<br />
<b>Notice</b>:  Function _load_textdomain_just_in_time was called <strong>incorrectly</strong>. Translation loading for the <code>js_composer</code> domain was triggered too early. This is usually an indicator for some code in the plugin or theme running too early. Translations should be loaded at the <code>init</code> action or later. Please see <a href="https://developer.wordpress.org/advanced-administration/debug/debug-wordpress/">Debugging in WordPress</a> for more information. (This message was added in version 6.7.0.) in <b>/var/www/vhosts/web41.whg-server02.de/httpdocs/zwangsbeglueckt/wp-includes/functions.php</b> on line <b>6121</b><br />
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Presseschau &#8211; zwangsbeglückt</title>
	<atom:link href="https://zwangsbeglueckt.de/tag/presseschau/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://zwangsbeglueckt.de</link>
	<description>Ein RB-Leipzig-Protokoll</description>
	<lastBuildDate>Tue, 04 Apr 2017 09:56:59 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=5.9</generator>

<image>
	<url>https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2015/10/cropped-wolf-32x32.png</url>
	<title>Presseschau &#8211; zwangsbeglückt</title>
	<link>https://zwangsbeglueckt.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Dosierte Dossiers (2)</title>
		<link>https://zwangsbeglueckt.de/2017/01/09/dosierte-dossiers-2/</link>
					<comments>https://zwangsbeglueckt.de/2017/01/09/dosierte-dossiers-2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ansgar]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2017 13:09:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dosierte Dossiers]]></category>
		<category><![CDATA[11Freunde]]></category>
		<category><![CDATA[50plus1]]></category>
		<category><![CDATA[AC Mailand]]></category>
		<category><![CDATA[Amateure]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Rettig]]></category>
		<category><![CDATA[Birgit Schönau]]></category>
		<category><![CDATA[dosierte Dossiers]]></category>
		<category><![CDATA[Italien]]></category>
		<category><![CDATA[kicker]]></category>
		<category><![CDATA[Millernton]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Kockmann]]></category>
		<category><![CDATA[Silvio Berlusconi]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Bell]]></category>
		<category><![CDATA[Süddeutsche Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Gelder]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.zwangsbeglueckt.de/?p=973</guid>

					<description><![CDATA[Jeden Montag empfehlen wir Artikel, Berichte und Beiträge, die das Label Sportjournalismus verdienen. Also Dinge, die es mit Sicherheit nicht ins Red Bulletin schaffen. Wir präsentieren Perspektiven und Recherchen, die den Blick auf das Drumherum, das Dahinter und das große Ganze lenken &#8211; anstatt den aktuellen Spieltag als Edelfan oder Maskottchen abzufeiern. [Gruß an die &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2017/01/09/dosierte-dossiers-2/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Dosierte Dossiers (2)</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/news-1172463_960_720.jpeg"><img loading="lazy" class="alignnone size-full wp-image-995" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/news-1172463_960_720.jpeg" alt="" width="960" height="720" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/news-1172463_960_720.jpeg 960w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/news-1172463_960_720-300x225.jpeg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/news-1172463_960_720-768x576.jpeg 768w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></a></p>
<p>Jeden Montag empfehlen wir Artikel, Berichte und Beiträge, die das Label Sportjournalismus verdienen. Also Dinge, die es mit Sicherheit nicht ins Red Bulletin schaffen. Wir präsentieren Perspektiven und Recherchen, die den Blick auf das Drumherum, das Dahinter und das große Ganze lenken &#8211; anstatt den aktuellen Spieltag als Edelfan oder Maskottchen abzufeiern. [Gruß an die LVZ!]</p>
<p><em>(<a href="https://pixabay.com/de/news-tageszeitung-presse-1172463/">Michael Gaida, CC0, public domain</a>)</em></p>
<p><span id="more-973"></span></p>
<h4>&#8220;Wir widmen den Sieg dem Präsidenten Berlusconi&#8221;</h4>
<p>Birgit Schönau hat <a href="http://www.sueddeutsche.de/sport/fussball-in-italien-das-ruinierte-lieblingsspiel-der-tifosi-1.3322933" target="_blank">für die Süddeutsche Zeitung ein sehr schönes Stück über die Verquickung von Politik und Fußball in Italien</a> geschrieben. Das Zitat in der Überschrift deutet es an: Silvio Berlusconi wird im Frühjahr die Präsidentschaft des AC Milan abgeben. Zum Ausscheiden des charismatischen Herrschers zeigt Schönau nicht nur, wie Berlusconi die Ehrentribüne, das Fernsehen und die politische Bühne mit den gleichen Mitteln bespielt hat. (Der Verweis auf Berlusconis Kaderpolitik ist dabei spannend.)</p>
<p>Sie zeichnet ein Portrait des italienischen Profifußballs im Umbruch: Viele Stadien sind halbleer, der spielerische und finanzielle Anschluss an die absolute europäische Spitze droht verloren zu gehen. Die alte Dame hat schon umgesteuert und nun öffnet auch Milan das Tor für ausländisches Geld. 200 Millionen Euro haben die chinseischen (!) Investoren bereits überwiesen, die endgültige Übernahme steht wohl im Frühjahr an.</p>
<p>Zu diesen finanziellen Dimensionen und der Geschwindigkeit des Umbaus schreibt Schönau: &#8220;Angesichts dessen, was in Mailand abgeht, sind deutsche Debatten um RB Leipzig nur Schrebergarten-Geschnatter.&#8221; Mit diesem Vergleich hat die Autorin im Hinblick auf die Qualität vieler Debatten um RB nicht unrecht (schöne Beispiele für Schrebergarten-Geschnatter explizit auch auf der &#8220;Pro&#8221;-Seite).<br />
Wir möchten dennoch ergänzen, dass gerade Schönaus Studie der Wahlverwandtschaft von Charismatikern, Macht und Fußball bei den Gartenfreunden Mateschitz, Rangnick und Mintzlaff zu verärgertem Geschnatter führen würde. Zu deutlich wird an Schönaus Blick nach Italien, wie das Spiel der Massen zum Vehikel der Interessen der Wenigen wird &#8211; egal ob als modernes Wagenrennen oder zur Gewinnvermehrung.</p>
<h4>50+1, TV-Gelder und fairer Wettbewerb</h4>
<p>Weder aus der vergangenen Woche, noch im engeren Sinne Sportjournalismus: eine Folge des <a href="http://blog.uebersteiger.de/podcast/mt033-andreas-rettig/" target="_blank">FC St. Pauli Fan-Podcasts &#8220;Millernton&#8221; aus dem September 2015</a>. Dass es die zwei Stunden Audio dennoch in diese Liste schaffen, liegt an den hervorragenden Fragen an den ebenso hervorragenden Gast der Folge, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Rettig" target="_blank">Andreas Rettig</a>. Der ist nach Stationen in Leverkusen, Freiburg, Köln und Augsburg sowie als DFL-Geschäftsführer mittlerweile kaufmännischer Geschäftsleiter beim FC St. Pauli.</p>
<p>Im Gespräch geht der erfahrene Fußball-Manager <a href="http://blog.uebersteiger.de/podcast/mt033-andreas-rettig/%23t%3D1:13:17.290" target="_blank">vor allem ab 1:13:17</a> auf seine Ansichten zu und Einsichten in die Organisation des wirtschaftlichen Wettbewerbs der Profiklubs ein. Rettig formuliert dabei mehrfach die Sorge, dass sich insbesondere in der Bundesligatabelle nur noch der Mitteleinsatz des wirtschaftlichen Wettbewerbs abbilde, nicht mehr sportliche Konzepte, wie etwa die Arbeit beim SC Freiburg. Das ist insofern problematisch, als dass zur Ausschüttung der Vermaktungsgelder ja wiederum <em>ausschließlich</em> die sportlichen Platzierungen herangezogen werden. Da ist es den Investoren-Klubs plötzlich sehr recht, dass sie sich in keinem &#8220;freien Markt&#8221; sondern in einem reglementierten Spielbetrieb befinden. An Details wie der Planungssicherheit in Budgetfragen und dem daraus resultierenden zeitlichen Vorteil auf dem Transfermarkt macht Rettig zudem deutlich, wie sich die Bundesliga dadurch immer mehr zum &#8220;closed shop&#8221; entwickelt.</p>
<p>Man gewinnt bei den Schilderungen und launigen Anekdoten (Sumoringer für den asiatischen Markt!) das Bild eines leidenschaftlichen Managers, der Fußball zuerst als Spiel und Teil der kulturellen Identität denkt, nicht als Absatzmarkt. Unsere Salzburger Freunde werden übrigens auch mit einem Bonmot am Rande erwähnt. Auf die Frage nach alternativen Ausschüttungskriterien (wie sie etwa <a href="https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga/traditions-vereine-wollen-mehr-geld-100.html" target="_blank">&#8220;Team Marktwert&#8221;</a> fordert) führt Rettig an, wie schwierig diese zu messen seien. Würde etwa die Mitgliederzahl über Ausschüttungen entscheiden,</p>
<blockquote><p>&#8220;dann würde Herr Mateschitz auf die Idee kommen und sagen: &#8216;Jetzt bekommen alle Leipziger eine kostenlose Mitgliedschaft&#8217;.&#8221;<br />
&#8211; Andreas Rettig im <a href="http://blog.uebersteiger.de/podcast/mt033-andreas-rettig">Millernton #33</a></p></blockquote>
<h4>Abgehängte Amateure</h4>
<p>Gleich zwei Interviews der vergangenen Woche thematisieren Probleme des Amateurfußballs. Der KICKER hat in der Montagsausgabe vom 2. Januar [S. 32-33; <a href="http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/667816/artikel_bell-fuerchtet-uebersaettigung_es-ist-zu-viel.html">Teaser online</a>] mit Mainz 05-Vizekapitän Stefan Bell gesprochen, der ehrenamtlich als Vorsitzender beim <a href="http://fv-vilja-wehr.de/">Kreisligisten FV Vilja Wehr</a> tätig ist. In der <a href="http://www.11freunde.de/interview/amateure-der-krise" target="_blank">11FREUNDE kommt zudem Sebastian Kockmann zu Wort</a>, der sportlicher Leiter bei <a href="https://fcerheine.de/" target="_blank">Eintracht Rheine in der Oberliga Westfalen</a> ist. Beide machen &#8211; teils drastisch &#8211; auf strukturelle Probleme des deutschen Fußballs aufmerksam.</p>
<p>Bell zeigt sich ob seiner Doppelperspektive als Ehrenamtlicher und Bundesligaprofi sehr aufgeklärt und reflektiert. So fragt er in einer lesenswerten Passage, ob in der eigentlich stabilen und funktionierenden Bundesliga tatsächlich immer weitere Maßnahmen zur Erlössteigerung vorgenommen werden müssen: &#8220;Der einzige Grund, der immer genannt wird ist England.&#8221; In diesem Zug spricht sich Bell gegen die weitere Zerstückelung des Spieltags und die Ausweitung und Aufstockung von Fußballwettberwerben auf internationaler Ebene aus:</p>
<blockquote><p>&#8220;Klar wird im ersten Moment mehr Geld eingenommen. Die Frage ist: Ist das nachhaltig?&#8221;<br />
&#8211; Stefan Bell im Kicker 01/2017</p></blockquote>
<p>Kockmann geht in der 11FREUNDE auf die Nöte der halbprofessionellen Vereine ein. Diese sehen sich in einem wirtschaftlich schwierigen Zwiespalt: Sie konkurrieren auf der Einnahmenseite um Aufmerksamkeit auf einem vom Profifußball dominierten Markt, um im Gegenzug die ressourcenintensive Grundlagenarbeit, wie etwa die Jugendarbeit, zu stemmen. Dabei fordert er insbesondere von den Verbänden mehr Unterstützung. Abschließend wird er gefragt, was er sich im Sinne des Amateursports wünschen würde:</p>
<blockquote><p>&#8220;Vielleicht das: Support your local team. Der einzelne Konsument, der einzelne Fan entscheidet, wie es weitergeht. [&#8230;] Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.&#8221;<br />
&#8211; Sebastian Kockmann bei <a href="http://www.11freunde.de/interview/amateure-der-krise" target="_blank">11FREUNDE</a></p></blockquote>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://zwangsbeglueckt.de/2017/01/09/dosierte-dossiers-2/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Dosierte Dossiers (1)</title>
		<link>https://zwangsbeglueckt.de/2017/01/02/dosierte-dossiers-1/</link>
					<comments>https://zwangsbeglueckt.de/2017/01/02/dosierte-dossiers-1/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ansgar]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Jan 2017 07:47:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dosierte Dossiers]]></category>
		<category><![CDATA[Der Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschlandfunk]]></category>
		<category><![CDATA[dossierte Dossiers]]></category>
		<category><![CDATA[englisch]]></category>
		<category><![CDATA[Extremsport]]></category>
		<category><![CDATA[Gazprom]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Sport am Wochenende]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Buse]]></category>
		<category><![CDATA[Vavel.com]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.zwangsbeglueckt.de/?p=958</guid>

					<description><![CDATA[Wir starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr: eine neue wöchentliche Rubrik! Jeden Montag empfehlen wir Artikel, Berichte und Beiträge, die das Label Sportjournalismus verdienen. Also Dinge, die es mit Sicherheit nicht ins Red Bulletin schaffen. Wir präsentieren Perspektiven und Recherchen, die den Blick auf das Drumherum, das Dahinter und das große Ganze lenken &#8211; &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2017/01/02/dosierte-dossiers-1/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Dosierte Dossiers (1)</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/newspapers-JamesDeMers-publicdomain.jpeg"><img loading="lazy" class="alignnone size-full wp-image-959" src="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/newspapers-JamesDeMers-publicdomain.jpeg" alt="" width="960" height="509" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/newspapers-JamesDeMers-publicdomain.jpeg 960w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/newspapers-JamesDeMers-publicdomain-300x159.jpeg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2017/01/newspapers-JamesDeMers-publicdomain-768x407.jpeg 768w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></a></p>
<p>Wir starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr: eine neue wöchentliche Rubrik! Jeden Montag empfehlen wir Artikel, Berichte und Beiträge, die das Label Sportjournalismus verdienen. Also Dinge, die es mit Sicherheit nicht ins Red Bulletin schaffen. Wir präsentieren Perspektiven und Recherchen, die den Blick auf das Drumherum, das Dahinter und das große Ganze lenken &#8211; anstatt den aktuellen Spieltag als Edelfan oder Maskottchen abzufeiern. [Gruß an die LVZ!]</p>
<p><em>(&#8220;Newspapers&#8221; <a href="https://pixabay.com/de/zeitungen-brosch%C3%BCren-automaten-53323/">by JamesDeMers</a>, public domain)</em></p>
<p><span id="more-958"></span></p>
<h4>Sport und Kommerz</h4>
<p>Seitdem man es ganz bequem <a href="http://www.deutschlandfunk.de/podcast-sport-am-wochenende.1926.de.podcast.xml" target="_blank">als Podcast abonnieren</a> kann, gibt es wenig plausible Ausreden, &#8220;<a href="http://www.deutschlandfunk.de/sport-am-wochenende.1345.de.html" target="_blank">Sport am Wochenende</a>&#8221; vom Deutschlandfunk nicht im Medienmenü zu haben. Noch bis Mittwoch ist die Sendung vom 26.12. zum Thema &#8220;<a href="http://www.deutschlandfunk.de/sport-am-wochenende.1345.de.html?cal:month=12&amp;cal:year=2016&amp;drbm:date=2016-12-26" target="_blank">Sport und Kommerz</a>&#8221; abrufbar.</p>
<p>Zwei Beiträge daraus dürften der geneigten Leserschaft dieses Blogs interessant erscheinen. Zum einen thematisiert Robert Kempe <a href="http://www.deutschlandfunk.de/gazprom-putins-langer-arm.1346.de.html?dram:article_id=374777" target="_blank">die Rolle von Gazprom im Weltfußball</a>. Gazprom ist beileibe kein Sponsor, sondern geopolitisches Instrument. Bis 2018 zahlt man schätzungsweise 80 bis 100 Millionen US Dollar an die FIFA und kauft sich dafür in die feine Gesellschaft des quotenträchtigsten TV-Sports ein.</p>
<p>Andrea Schültke fragt zum anderen, <a href="http://www.deutschlandfunk.de/gemeinnuetzigkeit-vs-geschaeftstuechtigkeit-keimzelle-verein.1346.de.html?dram:article_id=374667" target="_blank">wie zeitgemäß die Vorstellung vom Sport<em>verein</em> eigentlich noch ist</a>. Während Apologeten des Marketingkonzerns ja gern altklug behaupten, 50+1 und das Vereinsrecht seien auch ohne Red Bull obsolet, bedienen sich die Sportkonzerne selbst dieser Konstrukte sehr gern &#8211; um kräftig zu sparen. Ebenso wie das IOC oder die FIFA profitiert auch RB Leipzig vom Vereinsrecht und wird damit unter dem Mantel der Allgemeinnützigkeit bei Steuerzahlungen begünstigt.</p>
<h4>RB Leipzig im Zeitraffer</h4>
<p><a href="https://www.vavel.com/" target="_blank">Vavel.com</a> ist eine Online-Zeitung, die in verschiedenen Sprachen erscheint (und mit ihrem Namen deshalb auch auf den Turm von Babel anspielt). Für die englischsprachige Ausgabe hat der junge und offensichtlich sehr engagierte nordirische Autor <a href="https://twitter.com/jonathanwalsh_" target="_blank">Jonathan Walsh</a> ein <a href="https://www.vavel.com/en/international-football/germany-bundesliga/734514-the-rb-leipzig-dilemma-revolutionising-german-football-or-destroying-the-sacred-culture.html" target="_blank">ausführliches Portrait von RB Leipzig gezeichnet</a>. Der Artikel unterscheidet sich deutlich von den hinkenden &#8220;Cinderella Stories&#8221; ausländischer Medien, wie ein angeblich kleiner Aufsteiger (Etat und Marktwerte?) die Bundesliga erobert.</p>
<p>Walsh fragt stattdessen, ob das Modell Leipzig die Zukunft oder das Ende der Fußballkultur in Deutschland ist, und zeichnet dabei zunächst sehr ausführlich den Beginn des Fußballengagements von Red Bull (inklusiver der abschlägig beschiedenen Anfragen in St. Pauli und Düsseldorf) nach. Unter &#8220;The View in Germany&#8221; sammelt Walsh im letzten Drittel des Artikels Stimmen deutscher Fans und kommt damit auf Themen, die in einer durchschnittlichen Bundesliga-Berichterstattung zu RB nicht auftauchen: &#8220;Wieso Bayer, Wolfsburg und Hoffenheim etwas anderes als RB sind&#8221; und &#8220;Der Osten im Aufschwung &#8211; nicht wegen RB&#8221;.</p>
<h4>Wie der Sportsponsor Red Bull das Unmögliche provoziert</h4>
<p>Uwe Buse beleuchtet in &#8220;Spiel ohne Grenzen&#8221; im <a href="https://magazin.spiegel.de/SP/2017/1/148787026/">SPIEGEL 1/2017 [€]</a> das Verhältnis von Action- und Extremsportlern und dem österreichischen Marketingkonzern:</p>
<blockquote><p>Die meisten Athleten sind jung, viele noch nicht mal volljährig, wenn sie ins Blickfeld der Geldgeber gelangen. Verträge, die mehr bieten als Verschleißteile und Reisespesen, sind ein rares Gut. Die Position von Sponsoren ist in der Regel so stark, dass Verträge nicht verhandelt, sondern gewährt werden.</p></blockquote>
<p>Während die <a href="http://programm.ard.de/?sendung=281069804421078" target="_blank">ARD-Doku &#8220;Die dunkle Seite von Red Bull&#8221; (2013)</a> etwas reißerisch vorgab, die &#8220;Hintergründe von Todesfällen&#8221; aufzuklären, gelingt es Buse sehr viel besser, die Mechanismen des Geschäfts zu beschreiben, indem er nah an jungen Actionsportlern berichtet. Die Fakten sind traurig und bekannt: Seit 2009 starb jedes Jahr mindestens ein von Red Bull gesponsorter Extremsportler. Lebendig zu Helden erklärt, sucht man nach den Namen der Toten vergebens auf der Red Bull-Website, sie passen nicht ins inszenierte Bild. (Ausnahme ist der verunglückte Basejumper Shane McConkey, Hauptfigur eines 90-minütigen, von Red Bull produzierten Dokumentarfilms.)</p>
<p>Buse portraitiert einen jungen Freeride Mountainbiker, der sich diesen Sommer als einer der wenigen öffentlich gegen die gesundheitlichen Folgen der Vermarktungslogik &#8220;höher, schneller, weiter&#8221; gestellt hat. Unter dem Hashtag <a href="https://twitter.com/search?q=%23fuckrampage" target="_blank">#fuckrampage</a> hat <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Cameron_Zink" target="_blank">Cameron Zink</a> den Sponsor nach einem Einladungsrennen mit schweren Unfällen (20 % der Starter schieden verletzt aus, einer bleibt gelähmt) schwere Vorwürfe gemacht. Interessanterweise musste Red Bull dadurch von der eigenen Kommunikationspolitik abweichen, sich explizit zur Kritik äußern und nach einem runden Tisch mit den Fahrern Zugeständnisse an die Sportler machen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://zwangsbeglueckt.de/2017/01/02/dosierte-dossiers-1/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
