blank vor dem leeren Dresdner K-Block</a>, um Dynamos Angreifer Comvalius zu imitieren und <a href="https://www.youtube.com/watch?v=z2uk78gfQpA">fachsimpelt während eines FCE-Spiels mit den Pilzsammlern und Fans</a> auf den Hügeln hinter dem Auer Erzgebirgsstadion. Ungeduldig zählen wir die Tage herunter, bis RB schließlich im Oberhaus angekommen ist – einzig und allein, um Guido Schäfer dann Sonntagvormittags dabei zusehen zu dürfen, wie er am launigen Sport1-Fußballstammtisch Jörg Wontorra zuprostet.</p>
<h2><strong>Der Chefredakteur als erster Fan</strong></h2>
<p>Nicht minder vermessen ist es, der einzigen lokalen Tageszeitung vorzuwerfen, die Daumen für den hochklassigsten Fußballklub der Stadt zu drücken. Sportlicher Lokalpatriotismus und Freude über die Erfolge der Aushängeschilder lesen sich verständlicherweise landauf landab aus jedem Regionalblatt heraus. Und noch weniger soll dieser wehklagende Wunsch nach mehr Journalismus als hanebüchene Verschwörungstheorie missverstanden werden. Aber durchaus klärungsbedürftige Fragen zu stellen, scheint zu viel verlangt für „Fan(s)“ die „Lust auf spannende Spiele, tolle Tore und gute Laune“ haben. Diese Selbstbeschreibung der LVZ-Redaktion stammt von niemand anderem als Chefredakteur Jan Emendörfer (Zit. aus dem LVZ-„Aufsteigermagazin der Rasenballer“, Juli 2014, S. 3.).</p>
<p>Wer also tatsächlich hofft, dass <a href="http://zwangsbeglueckt.wordpress.com/2014/07/30/ergebenheit-als-systembestandteil/">heikle Thematiken objektiv in der Leipziger Volkszeitung ausgefochten werden, wird dies vergeblich tun</a>. Dort interessiert sich niemand etwa für <a href="http://zwangsbeglueckt.wordpress.com/2014/10/28/standardsituationen-der-rb-affirmation-3/">übertriebene Bundesliga-Wohlfahrtsversprechen von McKinsey</a>. Ebenso sucht keiner händeringend nach der Gemeinnützigkeit des e.V. oder recherchiert zu den Jahresbilanzen. Und am wenigsten wird dort abgeklopft, inwieweit die 50+1-Regel real Bestand hat, die Transfer- und Ausleihpraktiken den Rahmen des Möglichen gekonnt aushöhlen und welcher Drohgebärden des Gebieters und juristischer Winkelbegriffe es im Frühjahr 2015 wieder bedarf, wenn die Lizenz für das Fußballoberhaus in trockene Tücher gehüllt werden muss.</p>
<figure id="attachment_371" aria-describedby="caption-attachment-371" style="width: 842px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://www.flickr.com/photos/madhias/8838765494/in/photolist-5pXoU-85LvTW-nbRHz7-aFgTmo-68bCnE-c43QC9-9NmWZN-b5yDZ-mUBqtb-4aUF6X-bF6vJZ-5nHerb-8kGSF2-et3Z3w-nqLHXS-buVz74-39Xynb-3AQ2h2-68wr4n-nNB58e-8GkFyx-8mzoDv-feY8r9-b8AVGX-nsVL1c-b4SDAv-8WmJAs-o7Sygz-6DNihK-hJER4i-dBD1Z1-a8nEkd-EJLKZ-bvoZwg-7bVMzZ-6wrY3m-7bpmzm-7bZC5U-uX9L3-68pN3A-bsbtLh-hJDBJg-6XBLNr-7bkxBT-68pN37-7bnR6G-7bj41r-7bpm7h-7bnRWf-7bnRpQ"><img loading="lazy" class="wp-image-371 size-large" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2014/11/8838765494_342bb91ee3_o.jpg?w=842" alt="foto: madhias | flickr" width="842" height="561" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2014/11/8838765494_342bb91ee3_o.jpg 2697w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2014/11/8838765494_342bb91ee3_o-300x200.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2014/11/8838765494_342bb91ee3_o-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 842px) 100vw, 842px" /></a><figcaption id="caption-attachment-371" class="wp-caption-text">foto: madhias | flickr</figcaption></figure>
<p>Verlag und Zeitung lassen sich gekonnt willfährig instrumentalisieren und sind zudem in ein wirtschaftliches Abhängigkeitsverhältnis geraten. Nicht nur, dass der Betreiber des örtlichen Profiklubs zu einem augenscheinlich wichtigen und gern gesehenen Geschäftspartner geworden ist, monatlich das auf Lifestyle getrimmte Konzernmagazin beilegt und regelmäßige – teils ganzseitige – Anzeigen (<a href="http://www.lvz-online.de/f-Download-d-file.html?id=1931">Infos und Preise von Anzeigen in der LVZ</a>) schaltet. Der Sportteil ist rhetorisch zuweilen eingekleistert wie eine Litfasssäule. Es strotzt vor wohlwollenden Laudationen. Firmenloyale Marketingparolen haben Einzug gehalten, wenn nahezu täglich die „Roten Bullen“ in Richtung Bundesliga durch die Zeilen walzen.</p>
<h2>Der (Anzeigen)Kunde ist König</h2>
<p>All das soll nicht nur dem Leipziger Fußball, sondern auch der <a href="http://kreuzer-leipzig.de/2014/07/22/ab-und-zu-kommt-mal-ein-praktikant/">darbenden Zeitung</a> Flügel verleihen, deren Gesamtverkauf allein seit RB’s Oberliga-Debüt 2009 von 224.461 auf 193.673 Ausgaben (davon 174.771 Abos inklusive e-paper) gesunken ist (<a href="http://daten.ivw.eu/index.php?menuid=12&amp;u=&amp;p=&amp;t=Alphabetischer+Gesamtindex&amp;b=l">Zahlen online abrufbar bei der IVW</a>). Parallel zu den dahinvegetierenden LVZ-Verkäufen ging eine distanzierte, gar kritische Anteilnahme und Auseinandersetzung bei den allermeisten hiesigen Berichterstattungen irgendwo Verschütt oder bleibt – wenn überhaupt – leider rar gesät.</p>
<p>Sicherlich runzelt Chefredakteur Emendörfer gelangweilt die Stirn bei der Beanstandung fehlender unabhängiger Berichterstattung, wird im Gegenzug „klare Zeilen, positive Zeilen, Aufsteigerzeilen“ seines Blattes verteidigen und „Absteigern und schlecht gelaunten Gutmenschen“ empfehlen, sich davon fernzuhalten (LVZ-„Aufsteigermagazin der Rasenballer“, Juli 2014, S. 3.). Wer so vorbildlich den Exorzisten darbietet, hat es sich redlich verdient, bei den Heimspielen high-fivend und mit Fanschal um den Hals durch die exquisite Sky-Lounge des Stadions zu stolzieren, während seine Redaktion – angeführt von Chefreporter Guido Schäfer – am nächsten Morgen abermals vom herrlichen, bunten, toleranten, friedlichen fußballerischen Disneyland im Osten vorschwärmt. Auch den letzten Zweiflern rief Red Bull unlängst eindringlich das untrennbare Motto in Erinnerung. Ganzseitig wurde in der 120-jährigen Jubiläumsbroschüre der LVZ (29.10.2014, S. 26.) verkündet: „Die Roten Bullen […] freuen sich darauf, auch in Zukunft gemeinsam Sportgeschichte zu schreiben.“</p>
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		<title>In aller Brieffreundschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[chassot]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2014 09:11:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[filetiert]]></category>
		<category><![CDATA[Czupalla]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Schäfer]]></category>
		<category><![CDATA[LVZ]]></category>
		<category><![CDATA[Metaphern]]></category>
		<category><![CDATA[Niersbach]]></category>
		<category><![CDATA[VfB Leipzig]]></category>
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					<description><![CDATA[Sehr geehrter Herr Niersbach, wieder erreicht Sie ein Brief aus Leipzig, aber keine Angst: Diesmal wird es nicht so rührselig wie beim letzten Mal. Da schrieb Ihnen Michael Czupalla, CDU-Landrat von Nordsachsen, und beklagte sich bitterlich. Über all jene, die das neue Ruhmesblatt unserer Pleißemetropole, den herrlichen Sportverein Rasenballsport Leipzig, so schmählich durch den Dreck &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2014/10/15/in-aller-brieffreundschaft/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">In aller Brieffreundschaft</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Niersbach,</p>
<p>wieder erreicht Sie ein Brief aus Leipzig, aber keine Angst: Diesmal wird es nicht so rührselig wie beim letzten Mal. Da schrieb Ihnen <a href="http://www.zeit.de/2010/44/S-Landrat" target="_blank">Michael Czupalla</a>, CDU-Landrat von Nordsachsen, und beklagte sich bitterlich. Über all jene, die das neue Ruhmesblatt unserer Pleißemetropole, den herrlichen Sportverein Rasenballsport Leipzig, so schmählich durch den Dreck ziehen. Schlimme Sachen würden da gesungen und überhaupt, alle seien dagegen, und der DFB-Präsident Niersbach solle doch mal was tun.</p>
<p>Czupallas Plan sah zwei Punkte vor. Erstens sollte Niersbach endlich mal durchregieren und nordkoreanische Verhältnisse herstellen: „Ich möchte, dass er Stellung bezieht und der ewigen Diskussion ein Ende bereitet!” Doch keine Peitsche ohne Zuckerbrot. Dieses verfütterte Czupalla an den Gebieter: “Dietrich Mateschitz müsste jeden Tag der <a href="http://www.fanzeit.de/mateschitz-muesste-jeden-tag-der-rote-teppich-ausgerollt-werden/11971" target="_blank">rote Teppich</a> ausgerollt werden”, scharwenzelte der Landrat. Beim Gedanken an sein neues Idol redete er sich regelrecht in Wallung: “Schließlich bildet Herr Mateschitz mit RB Leipzig nicht nur junge Menschen aus, es wird auch vermittelt, was Disziplin ist, wie man sich verhält, was wichtige Werte sind.” RB als Jugendwerkhof, nur mit mehr Sport?<span id="more-338"></span></p>
<p>Doch damit nicht genug. Am Ende wusste man nicht mehr, ob von RB, Frau von der Leyen oder Jesus die Rede war, als Czupalla anregte, über „Strukturen nachzudenken und einen gewissen Schutz für Leute einzubauen, die ihr Geld in Vereine stecken. Das muss nicht der Weisheit letzter Schluss sein, aber der DFB müsste eigentlich dankbar sein, dass jemand Strukturen schafft, sich sozial engagiert, um Familien und Jugendliche kümmert.“</p>
<p><b>Keine Hoffnung ohne Händedruck</b></p>
<p>Da schon Czupalla selbst nicht von Weisheit reden wollte, ignorierten Sie, Herr Niersbach, auch seine Einladung zum Gespräch. Aber immerhin, Sie antworteten. Ihrem Schreiben können wir entnehmen, dass Sie sich Czupallas „Meinung nur anschließen“ können. Die Entwicklung von RB sei „für den Fußball in dieser Stadt (&#8230;) positiv zu bewerten“. Das kann man mit viel gutem Willen noch halbwegs reserviert nennen. Danach aber kommen Sie wieder mit der alten Leier von den Traditionsvereinen, die ihre Chance hatten und sich nun nicht beschweren dürften. Beleg für ihr Argument wird eine Episode von 2003, als sich „die Verantwortlichen von Lokomotive Leipzig und Chemie Leipzig“ nicht einmal die Hand gaben.</p>
<p>Das alles, lieber Herr Niersbach, ist leider ziemlicher Unsinn. Genauer können Sie es natürlich nicht wissen, denn nur einem gewissen Guido Schäfer sind Sie als „<a href="http://www.lvz-online.de/sport/sportbuzzer/rb_leipzig/rb-news/landrat-czupalla-bekommt-in-sachen-rb-leipzig-antwort-von-dfb-chef-niersbach/r-rb-news-a-258691.html" target="_blank">Kenner der speziellen Leipziger Fußball-Landschaft</a>” bekannt. Wären Sie das wirklich, hätten Sie Ihre Zeit sinnvoller verwendet als mit einem Antwortschreiben an Sportfreund Czupalla.</p>
<p>Damit meinen wir gar nicht unbedingt ihr Unverständnis für einen ausbleibenden Händedruck. Klar, wer schon Joseph Blatter die Hand gab, für den kann es in solchen Fällen keine Skrupel geben.</p>
<p><strong>Lokal<del>null</del>fürst Czupalla</strong></p>
<p>Nein, wir denken vor allem an Herrn Czupalla selbst. Der war von 1994 bis 1998 Präsident des VfB Leipzig und damit eines sogenannten Traditionsvereins. In einem Interview fällt Czupalla dazu nur ein: „Ich war mit sehr viel Engagement Mitte der 90er Jahre beim VfB Leipzig aktiv, da waren die Stadien noch in so einem maroden Zustand, dass die Spieler in den Westen gegangen sind.“</p>
<p>Nun, so kann man das sehen. Am maroden Stadion lag es sicherlich auch, dass der Verein nach vier Jahren Czupalla-Präsidentschaft pleite war und in die Regionalliga abstieg. Am Ende hatte der VfB fast <a href="http://www.berliner-zeitung.de/archiv/auch-der-handball-meister-ist-von-der-krise-betroffen-die-zukunft-des-vfb-leipzig-bleibt-ungewiss,10810590,9710510.html" target="_blank">neun Millionen D-Mark Schulden</a> und Czupalla wurde die Entlastung als Präsident verweigert. Sicherlich nur Pech hatte Czupalla auch mit seiner Amtszeit im Aufsichtsrat der Sächsischen Landesbank. Dort saß er von 2006 bis 2007 – justament die Zeit ihrer größten Krise, an deren Ende sie verkauft wurde. Ein echter Experte also, ein Freund des Fußballs durch und durch, ein Ihnen würdiger Brieffreund.</p>
<p>(Auf Geschichten wie <a href="http://www.focus.de/panorama/videos/der-peinlichste-versprecher-des-jahres-sehr-geehrter-herr-hitler-herr-himmler-herr-kittler_id_3878216.html" target="_blank">diese hier</a> wollen gar nicht weiter eingehen.)</p>
<p>Aber mal von Czupalla abgesehen: Die Beschwerden, von denen Sie nebulös schreiben, kommen ja gar nicht (vorrangig) von Leipziger Traditionsvereinen, sondern (auch) von Leuten wie uns. Denen RB einfach ganz grundsätzlich und aus bekannten Gründen gegen den Strich geht. Die nichts gegen untraditionelle Vereine haben, wohl aber was gegen PR-Maschinen wie Red Bull, in denen Czupalla aber nur das Ideal eines Sozialarbeiters sieht.</p>
<p><strong>Logische Folge</strong></p>
<p>Das ist ja das (eigentliche) Elend an RB: Es bringt nicht unbedingt das Beste in den Leuten hier hervor. Die einen verschreiben sich mit Haut und Haaren einem feuchten PR-Traum, als gehe es um sie selbst; die anderen baden sich in ostdeutsch genannten Befindlichkeiten und denken allen Ernstes, die Sache mit RB habe was mit Ost oder West zu tun.</p>
<p>Völlig im Rausch ist ja bekanntlich die lokale Presse, die Ihre Antwort zum erneuten Anlass nimmt, um sich <a href="http://www.lvz-online.de/sport/sportbuzzer/rb_leipzig/rb-news/landrat-czupalla-bekommt-in-sachen-rb-leipzig-antwort-von-dfb-chef-niersbach/r-rb-news-a-258691.html" target="_blank">öffentlich</a> auszuheulen („Czupalla leidet mit, wenn die Roten Bullen durchs Dorf getrieben werden. Und das werden sie.”). Abgesehen davon, dass wir den Autor deutlich abgehärteter gegenüber jeder Form von Kritik in Erinnerung haben, greift er hier auf abenteuerliche Weise in die Metaphern-Kiste: “Der DFB-Chef begrüßt das Erwachen eines schlafenden Riesen”.</p>
<p>Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr, und ist mit ein bisschen Musik und schwarzen Müllsäcken in Auswärtsstadien eigentlich ganz gut bedient. Selbst den <a href="http://rotebrauseblogger.de/presse/presse-14-10-2014/" target="_blank">innigsten Freunden</a> des neuen Leipziger Fußballs wird das zu viel: “Was für ein unseliger und überflüssiger Briefverkehr.”</p>
<p>Aber vielleicht bekommt man das Eine nicht ohne das Andere. Die distanzlose Euphorie einer „wunderbaren Region“ (Niersbach) nicht ohne Karikaturen von Lokalpolitikern, die sich ungefragt verantwortlich fühlen und jämmerliche Schreiben nach Frankfurt schicken. Und den Posten eines DFB-Präsidenten nicht ohne Händedruck mit jedermann und joviale Antwortschreiben.</p>
<p>Da sind wir schließlich wieder ganz bei Ihnen, Herr Niersbach, und sehen – leider – „keine Möglichkeit zum Einschreiten“.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen,</p>
<p>Ihre Zwangsbeglückten.</p>
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		<title>Stellvertretend beleidigt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[zunull]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2014 07:35:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[handzahm]]></category>
		<category><![CDATA[Fair-Play]]></category>
		<category><![CDATA[Guido Schäfer]]></category>
		<category><![CDATA[Hofbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Money Money Money]]></category>
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					<description><![CDATA[Da scheint Guido Schäfer mal wieder zu tief in die rot-blaue Dose geschaut zu haben. Oder der Rausch von Oktoberfest und teenagerhaft gesuchter Nähe zu den Sternchen von RB Leipzig war zu stark. Anders ist nicht zu erklären, warum normalerweise jeder, aber wirklich jeder Nonsens billigend in Kauf genommen oder gar – von öffentlich-rechtlichen Geldern bezahlt – &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2014/10/02/stellvertretend-beleidigt/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Stellvertretend beleidigt</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Da scheint <a title="Guido Schäfer" href="https://pbs.twimg.com/media/Bw9FLwrIgAAgZSs.jpg:large" target="_blank">Guido Schäfer</a> mal wieder zu tief in die rot-blaue Dose geschaut zu haben. Oder der Rausch von Oktoberfest und teenagerhaft gesuchter Nähe zu den Sternchen von RB Leipzig war zu stark. Anders ist nicht zu erklären, warum normalerweise jeder, aber wirklich jeder Nonsens billigend in Kauf genommen oder gar – von öffentlich-rechtlichen Geldern bezahlt – <a title="Schäferstündchen" href="http://youtu.be/iwzYV7-J6C8" target="_blank">aktiv gesucht </a>und notdürftig als Berichterstattung verkauft wird. Dann aber eine vergleichsweise harmlose Form der Kritik gegenüber dem im Plan liegenden Projekt des Gebieters mit empörter Geste gerügt wird.</p>
<p><span id="more-304"></span></p>
<p><strong>In a Rich Man&#8217;s World</strong></p>
<p>Beim letzten <del>Promoauftritt</del> Auswärtsspiel von RB in Düsseldorf erwartete sie und die mitgereiste Anhängerschaft – neben den mittlerweile obligatorischen Anti-RB-Bannern (<a title="Alle Bullen sind Scheiße" href="http://youtu.be/STg3I67UuqA" target="_blank">1</a> &amp; <a title="Der Untergang des Fußballs" href="http://youtu.be/JtGoZFFX1P8" target="_blank">2</a>) – eine eher subtile Form des Protests.  Der Stadion-DJ spielte <a title="ABBA - Money, Money, Money" href="http://youtu.be/PX_qAtwMDFk?t=44s" target="_blank">Money, Money, Money</a> von ABBA, <a title="Die Toten Hosen - Kauf mich!" href="http://youtu.be/EZwMo8zgdCU" target="_blank">Kauf mich!</a> von den Toten Hosen sowie Chopins <a title="Frédéric Chopin - Trauermarsch" href="http://youtu.be/Hgw_RD_1_5I" target="_blank">Trauermarsch</a>. Die Verbindung ist klar, auch wenn Rangnick zum Thema Kommerzialisierung nicht viel einfällt und er lieber von einem <a href="http://www.zeit.de/2014/39/ralf-rangnick-rb-leipzig" target="_blank">&#8220;authentischen&#8221;</a> Plan bei RB faselt.</p>
<p>Vielleicht lag es daran, dass die musikalische Umgarnung unangekündigt über die gallierhaft tapferen RBler hereinbrach – nicht wie zuvor im Zusammenhang mit <a title="Boykott" href="http://www.welt.de/sport/fussball/2-bundesliga/article132185320/Braunschweiger-Fans-boykottieren-RB-Leipzig.html" target="_blank">Eintracht Braunschweig</a> oder bei<a title="Protest Union Berlin" href="http://youtu.be/180ZQXiBGBc" target="_blank"> Union Berlin</a> –, und man sich nicht vorher auf eine (hihi, wie originell) versnobte oder selbstironische Haltung verabreden konnte. Jedenfalls fühlte sich die RB-Fraktion nicht gemocht. Aufschrei!</p>
<p><strong>Anbiedernd, anwaltlich, aber vor allem zu kurz gedacht</strong></p>
<p>Wie auch immer, eigentlich geht uns das ja auch nichts an. Dass Schäfer sich in seinem Artikel vom 1. Oktober (LVZ, S. 26) – in dem er eigentlich nur das dünne Süppchen vom Vortag noch mal aufwärmt, aber das ist eine andere Baustelle – aber nicht entblödet, in diesem Zusammenhang allen Ernstes von &#8220;Schmähungen&#8221; und der Missachtung &#8220;des vom DFB geforderten Fair-Play-Gedankens&#8221; zu schwadronieren, ist dann aber doch nicht mehr auszuhalten. Seine Aussagen sind nicht nur anbiedernd und anwaltlich, sondern auch von einer gedanklichen Tiefe getragen,  die von der Wand bis zur Tapete reicht.</p>
<p>Erstmal ist festzuhalten, dass das, was RB am Wochenende und eigentlich auch bisher &#8220;auszustehen&#8221; hatte, ein ziemlicher Witz gegenüber dem ist,  was andere Anhänger von anderen Anhängern zu erwarten haben (<a title="Tod dem BVB" href="http://image5-cdn.n24.de/image/3731448/3/large16x9/t63/1---dortmund-intro_900x510.jpg" target="_blank">1</a>, <a title="96-Schwein" href="https://encrypted-tbn3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcS86EyLe3ApWNBz6RFWUYT14Grn7k9I6zIXRrDpZXv_VsZo1fI90A" target="_blank">2</a> &amp; <a title="Red Bastards" href="http://media1.abendzeitung-muenchen.de/media.media.40edb404-f4c9-450f-8135-3dded421be45.bigthumbnail.jpeg" target="_blank">3</a>). Aber schon klar, mit diesen Wilden will man ja auch nichts zu tun haben. Die ganzen <a title="Rainald Grebe - Mittelmäßiger Klaus" href="http://youtu.be/BxiHQV6yrmA" target="_blank">Kläuse</a> würden sich mit ihren unbescholtenen <a title="An die Kinder denken" href="http://youtu.be/HHDKmASkSrc" target="_blank">Kindern</a> ja gar nicht mehr ins Stadion trauen und könnten nicht zurückgelehnt die tolle (Zirkus-)Show neben und auf dem Rasen genießen und erfahren, welcher Fließenleger den nächsten Eckball präsentiert. Wobei. Genuß? Die sind ja alle so klein da unten. Außerdem würde ich gerne den kaugummikauenden Trainer noch mal in der Super-Slow-Mo sehen. Dann doch lieber Sky!</p>
<p>Daneben ist sicherlich auch fraglich, inwieweit RB selbst den Fair-Play-Gedanken für sich in Anspruch nehmen kann – jetzt mal abstrahiert vom unmittelbaren Spielgeschehen, die Teams in Weiß-Rot bestehen sicherlich alle aus bescheidenen und fairen Sportsmänner und -frauen. Gut, <a title="Luge prahlt mit Gehalt" href="http://www.bild.de/regional/leipzig/rb-leipzig/grosskotz-anfall-andre-luge-prahlte-mit-seinem-gehalt-36362528.bild.html" target="_blank">er hier</a> nicht. Geschenkt! Wie schon mal aufgeschrieben, wurde jedenfalls bereits an mehreren Bruchstellen sichtbar, dass sich hinter der schönen, seriösen Reihenhausfassade, die RB sein möchte, ein ausgeklügeltes und von <del>RR</del> Ralle orchestriertes System der Annäherung (gelegentlich Übertretungen inbegriffen) an die <a title="Rangierbahnhof" href="http://zwangsbeglueckt.wordpress.com/2014/06/25/rangierbahnhof/" target="_blank">Grenzen von Verbandsregularien</a> und <a title="Stimmen der Vernunft (5)" href="http://zwangsbeglueckt.wordpress.com/2014/09/02/stimmen-der-vernunft-5/" target="_blank">moralischen Grundregeln </a>befindet.</p>
<p>Aber was soll&#8217;s. Hauptsache Bundesliga!</p>
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