<br />
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	<description>Ein RB-Leipzig-Protokoll</description>
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		<title>Kritik der Kritik der Kritik</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2015 08:21:31 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am Donnerstag ist DFL-Liga-Versammlung. Heißt: Die Chefs der Clubs aus der ersten und zweiten Liga treffen sich in Frankfurt/M. und schauen, was so anliegt. Glaubt man den Berichten einiger Medien, wird es auch um RB gehen. Und glaubt man den gleichen Medien, dann wird das eine reichlich ernste Angelegenheit. Denn die Zeichen stehen auf Solidarität. &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2015/03/26/kritik-der-kritik-der-kritik/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Kritik der Kritik der Kritik</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag ist DFL-Liga-Versammlung. Heißt: Die Chefs der Clubs aus der ersten und zweiten Liga treffen sich in Frankfurt/M. und schauen, was so anliegt. Glaubt man den Berichten einiger Medien, wird es auch um RB gehen. Und glaubt man den gleichen Medien, dann wird das eine reichlich ernste Angelegenheit. Denn die Zeichen stehen auf Solidarität. Mit RB natürlich.<span id="more-460"></span></p>
<p>Ein <a href="http://www.lvz-online.de/sport/sportbuzzer/rb_leipzig/rb-news/nach-vorfaellen-in-karlsruhe-rb-leipzig-boss-mintzlaff-nimmt-dfl-in-die-pflicht/r-rb-news-a-278530.html" target="_blank">„ein starkes Zeichen der Solidarität“</a> fordert Alexander Rosen, der Leiter der Profiabteilung in Hoffenheim ist, was dann irgendwie Sinn ergibt. Anlass sind die letzten Protestaktionen gegen RB, und der Vorwurf steht im Raum, dass es dabei auch zu Gewalt oder mindestens deren Androhung kam. Karlsruhe ist aber nur der letzte Tropfen im berühmten Fass. Rangnick und Co. sind zunehmend genervt von ihrer Unbeliebtheit und dem Umstand, dass ihnen dies nicht immer im Ton einer Liga-Versammlung kommuniziert wird.</p>
<h2>Kritik und Gegenkritik</h2>
<p>Das Pathos, mit dem nun der Schulterschluss mit dem taurinhaltigen Projekt gefordert wird, ist einerseits schon reichlich absurd, anderseits aber ganz schön interessant. Kritik an RB gab es von Beginn an. Doch mittlerweile ist diese vielstimmiger geworden, und das heißt sowohl lauter als auch differenzierter. Es gibt die eher ruppige Variante (<a href="http://www.nein-zu-rb.de" target="_blank">nein-zu-RB</a>), die einfache (<a href="http://www.derwesten.de/sport/fussball/mainz-manager-heidel-kritisiert-rb-leipzig-und-lobt-rangnick-id9622805.html" target="_blank">Heidel</a>), die fankulturelle (<a href="http://www.11freunde.de/artikel/reaktionen-auf-den-artikel-der-grosse-red-bull-bluff" target="_blank">11Freunde</a>) und natürlich die unter-aller-Sau-Variante (<a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/2-bundesliga-ermittlungen-gegen-fans-von-erzgebirge-aue-a-1017908.html" target="_blank">Aue</a>). Karlsruhe war, nach allem was man weiß, irgendwo zwischen ruppig und unter aller Sau, aber wir haben gar nicht vor, das dort Gewesene hier abzuwägen oder schön zu reden. Denn das Problem ist, dass nach solchen Aktionen kaum noch unterschieden wird zwischen allen diesen Fraktionen.</p>
<p>Überhaupt ist die RB-Kritik in die Kritik gekommen. Dass sie Rangnick und Co. nicht passt, ist nichts Neues. Aber mehr und mehr kommt der Einspruch auch von anderen Akteuren: Leuten aus Fanszenen anderer Vereine, neutrale Beobachter, Journalisten sowieso. Die einen sind schlichtweg gelangweilt, die anderen hören nur „Kommerz“ und sagen „Gibt’s bei uns auch, lass sie doch machen“, und wiederum andere wenden ihre Kenntnisse aus dem Proseminar zur Kritischen Theorie an und sortieren in richtige und falsche Argumente gegen RB.</p>
<h2>Gewaltige Vorwürfe und Pathos</h2>
<p>Das ist auch alles völlig in Ordnung. Irgendwie unbefriedigend ist es nur, wenn die gesamte Kritik als eine Gruppe dargestellt wird und dann noch als eine, der es eigentlich um etwas anderes geht. <a href="http://www.sport1.de/fussball/2-bundesliga/2015/03/dfl-boss-christian-seifert-kuendigt-kampf-gegen-fan-anfeindungen-an" target="_blank">Zitat</a> von Sportsfreund Seifert, Geschäftsführer der DFL: &#8220;Ich lasse mir nicht sagen, dass das was mit Kommerz-Kritik zu tun hat. Das sind Schatten-Argumente, ein Deckmantel, der Gewalt-Fantasien verhängt&#8221;. Dass er dies der BILD in einem Interview sagt, ist auch wieder eine schöne Pointe. Ganz schön billig bleibt es trotzdem.</p>
<p>Aber das ist nicht die einzige Entgleisung dieser Tage. Der <a href="http://rotebrauseblogger.de/2015/03/12/bullenseuche/?utm_source=dlvr.it&amp;utm_medium=twitter" target="_blank">rotebrauseblogger</a> verglich doch die derzeitige Situation ganz im Ernst mit der rassistischen Gewalt der 1990er Jahre; RB und seine Fans als Opfer einer schweigenden und damit zustimmenden Masse und weniger, umso stärker zu Gewalt bereiter Typen. Das war auf eine Weise anmaßend und verharmlosend zugleich, das muss man erst mal so hinkriegen. Aber natürlich war das Ganze „als Analogie und nicht etwa als Gleichsetzung zu verstehen“. Dieser feine Unterschied verlief sich spätestens in der anschließenden Forumsdiskussion, die vorhersehbar noch weitere Blüten trieb. Wir freuen uns auf weitere historische Analysen aus dieser Richtung. Schon mal über die Balkankriege oder die zerstörten Kunstschätze im Irak nachgedacht? Klar, locker, alles nur als Analogie, nicht als Gleichsetzung.</p>
<p>RB sucht also das Supermitleid und die DFL, vielleicht, die große Versöhnung. (Mit allzu viel Streit lässt sich auch kein familien- und TV-taugliches Produkt vermarkten.) Das macht Kritik an RB nicht leichter, aber vermutlich muss man das als die berühmte Chance verstehen. Was nicht ausschließt, dass Leute wie Seifert auch von differenzierten Argumenten nicht viel hören wollen, weil für sie der Unterschied zwischen einem Fussballverein und einem Trendgetränk ohnehin vernachlässigbar ist.</p>
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		<title>Standardsituationen der RB-Affirmation (3)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[chassot]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2014 11:32:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[filetiert]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsplätze]]></category>
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					<description><![CDATA[Das dritte Standardargument, wenn es um die Zustimmung zu RB geht, bekamen wir letztlich in einer Neuauflage von Matze Sammer zu hören. Die besondere grammatikalische Struktur seines Satzes war hier schon Thema. Er verdient es aber einfach, noch einmal in Gänze zitiert zu werden: &#8220;Das schafft natürlich auch Arbeitsplätze. Dementsprechend bin ich dem immer positiv &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2014/10/28/standardsituationen-der-rb-affirmation-3/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Standardsituationen der RB-Affirmation (3)</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das dritte Standardargument, wenn es um die Zustimmung zu RB geht, bekamen wir letztlich in einer Neuauflage <a title="Ich stehe dem positiv gegenüber" href="http://www.bild.de/sport/fussball/rb-leipzig/sammer-findet-leipzig-gut-37991556.bild.html" target="_blank">von Matze Sammer zu hören</a>. Die besondere grammatikalische Struktur seines Satzes war hier schon Thema. Er verdient es aber einfach, noch einmal in Gänze zitiert zu werden:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das schafft natürlich auch Arbeitsplätze. Dementsprechend bin ich dem immer positiv gegenüber gestanden&#8221;.</p></blockquote>
<p>Arbeitsplätze. Na gut. Wir gehen jetzt nicht der Frage nach, ob in dieser Logik eigentlich alles spitze ist, wenn es nur diese berühmten Arbeitsplätze schafft. Sondern wir lassen uns mal auf das Argument ein und schauen, was an diesen Arbeitsplätzen denn wirklich dran ist. Immerhin: Geredet wird von ihnen eine Menge, immer wieder und schon seit Jahren.</p>
<p><span id="more-344"></span>Oberbürgermeister Jung nimmt dabei die absolute Spitzenposition ein. Voller Euphorie und <del>komplett</del> gewohnt distanzlos nannte er 2011 RB ein <a href="http://www.lvz-online.de/gestaltete-specials/knipser/rb-leipzig/rb-leipzig-trainingszentrum/r-rb-leipzig-a-68461.html" target="_blank">„unglaubliches Geschenk an die Stadt“</a> und sprach davon, dass „ein Verein in der Zweiten Bundesliga etwa 2000 Arbeitsplätze schaffen, ein Verein in der höchsten Spielklasse sogar 4000 bis 6000 Stellen“ erbringen würde. Marshall-Plan war gestern, heute ist RB.</p>
<h2>Arbeitsplätze ohne Ende?</h2>
<p>Jung hat natürlich genügend ökonomische Kompetenz, um als verlässliche Quelle für den sicheren Segen von RB zu gelten. So werden diese Zahlen bis heute immer wieder zitiert. In der RB-Jubelschrift der LVZ vom Sommer 2014 (&#8220;Der Rasenballer&#8221;) fanden sie sich zuletzt, genügten der Redaktion aber offensichtlich noch nicht ganz. Am Horizont dämmerte schon die Vollbeschäftigung, als Guido Schäfer gleich noch die Rede von 44.000 Arbeitsplätzen durch die Bundesliga nachschob. Wir sind sicher: Tendenz steigend.</p>
<p>Argument verstanden? Früher hieß es in diesen Breiten <a href="http://www.dra.de/online/hinweisdienste/spezial/2008/dra-spezial_18_chemie.pdf" target="_blank">„Chemie bringt Brot, Wohlstand und Schönheit“</a>, aber die Anderen hatten ja ihre Chance, also macht das mit Brot und Wohlstand jetzt alles RB. Wir befürchten nur: Jungs Neuauflage der Rede von den blühenden Landschaften ist eine ungute Mischung aus einigen Fakten, viel Hoffnung und noch mehr Kaffeesatzleserei.</p>
<p>Zum wirtschaftlichen Effekt von Fußballvereinen gibt es überschaubar wenige Studien. Schaut man sich diese genauer an, schrumpft die Basis verlässlichen Wissens weiter. Immer wieder gern zitiert wird eine <a href="http://www.bundesliga.de/media/native/dokument/dfl_bl_studie_mckinsey_gesamt_final.pdf" target="_blank">Untersuchung</a> von McKinsey aus dem Jahr 2010 zum deutschen Profifußball; dazu existieren ein paar kleinere Fallstudien zu Vereinen wie dem <a href="http://www.hwwi.org/fileadmin/hwwi/Publikationen/Partnerpublikationen/HSH/Fussballstudie_14_B.pdf" target="_blank">HSV</a>, <a href="https://www.ebs.edu/fileadmin/redakteur/funkt.dept.sol/ISBS/ISBS_Issue_5_Die_Stadt_und_ihr_Profifussball.pdf" target="_blank">Leverkusen</a>, <a href="https://www.ebs.edu/fileadmin/redakteur/funkt.dept.sol/ISBS/ISBS%20Focus%20Report%201%20-%20Wolfsburg%20und%20seine%20Stadt.pdf" target="_blank">Wolfsburg</a> oder <a href="http://www.vfl.de/fileadmin/vfl/Redakteur/PDF-Dokumente/Wirtschaftsfaktor_VFL_Web.pdf" target="_blank">Osnabrück</a>. Das alles soll hier nicht bis ins letzte Details ausgebreitet werden, aber ein paar Punkte wollen wir doch vorstellen. Burkhard Jung soll dieses Blog ja mit Erkenntnisgewinn lesen. Mal sehen, ob auch wir auf etliche tausend Arbeitsplätze kommen.</p>
<h2>Achtung: Zahlen!</h2>
<p>Fangen wir bei den direkt Beschäftigten an. Laut LVZ hatte RB zuletzt 85 direkt Angestellte. Das scheint realistisch. Bei Osnabrück waren es zu Zeiten der 3. Liga 50 Arbeitsplätze, beim HSV sollen es 100 sein. Bei all diesen Zahlen sind aber die Spieler schon eingerechnet, dazu kommen Trainer etc. – es ist also nicht so, dass hier großartig Leute von der Straße geholt werden.</p>
<p>Zu den direkt Beschäftigten kommen jeweils noch Personen hinzu, die in Teilzeit beschäftigt werden und zumeist an den Spieltagen für diversen Kram da sind. Dazu sind uns bei RB keine Zahlen bekannt. Bei Leverkusen waren das 2011/12 ca. 1.100 Personen, bei Osnabrück 280; irgendwo in diesem Bereich werden die Zahlen auch bei RB liegen.</p>
<p>Da fehlen noch ein paar bis zur Jung-Prognose. Könnten die nicht alle in der Bratwurst-Industrie entstanden sein? In den einschlägigen Studien sind das „indirekte Effekte“. Dazu zählen tatsächlich die Fanerlöse durch die gesamte Catering-Sparte, aber auch andere Ausgaben der Besucher an den Spieltagen. Zu denken ist außerdem an weitere Leistungen, die durch den Verein beansprucht werden (Werbung), und darüber hinaus gehende Investitionen (im Falle RBs etwa das berühmte Trainingszentrum).</p>
<p>Beim VfL Osnabrück machte das in der Saison 2011/12 circa 13 Mio € Brutto-Umsatz aus, was 4,6 Mio € Wertschöpfung entspricht. Heißt etwas sperrig: „Die erzielte regionale Wertschöpfung entspricht bei einem statistischen verfügbaren Einkommen in der Region von rund 20.000 Euro (NLS 2010) mindestens 250 Vollzeit-Arbeitsplatzäquivalenten, die in der Region geschaffen werden bzw. Personen, die durch den „VfL-Betrieb“ insgesamt ihren Lebensunterhalt in einem Jahr bestreiten können“. Okay. 250 Arbeitsplätze sind nicht nichts, aber auch nicht berauschend.</p>
<p>Nun ist Osnabrück zwar kein Erstligaverein, aber auch dort werden die Zahlen nicht exorbitant größer. Die Studie zum HSV kam auf die Zahl von 740 Arbeitsplätzen, die indirekt und direkt durch den Hamburger Verein geschaffen würden. Und dies ist keineswegs der Durchschnitt in der Bundesliga: In Bremen und Gladbach waren es mit jeweils circa 340 schon deutlich weniger „vollzeitäquivalente“ Arbeitsplätze.</p>
<h2>Die Fata Morgana von Burkhard Jung</h2>
<p>Angesichts dieser Zahlen ist das Gerede von Jung natürlich Wahnsinn. Dafür gibt es unterschiedliche, mögliche Erklärungen. Entweder hat er sich schlicht verrechnet bzw. die Statistiken falsch verstanden und denkt, die Beschäftigungseffekte entstehen jedes Jahr aufs Neue. Macht dann nach ein paar Jahren eben ein paar Tausend Stellen. Ist aber falsch.</p>
<p>Oder Jung glaubte im Liebestaumel mit dem heilsbringenden Gebieter einfach an jede Zahl, die ihm und seinem Büro so unterkommt. Zum Beispiel den Berichten der DFL. In deren jährlich erscheinendem <a href="http://www.bundesliga.de/de/liga/news/2013/dfl-praesentiert-bundesliga-report-2014-neunte-umsatzsteigerung-in-folge-auf-2-17-mrd--euro.php" target="_blank">Report</a> gibt es auch eine Passage, in der von Arbeitsplätzen die Rede ist. Für 2014 ist davon die Rede, dass „insgesamt (&#8230;) rund 45.000 Menschen in direkter Anstellung oder durch Beauftragung der 36 Clubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga“ arbeiteten. Da kommen sie also her, die oben von Dr. oec. Schäfer zitierten Zahlen.</p>
<p>Und Schäfer hat die DFL genau so zitiert, wie die das so will, um als regelrecht systemrelevant zu erscheinen. Nicht umsonst hatte man ja einige Jahre zuvor McKinsey mit einer Studie beauftragt. Die können rechnen, aber auch schöne Sätze schreiben. Liest man die genauer, wird einiges klarer. Von den 45.000 Personen „in direkter Anstellung oder durch Beauftragung“ entfallen 30.000 auf die Bundesliga. Teilt man dies auf die 18 Vereine auf, sind das im Schnitt 1.700 Beschäftigte pro Verein. Aber da sprechen wir natürlich keineswegs von Vollbeschäftigten! Beschäftigt heißt eben auch Aushilfskräfte oder bei Wachdiensten angestellt. Nur weil ein Wachmann am Samstag seinen Dienst im Zentralstadion schiebt, macht das noch lange nicht seinen Lebensunterhalt aus. Aber schon nach einer Stunde Karten abreißen macht die DFL einen Strich auf ihrer Zählliste und kommt so am Ende des Jahres auf 45.000 Beschäftigte im Profifußball.</p>
<p>Alles in allem sind wir also meilenweit von den Zahlen entfernt, die Jung in die Welt gesetzt hat. Wäre halb so schlimm, wenn nicht bis heute jede Unterstützung für RB (auch) damit legitimiert würde.</p>
<p>Aber vielleicht wird ja auch am Ende alles gut. Wir liegen in der rot-weißen Hängematte, genießen die ganzen indirekten und induzierten Effekte und legen einmal in der Woche vor dem Rathaus Blumen nieder. Als Dankeschön. Für das Geschenk.</p>
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		<title>umgeschminkt (3) &#8211; Bronze, Silber und Gold hab&#8217; ich nie gewollt</title>
		<link>https://zwangsbeglueckt.de/2014/08/12/umgeschminkt-3-bronze-silber-und-gold-hab-ich-nie-gewollt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[zunull]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Aug 2014 06:54:38 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[DFL]]></category>
		<category><![CDATA[Fördermitgliedschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lizenz]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolfgang Petry]]></category>
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					<description><![CDATA[Im dritten Streich unserer kleinen Serie zum Lizenzierungsverfahren geht es um eine letzte zentrale Auflage, die verlangte, dass der Verein RB Leipzig sich auch als solchen begreifen und doch bitte die Zugänglichkeit für willige Mitglieder erleichtern möge. Oder zumindest so tut. Bekanntermaßen hat man sich dagegen fleißig zur Wehr gesetzt. Letztlich ließ es sich aber nicht mehr vermeiden und &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2014/08/12/umgeschminkt-3-bronze-silber-und-gold-hab-ich-nie-gewollt/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">umgeschminkt (3) &#8211; Bronze, Silber und Gold hab&#8217; ich nie gewollt</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im dritten Streich unserer kleinen Serie zum Lizenzierungsverfahren geht es um eine<a title="RB Leipzig muss bei Aufstieg sein Logo ändern" href="http://www.kicker.de/news/fussball/3liga/startseite/603363/artikel_rb-leipzig-muss-bei-aufstieg-sein-logo-aendern.html" target="_blank"> letzte zentrale Auflage,</a> die verlangte, dass der Verein RB Leipzig sich auch als solchen begreifen und doch bitte die Zugänglichkeit für willige Mitglieder erleichtern möge. <del>Oder zumindest so tut.</del> Bekanntermaßen hat man sich dagegen <a title="RB Leipzig legt erneut Einspruch ein" href="http://www.sueddeutsche.de/sport/streit-um-auflagen-rb-leipzig-legt-erneut-einspruch-ein-1.1959316" target="_blank">fleißig zur Wehr gesetzt</a>. Letztlich ließ es sich aber nicht mehr vermeiden und man ersann irgendwo zwischen Salzburg, New York und Leipzig nach intensiver rechtlicher Prüfung ein grandioses Modell.</p>
<p><span id="more-82"></span> Ähnlich wie bei den meisten am Gemeinwohl orientierten und für hehre Ziele eintretenden Vereinigungen wie <a title="Fördermitgliedschaft Greenpeace" href="https://www.greenpeace.de/spenden/online-foerdermitglied-werden" target="_blank">Greenpeace</a>, <a title="Fördermitglied ADFC" href="http://www.adfc.de/foerdermitgliedwerden/foerdermitglied-werden" target="_blank">ADFC</a>, <a title="Fördermitgliedschaft Johanniter" href="http://www.johanniter.de/spenden-stiften/startseite/foerdermitglied-werden/" target="_blank">Johanniter</a>, <a title="Fördermitgliedschaft Peta" href="https://www.peta.de/foerdermitgliedschaft" target="_blank">Peta</a> oder der <a title="Fördermitgliedschaft Tafel" href="https://www.tafel.de/spenden-helfen/geld-spenden/foerdermitglied-werden.html" target="_blank">Tafel</a> kann man seit Kurzem auch bei RB Leipzig Fördermitglied werden. Man muss bloß dieses <a title="Antrag auf Fördermitgliedschaft" href="http://www.dierotenbullen.com/neuigkeiten/Saison_2014_15/Foerdermitgliedschaft/content-module/0/text_files/file0/document/Antrag_F%C3%B6rdermitgliedschaft_RBLeipzig.pdf" target="_blank">Formblatt </a>ausfüllen und schon ist man dabei. So weit, so geil.</p>
<p>Aber stopp mal kurz: <em>Förder</em>mitglied? Klingt schick. Ist aber eine normale Mitgliedschaft, oder? &#8211; Äh&#8230; Nope. Ok, Fördermitgliedschaften sind an sich natürlich nichts Verwerfliches. Wie gesagt: Das bieten viele Vereine an. Das kann für die Vereine sinnvoll sein, um auch Jenen, die mehr als den eigentlichen Mitgliederbeitrag zahlen wollen, einen Status einzuräumen. Und es kann für Personen attraktiv sein, die einen Verein unterstützen möchten, sich aber nicht als Mitglied mehr als notwendig binden wollen.</p>
<p><a title="Die verschiedenen Arten von Mitgliedschaften im Verein" href="http://suite101.de/article/die-verschiedenen-arten-von-mitgliedschaften-im-verein-a99804#.U-X29vl_ut8" target="_blank">Hier</a> wird der Status eines Fördermitglieds folgendermaßen beschrieben:</p>
<blockquote><p>Fördermitglieder oder passive Mitglieder sind Mitglieder, die den Verein ausschließlich durch Zahlung ihres Mitgliedsbeitrags unterstützen. Auf das Vereinsleben nehmen Fördermitglieder keinen Einfluss. Sie haben lediglich das Recht, an der ordentlichen Mitgliederversammlung teilzunehmen, aber sie haben kein Rede- und Stimmrecht. Allerdings können Fördermitglieder gemäß <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/37.html" rel="nofollow">Paragraf 37 BGB </a>eine <a href="http://vereine.suite101.de/article.cfm/vereinsrecht---die-mitgliederversammlung">Mitgliederversammlung </a>einberufen sowie die Beschlüsse der Mitgliederversammlung anfechten.</p></blockquote>
<p>Das klingt <a title="Wikipedia: Mitglied" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mitglied" target="_blank">hier </a>und <a title="Mitgliedschaftsarten - ordentlich, außerordentlich, ..." href="http://www.juraforum.de/forum/t/mitgliedschaftsarten-ordentlich-ausserordentlich.167974/" target="_blank">hier </a>ganz ähnlich.</p>
<p>Der Witz bei RB ist natürlich: Echte Mitglieder, mit Stimmrecht und solch ekelhaften Dingen, will man in etwa so sehr, wie Kim Il Sung an anderen Meinungen interessiert war. Deshalb führt man jetzt die Fördermitgliedschaft ein und bewirbt sie halbwegs intensiv. Wie verkaufen funktioniert, weiß man ja. Was geht immer? Tiere oder Kinder. Deshalb läuft das Ganze jetzt unter <a title="WAS FÖRDERT DIE MITGLIEDSCHAFT?" href="http://www.dierotenbullen.com/neuigkeiten/Saison_2014_15/Foerdermitgliedschaft.html" target="_blank">Nachwuchsförderung</a>. Da es ja sonst keine Geldgeber für die Kleinen gibt, kann man so seinen Beitrag für die rosige Zukunft von RB Leipzig ableisten.</p>
<blockquote><p>Die Fördermitgliedschaft wird in den <strong>Kategorien Bronze, Silber </strong>und <strong>Gold</strong> sowie als <strong>Familienmitgliedschaft </strong>angeboten. Die Kategorien beinhalten eine Vielzahl spezifischer Vorteilen (sic!) für die Mitglieder der jeweiligen Rubrik.</p></blockquote>
<p>Ein Lacher in drei Teilen. Erstens ist das selbst für Marketing-Müll gewohnte Menschen reichlich einfallslos und erinnert doch stark an Premium-Kundenkarten von ARAL, Kaufhof oder sonstwelchen unhippen Unternehmungen. Zweitens ist es insofern eine Farce, als sich schon die Mitgliedschaft in Silber mit jährlich 500 Glocken kaum noch an Durchschnittsverdiener wendet, zugleich aber nur einen Schein mehr auf dem Geldberg <del>des Gebieters</del>  eines Vereins ausmacht, dessen Bilanzen ohnehin im Dunkeln liegen. Drittens wird RB damit kein bisschen mehr zu einem Verein, bei dem Mitgliedschaft oder gar Mitsprache vorgesehen sind. Der DFL scheint das aber zu genügen und sprich nach kurzem Aufbegehren auch nicht mehr über das Thema.<del> Die ist von der FIFA ja auch nichts anderes gewohnt.</del></p>
<p>Aber natürlich: Als Fan kann einem das alles egal sein. Hauptsache (bald) Bundesliga. Oder wie <a title="Bronze, Silber und Gold" href="http://www.myvideo.de/watch/9203782/Wolfgang_Petry_Bronze_Silber_und_Gold_1996">Wolfgang Petry</a> es sagt: &#8220;Es ist egal, was auch kommt &#8230; Ich will nur Dich allein.&#8221;</p>
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		<title>umgeschminkt (2) &#8211; Der Basis verpflichtet</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jul 2014 19:58:17 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[2. Liga]]></category>
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		<category><![CDATA[DFL]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorstand]]></category>
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					<description><![CDATA[Hier also die Fortsetzung unserer kleinen Serie zu den drängendsten Auffälligkeiten rund um das Lizenzierungsverfahren zur 2. Bundesliga. Für diesen Beitrag haben wir mal das Verhältnis von RB zu seinem Vorstand (ja, so distanziert muss man das formulieren), dessen personelle Besetzung ja schon im letzten Beitrag erwähnt wurde, kurz beäugt. Wie bei jedem Verein, der &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2014/07/25/umgeschminkt-2-der-basis-verpflichtet/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">umgeschminkt (2) &#8211; Der Basis verpflichtet</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Hier also die Fortsetzung unserer kleinen Serie zu den drängendsten Auffälligkeiten rund um das Lizenzierungsverfahren zur 2. Bundesliga. Für diesen Beitrag haben wir mal das Verhältnis von RB zu seinem Vorstand (ja, so distanziert muss man das formulieren), dessen personelle Besetzung ja schon im <a title="umgeschminkt (1) – Nestwärme" href="http://zwangsbeglueckt.wordpress.com/2014/07/21/nestwarme/" target="_blank">letzten Beitrag</a> erwähnt wurde, kurz beäugt.<span id="more-149"></span></p>
<p>Wie bei jedem Verein, der seine Profiabteilung vor allem als Leuchtturm sieht, die aus einer soliden Breitensportarbeit herausragt, wird natürlich auch bei RB der Vorstand von den Mitgliedern, der Vereinsbasis, gewählt. Eine solche Vorstandswahl garantiert demokratische Einflussmöglichkeit und stellt neben dem Aufsichtsrat eines der maßgeblichen und den Vereinsgedanken am meisten repräsentierenden Steuerungsinstrumente dar. Etwa für solche Fälle, wenn der Vorstand Jahr für Jahr die halbe Profimannschaft austauscht und dabei immer größer werdende Millionenbeträge verbrennt. Oder man in Rechtfertigungszwänge gegenüber den vielen kleinen Geldgebern kommt und die Menschen partizipieren lassen will, die zumindest einen Teil ihrer Einlagen für die Kinderausbildung und das Jugendtraining des Vereins ausgeben.</p>
<p><strong>Auffällig ruhig</strong></p>
<p>Selbstverständlich sind diese Gedanken auch bei RB maßgeblich. Und tatsächlich hat doch der Verein seit Juni einen neuen Vorstand! Interessant, dass man von einer für die Vorstandswahl üblichen Mitgliederversammlung nichts mitbekam und auch das Wahlergebnis eher nebenbei und erst drei Wochen später bekannt wurde. Und das, obwohl sonst jeder A-Jugend-Torwart-Transfer mit großer Orchestrierung nach außen kommuniziert wird. Okay, gut, bei <del>acht</del> <a href="http://leipzig.sportbuzzer.de/magazin/rb-leipzig-erfuellt-lizenz-bedingung-mit-neuer-fuehrungsebene/4703" target="_blank">14 Mitgliedern</a> (!) reicht ja eigentlich auch Hand heben zwischen Tür und Angel in der Kaffeeküche.</p>
<p><em>*Diddi tritt auf*</em></p>
<p>Gebieter: Wer von euch will das machen?</p>
<p>*Genörgel*</p>
<p>Gebieter: Leute, wir müssen wenigstens so tun!</p>
<p>Lakai: Ja, gut, Ich.</p>
<p><em>*Diddi tritt ab*</em></p>
<p>Konsequent ist dabei, dass der komplette Prozess der personellen Besetzung des neuen Gremiums intransparent bleibt &#8211; analog übrigens zur Besetzung von Aufsichtsrat und Ehrenrat. Nirgendwo lässt sich etwas zu Art und Weise des „Wahlverfahrens“ entnehmen oder sonstige Abstimmungs- und Entscheidungsfindungsprozesse, die (vermutlich) im Leipziger Sportforum stattfinden, nachvollziehen.</p>
<p><strong>Vorstand? Wer ist das?</strong></p>
<p>Mal ganz davon abgesehen, dass eigentlich sämtliche Profiklubs ihre Vorständler auf ihrer Website irgendwie nett (teils mit Bild) vorstellen, RB aber hieraus einen kleinen Akt der Selbstverleumdung macht. Nur ganz versteckt lassen sich zumindest die Namen der Führungsebene nachvollziehen &#8211; im <a title="RB - Impressum" href="http://www.dierotenbullen.com/statisch/impressum.html" target="_blank">Impressum</a> der vereinseigenen Homepage. Toll, man will seinen Namen nicht an die große Glocke hängen, Understatement betrei &#8230; ach, lassen wir das. Eine alternative Lesart ist, dass das Versteckspiel nicht gerade viel Stolz auf die Führungsebene dokumentiert oder schlichtweg ganz realistisch deren Entscheidungsgewalt auf die Belange der Vereinspolitik widerspiegelt.</p>
<p>Dabei kann sich der <a href="http://www.rb-fans.de/mitarbeiter.html" target="_blank">neue Vorstand</a> sehen lassen und zeichnet sich, wie von der DFL gefordert, durch echte Unabhängigkeit von Diddis Imperium aus. Der Vorsitzende Oliver Mintzlaff war mal Berater von Rangnick und Geschäftsführer einer Marketingfirma (Alexander Hleb! Andrea Berg!) und hat seit Januar den herrlichen Titel Head of Global Soccer bei Red Bull. Der zweite Vorstand ist Ulrich Wolter, seines Zeichens seit 2012 Geschäftsführer bei RB Leipzig und damit natürlich komplett autark von Mateschitz. Ebenso wie der dritte Sportfreund Frank Zimmermann. Er firmiert meist unter dem Zusatz &#8216;Finanzchef&#8217; und ist auch schon eine Weile im Leipziger Vereinshaus von RB unterwegs.</p>
<p>Der aktuelle Vorstand unterscheidet sich somit natürlich meilenweit von seinen Vorgängern, die nicht mal schlecht getarnt, sondern ganz offenkundig jahrelange Buddys von Mateschitz waren. Nur mit einer echten Vernarrtheit in den Sport sind dabei Ämterhäufungen wie von <a href="http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Rudolf_Theierl" target="_blank">Rudolf Theierl</a> zu erklären gewesen. Dieser musste nun sein geliebtes Leipziger Engagement beenden, wird aber sicherlich weiterhin interessiertes Mitglied bleiben.</p>
<p>Alles nichts Neues, schon klar. Ein Witz bleibt es trotzdem. Auch wenn der Anhängerschaft das offenkundig egal ist. Das Prinzip bleibt: Wir &#8211; RB &#8211; bieten Euch &#8211; den Leuten &#8211; Unterhaltung und Fußball. Wir machen dabei so ziemlich alles, was rechtlich irgendwie möglich ist. Und für Euch gilt: Klappe und Abstand halten.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>umgeschminkt (1) &#8211; Nestwärme</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2014 08:09:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es ist ja ein wenig untergegangen vor lauter Gottergebenheit, Schlandeuphorie und Zweitligaaufstieg. Doch was war das, was da kürzlich &#8211; für RB-Verhältnisse recht lautlos und schmallippig verkündet &#8211; bezüglich Änderungen und Adaptionen in der Vereinstruktur vor sich ging? So ungefähr lief es ab: Nachdem Vorsteherdiddi noch schnell die große Bühne in der LVZ gesucht hatte und gegen die &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2014/07/21/nestwarme/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">umgeschminkt (1) &#8211; Nestwärme</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ja ein wenig untergegangen vor lauter <a title="Für eine handvoll Dollar" href="http://zwangsbeglueckt.wordpress.com/2014/07/18/fur-eine-handvoll-dollar/">Gottergebenheit</a>, Schlandeuphorie und Zweitligaaufstieg. Doch was war das, was da kürzlich &#8211; für RB-Verhältnisse recht lautlos und schmallippig verkündet &#8211; bezüglich Änderungen und Adaptionen in der Vereinstruktur vor sich ging?<span id="more-77"></span></p>
<p>So ungefähr lief es ab: Nachdem Vorsteherdiddi noch schnell die große Bühne in der LVZ gesucht hatte und gegen die spielverderbenden DFL-Auflagen polterte, rang man sich bei RB nach Intervention der Marketingabteilung dann doch durch, ein „neues“ Logo, einen „neuen“ Vorstand, sowie einen „Aufsichtsrat“ nach außen zu präsentieren. Außerdem kann man nun als am Vereinsleben Interessierter mittels einer &#8220;Fördermitgliedschaft&#8221; aktiv Einfluss nehmen auf die Richtung, die RB in den nächsten Jahren einschlägt. Gesund wachsen mit einer eingeschworenen, mitreißenden Truppe in der zweiten Liga, vielleicht aber auch irgendwann mal als Talentschmiede in der unteren Hälfte der 1. Bundesliga Sympathien sammeln, oder irgendwo am fernen Horizont den Sprung nach Europa ahnen und sich freuen über die hart erarbeiteten kleinen Fortschritte &#8211; alles scheint nun möglich, und jeder der will, kann dazu beitragen. Beifall!</p>
<p>Jubel, Trubel, Heiterkeit konnten also weitergehen – Die Merkwürdigkeiten um die aufstiegsbedingten Umstellungen fielen mehr oder weniger unter den Tisch. Von dort kramen wir zumindest die augenfälligsten mal kurz wieder hoch. In diesem Post befassen wir uns in der gebotenen Kürze mit der ersten: der aus dem Boden gestampfte &#8220;Aufsichtsrat&#8221;.</p>
<p><strong>Der RB-Aufsichtsrat – ein unabhängiges Gremium?</strong></p>
<p>Gewöhnlich denkt man bei einem Aufsichtsrat an ein unabhängiges Gremium, <a title="Vereinsstruktur mit Aufsichtsrat" href="http://www.socialnet.de/materialien/1.php" target="_blank">dass den Vorständlern streng und in wirtschaftlichen Belangen auf die Finger schaut</a>. Also haben wir auch gleich mal genauer hingeschaut. Und siehe da! Zu den einzelnen Aufsichtsräten lässt sich folgendes finden: <a href="http://www.trendtop500.at/unternehmen/red-bull-gmbh/management/">Walter Bachinger (RED BULL Finanzchef)</a>, <a href="http://www.gornylaw.de/profile.html">Wiebke Gorny (Rechtsanwältin/FFM)</a>, <a href="http://www.bakertilly.de/index.php?id=198&amp;tx_btrstaff_pi1%5bshowUid%5d=164&amp;cHash=b3d123a21336b52370271662cf998b09">Oliver Hubertus (Rechtsanwalt/München)</a> Dazu gibt es noch einen Ehrenrat, was auch immer der zu tun und (vor allem) zu lassen hat: <a href="http://www.trendtop500.at/unternehmen/red-bull-gmbh/management/">Volker Viechtbauer (RED BULL, Chef der Personal und Rechtsabteilung)</a>, <a href="http://www.gornylaw.de/profile.html">Dietrich Gorny (Anwalt/Chef von Gorny Law)</a>, <a href="http://www.schoenherr.eu/people/christian-hauer/">Christian Hauer (Rechtsanwalt/Wien)</a>. Alles gute Leute. Geschenkt. Zumindest wissen sollte man aber, dass Dietrich M. und Dietrich G. mehr als nur einen gemeinsamen Vornamen haben, sondern die <a href="http://www.markenrecht.justlaw.de/abmahnung/red-bull-gorny.htm">Anwaltskanzlei Gorny natürlich eine Rechtsvertreterin des Red Bull-Mutterkonzerns ist</a>. Zudem reichen zwei plumpe Klicks, um herauszufinden, dass auch <a href="http://wirtschaftsblatt.at/archiv/unternehmen/846360/index" target="_blank">Christian Hauer für den Konzern schon erfolgreich vor Gericht gestritten hat</a>. Und, na klar, hat Oliver Hubertus als einer der Vertreter der RB-Anwälte seit jeher eine wichtige <a href="http://www.juve.de/nachrichten/oesterreich/osterreich-deals/2013/04/eishockey-red-bull-bernimmt-mit-r-lfs-rp-und-inhouse-team-ehc-m-nchen">„Beraterfunktion“ während des Übergangs vom EHC München zu EHC Red Bull München</a>.</p>
<p>Diese erst auf den zweiten Blick deutlich werdenden Verbandelungen mit dem RB-Universum aller (!) irgendwie eingebundenen Hauptverantwortlichen im &#8220;Verein&#8221; ist formalrechtlich freilich wasserdicht und einwandfrei. Gleichwohl schreit die Scheinheiligkeit der ganzen Posse zum Himmel. Ganz gut passt da die <a title="RB Leipzig erfüllt Lizenz-Bedingung mit neuer Führungsebene" href="http://leipzig.sportbuzzer.de/magazin/rb-leipzig-erfuellt-lizenz-bedingung-mit-neuer-fuehrungsebene/4703" target="_blank">Formulierung der DPA</a>, die schreibt, dass ein Aufsichtsrat „installiert“ wurde. Das hört sich ungefähr so an, als wenn sich ein Patient wohl oder übel den ungeliebten Blinddarm wieder hat annähen lassen.</p>
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