<br />
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	<title>Burkhard Jung &#8211; zwangsbeglückt</title>
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	<title>Burkhard Jung &#8211; zwangsbeglückt</title>
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		<title>Wahlwerbung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ansgar]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jan 2020 07:30:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ohne Zusätze]]></category>
		<category><![CDATA[Burkhard Jung]]></category>
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					<description><![CDATA[Was bei aller Euphorie um die Tabellenführung der Betriebssportgemeinschaft Fuschl am See auch interessant ist: In Leipzig steht die Wahl eines Oberbürgermeisters an. Zwar läge es in der Logik des Vereins, wenn auch hier einfach jemanden transferiert würde, etwa Harald „Harry“ Preuner, der zur Zeit in Salzburg Bürgermeister ist. Aber nun, die Sächsische Gemeindeordnung sieht &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2020/01/24/wahlwerbung/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Wahlwerbung</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Was bei aller Euphorie um die Tabellenführung der Betriebssportgemeinschaft Fuschl am See auch interessant ist: In Leipzig steht die Wahl eines Oberbürgermeisters an. Zwar läge es in der Logik des Vereins, wenn auch hier einfach jemanden transferiert würde, etwa Harald „Harry“ Preuner, der zur Zeit in Salzburg Bürgermeister ist. Aber nun, die Sächsische Gemeindeordnung sieht es vor, dass die Stimmberechtigten über dieses Amt entscheiden, derzeit rund 470.000. Und so stehen am 2. Februar acht Kandidatinnen auf der Liste, über die dann spätestens am 1. März in einer Stichwahl entschieden wird.</p>



<p>Wir haben fünf Kandidat*innen für <a href="https://kreuzer-leipzig.de/2020/01/24/wahlwerbung/">unsere monatliche Kolumne bei KREUZER</a> auf ihre Sicht zu RB befragt. Unsere Fragen waren natürlich tendenziös, das aber mit Nachdruck. Kurzfassung: Sie reichten von einem „Wie halten Sie es mit RB?“ bis hin zur Frage nach der Vorfreude auf die Meisterfeier im Mai. </p>



<p>Realistischerweise schätzen einige der Angefragten ihre OBM-Chancen als niedrig ein und verzichten schon vorab auf die Teilnahme an unserer Befragung. Dies gilt etwa für Sebastian Gemkow, auch Franziska Riekewald von der Linken hielt sich bedeckt. Marcus Viefeld von der FDP hatten wir gar nicht erst angeschrieben. Seine plakatierte Losung „Unternehmer ins Rathaus!“ war ja schon eine Vorab-Antwort auf die Frage nach dem Verhältnis zu RB.</p>



<p>So haben wir das Vergnügen, hier umso vollständiger die Reaktionen von Katharina Krefft (Bündnis 90/Grüne), Burkhard Jung (SPD) und Ute-Elisabeth Gabelsmann (Piraten, Humanisten, ÖDP &amp; Demokratie in Bewegung) zu dokumentieren. Das Ergebnis vorab: <a href="https://kreuzer-leipzig.de/2020/01/24/wahlwerbung/">Die Unterschiede sind nicht riesig, aber fein, wie wir andernorts ausführlicher interpretiert haben.</a></p>



<span id="more-1302"></span>



<h2 class="wp-block-heading">Burkhard Jung (SPD)</h2>



<p><em>Worum handelt es sich
ihrer Meinung nach bei RB Leipzig?</em></p>



<p>„Um den Grund, warum Leipzig endlich auch wieder im Fußball
Champions League spielt. Und das finde ich großartig.“</p>



<p><em>Wie wird die Kommune
unter ihrer Leitung RB Leipzig künftig unterstützen?</em></p>



<p>„Ihr habt ja schon 2014 festgestellt, ich sei &#8220;im
Liebestaumel mit dem heilsbringenden Gebieter&#8221;. Aber im Ernst: Leipzig
profitiert sehr von RB. Wir arbeiten gut zusammen und entlassen RB auch nicht
aus seinen Pflichten gegenüber der Stadt. Als nächstes werden wir die
Gestaltung des Stadionumfelds inklusive Sportmuseum, Mobilität etc. angehen.
Das ist eines der Schwerpunktprojekte aus meinem Arbeitsprogramm 2023.“</p>



<p><em>Wie hoch schätzen Sie
die Vorbildwirkung von RB ein, etwa was Mitbestimmung und politisches Engagement
angeht?</em></p>



<p>„Die Stärken von RB liegen auf anderen Feldern.“</p>



<p><em>Wie sehr freuen Sie
sich auf die RB-Meisterfeier im Mai?</em></p>



<p>„Sehr! Aber die Bierdusche gilt nur dem Trainer, richtig?“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Katharina Krefft (Bündnis 90/Die Grünen)</h2>



<p><em>Worum handelt es sich
ihrer Meinung nach bei RB Leipzig?</em></p>



<p>„Vielen Dank für Ihre Fragen an eine echte Fußballexpertin.
Aber immerhin kicke ich gerne mit den Kindern, und darum spiel(t)en auch alle
meine Mädels GTA-Fußball. Die Älteste hatte sogar durchgesetzt, dass es an
ihrer Grundschule GTA-Mädchenfußball schon ab der 1. Klasse gab. Und die haben
dann sogar Preise geholt. Ich hatte mich auch sehr gefreut, dass der TuS
Leutzsch uns beim Frauenfestival unterstützt hatte an der Fußballwand – die
wiederum von RB kam. Mein Mann sagt immer: Wir sind ‚Chemiker‘ also Anhänger
von Chemie Leipzig.</p>



<p>Zunächst einmal begrüße ich, dass RB Leipzig ein Fußballclub
ist, der Menschen jeden Alters zu seinen Fans zählt und sichtbar viele Familien
– auch aus dem Umland &#8211; ins Stadion lockt. Das ist ein großer Unterschied zu
den Zeiten als noch Lok Leipzig im Zentralstadion spielte und an Heimspieltagen
in der Innenstadt sog. „Fans“ Angst und Schrecken verbreiteten.</p>



<p>Auf der anderen Seite ist da ein Club, der wie die meisten
großen Clubs in Europa ein sichtbares Zeichen der Kommerzialisierung des
Volkssports Fußball darstellt. Ich will da tatsächlich keine Wertung vornehmen,
weil ich einerseits an Fußball eher wenig Interesse habe und andererseits viele
Menschen das weniger kritisch sehen. Letztlich ist RB-Leipzig ein gut
geschmiertes Unternehmen, aber darin unterscheiden sie sich heute nicht mehr
von anderen Spitzenclubs der Bundesliga.“</p>



<p><em>Wie wird die Kommune
unter ihrer Leitung RB Leipzig künftig unterstützen?</em></p>



<p>„Ich sehe nicht, dass RB Leipzig eine Unterstützung nötig
hat. Sicherlich ist RB ein unbestrittener Wirtschaftsfaktor für unsere Stadt
und auch für die Bekanntheit und das Stadtmarketing eines der Aushängeschilder.
Wir können als Stadt froh sein, dass wir für unser innerstädtisches Stadion
einen regelmäßigen Nutzer haben.</p>



<p>Das aber bedingt natürlich eine Zusammenarbeit auf
bestimmten Gebieten, sofern sich die Interessen von RB oder die der Stadt
überschneiden. Ich bin demnach sehr gespannt, wie sich das Interesse von RB
Leipzig, seine Geschäftsstelle, einen Fanshop sowie hunderte von Stellplätzen
im Bereich des ehemaligen Schwimmstadions mit dem städtischen Interesse der
Realisierung der Feuerbachschleife und des Sportmuseums übereinander bringen
lässt. OBM Jungs Interesse erscheint mir da sehr diffus, indem er am Stadtrat
vorbei seit Monaten Geheimverhandlungen führt und die Anbindung des ÖPNV an das
Stadion seinen persönlichen Interessen an einem bislang undefinierten „Haus des
Sports“ unterzuordnen scheint.</p>



<p>Und grundsätzlich halte ich es mit einer abgewandelten
amerikanischen Redensart, die übrigens auch für andere Unternehmen gilt: ‚Bevor
Du fragst, was die Stadt für Dich tun kann, frage Dich, was Du für die Stadt
machen kannst?‘ Ich glaube nicht, dass sich RB über die Stadt Leipzig beklagen
kann.“</p>



<p><em>Wie hoch schätzen Sie
die Vorbildwirkung von RB ein, etwa was Mitbestimmung und politisches
Engagement angeht?</em></p>



<p>„Wir Grüne setzen uns generell für umfassende Transparenz, Beteiligung und Mitbestimmung ein. Ich erlebe RB Leipzig eher als unpolitischen Verein, vielleicht auch als Reaktion auf die rechten Auswüchse vor einigen Jahren rund um Lok Leipzig.</p>



<p>Dass Transparenz, Mitbestimmung und Beteiligungskultur bei
RB Leipzig naturgemäß anders gelebt wird als z.B. bei Chemie Leipzig hat auch
kommerzielle bzw. privatwirtschaftliche Hintergründe. RB würde hinsichtlich der
Akzeptanz und der demokratischen Mitbestimmung sicherlich gut daran tun, ihre
restriktive Haltung zu lockern und Fans mehr Mitsprache einzuräumen. Zumindest
im kommunalen Einflussbereich werde ich mit meinen grünen Überzeugungen zeigen,
dass es auch anders geht und Transparenz, Beteiligung und Mitbestimmung
gewinnbringend ist. Und ich erwarte bei einem Verein, in dessen Reihen viele
Ausländer spielen, eine klare Kante gegen Rassismus und Hass.“</p>



<p><em>Wie sehr freuen Sie
sich auf die RB-Meisterfeier im Mai?</em></p>



<p>„Abgerechnet wird zum Schluss! Ich bin da leidenschaftslos
und außerdem gilt: ‚May the best team win!‘ Wir Grüne haben ja immerhin dafür
gesorgt, dass die Fassade des Alten Rathauses saniert wurde und damit der
Balkon gleich mit. Insofern sehe ich einer Meisterfeier entspannt entgegen.
Sollte es mit der Meisterschaft klappen, ist dies natürlich für die Beteiligten
und Fans ein Grund zu feiern.“</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ute-Elisabeth Gabelsmann (Piraten, Humanisten, ÖDP &amp; Demokratie
in Bewegung)</h2>



<p><em>Worum handelt es sich
ihrer Meinung nach bei RB Leipzig?</em></p>



<p>„Soweit ich informiert bin, um eine Ausgründung des SSV
Markranstädt. Aber ich gebe zu, daß ich da kein sonderlicher Experte bin.
Ausschließen hingegen kann ich, dass es sich um einen Stadtmäzen handelt.“</p>



<p><em>Wie wird die Kommune
unter ihrer Leitung RB Leipzig künftig unterstützen?</em></p>



<p>„Das klären wir in derselben Sitzung, gleich mit der Frage,
wie RB die von mir gelittene Kommune künftig unterstützt.“</p>



<p><em>Wie hoch schätzen Sie die
Vorbildwirkung von RB ein, etwa was Mitbestimmung und politisches Engagement
angeht?</em></p>



<p>„Ich zitiere die Wikipedia: ‚Im Gegensatz zu allen anderen
deutschen Fußballvereinen räumt RB Leipzig seinen Anhängern keine offizielle Möglichkeit
ein, stimmberechtigtes Mitglied zu werden. Nach Angaben des damaligen
Geschäftsführers Ulrich Wolter strebe RB Leipzig nicht die hohen
Mitgliederzahlen anderer Klubs an. Laut Wolter seien Vereine, in denen Fans aus
der Ultra-Szene Strukturen geschaffen haben, nicht im Sinne des deutschen
Fußballs, und man wolle sich solchen Zuständen absolut entziehen.‘</p>



<p>Ich habe mir mal notiert, daß die Führungsebene von RB zu
meinen ersten Bürgerkonferenzen geladen wird. Als OBM hat man schließlich Vorbildwirkung.“</p>



<p><em>Wie sehr freuen Sie
sich auf die RB-Meisterfeier im Mai?</em></p>



<p>„Bin ich da geladen? Was zieht man da an? Sind Gastgeschenke
okay? Ich muss mal eben eine ganz liebe Freundin konsultieren, die weiß ganz
sicher Rat!“</p>
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		<title>Momentchen mal!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[zunull]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Oct 2016 11:42:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[filetiert]]></category>
		<category><![CDATA[handzahm]]></category>
		<category><![CDATA[Burkhard Jung]]></category>
		<category><![CDATA[Kölmel]]></category>
		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>
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		<category><![CDATA[Standort]]></category>
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					<description><![CDATA[Eigentlich finden wir selbst es ja langweilig, immer wieder auf Offensichtliches hinzuweisen. Doch gelegentlich kommt es zu Zuspitzungen, die selbst uns mit offenen Mündern zurücklassen. So geschehen gestern, als die Friedrich-Ebert-Stiftung zum 5. Mitteldeutschen Wirtschaftsdialog einlud. Thema:  LEIPZIG Fußballstadt Leipzig. Chancen und Herausforderungen. &#8220;Fußballstadt Leipzig&#8221; bedeutete in diesem Fall freilich RB Leipzig. Und es ging um &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2016/10/12/momentchen-mal/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Momentchen mal!</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich finden wir selbst es ja langweilig, immer wieder auf Offensichtliches hinzuweisen. Doch gelegentlich kommt es zu Zuspitzungen, die selbst uns mit offenen Mündern zurücklassen. So geschehen gestern, als die Friedrich-Ebert-Stiftung zum 5. Mitteldeutschen Wirtschaftsdialog einlud. Thema:  <a href="https://www.facebook.com/events/196756294079373/" target="_blank">LEIPZIG Fußballstadt Leipzig. Chancen und Herausforderungen</a>. &#8220;Fußballstadt Leipzig&#8221; bedeutete in diesem Fall freilich RB Leipzig. Und es ging um das wirtschaftliche Heilsversprechen, das nicht nur mit diesem &#8220;Verein&#8221; verbunden wird, sondern mit dem Aufstieg in die erste Bundesliga nun angeblich kurz vor der Einlösung steht. Nachlesen kann man das bei den üblichen Hofschreibern (<a href="http://www.lvz.de/Sport/RB-Leipzig/News/Wachstumsmotor-RB-Leipzig-Der-Fussball-allein-wird-es-nicht-richten" target="_blank">hier</a> und <a href="http://rotebrauseblogger.de/2016/10/12/burkhard-jung-goes-initiative-60plus/" target="_blank">hier</a>).<span id="more-785"></span></p>
<p><figure id="attachment_786" aria-describedby="caption-attachment-786" style="width: 600px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/thinking-272677_1920.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-786" src="http://www.zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/thinking-272677_1920-300x217.jpg" alt="thinking-272677_1920" width="600" height="434" srcset="https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/thinking-272677_1920-300x217.jpg 300w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/thinking-272677_1920-768x556.jpg 768w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/thinking-272677_1920-1024x741.jpg 1024w, https://zwangsbeglueckt.de/wp-content/uploads/2016/10/thinking-272677_1920.jpg 1920w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-786" class="wp-caption-text">Foto: geralt, <a href="https://pixabay.com/de/nachdenken-denkarbeit-mann-gesicht-272677/" target="_blank">pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de" target="_blank">CC0 1.0 Universell (CC0 1.0) </a></figcaption></figure></p>
<p>So weit, so bekannt, dachten auch wir und kamen dann doch ins Grübeln. Moment mal, ist es wirklich so selbstverständlich, über einen lokalen Fußballverein zu sprechen, als hätte sich ein internationaler Konzern am Standort Leipzig niedergelassen? Im Zusammenhang mit RB ist das offenbar völlig legitim und auch lange nicht mehr weiter erklärungsbedürftig. Schon allein der vom Veranstalter geschaffene Rahmen, das Spektrum, innerhalb dessen hier über einen Fußballverein gesprochen wurde, verrät, dass es in Bezug auf RB offenbar noch nie wirklich um Fußball im sportlichen Sinne ging. Im Gegenteil. Mittlerweile wird das sogar mantellos und wie selbstverständlich vorausgesetzt, von RB als &#8220;Wachstumsmotor&#8221; gesprochen, und der Bundesliga-Aufstieg als Marker einer vor allem wirtschaftlichen Zeitenwende für die sich daran ergötzenden Heldenstadt abgefeiert.</p>
<p>Bürgermeister, Medienunternehmer und Handelskammerchef können sich munter mit neu erreichter internationaler Reichweite, Existenzgrundlagen und Mehrwerten die Taschen vollhauen und keiner findet das merkwürdig. Wären wir RB-Jünger, wir wären äußerst beleidigt. Entsteht doch so der Eindruck, dass es auch jeder beliebige andere Verein hätte sein können, dem die Stadt Tür und Tor geöffnet hätte. Hauptsache Bundesliga und der damit erreichte Anschluss an den &#8220;Wachstumsmotor Bundesliga&#8221; ist geschafft.</p>
<p>Wie gesagt, alles nicht neu, und anderer Stelle haben wir uns auch <a href="http://www.zwangsbeglueckt.de/2014/10/28/standardsituationen-der-rb-affirmation-3/" target="_blank">schon mal damit beschäftigt</a>. Aber in dieser schnörkellosen Deutlichkeit vorgetragen, sind die monothematischen Erwartungen, die mit RB in Verbindung gebracht werden, dann doch noch mal speziell.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Standardsituationen der RB-Affirmation (3)</title>
		<link>https://zwangsbeglueckt.de/2014/10/28/standardsituationen-der-rb-affirmation-3/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[chassot]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2014 11:32:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[filetiert]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsplätze]]></category>
		<category><![CDATA[Burkhard Jung]]></category>
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		<category><![CDATA[Hängematte]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolfsburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Das dritte Standardargument, wenn es um die Zustimmung zu RB geht, bekamen wir letztlich in einer Neuauflage von Matze Sammer zu hören. Die besondere grammatikalische Struktur seines Satzes war hier schon Thema. Er verdient es aber einfach, noch einmal in Gänze zitiert zu werden: &#8220;Das schafft natürlich auch Arbeitsplätze. Dementsprechend bin ich dem immer positiv &#8230; <a href="https://zwangsbeglueckt.de/2014/10/28/standardsituationen-der-rb-affirmation-3/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">Standardsituationen der RB-Affirmation (3)</span> weiterlesen</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Das dritte Standardargument, wenn es um die Zustimmung zu RB geht, bekamen wir letztlich in einer Neuauflage <a title="Ich stehe dem positiv gegenüber" href="http://www.bild.de/sport/fussball/rb-leipzig/sammer-findet-leipzig-gut-37991556.bild.html" target="_blank">von Matze Sammer zu hören</a>. Die besondere grammatikalische Struktur seines Satzes war hier schon Thema. Er verdient es aber einfach, noch einmal in Gänze zitiert zu werden:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das schafft natürlich auch Arbeitsplätze. Dementsprechend bin ich dem immer positiv gegenüber gestanden&#8221;.</p></blockquote>
<p>Arbeitsplätze. Na gut. Wir gehen jetzt nicht der Frage nach, ob in dieser Logik eigentlich alles spitze ist, wenn es nur diese berühmten Arbeitsplätze schafft. Sondern wir lassen uns mal auf das Argument ein und schauen, was an diesen Arbeitsplätzen denn wirklich dran ist. Immerhin: Geredet wird von ihnen eine Menge, immer wieder und schon seit Jahren.</p>
<p><span id="more-344"></span>Oberbürgermeister Jung nimmt dabei die absolute Spitzenposition ein. Voller Euphorie und <del>komplett</del> gewohnt distanzlos nannte er 2011 RB ein <a href="http://www.lvz-online.de/gestaltete-specials/knipser/rb-leipzig/rb-leipzig-trainingszentrum/r-rb-leipzig-a-68461.html" target="_blank">„unglaubliches Geschenk an die Stadt“</a> und sprach davon, dass „ein Verein in der Zweiten Bundesliga etwa 2000 Arbeitsplätze schaffen, ein Verein in der höchsten Spielklasse sogar 4000 bis 6000 Stellen“ erbringen würde. Marshall-Plan war gestern, heute ist RB.</p>
<h2>Arbeitsplätze ohne Ende?</h2>
<p>Jung hat natürlich genügend ökonomische Kompetenz, um als verlässliche Quelle für den sicheren Segen von RB zu gelten. So werden diese Zahlen bis heute immer wieder zitiert. In der RB-Jubelschrift der LVZ vom Sommer 2014 (&#8220;Der Rasenballer&#8221;) fanden sie sich zuletzt, genügten der Redaktion aber offensichtlich noch nicht ganz. Am Horizont dämmerte schon die Vollbeschäftigung, als Guido Schäfer gleich noch die Rede von 44.000 Arbeitsplätzen durch die Bundesliga nachschob. Wir sind sicher: Tendenz steigend.</p>
<p>Argument verstanden? Früher hieß es in diesen Breiten <a href="http://www.dra.de/online/hinweisdienste/spezial/2008/dra-spezial_18_chemie.pdf" target="_blank">„Chemie bringt Brot, Wohlstand und Schönheit“</a>, aber die Anderen hatten ja ihre Chance, also macht das mit Brot und Wohlstand jetzt alles RB. Wir befürchten nur: Jungs Neuauflage der Rede von den blühenden Landschaften ist eine ungute Mischung aus einigen Fakten, viel Hoffnung und noch mehr Kaffeesatzleserei.</p>
<p>Zum wirtschaftlichen Effekt von Fußballvereinen gibt es überschaubar wenige Studien. Schaut man sich diese genauer an, schrumpft die Basis verlässlichen Wissens weiter. Immer wieder gern zitiert wird eine <a href="http://www.bundesliga.de/media/native/dokument/dfl_bl_studie_mckinsey_gesamt_final.pdf" target="_blank">Untersuchung</a> von McKinsey aus dem Jahr 2010 zum deutschen Profifußball; dazu existieren ein paar kleinere Fallstudien zu Vereinen wie dem <a href="http://www.hwwi.org/fileadmin/hwwi/Publikationen/Partnerpublikationen/HSH/Fussballstudie_14_B.pdf" target="_blank">HSV</a>, <a href="https://www.ebs.edu/fileadmin/redakteur/funkt.dept.sol/ISBS/ISBS_Issue_5_Die_Stadt_und_ihr_Profifussball.pdf" target="_blank">Leverkusen</a>, <a href="https://www.ebs.edu/fileadmin/redakteur/funkt.dept.sol/ISBS/ISBS%20Focus%20Report%201%20-%20Wolfsburg%20und%20seine%20Stadt.pdf" target="_blank">Wolfsburg</a> oder <a href="http://www.vfl.de/fileadmin/vfl/Redakteur/PDF-Dokumente/Wirtschaftsfaktor_VFL_Web.pdf" target="_blank">Osnabrück</a>. Das alles soll hier nicht bis ins letzte Details ausgebreitet werden, aber ein paar Punkte wollen wir doch vorstellen. Burkhard Jung soll dieses Blog ja mit Erkenntnisgewinn lesen. Mal sehen, ob auch wir auf etliche tausend Arbeitsplätze kommen.</p>
<h2>Achtung: Zahlen!</h2>
<p>Fangen wir bei den direkt Beschäftigten an. Laut LVZ hatte RB zuletzt 85 direkt Angestellte. Das scheint realistisch. Bei Osnabrück waren es zu Zeiten der 3. Liga 50 Arbeitsplätze, beim HSV sollen es 100 sein. Bei all diesen Zahlen sind aber die Spieler schon eingerechnet, dazu kommen Trainer etc. – es ist also nicht so, dass hier großartig Leute von der Straße geholt werden.</p>
<p>Zu den direkt Beschäftigten kommen jeweils noch Personen hinzu, die in Teilzeit beschäftigt werden und zumeist an den Spieltagen für diversen Kram da sind. Dazu sind uns bei RB keine Zahlen bekannt. Bei Leverkusen waren das 2011/12 ca. 1.100 Personen, bei Osnabrück 280; irgendwo in diesem Bereich werden die Zahlen auch bei RB liegen.</p>
<p>Da fehlen noch ein paar bis zur Jung-Prognose. Könnten die nicht alle in der Bratwurst-Industrie entstanden sein? In den einschlägigen Studien sind das „indirekte Effekte“. Dazu zählen tatsächlich die Fanerlöse durch die gesamte Catering-Sparte, aber auch andere Ausgaben der Besucher an den Spieltagen. Zu denken ist außerdem an weitere Leistungen, die durch den Verein beansprucht werden (Werbung), und darüber hinaus gehende Investitionen (im Falle RBs etwa das berühmte Trainingszentrum).</p>
<p>Beim VfL Osnabrück machte das in der Saison 2011/12 circa 13 Mio € Brutto-Umsatz aus, was 4,6 Mio € Wertschöpfung entspricht. Heißt etwas sperrig: „Die erzielte regionale Wertschöpfung entspricht bei einem statistischen verfügbaren Einkommen in der Region von rund 20.000 Euro (NLS 2010) mindestens 250 Vollzeit-Arbeitsplatzäquivalenten, die in der Region geschaffen werden bzw. Personen, die durch den „VfL-Betrieb“ insgesamt ihren Lebensunterhalt in einem Jahr bestreiten können“. Okay. 250 Arbeitsplätze sind nicht nichts, aber auch nicht berauschend.</p>
<p>Nun ist Osnabrück zwar kein Erstligaverein, aber auch dort werden die Zahlen nicht exorbitant größer. Die Studie zum HSV kam auf die Zahl von 740 Arbeitsplätzen, die indirekt und direkt durch den Hamburger Verein geschaffen würden. Und dies ist keineswegs der Durchschnitt in der Bundesliga: In Bremen und Gladbach waren es mit jeweils circa 340 schon deutlich weniger „vollzeitäquivalente“ Arbeitsplätze.</p>
<h2>Die Fata Morgana von Burkhard Jung</h2>
<p>Angesichts dieser Zahlen ist das Gerede von Jung natürlich Wahnsinn. Dafür gibt es unterschiedliche, mögliche Erklärungen. Entweder hat er sich schlicht verrechnet bzw. die Statistiken falsch verstanden und denkt, die Beschäftigungseffekte entstehen jedes Jahr aufs Neue. Macht dann nach ein paar Jahren eben ein paar Tausend Stellen. Ist aber falsch.</p>
<p>Oder Jung glaubte im Liebestaumel mit dem heilsbringenden Gebieter einfach an jede Zahl, die ihm und seinem Büro so unterkommt. Zum Beispiel den Berichten der DFL. In deren jährlich erscheinendem <a href="http://www.bundesliga.de/de/liga/news/2013/dfl-praesentiert-bundesliga-report-2014-neunte-umsatzsteigerung-in-folge-auf-2-17-mrd--euro.php" target="_blank">Report</a> gibt es auch eine Passage, in der von Arbeitsplätzen die Rede ist. Für 2014 ist davon die Rede, dass „insgesamt (&#8230;) rund 45.000 Menschen in direkter Anstellung oder durch Beauftragung der 36 Clubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga“ arbeiteten. Da kommen sie also her, die oben von Dr. oec. Schäfer zitierten Zahlen.</p>
<p>Und Schäfer hat die DFL genau so zitiert, wie die das so will, um als regelrecht systemrelevant zu erscheinen. Nicht umsonst hatte man ja einige Jahre zuvor McKinsey mit einer Studie beauftragt. Die können rechnen, aber auch schöne Sätze schreiben. Liest man die genauer, wird einiges klarer. Von den 45.000 Personen „in direkter Anstellung oder durch Beauftragung“ entfallen 30.000 auf die Bundesliga. Teilt man dies auf die 18 Vereine auf, sind das im Schnitt 1.700 Beschäftigte pro Verein. Aber da sprechen wir natürlich keineswegs von Vollbeschäftigten! Beschäftigt heißt eben auch Aushilfskräfte oder bei Wachdiensten angestellt. Nur weil ein Wachmann am Samstag seinen Dienst im Zentralstadion schiebt, macht das noch lange nicht seinen Lebensunterhalt aus. Aber schon nach einer Stunde Karten abreißen macht die DFL einen Strich auf ihrer Zählliste und kommt so am Ende des Jahres auf 45.000 Beschäftigte im Profifußball.</p>
<p>Alles in allem sind wir also meilenweit von den Zahlen entfernt, die Jung in die Welt gesetzt hat. Wäre halb so schlimm, wenn nicht bis heute jede Unterstützung für RB (auch) damit legitimiert würde.</p>
<p>Aber vielleicht wird ja auch am Ende alles gut. Wir liegen in der rot-weißen Hängematte, genießen die ganzen indirekten und induzierten Effekte und legen einmal in der Woche vor dem Rathaus Blumen nieder. Als Dankeschön. Für das Geschenk.</p>
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